6C4. Lebens-Erwachen II:
Für die ganze Seite gilt: Fettdruck und Gliederung der Texte in Abschnitte durch die Carl-Huter-Stiftung.
Man beachte auch die Zitate in der Rubrik
5C. Weltäther: Grundkenntnisse III
1a. Die Entstehung der positiven Helioda
1b. Die Wurzeln des Impulses
1c. Der Impuls als Lenker des Lebens und als Lenker der Materie und der Kraft
Carl Huter: Leitfaden, 1909, Ziffer 67: Die Leitgedanken der neunten Lektion, Band V.
Derselbe Text ist wiedergegeben in der Rubrik 6A2. Helioda-Strahlung , Abschnitt 2.
Zitat Anfang:
- Ich habe im vorigen Abschnitt vom Impuls gesprochen als etwas rein Geistiges, mit dem die Naturellanlage meist parallel liegt. Wir dürfen nun fragen, was ist das besondere Wesen des Impulses?
- Zunächst wird man antworten, er ist angeboren, wenigstens die Kraft desselben.
- Da aber das Geistesleben sich in fortwährendem Fluss befindet, so ist jeder neue Impuls entweder auf Innenreize oder auf Aussenreize, auf eine im Innern des Körpers sowie auch in allen seinen Einzelteilen sich befindendes Empfindungsvermögen zu erklären.
- Dieses Empfindungsvermögen, haben wir gesehen, wurzelt schon in der gehirnlosen und nervenlosen Zelle.
- Demnach kann es nicht an Hirn und Nerven ausschliesslich gebunden sein, wie das System der alten Phrenologie und auch manche medizinische Bücher lehren.
- Es (das Empfindungsvermögen) muss, wie ich nachgewiesen habe, in der empfindenden Materie des lebenden Eiweisses wurzeln, und das ist nach meiner Ansicht vorzugsweise das Protoplasma und das Zentrosoma.
- Aus diesem hat sich die erste Nervensystemsubstanz entwickelt.
- In dieser empfindenden Materie wurzelt vorzugsweise das negative oder Reize aufnehmende Empfindungsvermögen, die negative Helioda. (1)
- Das innerlich Reize aufnehmende Vermögen kann durch Konzentration und Sammlung von Empfindungsvermögen verstärkt werden. (2)
- Hieraus entwickelt sich dann die zweite Energie, das Lebensempfindungs-Strahlungsvermögen oder die positive Helioda. (3)
- In diesem doppelt empfindenden Geistesvermögen wurzeln alle geistigen Impulse.
- Der Impuls ist also der Erreger des Lebens (4), der Sammler von Materie und Kraft, und er ist auch der Lenker von Materie und Kraft in allem, was da lebt. (5), (6)
- Wenn auch der anorganischen Materie Empfindungselemente anhaften, so erscheinen sie nur nicht genug gesammelt, um ein selbständiges Impulsleben (3) zu entwickeln, so wie wir es bei der lebenden Zelle beobachten können.
Zitat Ende.
(1), (2) Kursiv gedruckte Stellen: leicht abgeändert gegenüber dem originalen Text im "Leitfaden", ähnlich wie in der 2. Auflage, 1993, bearbeitet von Paul Schärer. Es ist eine der wichtigsten Textstellen über die Helioda. Erst jetzt versteht man, was Huter hier sagen will! - Wie lässt sich dieser Mangel erklären? In Freunde der Huterschen Wissenschaft: Aus eigener Kraft, 1911, steht auf S. 235: "Leitfaden zu meinem System der Psycho-Physiognomik" ist von Carl Huter selbst während einer schweren körperlichen und seelischen Leidenszeit im Jahre 1908 geschrieben. Vielleicht erklärt sich damit die textliche Unvollkommenheit.
(3) Huter befasst sich nirgends mit der Frage, ob die Entstehung dieser Strahlung näher erklärbar ist oder nicht.
(4) Impuls steht in engem Zusammenhang mit dem Empfinden. Er wurzelt im Empfinden. Siehe Rubrik 3. Hutersche Psycho-Physiognomik , Abschnitt 4.
(5) Diese Erklärung hat ein Analogon in der biblischen Schöpfungsgeschichte. Der allmächtige Gott erweckt Adam durch Einhauchen seines göttlichen Atems zum Leben. - Bei Huter liegt alles, was zur Entstehung des Lebens erforderlich ist, in der Materie selbst. Sie neigt dazu, Leben zu erzeugen. Die Materie ist nur scheinbar ohne Leben. - Hier befindet sich der grundlegende Unterschied der Huterschen Weltanschauung zur biblischen Weltanschauung und ebenso zur naturwissenschaftlich-materialistischen Weltanschauung!
(6) Impuls und positive Helioda haben dieselben Wurzeln. Huter nennt die Helioda deshalb auch "Impulskraft", siehe Abschnitt 6, unten.
(7) Diese Eigenschaft des Impulses resp. der Helioda resp. der Impulskraft liefert die tiefere Erklärungen für die Eigenschaften, die Huter der Helioda in anderen Texten zuschreibt: (1) ein organisierendes Element, (2) ein schöpferisches Element, (3) ein zur Höherentwicklung treibendes Element, (4) ein formbildendes Element.
a. "Die Helioda ist als astrale, lebendige Substanz das Organisationselement jedes, aus inneren Ursachen heraus gewachsenen Körpers."
Und: "Er lehrt daher: Alles, was lebt, empfindet, emaniert, organisiert sich, strahlt, liebt und sucht sich fortzuzeugen." - Siehe Rubrik 6A2 Abschnitt 1: "Grundlende Thesen der Huterlehre", 1910, Ziffer 13 und 14, enthalten in: Freunde der Huterschen Wissenschaft (Hrsg): Aus eigener Kraft, 1910. -
In ähnlicher Weise: "Die Helioda ist dreifacher Natur, ... und drittens, der tätige noch wenig erforschte Zwischenteil, der innerlich und äusserlich die Materie organisiert."
Diese Erkenntnisse Huters sind vermutlich naturwissenschaftlich nur schwer zu belegen, vermutlich durch Logik, durch Denken und durch eine gute Kenntnis des Empfindungs-Elements, die Huter durch sein feines Empfindungsvermögen erlangt hat.
b. "Was uns als Eiweiss, als organische beseelte Materie erscheint, ist nur eine höhere konzentrierte Tätigkeit vieler empfindender Ätherteile im Dienste einer Individualität, einer Einheit, eines bestimmt abgegrenzten organisierten Stoffteiles." - "Aus diesem Grunde organisiert und formt die Empfindungsenergie den Stoff und in ihr wurzelt meinen vergleichenden Forschungen nach jede chemische Energie und jede höhere geistige Energie wie Gedächtnis, Bewusstsein, Wille usw." - Siehe Rubrik 6A6, Abschnitt 5: "Die Hutersche Schöpfungsentwicklungslehre", 1910, enthalten in Carl Huter: Illustriertes Handbuch der Menschenkenntnis, 1911.
c. "Er hat festgestellt, dass diese geistige Energie der Lebenskraft alle übrigen materiellen und mechanischen Kräfte in einem Lebewesen beherrscht und daher die innere und äussere Organisation bewirkt, dass sie die Formen baut und das Lebewesen den äusseren Verhältnissen anpasst, es entwicklungsfähig und eventuell auch unsterblich macht."
Und: "Er hat in der von ihm aufgefundenen Lebenskraft nicht nur die geistige Wurzelkraft, das Empfinden und die organische Schöpfer- und Erhaltungsenergie, sondern auch die äussere Formbildungs- und Verschönerungskraft, kurz, die schöpferische Höherbildungskraft nachgewiesen, und dass diese Kraft im Wesen die Liebe ist!" Siehe Rubrik 6A7, Abschnitt 2, Ziffer 6 und 7.
2. Helioda - Beherrscherin von Medioma und Od
Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis, V. Lehrbrief, neunte Lektion
- Die Helioda ist reinster konzentrierter Empfindungsäther, und da solcher dem Ode viel, der Medioma und der chemischen Substanz weniger anhaftet, so findet die Helioda nach beiden Seiten hin ihre Ankettungsglieder, und dadurch beherrscht sie die Medioma, die Schwersubstanz und die Odleichtsubstanz.
3. Medioma und Od: Innen- und Aussenbewusstsein
Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis, V. Lehrbrief, neunte Lektion, 1906
Eine Anmerkung zu obiger Ziffer 2.
Zitat Anfang:
- Da nun dem Schweräther ebenso wie dem Fliehäther (Anmerkung: ein Begriff von Huter für Bewegungsäther) Empfindungsäther anhaftet, diese Anhaftung bei beiden aber grundverschieden ist, so ist auch die Wirkung des Odes grundverschieden von der der Medioma und der chemischen Materie.
- Die Medioma, die Muttersubstanz der chemischen Materie, verschliesst die Empfindungsmaterie in ihren Mittelpunkt, der Fliehäther und das Od tragen sie an die Peripherie.
- Die Medioma trägt demnach Innenbewusstsein, das Od Aussenbewusstsein.
- Da aber weder Innen- noch Aussenbewusstsein zum Sichselbstbewusstsein kommen können, da hierzu beides zusammengehört, so sind beide, Medioma wie auch Od, trotz anhaftender Empfindungsenergie nicht selbstbewusst und allein für sich nicht lebensfähig.
Zitat Ende.
4. Lebendes Eiweiss I
Carl Huter: Illustriertes Handbuch der Menschenkenntnis, 1911. I. Teil, 5. Die Hutersche Schöpfungsentwicklungslehre
- Was uns als Eiweiss, als organische beseelte Materie erscheint, ist nur eine höhere konzentrierte Tätigkeit vieler empfindender Ätherteile im Dienste einer Individualität, einer Einheit, eines bestimmt abgegrenzten organisierten Stoffteiles. (1)
(1) Deshalb gilt: "Leben ist konzentriertes Empfinden!"
Ein längerer Teil dieser Textstelle ist in der Rubrik 6A6. Korrespondenz zwischen Innen und Aussen , Abschnitt 5 wiedergegeben und kommentiert.
5. Lebendes Eiweiss II
Carl Huter: Das Empfindungsvermögen der Materie, 1909.
1. Die schlummernde Lebenskraft als dritte Weltenergie, als Empfindungsvermögen in der anorganischen Materie.
Zitat Anfang:
- Im lebenden Eiweiss ist die Lebenskraft loser gebunden, sie ist mehr im Fluss, sie ist mehr frei gelöst und herausgetreten als wie in der sogenannten toten Materie.
- Aber auch die stille leblose Materie ist mit Leben erfüllt, auch sie ist beseelt aber das Leben in ihr ist gebunden, es schlummert. Aller Materie wohnt mehr oder weniger Leben inne.
Zitat Ende.
Dasselbe Zitat befindet sich auch in Rubrik 6A1. Schlummernde Energien , Abschnitt 2. Man beachte dort auch Abschnitt 3, wo das Eiweiss als "Träger-Substanz" bezeichnet wird.
6. Lebendes Eiweiss III
Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis", V. Lehrbrief, 9. Lektion, 1906:
Derselbe Text befindet sich in der Rubrik 6C. Entstehung der lebenden Zelle , Ziffer 3.
Zitat Anfang:
- Da also kein Stoff ohne Kraft ist, so ist auch kein Stoff und keine Kraft ohne. Impuls.
- Der Impuls ist aber das grosse dritte Element in der Natur, das bisher in der Naturwissenschaft ausgeschaltet war. (1)
- Im lmpuls wurzelt jede Schöpfung und Entwicklung. Impuls kann nur da sein, wo Empfinden ist, also ist die Empfindungsenergie eine überall vorhandene, schon im Äther existierende Kraft. Die ätherische Empfindungsenergie ist aber ohne einen inneren begleitenden Feinstoff nicht zu denken.
...
- Diese geistige Impulskraft (2) tritt nun ganz auffallend im lebenden Eiweiss, in der Zelle in Erscheinung, und zwar in der Kraft, die das Wunder des Lebens hervorruft und die, wie ich nachgewiesen habe, in den Centrosomen der Zellen ihren Sitz hat und deren wunderbare Wirkungen erkannt zu haben eine meiner schönsten Entdeckungen bildet.
- Diese Kraft, die "Helioda", ist es nun, welche als Trägerin der Lebenskraft auftritt und welche die große Scheidewand bildet zwischen der anorganischen und der organischen Welt.
- Denn in ihr kommt der konzentrierte Empfindungsäther mit der Impulsenergie zur Herrschaft, zum Übergewicht über alle sonstigen Stoffe und Kräfte, und das eben bewirkt "Leben".
Zitat Ende.
(1) Der Impuls wurzelt im Empfindungselement. Man hat also bisher den Impuls und zugleich den darin wurzelnden Impuls übersehen.
(2) Unter geistiger Impulskraft ist die positive Helioda zu verstehen. Er bezeichnet sie nur gerade hier als Impulskraft. Aus Ziffer 67 des Leitfadens lässt sich die Bezeichnung besser verstehen.
7. Negative, aufnehmende, leidende Kraft und positive, ausstrahlende, tätige Gestaltungskraft
Carl Huter: Grundlegende Entdeckungen für die wissenschaftliche Psycho-Physiognomik, 1910. Mein Kampf um die Lebensstrahlkraft Helioda
- Ich unterschied nun die aufnehmende Seite dieser Kraft als die leidende oder negative von der tätigen, der positiven, welche ich als wirkende Ausstrahlungs- und Gestaltungskraft empfand.
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