Carl-Huter-Stiftung

Welt- und Menschenkenntnis nach Carl Huter

 

2A. Biografische Daten eines einzigartigen Menschen, der seiner Zeit weit voraus war

1861 - 1868, Heinde
Erste Lebensjahre

9. Oktober 1861 
Geburt von Carl Heinrich Conrad Huter in Heinde bei Hildesheim als Sohn von Johanna (geb. Laffert) und Heinrich Huter (Wasserbaumeister).

1866 - 1868
Im Alter von 5 und 6 Jahren bemerkt Carl beim Spielen, dass sich die erwachsenen Menschen entsprechend ihrem Körperbau in Gruppen einteilen lassen und dass die Gruppenzugehörigkeit auf den Grundcharakter schliessen lässt. Es ist die kindlich-intuitive Entdeckung der Naturelle.

10. März 1868
Tod des Vaters an den Folgen einer Lungenentzündung nach der Rettung eines Wasserbau-Inspektors aus dem Hochwasser der Innerste.

1868, Frühling und Sommer
Eintritt in die Schule in Heinde, in der Woche nach Ostern. Huter ist ein mässiger Schüler, teils wegen den sehr ungezogenen Knaben und teils wegen dem strengen Lehrer. Die Schulklasse besteht aus über 100 Kindern in einem einzigen Klassenzimmer.

1868 - 1876, Oedelum
Schuljahre

  • Carl Huter lebt als Pflegekind bei einem kinderlosen Ehepaar in Oedelum, 5 Wegstunden von Heinde entfernt. Der Pflegevater ist sein Taufpate und zugleich ein entfernter Verwandter. Das Ehepaar  bewirtschaftet einen kleinen Bauernhof. Es möchte aus Carl Huter einen Bauern machen und ihm später den Hof vererben. 
  • Zwischen Carl Huter und seinem Lehrer August Almeling besteht eine starke gegenseitige Sympathie. Der Lehrer und später der Pastor fördern ihn von der 4. bis zur 9. Schulklasse, um ihn auf den Besuch des Gymnasiums vorzubereiten. Der Knabe zeichnet sich durch eine hervorragende, rasche Auffassungsgabe, ein aussergewöhnliches Gedächtnis, eine vornehme Gesinnung und ein starker Sinn für Gerechtigkeit aus. Er vermag die Sonntagspredigt wortgetreu wiederzugeben und im Geiste zu verstehen und auf Fragen passende Auskünfte zu geben. Die Pflegeeltern verschliessen sich diesen und anderen Besonderheiten des Kindes. Sie nutzen seine Arbeitskraft, wann immer es möglich ist: vor und nach der Schule, besonders in den Ferien. Weder der Lehrer noch Carl selbst vermögen bei den Pflegeeltern eine Änderung zu erreichen.
  • 1872/73: In den Jahren 1872/73 erblickt der Knabe in einer illustrierten Zeitschrift die wichtigsten deutschen und französischen Personen des deutsch-französischen Krieges von 1870/71. Er wendet seine Entdeckung über Körperbau und Grundcharakter an und durch genaues Studium der Portraitbilder erscheinen ihm der Ausgang des Krieges und manche andere Besonderheit in einem neuen Licht. Erst viel später, bei Erstellung des Hauptwerks schreibt er seine damaligen Feststellungen auf und veröffentlicht sie im V. Lehrbrief, 7. Lektion, 1906, siehe  9K. Naturell-Entdeckung .
  • Im Frühjahr 1876 beendet Carl Huter die Schulzeit. Er verlässt die Pflegeeltern und zieht zurück nach Heinde zur Mutter. Er ist tageweise bei Bauern tätig. Sein grosser Wunsch, der Besuch des Gymnasiums und später einer Hochschule, lässt sich nicht erfüllen. Die Mutter sieht sich erneut nicht in der Lage, für den Unterhalt ihres Sohnes aus erster Ehe aufzukommen.

1876 - 1881, Hildesheim
Berufslehre und ein Gesellenjahr

Carl Huter entscheidet sich für den Beruf des Portraitmalers und zieht im August 1876 in den Haushalt seines Lehrmeisters um. In einer 3 1/2-jährigen Lehrzeit wird er zum Portrait-, Dekorations- und Porzellanmaler ausgebildet. Im Februar 1880 beendet er die Lehre erfolgreich und ist danach in Hildesheim ein Jahr lang beruflich tätig, vermutlich unselbständig, als Geselle. 
Der fast gleichaltrige Sohn des Lehrmeister, Carl Saeger junior, (14.8.1863-8.7.1945) lässt sich zur selben Zeit, d.h. von 1873 bis 1880 an der königlichen Gewerbeschule in Hildesheim zum Maler ausbilden. Er wird 1906 Dozent und 1921 Professor an dieser Schule.

1881 - 1884,  Berlin, Leipzig und Dresden 
1. Berufs- und Studienjahre
2. Erste Vorträge

  • 1881 Umzug nach Berlin: naturwissenschaftliche, philosophische und psychologische Studien. 
  • 1882 Umzug nach Leipzig: Fortsetzung der Studien. Prof. Dr. med. Bernhard Cyriax führt ihn in den Spiritismus ein, erteilt ihm Unterricht in Naturwissenschaft, u.a. Anatomie, Physiologie, und Phrenologie, von der er bisher keine Kenntnis hatte. Weiterbildung bei einem bekannten Porträtmaler, Tätigkeit an der Oper und am Theater in Leipzig. Schrift über "Die Körper- und Lebenswissenschaft", weitere Einzelheiten sind unbekannt. 
  • 1884 Umzug nach Dresden. Studium vieler Lehrbücher in kürzester Zeit. Im Herbst Vorträge in Norddeutschland als Naturforscher und psychologischer Redner. Der Zweck besteht darin, Verständnis für die spiritistischen Erscheinungen zu wecken, die Missbräuche und den Antispiritismus zu bekämpfen. An mehreren Orten schliessen sich männliche und weibliche Vortragsbesucher zu einer losen Ortsgruppe zusammen.

1885 - 1889, Hildesheim
1. Portraitmaler
2. Vorträge und Kurse

  • Freier Porträtmaler in Hildesheim. 
  • Daneben arbeitet er an seinen Lehren und erteilt Privatunterricht in Naturforschung und Psychologie.
  • 1886 erste Vorträge und Kurse über die Hutersche Psycho-Physiognomik und die Huterschen Lehren.

1889: Beobachtung der Helioda
Carl Huter bemerkt, dass von seinem Kopf und seinen Händen ein schwaches  Licht ausgeht. Es ist weisslich-gelblich und kaum sichtbar, im Dämmerlicht, bei geringer Helligkeit rundherum.

1889 - 1892: Halsleiden
Carl Huter erkrankt an Halskrebs. Die Suche nach einem Arzt, der sein Leiden behandeln kann, führt 1892 zum Umzug nach Bremen. Huter wird mehrmals operiert, aber es tritt keine vollständige Heilung ein.*) Huter wendet sich der Naturheilkunde zu und beginnt sein eigenes Heilsystem zu entwickeln.
*) Es scheint aber, dass Huter am Ende dauerhaft frei von Beschwerden und Einschränkungen geworden ist.

1893 - 1897, Hannover
1. Das neue Heilsystem: Entwicklung und praktische Anwendung
2. Wissenschaftliche Grundlagen der Huter-Lehren: Vervollständigung
3. Vorträge und Kurse

  • Umzug nach Hannover. Erste Kontakte mit seiner späteren Ehefrau Henny Pieper (12.12.1875-24.5.1933; Henriette). 
  • Förderung durch Prof. Dr. med. Rudolf Virchow, Berlin, Prof. Dr. Carl Schuchardt, Hannover, und Dr. phil. Adolf Brodbeck, Hannover.
  • Naturwissenschaftliche und naturphilosophische Studien sowie Vortragstätigkeit. 
  • Er arbeitet an den naturwissenschaftlichen Grundlagen der Psycho-Physiognomik und Kallisophie.
  • Ende 1893 beschliesst Huter, seine Erwerbstätigkeit auf seine Lehren zu beschränken: Entwicklung, Verbreitung und Anwendung. Er stellt die Erwerbstätigkeit in seinem erlernten Beruf vollständig und dauerhaft ein.
  • 1894 Vortragsreisen in Norddeutschland. 
  • Ab 1894 Huter beginnt sein Heilsystem praktisch anzuwenden. Er ist fast ein Jahr lang als Direktor eines Kurbades in Hannover tätig. Er hat in dieser Tätigkeit grossen Erfolg. Sie entspricht aber nicht seinem Ende 1893 gefassten Beschluss, siehe oben.
  • Ende 1895 und anfangs 1896 Vortragsreisen in Norddeutschland. 
  • Heirat in London am 4. Januar 1896. Aus der Ehe gingen 5 Kinder hervor, in den Jahren 1896 bis 1905.
  • 1896: Carl Huter schreibt zahlreiche Gedichte, Dramen, Novellen Romane und wissenschaftliche Abhandlungen. Davon werden später veröffentlicht "Individuum und Universum", durch Amandus Kupfer im Jahre 1925, und die Gedichte. Über den Verbleib der Dramen, Novellen und Romane ist nichts bekannt.

1897 - 1908, Detmold
1. Huter-Lehre: Verbreitung in Wort und Schrift
2. Betrieb eines Kurbads

  • 1897 Umzug in ein eigenes Haus nach Detmold. Huter ist hier wissenschaftlich tätig, oft unterstützt durch eine Sekretärin. Seine Frau betreibt hier im Sommerhalbjahr ein kleines Kurbad, unterstützt durch den Ehemann, der Diagnosen erstellt, Behandlungs-Anweisungen gibt, Mitarbeiter anleitet und im Einzelfall seine Helioda-Therapie anwendet. Die Kundschaft kommt aus ganz Deutschland und wird zum Teil durch Annoncen aufmerksam gemacht.
  • Im Jahre 1898 erscheinen "Die neue Heilwissenschaft" und der grosse Gedichtband "Glocken aus dem Cheruskerland".
  • 1898 bis 1903 viele und längere Vortragsreisen durch ganz Deutschland, teils ist er pro Jahr 9 Monate ausser Haus. Oft hält Huter Lehrkurse ab, die aus 2 bis 4 Vorträgen innerhalb von wenigen Tagen bestehen. Er hält an über 100 Orten Vorträge mit über 10'000 männlichen und weiblichen Zuhörern.
  • Es bilden sich Vereine mit gewähltem Vorstand und lose Clubs, insgesamt über 20. Sie haben beim Höchststand über 600 Mitglieder. 
  • Anfangs 1899: Carl Huter vermag die Strahlung, die er 1889 an sich selbst beobachtet hat, umfassend zu erklären. Demnach handelt es sich eine neuartige, bisher nicht bekannte Strahlung und Lichterscheinung. Er nennt sie "Helioda" oder Lebenslichtstrahlung. Er erhebt den Anspruch, diese Strahlung im Jahre 1899 entdeckt zu haben.
    Anmerkung: Die Hutersche Erkenntnisse und Lehren über die Helioda sind ersichtlich in Kapitel  5. Empfindungs-Element; Helioda; Korrespondenzgesetze
  • Huter hält im März 1899 zahlreiche öffentliche Demonstrations- resp. Experimental-Vorträge über die Helioda. Er demonstriert die Wirkungen an einzelnen anwesenden, ihm unbekannten Personen. Aus den gleichzeitig erstellten Vortragsprotokollen ist ersichtlich, dass diese Experimente grosses Erstaunen hervorgerufen haben und erfolgreich verlaufen sind. Die Richtigkeit des Protokolls wurde jeweils mit der Unterschrift durch eine Anzahl anwesender Personen bestätigt und ein Notar hat die Echtheit der Unterschriften anerkannt. - In ähnlicher Weise ist Huter später immer wieder an die Öffentlichkeit getreten. Rund 10 dieser Protokolle hat Carl Huter in seinen Schriften veröffentlicht.
  • 1899, Oktober: Begründung der Zeitschrift "Hochwart" auf Veranlassung von Vereinen und Ortsgruppen, die sich eine Mitgliederzeitschrift wünschen. Sie erscheint bis Ende 1903 monatlich, ab 1904 vierteljährlich, letztmals im Jahre 1911.
  • 1901, 1.-2. Juni 1901: Erster Bundeskongress in Detmold
  • 1901, 10. August 1901 Gründung des Vereins "Huterischer Bund", konstituierende Versammlung. Die Genehmigung der Satzungen und die definitive Gründung erfolgten an der Generalversammlung 9. Oktober 1901
  • 1902, Juni und Juli Monatskurs in Detmold; weibliche und männliche Teilnehmer, darunter eine Mitarbeiterin von Carl Huter.
  • 1902, 18.-20. Juli Zweiter Bundeskongress in Detmold. Weitere Kongresse waren geplant, z.B. für 1904 in Frankfurt, fanden aber nicht statt.
  • 1903 Gründung des Carl Huter-Verlags sowie des Arminius-Verlags.
    Carl Huter schreibt "Die innere Erschliessung einer höheren geistigen Welt". Es ist zugleich ein autobiografisches Werk. Im Jahre 1929 wird der Text erstmals veröffentlicht, durch Amandus Kupfer, seit 1920 Mitinhaber der Autorenrechte.
  • 1903 Carl Huter schreibt "Die innere Erschliessung einer höheren geistigen Welt". Es ist zugleich ein autobiografisches Werk. Im Jahre 1929 wird der Text erstmals veröffentlicht, durch Amandus Kupfer, seit 1920 Mitinhaber der Autorenrechte.
  • 1904 - 1906: "Welt- und Menschenkenntnis"
    Dieses grossformatige, monumentale Werk umfasst mehr als 700 Seiten, eingeteilt auf 5 Lehrbriefe. Es enthält mehrere Hundert Illustrationen; viele davon hat Huter entworfen und gezeichnet. Es wird als "Hauptwerk" bezeichnet.
    Anmerkung: Die Naturell-Typenlehre wird hier erstmals schriftlich und in wissenschaftlicher Weise dargestellt, V. Lehrbrief, 7. Lektion. Er führt die drei Körperbau-Typen auf die drei Keimblätter zurück, die Robert Remak (1815-1865) im Jahre 1842 entdeckt hat. 
  • 1907, Frühjahr: Huter hält Vorträge u.a. in Berlin, in Bremerhaven und angrenzenden Orten. Begegnung mit den späteren Schülern wie Amandus Kupfer und William Uhlmann. Er erzielt grosse Erfolge, die aus den informativen Berichten und Protokolle ersichtlich sind.
  • 1907 und 1908, je im Sommer: Huter erteilt Monatskurs in Detmold mit rund 10 Teilnehmern: Amandus Kupfer, Personen aus seinem Freundeskreis und weitere Personen. 
  • 1908, Februar und November: Huter hält u.a. mehrteilige Vorträge und Lehrkurse in Hamburg, Dresden und Köln. Er erzielt grosse Erfolge, die aus den informativen Berichten und Protokolle ersichtlich sind.
  • Es erscheinen die Broschüren und Bücher:
    1. Die neue Ethik, 1907
    2. Die neue Weltanschauung - Der neue Glaube und die goldenen Lebensregeln, 1908
    3. Wie erwirbt man sich die Mitgliedschaft, 1908
  • 1909 Trennung von der Familie, die seit mehreren Jahren angestrebt wird. Die Ehefrau erhält das Haus dank einem Darlehen von Huter und soll die Kurbad weiterbetreiben.*)
    *) Das Verfahren verzögert sich und ist bei Huters Tod noch nicht abgeschlossen. Seine Frau wird damit zur Witwe und zur Erbin. Sie schlägt die Erbschaft aus, welche nicht überschuldet ist.

1909 - 1911, Leipzig
1. Schriftsteller und Verleger: Neue Broschüren und Bücher
2. Wissenschaftliche Institute: Aufbau und Betrieb

  • Mai 1909: Huter zieht nach Leipzig um. Er trägt die Firma "Carl Huter" handelsgerichtlich ein und betreibt darin seine wissenschaftlichen Institute. Sie müssen teils zuerst aufgebaut werden, bevor sie den regulären Betrieb aufnehmen können.

    1) Carl-Huter-Hochschule
    für moderne Welt- und Menschenkenntnis, natürliche Schöpfungsentwickelungs- und Vererbungslehre, mit Seminar für experimentelle Psychologie und Biologie

    1910, Montag, 19. Mai: Beginn der grossen Lehrkurse. 

    2) Carl-Huter-Museum
    1910, Sonntag, 18. September: Das Museum wird eröffnet.

    3) Psycho-physiologisches Untersuchungs-Institut

    4) Wissenschaftliches Korrespondenz-Büro
  • Huters Hochschule ist die erste freie Hochschule in Deutschland. Der Zugang beruht einzig auf der Prüfung der persönlichen Eignung im Zeitpunkt der Aufnahme des Studiums, ist also ohne Abitur (Matura) möglich. Es ist das Lebensideal von Carl Huter, eine freie Hochschule mit mehreren wissenschaftlichen Instituten, im Anschluss an sein Museum, zu errichten und zu betreiben. 
  • 1909, Sommer: Die 18 1/2-jährige Irma Fleischhacker (17.1.1891-11.1.1980) wird am 28. Juli Mitarbeiterin von Carl Huter. Bis Ende Jahr wird sie berufsbegleitend von ihm ausgebildet und legt dann eine Prüfung ab. Ihre Dienstbezeichnung lautet: I. Assistentin in Carl Huters Untersuchungsinstitut.
  • 1909, anfangs November: Im Untersuchungsinstitut ist Dr. phil. Alexander Harrach (26.2.1878-nach 1950), Oberlehramtskandidat, auf Probe tätig.
    Nach Beendigung des zweimonatigen Arbeitsverhältnisses bekämpft er Huter, zusammen mit wenigen andern Personen, die sich absprechen. 
  • Huter verfasst zahlreiche Artikel, die in seinen Zeitschriften erscheinen:
    1. "Hochwart"
    2. "Freiwohl" *)
    3. "Illustrierte Blätter für praktische Menschenkenntnis" *)
    4. "Rundschau", kritisch-satirische Blätter zur Schilderung der Irrtümer und Entgleisungen auf den Gebieten der Grenzwissenschaften, nebst belehrenden Studienabhandlungen. **)

    *) Vierteljahres-Zeitschrift. Ist im Oktober 1909 erstmals und spätestens 1911 letztmals erschienen
    **) Nähere Einzelheiten über die einzelnen Hefte sind unbekannt.
  • Carl Huter schreibt und veröffentlicht Bücher und Broschüren.

    a. Es erscheinen:

    1. Katechismus der Huterschen Wissenschaft, 1909
    2. Leitfaden zu meinem System der wissenschaftlichen Psycho-Physiognomik, 1909
    3. Das Empfindungsvermögen der Materie, 1909
    4. Huter und Haeckel, 1910
    5. Führer durch das Carl-Huter-Museum, 1910
    6. Grundlegende Entdeckungen für die wissenschaftliche Psycho-Physiognomik Carl Huters, 1910
    7. Carl Huter und seine Wissenschaft, 1910. Auftragsarbeit seiner Mitarbeiterin Irma Fleischhacker, die als Verfasserin genannt wird.
    8. Liebes-Ehe und Sitten-Reformen 1910. Auftragsarbeit seiner Mitarbeiterin Irma Fleischhacker, die als Verfasserin genannt wird.
    9. Aus eigener Kraft, 1911. Auftragsarbeit seiner Mitarbeiterin Irma Fleischhacker. Es ist ein über 300-seitiges, grossformatiges Werk mit vielen originalen Zeugnissen über Huter Leben und Werk. Das Buch lässt sich als Autobiografie betrachten, die das ganze Leben umfasst, mit Ausnahme der Jahre 1911 und 1912.
    10. Illustriertes Handbuch der Menschenkenntnis, 1911

    b. Einige Broschüren und Artikel, die teils druckfertig waren, sind posthum erschienen. Sie wurden teils von Amandus Kupfer, in den 1920er Jahren, teils von Siegfried Kupfer, in den 1960er Jahren veröffentlicht.*)
    *) Es ist zu vermuten, dass in den Jahren 1911 / 1912 einige Manuskripte verloren gegangen sind. Es gibt aber keine gesicherten Angaben, durch welche Umstände und Personen es zum Verlust kam.
  • Juni 1911: Betriebseinstellung der Carl-Huter-Institute. Primär aus finanziellen Gründen*). 
    *) Bald nach dem Umzug von Carl Huter nach Leipzig stellt Frau Huter den Betrieb des Kurbades ein und verkauft das Haus, ohne Wissen von Carl Huter, viel zu günstig. Frau Huter vermag das Darlehen weder zurückzuzahlen und noch zu verzinsen.
  • Sommer 1911: Carl Huter zieht um nach Berlin. Er ist als freier Schriftsteller, Dozent und psycho-physiognomischer Berater tätig. Er erteilt Vorträge u.a. in Stuttgart. Irma Fleischhacker, seine bisherige Mitarbeiterin, lebt in unmittelbarer Nähe und unterstützt ihn in allen Bereichen. Die beiden sind inzwischen Eltern von zwei Kindern.

1912, Berlin, Dresden
Krankheit und Tod

  • Carl Huter zieht zusammen mit Irma Fleischhacker nach Dresden zu ihrer Mutter und der Familie ihres Stiefbruders. Huter erteilt sporadisch Privatunterricht. Es entstehen die letzten Texte. Huter diktiert sie Irma Fleischhacker. Seine Arbeitskraft ist stark reduziert. Zwei ehemalige Schüler behandeln ihn wiederholt im Sinne seines Heilsystems. Es erfolgt eine ärztliche Abklärung und Diagnose, siehe unten.
  • Tod am 4. Dezember 4. Dezember 1912 in Dresden, infolge Herzschwäche, Leberleiden und Erschöpfung.

Schlussbemerkungen

  • Carl Huter hat oft gesagt, dass es ihm gleich ergeht wie vielen anderen Menschen vor ihm, die neue Wahrheiten gefunden und verkündet haben. Sie erlebten Neid, bösartige Angriffe, Belästigungen, etc. Am schwersten litt er unter den Schädigungen, die ihm von nahestehenden Personen zugefügt wurden.
  • Es war Carl Huter längst nicht immer möglich, die Verhältnisse so zu gestalten, wie es seinen Vorstellungen entsprechen hätte. Dies war dann oft die Ursache für spätere Schwierigkeiten. Carl Huter ist durch die Schulung des Empfindungsvermögens zu einer sehr sensiblen Person geworden. Alles Ungerechtfertigte, Bösartige hat ihn überaus stark getroffen. Er hat immer wieder versucht, das erlittene Unrecht zu überwinden. 
  • Carl Huter hat in seinen Schriften oft über seine Lebensumstände berichtet. Manchmal gab es glückliche Situationen und Entwicklungen, vielfach aber auch schwierige Verhältnisse. Er zeigte sich dankbar für die erhaltene Förderung und Unterstützung, z.B. durch Prof. Dr. med. Cyriax in Leipzig, und für die vielen Vorarbeiten, die andere Forscher vor ihm geleistet hatten.
  • Carl Huter war ein einfacher Mann aus dem Volk, ohne akademischen Titel, ohne Offiziersgrad, ohne besondere Auszeichnungen und ähnliche Attribute. In seinen Vorträgen und Kursen trat er als Privatgelehrter auf, eine damals seltene und ungewöhnliche Bezeichnung. In Deutschland war zu Huters Zeit das Interesse bei einflussreichen Stellen und Personen allein schon wegen diesen Umständen schwerlich zu gewinnen. - Dies mag dazu beigetragen haben, dass der Name Huter schon damals in wissenschaftlichen Publikationen selten bis nie genannt wurde und dass einzelne Forscher Huters Erkenntnisse in ihre Forschungen einfliessen liessen, seinen Namen aber nicht genannt haben.
  • Carl Huter hat für seine wissenschaftlichen Tätigkeiten nie eine finanzielle Unterstützung durch den Staat oder durch Dritte erhalten. Man kann sagen, er war ein Autodidakt. Der Titel seiner Autobiografie lautet zu Recht: "Aus eigener Kraft".


History
Diese Seite wurde im Jahre 2016 erstmals veröffentlicht. Sie wird regelmässig überprüft und geändert, letztmals am 21. Oktober 2019, am 30. August 2020, vom 6. bis 8. November 2020, vom 1. bis 4. Dezember 2020, vom 11. bis 26. Dezember 2021, vom 22. April bis 1. Mai 2022 und vom 10. bis 13. Mai 2022.










 
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