Carl-Huter-Stiftung

Welt- und Menschenkenntnis nach Carl Huter

2F. Zitate III: Was sagt Carl Huter über sein Hauptwerk?


Man findet Huters Einschätzungen 

  • in seinem Hauptwerk, an zahlreichen Stellen. Einzelne Stellen werden nachstehend wiedergegeben. Sie stammen alle aus dem V. Lehrbrief.
  • im "Leitfaden zu meinem System der wissenschaftlichen Psycho-Physiognomik"
  • in einer Werbe-Anzeige, die er in mehreren eigenen Broschüren veröffentlicht hat.

Daraus ergibt sich, u.a., dass Huter

  • das Hauptwerk für ein "Volksbuch" hält, siehe Ziffer 1 und 5 unten;
  • das Buch auf einer 20jährigen Lebens-, Denk- und Sammelarbeit beruht und er seine Lehren nun 5-mal umgearbeitet hat, siehe Ziffer 2, unten;
  • das Hauptwerk, im Falle einer zweiten Auflage, grundlegend überarbeitet: neue Gliederung, inhaltliche Erweiterung und Unterteilung in 4 separate Bücher, siehe Ziffer 4, unten.


 

1. Formale Beschreibung
Carl Huter: Leitfaden zu meinem System der wissenschaftlichen Psycho-Physiognomik, 1909. 
Gliederung und Fettdruck durch die Carl-Huter-Stiftung


Einleitung 
...
Zitat Anfang:

  • Auf mehr als 700 Seiten Kunstdruckpapier - Grösse Atlasformat - mit über 1000 in den Text gedruckten Illustrationen ist in 52 Lektionen meine Wissenschaft in ihren Grundzügen abgeschlossen, veröffentlicht und gelehrt.
  • Das Werk ist so abgefasst, dass es ein Volksbuch im wahren Sinne der Wortes geworden ist. Es ist für den einfachen Landmann, Handwerker und Fabrikarbeiter ebenso verständlich geschrieben, wie für den Kunstverständigen, Naturforscher, Psychologen, Arzt, Pädagogen, Kaufmann, Kriminalisten, Beamten und praktischen Lebensphilosophen.
  • Bis Ende 1909, also innerhalb 4 Jahren, wird die erste Auflage, 2000, annähernd vergriffen sein, und die neue wird in 5000 Exemplaren in zwei geteilten Bänden einschliesslich eines Nachtragbandes erscheinen.

Zitat Ende.

2. Das Hauptwerk - eine Lebensarbeit
Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis, IV. Lehrbrief, 1906. Vorwort
Gliederung und Fettdruck durch die Carl-Huter-Stiftung

Zitat Anfang:

Alle diese Mühen und Opfer an Arbeitskraft, Zeit und Geld sind im Dienste der Lehre selbst, wie im Interesse der Studierenden geschehen. Um möglichst viel und bei vielem auch das Beste zu geben. Mancher wird denken, wenn diese Lehre des Verfassers schon viele Jahre fertig war, wie kommt es denn, dass dieselbe nicht einfach dem Drucker übergeben wird und der macht die Arbeit fertig? Hierauf muss ich entgegnen, dass ich diese Lehre fünfmal umgearbeitet habe, nicht um sie zu ändern, sondern um das Vorhandene immer mehr zu vervollkommnen.

Man denke sich nun, eine 20jährige Lebens-, Denk- und Sammelarbeit umzuarbeiten, welcher Aufwand von Zeit und gewissenhafter Forschung bis in alle Details hinein dazu erforderlich ist. Diese fünfte Vollendungsarbeit ist nun die, die hier in diesem Werke zum Ausdruck kommt.

Die neuesten Errungenschaften der Wissenschaft sind hierbei ebenso verwertet worden, wie die eigenen allerneuesten Entdeckungen und Beobachtungen, wodurch diese Lehre auf eine abgerundete, unvergleichliche Höhe gebracht wird.

Dieses war, das wird jeder und jede liebende Studierende schätzen lernen, eine Pflicht, die ich mir, dem Werke, der Lehre und der Mit- und Nachwelt schuldig bin.

Denn ich glaube bestimmt, dass niemals jemand wiederkommen wird, der diese Lehre, "Die Psycho-Physiognomik und Kallisophie", in dieser Art und in der Vollendung geben, lehren und ausgestalten kann, als ich es mit meinen von der gütigen Vorsehung gegebenen Kräften, Anlagen, Schicksalen und Erfahrungen nun einmal ganz individuell vermag.

Darum sei alle meine Kraft dieser heiligen Sache, der höchsten Wahrheit, Weltweisheit und Tugendlehre gewidmet.

Zitat Ende.

3. Hauptwerk: abschliessende Einschätzungen
Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis, V. Lehrbrief, 1906. Vorwort
Gliederung und Fettdruck durch die Carl-Huter-Stiftung

Zitat Anfang:

Mit diesem fünften Band hat das vorliegende Werk seinen Abschluss gefunden. Damit sind die Grundlagen der Huter'schen Psycho-Physiognomik, sowohl in Bezug der praktischen Menschenkenntnis, als auch in Bezug einer neuen Weltanschauung und Lebenslehre niedergelegt.

Ich habe meine ursprünglich gestellte Aufgabe, Menschenkenntnis durch Körperformen- und Gesichtsausdruckskunde zu lehren ausserordentlich erweitert, da ich andernfalls hätte befürchten müssen, in vielen Punkten nicht verstanden zu werden.

Ich musste den grossen Blick und das tiefe Schauen, das ich mir durch nun mehr denn vierzig Jahre Studium über alle Gebiete des Wissens und des noch nicht Wissens von Kindesbeinen an bis auf den heutigen Tag erworben habe, auch meinen Schülern übertragen.

...

Was weiss heute die offizielle Wissenschaft von Weltäther oder von den ätherischen Zwischenstufen? Will man ehrlich antworten, so viel wie nichts. Was weiss sie von der Entwickelung der chemischen Substanz aus dem Weltäther? Nichts als Irrtum, denn sie lehrt die Ewigkeit der chemischen Elemente. Die Wirklichkeit ist ganz anders, denn alle chemischen Elemente haben sich aus dem Weltäther gebildet und können sich gegebenenfalls in den Urstoff wieder zurückentwickeln, aber auch neue Schwer- oder ätherische Fein-Substanzen schaffen. 

Was weiss die Wissenschaft über die Lebenskraft? Viele Gelehrte nehmen solche an, andere nicht. Erst durch meine Entdeckung der Helioda ist die Lebenskraft gefunden. 

Was lehrt die okkulte oder abstrakte Philosophie und Psychologie? Irrtum an Irrtum gereiht, da sie den Anteil der Materie am geistigen Leben übersieht.

Durch diese Psycho-Physiognomik ist dagegen eine ganz neue rationelle Psychologie geschaffen worden.

Was wird in Moral, Religion, Staats-, Rechts- und Wirtschaftslehren, in der Heilkunde, in Politik und selbst im Liebesleben nicht alles Irrige gelehrt und dadurch falsch gewertet?

Nun, irren ist menschlich, aber Wahrheit suchen und Irrtümer beseitigen helfen, ist denn auch wohl ein menschliches· Recht. Es ist, ich glaube ich sage nicht zu viel, wenn ich meine, ein in unserer Seele wurzelndes göttliches Recht, führt es doch zur höheren Vollkommenheit, zu besserem Menschenlos und schafft Anteile am Weltglück.

...

Es würde mir die grösste Freude sein, sollte ich es erleben dürfen, mit dieser Lehre nicht nur die Herzen des Volkes, sondern auch die der Gebildeten, der Priester, Künstler und Fachgelehrten zu beglücken.

Eine andere als diese Methode, die Grundzüge meiner psycho-physiognomischen Menschenkenntnis Volk und Gelehrten zugleich gut verständlich zu machen, war schlechthin unmöglich.

Dieses Werk hat nunmehr mit Recht den Titel "Grundzüge der psycho-physiognomischen Welt- und Menschenkenntnis" erworben.

Denn aus den Lehrbriefen sind Lehrbände, aus der Menschenkenntnis ist auch Weltkenntnis geworden.

Zitat Ende.


4. Neugliederung des Hauptwerkes
Carl Huter: Leitfaden zu meinem System der wissenschaftlichen Psycho-Physiognomik, 1909.
Gliederung und Fettdruck durch die Carl-Huter-Stiftung

Zitat Anfang:

22. Die Leitgedanken der dritten Lektion Band II.

Stofflehre. Der chemische Grundstoff als Rohmaterial aller Gestalten und Formen auf unserer Erde.

Wenn ich dieses grosse Werk "Menschenkenntnis" in zweiter Auflage erscheinen lasse, dann werde ich wahrscheinlich den zweiten und dritten Band in einem besonderen Bande unter dem Titel "Die neue Weltlehre" oder "Grundzüge der psycho-physiognomischen Weltlehre'' erscheinen lassen und Band I, IV und V allein oder in Verbindung mit einem längst geplanten VI. Bande mit psycho-physiognomischen Menschenkenntnisstudien unter "Menschenkenntnis" neu herausgeben.

Diese Trennung ist schmerzlich, denn nichts ist herrlicher und befriedigender als eine ganze Lehre in einem Bande, in einem Werk vereint vor sich zu sehen.
Der moderne Mensch neigt aber zur Beschränkung, ihm ist die allumfassende Lehre auf einmal zu viel, er möchte lieber den mehr praktischen Teil, den fürs Leben nützlichsten studieren und gebrauchen und so werde ich diesem Bedürfnis wahrscheinlich später nachkommen und meine ganze Lehre in drei Bänden herausgeben.

Ich werde dieses Atlasformat der ersten Auflage beibehalten. Ich gedenke die Lehre später so zu gliedern:

  • I. Band: "Die neue Weltlehre" im Lichte der vergeistigten Naturwissenschaften.
  • II. Band: "Menschenkenntnis", Grundzüge der wissenschaftlichen Psycho-Physiognomik.
  • III. Band: "Die ethische Schönheitslehre und meine neue Lebenskultur". Grundzüge der Kallisophie.
  • In einem IV. Bande werde ich den Okkultismus behandeln. 

In dem bereits herausgegebenen Werke "Menschenkenntnis" sind alle drei Grundlehren vereinigt. 

Von der Kallisophie sind überall in fast allen Lektionen die grundlegenden Gedanken mit eingeflochten. 

Die Weltlehre wird durch farbige Illustrationen und erweiterte Artikel ergänzt, die Menschenkenntnis durch den geplanten Ergänzungsband erweitert gelehrt werden und die Kallisophie wird in grundlegender Form mit vielen Illustrationen als besondere Wissenschaft im dritten Bande veröffentlicht.

Der Preis aller drei Bände wird sich natürlich entsprechend gestalten. Aber dem Bedürfnis des Publikums ist dann Rechnung getragen. Denn, so fragt der Fernstehende, was hat die Chemie und Physik und die Ätherlehre mit der Menschenkenntnis zu tun und er denkt zunächst gar nicht daran, dass auch der Mensch aus chemischen Elementen und physischen und ätherischen Kräften besteht und dass eine wissenschaftliche Psycho-Physiognomik, die dereinst als besondere Wissenschaft auf besonderen Schulen gelehrt werden wird, gar nicht ohne die Kenntnis aller Dinge der Natur, aus welcher der Mensch schliesslich doch hervorgegangen ist, erschöpfend behandelt werden kann. 

Es ist auch die Kenntnis der biologischen Entwicklungslehre von Lamarck, Darwin, Häckel unumgänglich dazu notwendig.

Die Huterische Wissenschaft soll allumfassend sein und daher hat sie die Naturwissenschaften organisch verbunden und in die Psycho-Physiognomik mit eingeschlossen.

Zitat Ende.

Anmerkung der Carl-Huter-Stiftung

1. Auch heute ist das Interesse an den praktischen Teilen der Huter-Lehren viel grösser als an den übrigen Teilen. Da es gute Bücher über die praktische Menschenkenntnis, also die Hutersche Psycho-Physiognomik, wird diese auf dieser Internetsite nur ganz knapp behandelt.

2. Das Hutersche Lebenswerk umfasst aber mehr als diese vier Teile. Ein weiterer, ganz wichtiger Bestandteil ist das neue Heilsystem von Carl Huter, die kallisophische Heilmethode. Das Kernelement ist die Helioda-Therapie. Sie wird auf dieser Internetsite nicht näher behandelt.


5. Verlagsanzeige für das Hauptwerk
Die nachstehende Verlagsanzeige erschien in mehreren Broschüren von Carl Huter, u.a. Carl Huter: Die neue Weltanschauung, 1908; Carl Huter: Leitfaden zu meinem System der wissenschaftlichen Psycho-Physiognomik und  Carl Huter: Katechismus der Huterschen Wissenschaft, 1909.
Gliederung und Fettdruck durch die Carl-Huter-Stiftung.


Zitat Anfang:

  • Dieses Werk ist die grundlegende Lebensarbeit des Autors für eine neue Lebenslehre und Weltauffassung, die den Menschen in den Mittelpunkt der Weltbetrachtung stellt und daher alle Gebiete der wissenschaftlichen und praktischen Menschenkenntnis treffend behandelt.
  • Hierzu gehören die Phrenologie, die Physiognomik, die Mimik, die Pantognomik, die Körperkanonlehre der bildenden Künstler, insbesondere die von Schadow und Rietschel, der goldene Schnitt von Zeising, die Modullehre von Carus, die Gesichtswinkellehre von Peter Camper. 
  • Es behandelt in einem besonderen Abschnitt die Kriminal-Anthropologie von Lombroso, die Krankenphysiognomik, die Rassen-, Temperaments- und Naturell-Lehre, und es wird ein völlig neuer Kanon der Phrenologie, Physiognomik, Augenausdrucks- und Irislehre entwickelt, was nach zahlreichen Aussprüchen berufener Fachleute das Beste darstellt, was bisher auf dem Gebiete der Psycho-Physiognomik geleistet worden ist. 
  • Eingehend, wird hier die neue Naturell-Harmonielehre dargelegt. 
  • Carl Huter hat hier nicht nur eine psycho-physiognomische Menschenkenntnis wissenschaftlich begründet, er hat auch mehr als 200 wertvolle wissenschaftliche Entdeckungen auf allen Gebieten der Naturwissenschaften, der Ethik und der Philosophie gemacht. 
  • Dadurch ist das Werk eine wahre Fundgrube des Forschers, ein Hausschatz des Künstlers und Schriftstellers, ein praktisches Volksbuch und ein grosses Reformwerk geworden.
  • Es stellt eine Riesenarbeit dar, indem es alle Gebiete der Naturwissenschaften organisch zusammengeschlossen vereinigt und an der Hand einer neuen grossen Entwickelungslehre Welt und Mensch natürlich entstehen lässt.
  • Es lässt die Darwin-Häckel'sche Entwickelungslehre weit hinter sich, so dass uns jene als die kleine, diese als die grosse Natur, Welt und Geist erschöpfende Entwickelungslehre erscheint. 
  • Carl Huters Grundzüge der psycho-physiognomischen Welt- und Menschenkenntnis, die er in diesem Werke niedergelegt hat, bilden ein Ereignis, ... 
  • ... sie geben dem modernen Menschen, der Wahrheit sucht, das Vollkommenste was Herz, Gemüt und Verstand befriedigt, sie geben ihm ein Buch der Bücher der modernen Wissenschaften, eine wahre Bibel der Lebensweisheit.

Zitat Ende.


6. Schlussbemerkungen

Die Broschüren, die Huter ab 1906 herausgegeben hat*) sind als Vertiefung einzelner Themen und als Erweiterung des Hauptwerkes zu betrachten.
*) verfasst von Carl Huter, Dr. phil. Gottlieb Brandt und Dr. Bernhard Corvey und Irma Fleischhacker.

Nach dem Tode von Huter erschien das Hauptwerk

  • in einer 2. Auflage, 1929, 708 Seiten. 
  • in der 3. Auflage, 1957, 790 Seiten. Diese Auflage enthält zahlreiche Ergänzungen des Herausgebers, Siegried Kupfer, in Form von Einfügungen und Fussnoten. Das Werk enthält erstmals ein Namenverzeichnis und ein Sachverzeichnis.

Bei einer weiteren Überarbeitung des Hauptwerkes sollte man u.a.

  • die Inhalte neu ordnen, u.a. derart, dass Wiederholungen möglichst vermieden werden;
  • einige Abbildungen, die bisher nicht oder zu knapp erläutert werden, nach Möglichkeit besser erläutern;
  • einige Themen kürzer behandeln oder die Inhalte in den Anhang verschieben, z.B. die Erläuterung der chemischen Elemente, die Texte über Lavater und Gall.

Auf dieser Internetsite werden mehrere Themen, die Bestandteil des Hauptwerks sind, in einer verbesserten Weise behandelt, insbesondere die Schöpfungs-Entwicklungslehre.

Auch die äussere Erscheinung - Layout, Aufteilung auf verschiedene separate Bücher, etc. - müsste überprüft und geändert werden.

  • Huter schreibt, dass er das Atlas-Format beibehalten wird, siehe Ziffer 4, oben. Eine nähere Begründung fehlt. Die Tatsache, dass er sich darüber äussert, lässt vermuten, dass schon damals das Format nicht bei allen Huter-Freunden auf Anklang gestossen ist. Das Atlas-Format hat einzig Vorteile bei der Wiedergabe von Tafeln und Abbildungen.
  • Anfänglich erschien das Hauptwerk in Form von 5 separaten Lehrbriefen, ohne Buchdeckel, im Umfang von je 100 bis 240 Seiten. Seit 1907 erscheint das Hauptwerk als ein einziges Buch mit einem Umfang von rund 700 Seiten (1. Auflage) resp. rund 800 Seiten (3. Auflage).

Preisausschreiben - Huters Entdeckungen und Erkenntnisse sind noch nicht vollständig erforscht

  • Ganz am Schluss des V. Lehrbriefes, 12. Lektion veröffentlicht Huter ein Preisausschreiben. Die Preisfragen bestehen darin, konkrete Fragen über die Hutersche Kraftrichtungsordnung und Lebenslehre zu beantworten. Daraus wird ersichtlich, dass Huter die Kraftrichtungsordnung noch nicht vollständig erforscht hatte. 
  • Dasselbe gilt auch für andere Erkenntnisse und Entdeckungen von Huter, z.B. in Bezug auf die Entwicklungslehre der anorganischen Materie. Siehe Rubrik  5D. Substanz-Elemente , Ziffer 1 und Rubrik  2C3. Verifizierung , Ziffer 3.1.



 
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