Carl-Huter-Stiftung

Welt- und Menschenkenntnis nach Carl Huter

9A. Zitate von Carl Huter über Rassismus

1. Einleitende Informationen

  • Die menschlichen Eigenschaften treten in allen Rassen auf. 
  • Auch alle Typisierungen - also Naturelle, Temperamente, die beiden Geschlechter, Innerlichkeits- resp. Äusserlichkeitsmensch, etc. - sind in allen Rassen zu finden. Die Rassenzugehörigkeit ist kein Merkmal, das einen verlässlichen Rückschluss auf das Wesen eines individuellen Menschen zulassen würde. Es lassen sich zwar statische Erhebungen durchführen und die Rasse "verorten", d.h. Durchschnitte ermitteln, Erwartung formulieren, etc. Aber der einzelne Mensch, den man gerade vor sich hat, wird selten mit dem Durchschnittsmenschen übereinstimmen. Im täglichen Leben, also in der Schule, im Beruf, in der Partnerschaft, in der Medizin, haben wir stets einen einzelnen Menschen vor uns und daher richtet sich unser Interesse auf sein konkretes Wesen, auf seine individuellen Eigenschaften: Alter, Geschlecht, die konkreten Potentiale und Erfahrungen, die schulische und berufliche Laufbahn, seine aktueller körperlicher, seelischer und geistiger Zustand, etc. - nicht der Mittelwert, nicht der statische Durchschnitt, nicht die Rasse.
  • In der Huterschen Psycho-Physiognomik steht der einzelne Mensch im Vordergrund, nicht seine Rasse. Für die fachmännische, zutreffende Beschreibung des einzelnen Menschen kann es notwendig sein, dass man seine Rasse mitberücksichtigt.
  • Huter vertritt, als Entdecker der Empfindungsenergie, ein geistiges Weltbild. Jeder Mensch trägt in sich Kräfte, die es ihm gestatten, die höchste Stufe an Entwicklung und Weisheit zu erreichen, unabhängig von seiner Herkunft, Hautfarbe, Rasse, etc. Da jeder Mensch dieses Potential in sich trägt, wäre es ein Frevel, andere Menschen wegen einem Rassenmerkmal zu belästigen, zu verfolgen, etc.
  • Jeder Mensch braucht Freiheit und Entfaltungsmöglichkeiten, denn jeder Mensch hat die Aufgabe, hier in seinem irdischen Leben für sich und die Seinen zu sorgen. Daraus kann ein Wettstreit entstehen. Dieser soll aber in einer sozialen, menschenwürdigen Art vor sich gehen.
  • Carl Huter hat seine entschiedene Ablehnung von Rassendiskriminierung und Rassismus in seinen Schriften mehrfach dargelegt. 

2. Zitate

2.1 Individuum und Universum, 1962 (1896)
siehe  11D. Bibliothek & Downloads
Die nachstehend genannten Seitenzahlen beziehen sich auf die Ausgabe 1962.

  • 10. Anthropologie und Psycho-Physiognomik, S. 52
    "Die Rassenlehre hat wohl manchen Aufschluss über die einzelnen Volksstämme gebracht, aber unserem ästhetischen Empfinden keine befriedigende internationale Morallehre geboten. Man kann behaupten, dass die heutige herrschende Rassenmoral mit ihrem Grundsatze, die kräftigen Rassen dürften mit dem Recht des Stärkeren die schwächeren Rassen verdrängen und unterjochen, zur wüsten Willkürherrschaft starker Nationen und zur Abschlachtung und Vernichtung schwacher nationaler Gebilde führt." 
  • 10. Anthropologie und Psycho-Physiognomik, S. 52
    "Kommt zu dieser rohen sog. Rassenmoral noch Nationalhass, Antisemitenhetze, Ausschliessung ziemlich hochstehender Völker, z. B. der Chinesen, vom internationalen Völkerrecht, so hat uns die Anthropologie wohl Rassenkenntnis, aber gewiss keine Rassenmoral gebracht; und die Naturwissenschaft mit der Darwinschen Abstammungstheorie, die das Schlagwort "Kampf ums Dasein" prägte, brachte den Völkern nur ein aufreibendes reales Leben voller Mühen, Sorgen und Abstumpfung ohne Ideale. Naturwissenschaft und Rassenkunde haben uns demnach, wenn auch wissenschaftlich bereichert, so doch ethisch, ästhetisch und religiös gänzlich im Stich gelassen."
  • 10. Anthropologie und Psycho-Physiognomik, S. 52
    "Diese Wissenschaften über das Leben der Menschen haben viel, sehr viel Poesie dem alten Religionsglauben genommen; sie haben eine Öde hinterlassen und keine besseren Menschen geschaffen als die Kirchenreligionen sie zu bilden vermochten. Dies beweisen die leitenden Politiker der Grossstaaten Russland und England durch ihre moralisch verwerflichen Handlungen jüngster Zeit. England führte einen Unterjochungskrieg gegen die Buren ohne jede ethische Rechtsgrundlage, und die russische Staatsmacht führt im Innern ihres Reiches ein Gewaltregiment; jeder Mensch, der Rechtsempfinden in der Brust trägt, muss über die Russifizierungsmethoden in den Ostseeprovinzen und Finnland empört sein." 
  • 10. Anthropologie und Psycho-Physiognomik, S. 53
    "Jedes Volk, das eine eigene Sprache spricht, hat ein Recht der Selbstverwaltung seines Landes und der Selbstregierung seiner Landsleute; und es hat nur soweit Unterordnungspflicht unter mächtigere Staatsgewalten, als diese seine Selbständigkeit und Nationalität achten und den höchsten Kulturaufgaben gerecht werden." (1)
  • 10. Anthropologie und Psycho-Physiognomik, S. 53
    "Die Anthropologie mit ihrer Rassenlehre schmeichelt den Staatsmächten; sie lehrte das Recht des Stärkeren und daher die Verhimmelung des Militarismus, die Aufopferung aller Kräfte des einzelnen für eine nationale Wahnidee. Erst die Psycho-Physiognomik, welche das Leben des einzelnen Individuums würdigt und genau erforscht, erschließt uns die Wahrheit über das individuelle Leben, die Kräfte des Individuums und dessen Rechte, und damit eine ganz neue Geisteskultur, Mensch- und Lebenswürdigung durch den naturwissenschaftlichen Unsterblichkeitsbeweis und zeigt den sicheren Weg der Vervollkommnung des Einzelnen in Verbindung mit internationalen sozial-ethischen Reformen" 
     

(1) Zur Verdeutlichung

  • Es kann daraus entnommen werden: Wenn die mächtigere Staatsgewalt diese Bedingungen nicht resp. nicht mehr erfüllt, hat ein solches Volk ein Anrecht auf staatliche Unabhängigkeit.
  • Gegenüber Max Schacke (1872 - 1959) sagte Huter: "Ein geschlossener Staat soll nicht weiter gehen, wie der Sprachdialekt reicht." Und: "Die deutschen Herzogtümer bilden die ungefähre Grösse, wo ein gesundes Staatsleben existieren kann."

2.2 Illustriertes Handbuch der Menschenkenntnis, 1911
siehe  11D. Bibliothek & Downloads

  • Seite 57:
    "In einem Punkte glaube ich, wird aber die Logik schon bald die Anhänger der verschiedensten Richtungen vereinigen, nämlich darin, dass niemand, kein Volk, keine Rasse, der Rasse wegen verantwortlich gemacht werden kann. Folglich muss es als ein Frevel betrachtet werden, wenn ein Mensch oder eine Menschenrasse einen Menschen wegen seiner anderen Rasse verfolgt, bekämpft oder gar zu vernichten strebt."

2.3 Der Gebildete auf der Höhe, 1908
siehe  11D. Bibliothek & Downloads

  • 54. Sozialismus und Anarchismus:
    " In Deutschland wurde der Hofprediger Stöcker in Berlin der Hauptführer der christlich-sozialen Bewegung, er suchte Aristokratie und Demokratie zu versöhnen und glaubte, alle Schuld an den sozialen Übeln hätten die Juden. Diese einseitige sozialistische Idee überlebte sich, es kam dann die nationalsoziale Bewegung unter antisemitischen Führern in Fluss. Etwas mehr Erfolg hatte diese, aber auch sie krankte an der Verblendung, allen nichtdeutschen, besonders den Juden, keine sozialen Gleichheiten und Vorteile zu gewähren, selbst wenn sie deutsche Staatsbürger waren. Das, was die Anhänger dieser Bewegung an den Juden mit Recht bekämpften, nämlich den jüdischen Glauben, dass die Juden das auserwählte Volk Gottes seien, massten sie sich selber an, nicht allein in der viel zu hochgespannten Idee "Deutschland über Alles", sondern auch in der Schürung von Hass und Verachtung gegen alle Nichtdeutschen. Der Fehler brachte auch diese Bewegung zum Stocken, denn die unberechtigte Überhebung einer Nation zum Nachteile anderer Völker ist nicht sozial."
  • Anhang (erstes Zitat)
    "Im Huterischen Bunde können daher Anhänger aller Parteien friedlich nebeneinander wohnen, Konservative, Liberale und Sozialdemokraten; aber der gute Ton soll stets gewahrt bleiben. Man kann jemand anders nur durch Belehrung überzeugen. Im Huterischen Bunde gilt Politik als Privatsache; zu empfehlen ist es jedoch, die Blätter aller Parteien zu lesen und den Versammlungen und Vorträgen aller Parteien beizuwohnen, damit sich jeder selbst ein sachliches Bild machen kann über die Fehler und Vorzüge jeder Parteirichtung. Er wird dann über manches milder denken lernen, als durch die Brille einer oft ungerechten hasserfüllten Suggestion parteipolitischer Blätter."
  • Anhang (zweites Zitat) 
    Zitat Anfang: 

    Die Mitglieder unseres Bundes sollten nicht versäumen, die religiösen Versammlungen aller Religionsgemeinschaften aufzusuchen, Man findet in jeder Religionsrichtung etwas Gutes. Die Irrtümer braucht niemand zu akzeptieren, aber der Katholik kann in einer protestantischen Kirche ebenso andächtig beten, wie der Protestant in einer katholischen Kirche.

    Die üblichen Zeremonien einer religiösen Gemeinschaft muss jeder Fernstehende selbstverständlich mitmachen, nicht aus Heuchelei, sondern aus Rücksichtnahme und Achtung gegen die Gebräuche und Einrichtungen Andersgläubiger. Dasselbe Taktgefühl soll der Christ dem Mohamedaner, dieser dem Christen gegenüber zeigen. Auch Juden, Chinesen, Mormonen und Buddhisten soll der Christ nicht überhebend oder gar gehässig und verächtlich sondern menschlich edel gegenübertreten. Die christlichen Völker haben in China leider oft weit unedler gehandelt als die mohamedanischen.

    So wie die politische Freiheit und Selbstüberzeugung respektiert werden soll, so auch die religiöse. Wenn man glaubt, in China hätten christliche Missionare das Recht, für das Christentum zu agitieren, so haben dasselbe Recht auch die Chinesen, Buddhisten, Mohamedaner, Mormonen, Juden usw. in den christlichen Staaten, um Propaganda für ihre religiösen Ideen zu machen. In diesem freien Austausch der Gedanken und Gefühle klärt sich erst das Vernünftige allmählich heraus und destillieren sich die Völker mit ihrem religiösen Empfinden zu einer höheren Weltreligion.

    Zitat Ende.

2.4 "Welt- und Menschenkenntnis", I. Lehrbrief, 1904

  • "Das aber ist sicher: es ist absurd, nur dem Menschen eine Unsterblichkeitsenergie zuschreiben zu wollen; existiert Unsterblichkeit, so existiert sie bei allen Lebewesen, die aus der Zelle entstanden sind, also auch bei Pflanzen und Tieren und den höheren einzelligen Lebewesen." - Fünfte Lektion.
  • "Da an solcher angeborenen Rasseneigentümlichkeit jeder Mensch, wie jedes Tier gleich unschuldig ist, so erfordert es das sittliche Gefühl, dass man niemand wegen seiner Rasseneigentümlichkeit verdammen soll." - Achte Lektion.


2.5 "Welt- und Menschenkenntnis", V. Lehrbrief, 1906

  • "Betrachten wir die Rasse, so ist diese gegeben durch Vererbung; dann durch Bodenbeschaffenheit, Klima, Beschäftigung und Lebensweise. Die Rasse ist etwas, was einem Menschen durch äussere physische Einflüsse mitgegeben wird. Niemand kann aus seiner Haut, die Rasse ist· das Konstanteste an ihm. Ein Neger kann Mohammedaner, dann Christ werden, er kann heute Eng1änder, morgen Franzose sein, kurz, er kann Religionsbekenntnis und Staatszugehörigkeit schnell wechseln, aber er bleibt ein Neger. Diese physischen Rassenmerkmale kann er durch nichts in seinem Leben ganz abstreifen. Ja, es gehören nicht nur tausende, sondern. hunderttausende von Jahren dazu, bevor sich eine Rasse in eine andere umbildet. Diese Umbildung bedingt aber einen umbildenden Boden, ein anderes Klima. Einen Menschen seiner Rasse wegen verfolgen zu wollen, bedeutet dasselbe, wie einen Stein, an dem man sich stösst, durchprügeln zu wollen. Man soll vorsichtig zutreten, sich schützen, damit man sich nicht stösst. Man kann sich abschliessen, reservieren, das sind Rassenrechte, aber verfolgen soll man nicht. Niemand kann seiner Rasse wegen verantwortlich gemacht werden, niemand braucht sich aber auch seiner Rasse wegen verdrängen zu lassen. Der Boden aber, welcher die Urheimat einer Rasse ist, gehört dieser. Jede Rasse hat das Recht, bis zur letztem Kraft die Urheimat zu verteidigen gegen eindringende Fremdrassen. Nur eine Ausnahme findet von dieser Regel statt, nämlich besitzt die Fremdrasse mehr körperlichen und geistigen Adel als die eingeborene, so entscheidet die Natur gewöhnlich zu Gunsten des Adels. Ob aber dieser Adel auf dem neuen Boden sich günstig weiterentwickelt, oder zu Grunde geht, ist eine andere Sache. - Achte Lektion.
  • Das Naturell führt uns notgedrungen zur höchsten Ethik, es durchbricht die Rasse, obwohl es eigentlich in sie eingeschlossen ist. Dieses erklärt sich dadurch, dass in allen Rassen alle Naturelle vertreten sind. Sowie nun die Rassenmoral zu Kampf oder Wehr gelangt, so führt die Naturellmoral zum richtigen Verständnis der Wechselwirkungen von Mensch zu Mensch, zur menschlichen Körper- und Seelenharmonielehre. - Achte Lektion.

Weitere Textstellen mit Aussagen Huters zur Rasse findet man u.a. in Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis", I. Lehrbrief, zehnte Lektion und III. Lehrbrief, erste Lektion.



History

  • Diese Seite wurde am 24. April 2018 erstellt und ist seither abrufbar.
  • Sie wurde vom 26. April bis 1. Mai 2018 überarbeitet.
  • Sie wurde am 4. September 2018, am 21. Januar 2021, am 30. und 31. Mai 2021 sowie am 11. Juni 2021 ergänzt.

Alle Rechte vorbehalten!


 
E-Mail
Anruf