Carl-Huter-Stiftung

Welt- und Menschenkenntnis nach Carl Huter

 

2B. Hutersche Lehren: 
Entwicklungslehre über die anorganische und die organische Welt 

Ein Überblick über die vier Teile der Huterschen Lehren ist in Kapitel 1. Rundgang - Deutsch Ziffer 2 ersichtlich.

Die Hutersche Entwicklungslehre über die anorganische und die organische Welt ist ein zentrales Element der Huterschen Lehren. Sie ist nahezu unbekannt und besteht aus zahlreichen Erkenntnissen und Annahmen. 

Daher erfolgt hier eine Einführung im Sinne einer Übersicht, vorgängig zu den Kapitel 5 bis 8.



1. Der Weltäther und das Empfindungs-Element

Die anorganische Welt - in wenigen Worten

  • Es gibt einen Weltäther. 
  • Der Raum ist dicht mit Äther-Teilchen ausgefüllt, auch die Zwischenräume in den Atomen und Molekülen.
  • Der Weltäther besteht aus drei Grundelementen:
    a. Ruh- oder Schwer-Element;
    b. Bewegungs- oder vibrierendes Element;
    c. Empfindungs- oder Leicht-Element.
  • Das Äther-Ilion besitzt ganz besondere Eigenschaften: 
    a. Es besitzt keine Masse.*) 
    b. Es besitzt kein Speichervermögen. Es vermag keinerlei Einwirkungen, etc. aufzunehmen oder zu verändern. Alle Einwirkungen werden unverändert weitergeleitet. 
    c. Es ist mit naturwissenschaftlichen Mitteln kaum nachweisbar.
    Diese besonderen Eigenschaften lassen sich nach Huter damit erklären, dass das Teilchen alle drei Grundelement vereinigt, und zwar in einem ausgewogenen Verhältnis. 

    *) Analog wie das Photon.
  • In den Ilionen entsteht ein Sehnen nach Veränderung. Das Ruh-Element will zu grösserer Ruhe gelangen, und zwar durch Vereinigung mit dem Ruh-Element anderer Ilionen.   
  • Es entsteht eine Differenzierung des Ilions durch Spaltungen. Das Ruh-Element und das Bewegungs-Element spalten sich ab, aber meist in unvollständiger Weise, sodass dem Ruh-Element ein kleiner Anteil des Bewegungs-Elements anhaftet und umgekehrt. Das Empfindungs-Element bleibt teils am Ruh-Element, teils am Bewegungs-Element haften. (1)
  • Aus dem Ruh-Element geht die Materie hervor. Dieser Prozess geht über mehrere Stufen von Ansammlungen und Verdichtungen. Dabei verdichtet sich auch das Empfindungs-Element. Huter nimmt an, dass zwischen dem Äther-Ilion resp. dem Ruh-Äther-Ilion und den atomaren Bausteinen sich mehrere Zwischenstufen befinden. Das Empfindungs-Element befindet sich in einem schlummernden Zustand und seine Anwesenheit lässt sich mit naturwissenschaftlichen Mitteln kaum nachweisen, jedoch mit anderen, nicht-naturwissenschaftlichen Mitteln, z.B. mittels Hellfühlen.
  • Aus dem Bewegungs-Element gehen Kraft und Energie hervor. 
  • In den Eiweiss-Molekülen, die wichtige Bestandteile der lebenden Zelle sind und aus denen die Zelle hervorgeht, kommt es zu Abspaltungen des Empfindungs-Element von der materiellen Substanz. Das abgespaltene Empfindungs-Element bleibt mit der materiellen Substanz, den Eiweiss-Molekülen, eng verbunden. Das Empfindungs-Element liegt, aufgrund der vorangegangen Sammlungs- und Verdichtungsprozesse, in einer stark gesammelten und verdichteten Form vor.

(1) Das Hutersche Ilion ist kein absolutes Grundelement!

  • Allein schon das ist ein wesentlicher Unterschied zu den Annahmen, die andere Philosophen und Denker in ihren eigenen Theorien über das Ur-Teilchen getroffen haben.
  • Das Hutersche Ur-Teilchen besitzt eine innere Struktur!
  • Und diese innere Struktur, die darin liegenden drei Grundelemente, gibt Huter die Erklärung, wie die Entwicklung, die Differenzierung und Spaltung in Gang kommt.
  • Das Ilion ist auch durch äussere Einwirkungen spaltbar, z.B. mittels elektromagnetischen Wellen. 
  • Mit zunehmender Differenzierung erhalten die daraus hervorgehenden Teilchen Eigenschaften wie Masse, magnetische und elektrische Eigenschaften. Durch diese Eigenschaften wird ein Teilchen mit physikalischen Methoden nachweisbar.


Diese Entdeckungen und Erkenntnisse über das Empfindungsvermögen und den Äther führen am Ende zu neuen Erklärungen 

  • über die Gravitation, siehe Rubrik  5G. Gravitation
  • über die Ausbreitung des Lichts, d.h. von elektro-magnetischen Wellen, siehe Rubrik  5F. Licht / Äther, Teil I
  • Auch die Physik ist auf Teilchen gestossen, die sich mit naturwissenschaftlichen Methoden kaum in direkter Weise nachweisen lassen, z.B. das Neutrino. 

Weitere Forschungsresultate von Carl Huter

  • Auf der Stufe der atomaren Bestandteile gibt es ein neutrales Teilchen. Huter nennt es Idion. Die Physik kennt auch ein neutrales Teilchen, das Neutron. Huter schreibt nicht, dass es sich dabei um einen Baustein des Atoms handelts. Vielleicht ist Huters Idion eine Vorstufe des Neutrons resp. des Protons?
  • Die Hutersche Beschreibung der Elektronenhülle des Atoms. Die Physik gelangte zu ähnlichen Resultaten.
  • Die Erkenntnis, dass die diesseitige, materielle Welt am Ende in ein schwarzes Loch stürzen wird.

Weitere Einzelheiten sind ersichtlich im Kapitel  5. Stoff, Kraft, Empfinden; Äther


2. Das Leben und die Helioda

Die organische Welt - in wenigen Worten

  • In der lebenden Zelle übernimmt das Empfindungs-Element, das aufgrund der vorangegangenen Prozesse in stark gesammelter und stark verdichteter Form vorliegt, die Herrschaft. 
  • Es ist organisierend und schöpferisch tätig. Es baut sich ein eigenes Organ, das Zentrosoma. In diesem Organ besteht die grösste Ansammlung des Empfindungs-Elements. Weitere Sammelstellen bilden sich in den Eiweiss-Massen des Protoplasmas. 
  • Das, was man unter Leben versteht, beruht auf organisierende, schöpferische Tätigkeit der einer gesammelten, konzentrierten Form des Empfindungs-Elements.
    Anmerkung: Um 1900 herum beobachtete man unter dem Mikroskop, dass das Zentrosoma bei der Zellteilung dafür sorgt, dass die Chromosomen richtig auf die beiden neuen Zellkerne aufgeteilt werden, also organisierend und steuernd tätig ist. Aus diesem und aus anderen Gründen nimmt Carl Huter an, dass das Zentrosoma organisierende und schöpferische Qualitäten besitzt.  Die Wissenschaft hat es damals und bis heute unterlassen, nach den Gründen zu suchen, die das Zentrosoma zu diesen Leistungen befähigen. Die Aufteilung der Chromosomen auf die beiden neuen Zellkerne ist eine komplexe Angelegenheit und müsste eigentlich grosse Bewunderung und grosses Staunen hervorrufen.
  • Die Anpassung und die Höherentwicklung der Lebewesen erklären sich nicht nur durch die Erkenntnisse von Lamarck und Darwin sondern auch durch die organisierende und schöpferische Tätigkeit des Empfindungs-Elements in der lebenden Zelle.
  • Das Empfindungselement in der lebenden Zelle ist gleichbedeutend mit Empfindungsfähigkeit sowie Seele und Geist. Diese Eigenschaften sind bereits bei einfachen, einzelligen Lebewesen vorhanden, nicht erst dann, wenn ein Nervensystem besteht. Aber bei einzelligen und einfachen Lebewesen in viel schwächerer Weise als z.B. bei hoch entwickelten Lebewesen.
  • Liegt das Empfindungselement in der lebenden Zelle in gesammelter,  stark verdichteter Form, führt dies zur Entstehung von Bewusstsein, Gewissen. 
  • Das gesammelte und stark verdichtete Empfindungselement lässt sich biologisch als Lebenskraft und seelisch-geistig als Liebeskraft verstehen. 
  • Der Seelenkörper des Menschen, ist eine feinstoffliche Abspaltung des Empfindungs-Elements. Beim Tod bleibt er erhalten und löst sich nicht auf. Damit erklärt sich das Weiterleben der Individualität nach dem Tode.
  • Das stark gesammelte und verdichtete Empfindungs-Element erzeugt eine feine gelbliche Strahlung. Sie sammelt sich im Nervensystem des Menschen und steigt zum Gehirn auf. Sie gelangt über Nervenbahnen in die Gesichtshaut und in die Fingerspitzen sowie an weitere Stellen des menschlichen Köpers. 
  • Diese Strahlung lässt sich mit naturwissenschaftlichen Mitteln kaum nachweisen. Carl Huter hat zehn Jahre lang geforscht, bis er alle wichtigen Eigenschaften dieser Strahlung richtig erkannt hat. Sie kann aber vom menschlichen Auge erkannt werden als feines Leuchten, besonders der Augen, der Partien um die Augen, des Mundes, der Partien um den Mund und im Gesicht.
  • Diese Strahlung vermag die Peripherie des Menschen zu gestalten, besonders stark ist ihr Einfluss auf die Augen, den Mund und die zentralen Teile des Gesichts.
  • Die starke Strahlung beruht
    a. auf der Vererbung von seelischen und geistigen Kräften;
    b. auf der Erhaltung und Stärkung der Gesundheit und der persönlichen Befindlichkeit, möglichst sowohl körperlich, seelisch und geistig.

 

3. Die Korrespondenz zwischen Peripherie und den Eigenschaften eines Lebewesens -
die Korrespondenz zwischen "Innen" und "Aussen"

Wie lässt sich diese Korrespondenz erklären, beim Menschen?

  • Durch die obigen Eigenschaften der Helioda, siehe die letzten zwei Punkte, ist erklärbar, dass zwischen der inneren Befindlichkeit und dem Ausdruck der Peripherie, namentlich des Gesichts, eine Korrespondenz besteht. Carl Huter hat diese Korrespondenz experimentell am lebenden Menschen nachgewiesen.
  • Zahlreiche weitere Faktoren haben ebenfalls Einfluss die Bildung der Peripherie des Menschen, sowohl auf den momentanen Ausdruck als auch auf die festeren Teile des Gesichts. 
  • Durch umfangreiche Forschungen hat Carl Huter weitere Faktoren entdeckt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Peripherie des Menschen haben, namentlich
    a. die Körperbausysteme, die bei jedem Menschen in individueller Weise entwickelt sind;
    b. chemische, physikalische, psychische und andere Faktoren.
    c. die von Huter entdeckten Natur- und Lebenskräfte;
    d. das Geschlecht.
    Nähere Einzelheiten findet man auf dieser Internetsite sowie in den originalen Schriften von Carl Huter, Amandus Kupfer und Siegfried Kupfer.
  • Darauf und auf weiteren Entdeckungen und Erkenntnissen beruht die Hutersche Psycho-Physiognomik.
  • Carl Huter und viele andere Kenner der Psycho-Physiognomik haben durch fachgerechte Anwendung den Nachweis erbracht, dass sie ein verlässliches Instrument ist, um die Eigenschaften des Menschen zu erkennen.


4. Verifizierung

  • Die praktischen Teile der Huterschen Entdeckungen und Erkenntnisse sind einer Überprüfung zugänglich. Es sind dies namentlich die Huterschen Lehren über seine Psycho-Physiognomik und über die Helioda.
  • Carl Huter hat die Richtigkeit seiner Entdeckungen und Erkenntnisse in diesen beiden Fachgebieten vielfach nachgewiesen, und zwar an öffentlichen Vorträgen, an Lehrkursen und bei seiner therapeutischen Tätigkeit. Es gibt darüber zahlreiche Belege und Zeugnisse. Viele davon hat er veröffentlicht.
  • Carl Huter war sich bewusst, dass dies nicht genügt. Er schrieb, dass seine Entdeckungen und Erkenntnisse mit allen Mitteln analytischer Forschung überprüft und bis in alle Einzelheiten erforscht werden müssen. Diese Überprüfung und die weitere Erforschung sind bis heute nicht erfolgt. Siehe auch  2D3. Verifizierung .
  • Huter war sich bewusst, dass seine Entdeckungen und Erkenntnisse nicht deckungsgleich mit den Positionen der Naturwissenschaft sind. Huter fühlte sich stets der Wahrheit verpflichtet. Er musste Kritik, Anfeindungen und sogar Unverständnis ertragen und erhielt nur selten eine Anerkennung für seine Lehren. Eine staatliche Auszeichnung ist im versagt geblieben.


5. Anmerkung


5.1 Körper, Seele und Geist

Die Erkenntnisse Huters ermöglichen es, die Bereiche Körper, Seele und Geist besser zu umschreiben und voneinander abzugrenzen. 

In Bezug auf den Menschen ergibt sich:

  • Der körperliche Bereich ist jener Bereich, der sich auf Anatomie und Physiologie bezieht. Hier befasst man sich mit Knochen, Muskeln, Nerven, etc. als anatomische Gebilde und mit den physiologischen Vorgängen, also mit chemisch-physikalischen Prozessen.
  • Der seelische Bereich bezieht sich auf Prozesse im lebenden Organismus, an denen das Empfindungsvermögen in wesentlicher Weise beteiligt ist, in steuernder, organisierender, begleitender Weise. Es sind Prozesse, die dem Menschen nicht oder nur teilweise bewusst sind und die er nicht oder nur teilweise zu beeinflussen vermag. 
  • Der geistige Bereich bezieht sich auf Prozesse beziehen, die das Bewusstsein, das Gewissen, die Wahrnehmungen, die Empfindungen, etc. tangieren.
    Anmerkung: Nach Huter gibt es ein bewusstes und ein unbewusstes geistiges Leben. Siehe  6A. Helioda , Ziffer 4.1.

In der Huterschen Psycho-Physiognomik kommt das Körperliche im Untergesicht, das Seelische im Mittelgesicht und das Geistige im Stirnbereich zum Ausdruck. Die Augen zählen sowohl zum seelischen als auch zum geistigen Bereich.

Carl Huter hat sich an verschiedenen Textstellen mit körperlichen, seelischen und geistigen Aspekten des Lebens befasst, ohne aber diese drei Bereiche in sprachlicher Hinsicht näher zu umschreiben.


5.2 Gesundheit und Krankheit

Huter hat ein neues Heilsystem entwickelt und erfolgreich praktisch erprobt.

  • Die Erprobung erfolgte als Leiter einer Kuranstalt, 1884 / 1885 und als Leiter seiner eigenen Kursbades, das er zusammen mit seiner Ehefrau und mit Mitarbeitern in den Sommerhalbjahren betrieb, von 1897 bis 1908. 
  • Die näheren Einzelheiten des Huterschen Heilsystems werden hier aus Platzgründen nicht behandelt und sie können den Huterschen Schriften entnommen werden.



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Diese Seite wurde am 15. August 2020 erstellt und veröffentlicht, in deutscher, französischer und englischer Fassung. Sie wird regelmässig überprüft, letztmals vom 16. August 2020 bis 1. September 2020, vom 1. bis 12. Dezember 2020, am 23. August 2021, am 29. August 2021, am 15. und 16. Dezember 2021, am 19. Januar 2022, am 15. Februar 2022, vom 8. bis 20. Juni 2022, vom 16. bis 30. April 2023, vom 8. bis 10. Oktober 2023 und am 30. November 2023.


 
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