Carl-Huter-Stiftung
Welt- und Menschenkenntnis nach Carl Huter

2A7. Fleischhacker, Weder, Metger -
biografische Notizen


1. Irma Fleischhacker

  • Irma Fleischhacker (17.1.1891, München - 11.1.1980, Australien) ist die Tochter von Adam Fleischhacker und Amalia Fleischhacker. Nähere Angaben über die Eltern siehe Ziffer 2, 3 und 5, unten. - Sie ist vermutlich in München geboren worden. Später lebt sie in Dresden, vermutlich seit 1894. - Sie hat drei Stiefgeschwister aus der ersten Ehe der Mutter. Sie sind 12 resp. 15 resp. 16 Jahre älter als sie.
  • Irma Fleischhacker besucht in Berlin eine höhere Töchterschule. Dann folgt ein Auslandaufenthalt in Tschernihiw, Ukraine, 150 km nördlich von Kiev, bis Frühjahr 1909. Ihr Vater ist dort mit der Elektrifizierung beschäftigt.
  • Am 28. Juii 1909 beginnt Irma Fleischhacker bei Carl Huter in Leipzig. zu arbeiten, auf Vermittlung von Max Schacke, siehe Ziffer 6, unten.
    a. Irma Fleischhacker zieht für diese neue Tätigkeit nach Leipzig um und wohnt bei Carl Huter. Carl Huter hat dort total 17 Zimmer angemietet, die er als Arbeits- und
    Wohnräume nutzt.
    b. Im Probemonat ist sie als Wirtschafterin*) und Gehilfin im Contor**) tätig.
    *) Haushalts- und Reinigungskraft
    **) Büroarbeiten bei der Herstellung und beim Vertrieb der Schriften
    c. Nach Ablauf des Probemonats entschliesst sie sich, bei Huter den grossen Lehrkurs in der Psycho-Physiognomik zu belegen. Dieser Kurs umfasst 60 Lektionen und kostet M 300,00. Sie hat den Wunsch, die Charakterologie als Beruf auszuüben.
    d. Auf ihren Wunsch ist sie nun tätig als Wirtschafterin, im Verlagskontor, im kaufmännischen Bereich, in Vereinsangelegenheiten, in den Sammlungen sowie im Lehr- und Untersuchungsinstitut.
    d. Irma Fleischhacker schliesst die berufsbegleitende Ausbildung Ende 1909 erfolgreich ab.
  • Carl Huter beschäftigt Irma Fleischhacker ab 1910 als "I. Assistentin in Carl Huters psychologischem Untersuchungsinstitut". In Carl Huter: Illustriertes Handbuch der Menschenkenntnis, 1910, schreibt Huter: Sie ist "eine der Begabtesten unter den Studierenden meines Systems der wissenschaftlichen Psycho-Physiognomik".
  • Unter ihrem Namen sowie unter ihrem Pseudonym Irmgard von Adelhain erscheinen von Herbst 1909 bis anfangs 1912 zahlreiche Fachartikel. Der Kenner der Huterschen Schriften vermutet, dass ihre Texte in enger Zusammenarbeit mit Carl Huter entstanden sind. Der Ablauf war wohl wie folgt:
    (i) Carl Huter diktiert ihr die Texte oder trägt ihr den Inhalt in erzählender Form vor. Dort, wo Huter in früher veröffentlichten Schriften bereits dasselbe oder ähnliche Themen behandelt hat, stehen ihr diese Schriften zur Verfügung.
    (ii) Sie stellt Fragen und daraus ergeben sich inhaltliche Verbesserungen.
    (iii) Carl Huter lektoriert alle ihre Texte bevor sie veröffentlicht werden. 
  • Bestimmt hat Irma Fleischhacker alle Texte, die Huter unter seinem Namen veröffentlicht hat, lektoriert. (1)
  • Irma Fleischhacker nimmt an allen Schwierigkeiten Huters - solche treten allzu oft auf, privat und beruflich - Anteil. Überall, wo Huter Unterstützung gebraucht, ist sie helfend zur Stelle. Sie steht stets treu an Huters Seite, beruflich und privat.
  • Irma Fleischhacker ist die Mutter der beiden letzten Kinder von Carl Huter: 
    1. Johannes Fleischhacker, 26.12.1910, Dresden - 18.12.1990, Raum Frankfurt.
    2. Rotraut Fleischhacker, 15.1.1912, Dresden - xx.xx.1982, Australien. - Sie wandert im Jahre 1930, 18-jährig, nach Australien aus und lebt dort in der Nähe ihrer Mutter.
    Die Kinder werden in Dresden von der Grossmutter, Amalia Fleischhacker, und ihrer Stiefschwester Emmi Weder umsorgt, bereits ab der Geburt. Die Mutter wird durch ihre Tätigkeit für Carl Huter voll beansprucht.
  • Im Dezember 1913, ein Jahr nach Huters Tod, wandert die bald 23-jährige Irma Fleischhacker nach Australien aus, zusammen mit dem Ehepaar Pillig. Gustav Pillig ist ein Huter-Freund, von Beruf Bildhauer und lebt zuvor u.a. in Berlin, wo er Huter an dessen Vorträgen kennenlernte. Irma Fleischhacker hat die Absicht, ihre zwei Kinder nach erfolgreicher Übersiedelung nach Australien nachkommen lassen. Der Ausbruch des I. Weltkrieges, im Sommer 1914, durchkreuzt diese Absicht. - Die kinderlose Ehe von Gustav Pillig wird geschieden. Gustav Pillig und Irma Fleischhacker heiraten. Sie haben zwei gemeinsame Kinder: Gustav Jansen und Elfrieda Bowser. Nach der Scheidung mit Gustav Pillig heiratet sie ein Mann namens Jansen.
  • Nach dem Tod der Grossmutter, 1924, werden die beiden Kinder von Emmi Weder allein betreut. Das Vormundschaftsamt der Stadt Dresden erklärt Emmi Weder zur Pflegemutter der beiden Kinder. Emmi Weder lebt seit jungen Jahren in Dresden und ist dort als Klavierlehrerin tätig. Sie bleibt unverheiratet und ohne leibliche Kinder. - Die beiden Kinder verbringen ihre Jugendzeit in Dresden. Sie sind wiederholt bei den Kupfers in Schwaig bei Nürnberg im Sommerurlaub.
  • In den 1960er und 1970er Jahren besucht Irma Fleischhacker  ihren Sohn, der in der Bundesrespubulik Deutschland lebt. Sie ist in Begleitung ihrer Tochter Rotraut, der Schwester von Johannes. 
  • Im Sommer 1949 adoptiert Emmi Weder "Hänschen". Fortan heisst er Johannes Weder und ist Schweizer Bürger. (2).

(1) Einen Einblick in die Verhältnisse erhält man u.a. in der Broschüre von Irma Fleischhacker: Carl Huter und seine Wissenschaft, 1910. Im Vorwort schreibt die Autorin:

  • Der Inhalt dieser Schrift ist aus Carl Huters unterrichtenden Vorträgen, seinen Werken, sowie anderweitigen Veröffentlichungen über ihn gewonnen worden.
  • Ursprünglich hat ein Mitstudierender diese Ergebnisse aus der Huterlehre niederschreiben wollen, seine begonnene Arbeit wurde von ihm nicht zu Ende geführt und so hat sich die Unterzeichnete veranlasst gesehen, dieselbe zu erweitern und zu vollenden.

(2) Es gab damals in Deutschland eine andere, fast gleichaltrige Person mit demselben Namen (Hans F., 1912-1992, Anthropologe), dessen Ansehen sehr negativ war. Dies dürfte den Entscheid über die Adoption und den Namenswechsel wesentlich beeinflusst haben. Die Adoptivmutter Emmi Weder zeitlebens Schweizer Staatsbürgerin.



2. Amalia Weder - Metger, erste Ehe

Amalia Friederike Johanna Fleischhacker (26.2.1853, vermutlich Emden, Ostfriesland, Niedersachsen, sonst vermutlich St. Gallen - 26.11.1924, Dresden) wuchs in St. Gallen in ihrem Elternhaus aus. Der Rufname war vermutlich "Amalie". Der Name stammt vom Wort "Metzger". Der Vater war als Kaufmann tätig. 

St. Gallen zieht damals viele junge Menschen aus dem nahmen Deutschland und dem nahen Österreich an. In der florierenden St. Gallen Textil-, Seiden- und Stickerei-Industrie fanden tüchtige Berufsleute eine gut bezahlte Arbeit und einen sicheren Arbeitsplatz. Der Ausländer-Anteil an der Wohnbevölkerung lag in St. Gallen um 1900 bei 25%. Er ist vermutlich bereits in den Jahrzehnten vorher ähnlich hoch gewesen. Auch andere Schweizer Städte hatten bereits damals einen hohen Ausländeranteil, z.B. Winterthur und Zürich, aus ähnlichen Gründen wie St. Gallen.

Amalia Metger ist in erster Ehe mit Dr. iur. Johann Ferdinand Weder (14.2.1839, St. Gallen - 6.5.1888, Genua) verheiratet, von 1874 bis zu dessen frühen Tod im Jahre 1888. Über die berufliche Tätigkeit des Ehemannes ist im Moment nicht viel bekannt. Die Familie lebt zweitweise in Genf. Vermutlich ist Weder im diplomatischen oder im konsularischen Dienst der Schweiz tätig und wird nach jeweils wenigen Jahren in eine andere europäische Stadt versetzt. Die Familie lebt zweitweise in Genf. Der Ehemann stirbt im Alter von knapp 50 Jahren in Genua. Amalia Weder-Fleischhacker bezeichnet sich gegenüber Amandus Kupfer als eine weitgereiste Frau.

Der Ehe zwischen Amalia Metger und Johann Ferdinand Weder entspringen drei Kinder:

1. Julius Johannes Weder (25.11.1874, St. Gallen - 14. Februar 1945, Dresden), Elektrotechniker und Maschinenbauer. Sein Rufname ist Jules, die französische Fassung von Julius. Er stirbt beim Bombenangriff auf Dresden - vom 13. auf den 14. Februar 1945 durch britische Bomber, im Alter von 71 Jahren. Auch seine Ehefrau Klara Bertha Büttner (1876 - 1945) und zwei ihrer drei Kinder werden Opfer dieser Bomben- und Brandkatastrophe: Emmy Maria Luise (1903-1945) und Louise(?) Amelie Irma (1911-1945). - Die mittlere Tochter, Johanna Bertha (1904-1980) überlebt als einzige der Familie Weder - Büttner den Bombenangriff.

Die Familie Weder - Büttner wohnt im Jahre 1912 in 5 Min. Entfernung zum Dresdner Hauptbahnhof in einer Mietwohnung. Die Mietwohnung von Amalia Fleischhacker liegt wenige Fussminuten davon entfernt, sogar noch etwas näher beim Hauptbahnhof.

2. Amalia Emma Weder (21.1.1876, Rorschach - 25.8.1956, St. Gallen). Sie ist in Dresden um 1910 als Klavierlehrerin tätig und dies vermutlich bis 1945. Sie verdient damit ihren Lebensunterhalt. - Ihr Rufname ist Emmi. Sie bleibt unverheiratet und hat keine eigenen Kinder. Sie überlebt den Bombenangriff auf Dresden und zieht nach dem 2. Weltkrieg nach St. Gallen um, zurück in ihre Heimat, im Alter von 69 Jahren. Hier in der Schweiz tritt sie offensichtlich nicht in näheren Kontakt mit dem örtlichen Huter-Verein, dem "Huter Weltbund zur Förderung der Menschenkenntnis, Sektion St. Gallen." 

3. Johanna Maria Louisa Weder (16.11.1878, St. Gallen - 8.2.1951, St. Gallen).
Ihr Rufname ist Marietta. Über sie sind im Moment keine biografischen Einzelheiten bekannt, auch nicht die berufliche Tätigkeit resp. der erlernte Beruf. Vermutlich bleibt sie unverheiratet und hat keine eigenen Kinder.  Wie ihre Schwester überlebt sie den Bombenangriff auf Dresden und zieht 1945 nach St. Gallen um, im Alter von 67 Jahren.

Nach dem Tod des ersten Ehemannes ist Amalia Weder - Metger vermögend, nach dem Tod des zweiten Ehemannes nicht mehr. Das Vermögen aus der ersten Ehe wurde vermutllich vom zweiten Ehemann in die Glühlampenfabrik investiert und diese musste nach rund 10 Betriebsjahren aus wirtschaftlichen Gründen aufgelöst werden.

Die vorhandenen Unterlagen sprechen dafür, dass Amalia Fleischhacker und ihre Töchter in Dresden in einfachen Verhältnissen leben, ebenso der Sohn Jules und seine Familie.



3. Amalia Fleischhacker - Weder, zweite Ehe

  • Im Jahre 1889 heiratet Amalia Fleischhacker den Dresdener Glühlampen-Fabrikanten Johann Adam Fleischhacker (1850 - 18.12.1899, München). Dieser verstirbt nach 10-jähriger Ehe, 1899. Amalia Fleischhacker ist zum zweiten Mal Witwe. Dieser Ehe entspringt ein einziges Kind, Irma Fleischhacker. 
  • Als Irma Fleischhacker im Juli 1909 Mitarbeiterin von Carl Huter wird, erhält die Mutter rasch Einblick die geschäftlichen und privaten Verhältnisse von Carl Huter.
  • Die Verbindung von Amalia Fleischhacker zu Carl Huter wird noch persönlicher und tiefer als ihre Tochter Irma Fleischhacker Mutter von zwei Kindern wird, deren Vater Carl Huter ist. Siehe Ziffer 1, oben.
  • Als Carl Huter und Irma Fleischhacker Mitte 1912 nach Dresden umziehen, wohnt Carl Huter sowohl in der Wohnung von Amalia Fleischhacker als auch in der nahegelegenen Wohnung der 5-köpfigen Familie Weder - Büttner. Hier hat Carl Huter seinen letzten offiziellen Wohnsitz, zuvor in Berlin.
  • Irma Fleischhacker lebt, zusammen mit ihren beiden Kindern, in der Wohnung ihrer Mutter. Der Wohnort der beiden Stiefschwestern von Irma ist nicht bekannt und befindet sich vermutlich an einem anderen Ort in Dresden.
  • Am Nachmittag des 25. November 1912 ist Carl Huter auf dem Heimweg vom Dresdener Hauptbahnhof zur Wohnung der Familie Weder - Büttner. Auf dem Weg dorthin kommt er an der Wohnung von Amalia Fleischhacker vorbei. Er will nur kurz vorbeischauen, erleidet in diesem Moment aber einen Schwächeanfall und kann nicht mehr nach Hause gehen. Er wird umsorgt von Mutter und Tochter Fleischhacker. Er hat Kontakt mit seinen Kindern Johannes und Rotraut, siehe oben, und erfreut sich an ihnen. Hier entschläft Carl Huter am 4. Dezember 1912 um die Mittagszeit friedlich.


4. Blick auf die Familie Weder

  • Johann Baptist Weder (1800, Oberriet - 17.10.1872, St. Gallen), der Vater von Johann Ferdinand Weder, ist ebenfalls promovierter Jurist. Er hat in der Schweiz, in dem noch jungen Bundesstaat, viele hohe politische Ämter ausgeübt, u.a. Präsident des Regierungsrats des Kantons St. Gallen, Präsident des Nationalrates (Abgeordnetenkammer der Schweiz) und Präsident des Ständerates (Länderkammer der Schweiz). Er stirbt an einer Lungenlähmung.
  • Dessen Vater ist ein reicher Grossbauer in Oberriet (Kanton St. Gallen). Das Bauerndorf liegt im St. Galler Rheintal. Das Dorf grenzt im Osten an den Rhein, an das linke Rheinufer. Der Rhein bildet dort die Staatsgrenze zu Vorarlberg, damals Teil von Österreich - Ungarn. 


5. Glühlampenfabrik Fleischhacker

  • Diese Firma Fleischhacker & Co. wird 1893 in Passing bei München gegründet und siedelt im folgenden Jahr nach Dresden über. 
  • In Dresden sind im Handelsregister als Inhaber eingetragen:
    a. Johann Adam Fleischhacker, Fabrikbesitzer, München;
    b. Joseph Hoenerbach, Fabrikbesitzer in Kötzschenbroda; (1)
    c. Hermann Hugo Thost, Ziegeleibesitzer; (2)
    Joseph Hoenerbach scheidet am 5.5.1896 aus der Firma aus. Am 16.8.1896 erfolgt der Eintritt von Wilhelm Eberding in die Firma.
  • Laut Eintragung im Handelsregister vom 23.1.1899 sind folgende Personen an der Firma beteiligt:
    a. Friedrich Wilhelm Eberding, Kaufmann in Klotzsche (3)
    b. Wilhelm Carl van Ameÿden van Duÿm, Konsul in Dresden, 25'000 Mark;
    c. Julius Johannes Weder, Maschinenbauer in Dresden, 20'000 Mark;
    d. Karl Jacob Eberding, Privatmann in Dresden, 10'000 Mark;
    e. Ferdinand Ziegler, Königl. Geheimer Justizrat in Berlin, 5'000 Mark;
    f. Emil Rauch, Doktor der Medizin in Basel,10'000 Mark.
    Friedrich Wilhelm Eberding ist Komplementär und die anderen Teilhaber sind die Kommanditisten.
    Anmerkung: Demnach ist Adam Fleischhacker nicht Mitinhaber der Firma. In der Todesanzeige vom 19. Dezember 1899 wird er aber bezeichnet als "Mitinhaber der Firma Fleischhacker & Co.".
  • Die Firma geht am 17.10.1902 in Liquidation. Friedrich Wilhelm Eberding sowie Julius Johannes Weder werden zu Liquidatoren bestellt. Nach beendeter Liquidation erlischt die Firma am 15.6.1909. Die Liquidation ist vermutlich eine Folge der damaligen rechtlichen Bestimmungen. Demnach muss beim Tod des Eigentümer oder eines Miteigentümers die Firma liquidiert werden. Soll der Betrieb weitergeführt werden, wird dann dieser an eine neue zu gründende Firma übertragen, mittels einer Verkaufsvereinbarung.
  • Während die Liquidation der einen Firma noch läuft, meldet
    Friedrich Wilhelm Eberding am 20.3.1904 beim Amtsgericht
    Dresden die Fleischhacker Lampen - Compagnie in Dresden zur
    Eintragung an.
  • Die Firma hat danach eine wechselvolle Geschichte, u.a. infolge von zwei Weltkriegen und von wirtschaftlichen Krisen. Friedrich Wilhelm Eberding und seine Nachkommen sind stets mit der Firma verbunden als Eigentümer und in leitender Funktion. Von 1945 bis 1946 ist die Produktion unterbrochen infolge Beschädigungen durch die Bombardierung von Dresden und die Unterbringung von russischen Truppen. - Nähere Einzelheiten auf Anfrage.
  • Am 22.8.1953 wird der VEB RFT Glühlampenwerk Dresden in den VEB Funkwerk Dresden eingegliedert.
    Anmerkung:
    1. Mit dieser Eingliederung gibt es die Glühlampenfabrik Fleischhacker endgültig nicht mehr.
    2. VEB = Volkseigener Betrieb; ein Begriff, den es in der damaligen Deutschen Demokratischen Republik, DDR, gab.

(1) Der Ort gehörte heute zu Radebeul, Landkreis Meissen, Bundesland Sachsen. Der Ort liegt, von Dresden aus gesehen, jenseits der Elbe. Die Entfernung bis zum Stadtzentrum von Dresden beträgt 16 km.

(2) Besitzer einer weitherum bekannten Ziegelfabrik in Rathenow, Landkreis Havelland, Bundesland Brandenburg. Der Ort liegt 220 km nördlich von Dresden.

(3) Dieser Ort gehört seit 1950 zu Dresden und liegt 7 km nördlich des Stadtzentrums. 


6. Schlussbemerkungen und Max Schacke

  • Amalia Fleischhacker erlebt den Tod von drei Männern, die ihr nahestehen und beim Tod alle um die 50 Jahre alt sind
    a. Der erste Ehemann stirbt mit rund 49 Jahren, 1888;
    b. Der zweite Ehemann stirbt mit rund 50 Jahren, 1899;
    c. Carl Huter stirbt mit rund 51 Jahren, 1912.
    Alle diese Todesfälle liegen je 11 bis 13 Jahre auseinander. Und 12 Jahre nach dem Tod des dritten Mannes, Carl Huter, stirbt auch sie, Amalia Fleischhacker, 1924.
    Die Todesursache des ersten Ehemannes ist im Moment nicht bekannt. Der zweite Ehemann litt an einer schweren Krankheit. Quelle: Elektrotechnische Zeitung ETZ, Heft 1, Januar 1900; Nachruf auf Adam Fleischhacker.
  • Weitere Einzelheiten auf Anfrage.
  • Max Schacke (19.8.1972, Randau / Magdeburg - 4.8.1959, Wiesbaden), siehe Ziffer 1, oben.  Max Schacke lebt und arbeitet in Dresden, unweit der Familie Fleischhacker. Der ehemalige Betreiber einer Drogerie, der sein Geschäft aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben musste, ist nun als Heilpraktiker tätig. Es ist davon auszugehen, dass Schacke die Fleischhackers in seiner Praxis kennen gelernt hat. Schacke begegnet Huter um 1902 zum ersten Mal, rund 30-jährig. Bald beginnt er bei Huter in Detmold eine mehrwöchige Ausbildung, vermutlich in Massage, Physiotherapie, Helioda-Therapie und auch in Menschenkenntnis. Zum Bedauern und Unverständnis von Huter bricht er diese ab. Kann er nicht so lange ohne Arbeit und Verdienst bleiben? Oder fehlt es ihm an der Überzeugung, dass ihn diese Ausbildung beruflich voranbringen wird, auch an Ausdauer und Geduld? Oder an allem? Er bleibt aber in regelmässigem Kontakt mit Carl Huter. In den Gesprächen mit Huter erhält er Einblicke in die Gedankenwelt von Huter und in seine Erkenntnisse. Er macht sich offensichtlich sofort Notizen und veröffentlicht zwischen 1916 und 1936 mehrere Broschüren, die teils auf diesen Notizen beruhen und viel Neues enthalten. Schacke zieht nach dem I. Weltkrieg nach Wiesbaden um. Wie ihm Huter vorausgesagt hat, wird er durch Helioda-Therapien recht wohlhabend. Weitere Informationen auf Anfrage. 


History
Diese Seite wurde im Jahre 2018 erstmals veröffentlicht. Sie wird regelmässig überprüft. Änderungen erfolgten am 3. und 4. Dezember 2020, vom 21. bis 30. Januar 2022, vom 17. bis 21. Juli 2025 und vom 29. Juli bis 4. August 2025.


 
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