Carl-Huter-Stiftung

Welt- und Menschenkenntnis nach Carl Huter

B1. Zitate von Carl Huter über
Mann und Frau und "weiblich" sowie "männlich"


Charakterisierung von Mann und Frau
mittels der Huterschen Psycho-Physiognomik

Einleitende Hinweise

  • Der Mensch wird durch das Geschlecht in zwei "Extremtypen" gegliedert, d.h. die beiden Typen "Frau" und "Mann" stehen einander polar gegenüber.
  • Mann und Frau sind, nach der allgemeinen Lebenserfahrung, dazu bestimmt sind, sich zu ergänzen.
  • Das ist, ebenfalls nach der allgemeinen Erfahrung, nur möglich, wenn zwischen Frau und Mann ein grosses gegenseitiges Verständnis besteht. *) Dort, wo Liebe und Sympathie bestehen, ist dann sogar die Voraussetzung für eine enge Verbindung gegeben.
    *) z.B. mittels Huterscher Psycho-Physiognomik
  • Die nachstehenden Huterschen Charakterisierungen enthalten relativierende Begriffe wie "meistens", "in der Regel", "kann ... sein". Es war Huter somit bewusst: Die einzelne Frau und der einzelne Mann haben viele Abweichungen zu ihrem Geschlechtstyp, infolge von Körperbau (Naturell), Temperament, Erziehung, Sitten, Beruf, eigener Biografie, eigenen Vorstellungen und Zielen.
  • Für das einzelne Individuum gilt: Es muss, ob Mann oder Frau, in Bezug auf seine Rolle, sein Betätigungsfeld, etc. die volle Freiheit haben. Gerade weibliche Person wünschen, dass ihnen alle Möglichkeiten offen stehen, unabhängig davon ob sie von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wollen und ob sie dem Rollenbild ihres Geschlechts entspricht.

Das weibliche Geschlecht
"Führer durch das Carl-Huter-Museum", 1910

  • "In Nr. 14 ist das weibliche Geschlecht zur Darstellung gebracht.*) Der weibliche Körper zeigt weiche Formen, er ist daher weniger widerstands- und leistungsfähig in physischen Arbeitsleistungen. Das Weib ist meistens auch in geistiger Hinsicht nicht zu den gleichen Arbeitsleistungen wie der Mann befähigt. Es ist daher, abgesehen von Ausnahmen, das schwache, als solches auch das negative Geschlecht."
    *) abgebildet in "Der Menschenkenner", Heft 5-6/1974 und 1/1975, S. 60
  • "Dafür hat jedoch die Natur das Weib mit einer Anzahl Vorzügen ausgestattet, die es dem Manne voraus hat und wodurch es mit dem Manne nicht nur in einen erfolgreichen Konkurrenzkampf treten, sondern ihn sogar noch übertreffen und beherrschen kann, wenn der Mann sich nicht bemüht diese weiblichen Überlegenheiten zu beachten."
  • "Des Weibes Macht liegt in ihrer Ruhe, in ihrer Anmut, Grazie und in ihrer Liebestätigkeit. Sie ist in der Kleinarbeit dem Manne ebenso häufig überlegen, wie auch in der Geduld und im Ertragen von Leiden. Ihr bestes Arbeitsfeld ist das Haus, die Familie und überall da, wo es heisst helfend einzugreifen, sei es im beruflichen, im häuslichen oder öffentlichen, wohlfährtigen Leben."
  • "An den grossen, charaktervollen, idealen Frauennaturen sind die grossen Männer und Völker emporgewachsen, an den charakterlosen, liebelosen, sittenlosen, zugrunde gegangen!"
  • "Das Weib kann liebender, aber auch grausamer sein als der Mann, es kann anmutiger, aber auch heimtückischer als dieser sein. Manches Weib ist selbst dem besten Psychologen oft noch ein Rätsel geblieben. Aber über die ideale, hohe und edle Frauennatur lässt Goethe seinen Faust mit Sehnsucht erfüllt den Ausspruch tun: 'Das ewig Weibliche zieht uns hinan'."
  • "Die Frau soll Liebe, Glück und Freude spenden, das ist ihr wahrer Lebensberuf. Was das weibliche vom männlichen Geschlechte gewöhnlich voraus hat, das ist also das schnellere und tiefere Empfinden."

Das männliche Geschlecht
"Führer durch das Carl-Huter-Museum", 1910

  • "Das männliche Geschlecht.*) Das männliche Geschlecht ist das starke, das positive, es ist der Regel nach stärker in Knochen- und Muskelbau und hat auch eine grössere Gehirnenergie. Der Mann soll daher die physische und geistige Kraft verkörpern. Er ist meistens bestimmter, gerader, entschlossener als das Weib, aber häufig auch ungeduldiger und voreiliger; er ist auch geschlechtlich impulsiver als das Weib. Die Liebe des Mannes vereinigt sich der Regel nach mit dem Geschlechtsleben leidenschaftlicher als die des Weibes."
    *) abgebildet in "Der Menschenkenner", Heft 5-6/1974 und 1/1975, S. 61
  • "Beim Manne gibt es eine sexuelle Lebensfrage, beim Weibe mehr eine Liebeslebensfrage. Beim Manne ist die Stärke, die Kraft und die Berufstüchtigkeit die konstante Lebensausfüllung, beim Weibe ist es die Zärtlichkeit und die Liebesbetätigung."
  • "Lebt der Mann einseitig der Kraft und dem Beruf, so verroht, erkaltet und verknöchert er, lebt die Frau einseitig der Liebe, so verweichlicht, verfeinert und entartet auch sie."
  • "Im richtigen Verkehr und Zusammenleben von Mann und Weib tritt ein wohltuender Ausgleich und eine, beide Teile befruchtende Ergänzung ein. Die Geschlechter sollen sich daher nicht ignorieren, sie sollen sich aber auch nicht zumuten, über ihre natürlich gesteckten Grenzen hinaus dasselbe tun zu wollen was die eigentliche Domäne des anderen Geschlechts ist."
  • "Eine glückliche Ehe und Familie ist das schönste Glück des Lebens, dieses richtig zu finden, dazu will die wissenschaftliche Psycho-Physiognomik und ihre neue Ethik ganz besonders beitragen."

Mann und Frau in der Partnerschaft
"Grundlegende Entdeckungen für die wissenschaftliche Psycho-Physiognomik", 1910

  • "Das Weib ist vom Manne meist enttäuscht, weil er mehr Kraftnatur und nicht Liebesnatur ist, daher nur in der kurzen Zeitperiode, wo er geschlechtlich erregt ist, zeitlich liebend wird und sich liebend erschliesst, sonst aber meist hart, kalt und oft brutal auftritt. Es ist das in der Natur der männlichen Kraft begründet."
  • "Daher braucht der Mann das Weib als Lehrmeisterin der seelischen Liebe,*) damit er harmonischer wird und Kraft und Liebe in ihm zur Verschmelzung gelangen."
    *) man beachte: Lehrmeisterin in Bezug auf die seelische Liebe
  • "Das Weib aber soll ohne Koketterie, ohne Raffinesse, ohne Selbstsucht und Eitelkeit lieben, es soll treu, selbstlos, hingebend, liebenswürdig, aufrichtig sein, aber sich jeden Tag, jede Stunde von neuem in schönen Reizen zeigen, und so den Mann gewinnen und beherrschen lernen."
  • "Der Mann bemühe sich, das Weib zu fesseln, beschäftige sich mit ihr, vernachlässige sie nicht, ziehe sie, wo es möglich ist, zur Mithilfe bei seiner Berufsarbeit heran."
  • "Dadurch wächst das Weib an Kraft, Lebenserfahrung und Festigkeit und wird auch bei ihr die Kraft mit der Liebe zur harmonischen Verschmelzung kommen."
  • "Die richtige Erkenntnis und Behandlung der Geschlechter ist eine sehr wichtige Aufgabe, die Mann und Weib lernen, üben und zu erfüllen suchen müssen, denn beide Geschlechter hat die Natur füreinander zur Ergänzung geschaffen."

Anmerkungen

1. Schnelleres und tieferes Empfinden der Frau (siehe oben, Fettdruck):

  • Die Frau hat viel Feingefühl; dem Mann hat oft einen Mangel daran
  • Gemäss Carl Huter wurzelt der Impuls im Empfinden. - Da die Frau in der Regel das tiefere Empfinden hat, erklärt sich damit der oftmals grössere körperliche und / oder geistige Impuls der Frau, ihre grössere Lebhaftigkeit, ihre grössere seelische Kraft, ihre grössere Herzlichkeit, ihr stärkeres Mitteilungsbedürfnis, ihre grössere Redegewandtheit, ihr grösserer Ehrgeiz, etc. Diese stärkeren Impulse und Gefühle können eine gewisse Unruhe erzeugen. Damit kann sie mit dem Rollenbild der Frau in Konflikt geraten: Ruhe, Gleichmässigkeit, Duldsamkeit, etc., siehe auch die obige Charakterisierung. Schwankungen sind bei der Frau auch hormonell bedingt.

2. Der Mann zeichnet sich aus durch seinen Sinn für das Reale, seine Zielstrebigkeit, seinen Fleiss, seine Verlässlichkeit. genaue Beobachtung und Erfassung des Realen, Zielstrebigkeit.

3. Weitere Ausführungen Carl Huters über die obigen Themen in seinen Werken

  • "Die goldenen Lebensregeln" im Kapital "Goldene Lebensregeln"
  • "Die neue Ethik"
  • "Die neue Ethik der Liebe, Familie und Gesellschaft"

Die Huterschen Charakterisierungen von Mann und Frau liessen sich ergänzen, wohl zu einem Buch von 100-300 Seiten Umfang. - Es gibt eine nicht mehr überschaubare Zahl von Büchern oder diese und ähnliche Themen. Erst mit der Anwendung der Huterschen Psycho-Physiognomik wird es gelingen, das jeweilige Thema kurz und treffend zu behandeln!


 
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