Carl-Huter-Stiftung

Welt- und Menschenkenntnis nach Carl Huter

5A2. Helioda: Erläuterungen von Carl Huter I


1. Erstmalige Beschreibung der Helioda
Carl Huter: Individuum und Universum, 1896.
Posthum erschienen als Bestandteil von Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis, I. Lehrbrief, 2. Auflage, 1925/1926.
Erstmals vollständig und als selbständige Broschüre erschienen im Jahre 1962.

Die erste Textstelle mit "Helioda" lautet:

  • 17. Beweise für die Offenbarung des Innenlebens an der Peripherie beseelter Körper
    ... "2. Beweis: Da jedem organischen Leben die ausstrahlende Lebens-, Seelen- und Geisteskraft, die ich "Helioda" nenne, innewohnt, und da Helioda die schöpferische Gestaltungskraft der Lebensformen ist, so trägt dieselbe nicht nur Empfindung und Bewusstsein der Seele mit sich in die Peripherieorgane, sondern sie leitet auch die materiellen Stoffe und Kräfte dahin; folglich spiegelt sich in der Peripherie der lebenden Körper auf Grund der Lebensstrahlkraft Helioda die geistige und materielle Innenwelt."
  • "3. Beweis: Da die Helioda die Spaltung der Zelle verursacht, um eine Tochterzelle zu bilden, damit einen Teil ihrer Lebenskraft der Tochterzelle mitgibt, so nimmt die Helioda alle geistigen Substrate von der Mutterzelle zur Tochterzelle hinüber, so dass, wenn ein organisches Lebensgebilde aus Tausenden und Millionen von Zellen zusammengebaut ist, doch durch alle eine einheitliche Lebensgrundkraft, ein einheitlicher Stoffwechsel hindurchgeht. Da auch die Peripherieorgane mit zur Individualität gehören, so ist in denselben ebenfalls dieselbe Lebensenergie oder Schwäche und Krankheit, derselbe Geist und derselbe Wille tätig wie in den inneren Zentralorganen. Aus diesem Grunde spiegelt sich naturgesetzlich in der äusseren Physiognomie das Innenleben." 

Anmerkung

1. Ziffer 17 ist sehr konzentriert. Aufgelöst in einzelne Sätze ergibt sich:

a. Die ausstrahlende Lebens-, Seelen- und Geisteskraft Helioda ist in  jeder lebenden, d.h. organischen Zelle wirksam und nachweisbar.

b. Die Helioda ist die schöpferische Gestaltungskraft der Lebensformen.

c. Die Helioda trägt Empfinden und Bewusstsein der Seele mit sich in die Peripherieorgane.

d. Sie leitet auch die materiellen Stoffe und Kräfte dorthin.

e. In der Peripherie der lebenden Körper spiegelt sich auf Grund der Lebensstrahlkraft 
Helioda die geistige und materielle Innenwelt.

2. Huter liefert an dieser Textstelle, im Jahre 1896, keine näheren Angaben wie er zu diesen Erkenntnissen kam, also keine Berichte über seine experimentellen Tätigkeiten.

3. Diese Textstelle ist auch in der Rubrik  5G. Zitate: Innen und Aussen  enthalten. Sie lässt sich in zweifacher Hinsicht verwenden:
a. Wie Huter die Helioda erstmals beschrieben hat.
b. Wie Huter den Zusammenhang von Innen und Aussen erläutert.


2. Hauptwerk
Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis", V. Lehrbrief, 9. Lektion, 1906:

Zitat Anfang:

  • Diese geistige Impulskraft tritt nun ganz auffallend im lebenden Eiweiss, in der Zelle in Erscheinung, und zwar in der Kraft, die das Wunder des Lebens hervorruft und die, wie ich nachgewiesen habe, in den Centrosomen der Zellen ihren Sitz hat und deren wunderbare Wirkungen erkannt zu haben eine meiner schönsten Entdeckungen bildet. 
  • Diese Kraft, die "Helioda", ist es nun, welche als Trägerin der Lebenskraft auftritt und welche die große Scheidewand bildet zwischen der anorganischen und der organischen Welt. 
  • Denn in ihr kommt der konzentrierte Empfindungsäther mit der Impulsenergie zur Herrschaft, zum Übergewicht über alle sonstigen Stoffe und Kräfte, und das eben bewirkt "Leben" . 
  • In der anorganischen Substanz ist auch Empfindungsäther, aber nicht rein, sondern vermischt, auch nicht konzentriert, sondern verteilt, verflüchtigend, nur als gleiches Glied unter anderen gleichen Gliedern von Kräften, eingeschaltet in die Summe aller mechanischen Kräfte.
  • Auch das Reichenbachsche Od ist eine ätherische Zwischensubstanz, die weder rein noch konzentriert ist. Es stellt also weder reinen, noch konzentrierten Empfindungsäther dar. Es ist, wie Reichenbach selbst zugibt, weder eine Lebens- noch eine Seelenkraft, sondern, wie er sagt, ein neues Dynamit, ähnlich wie Elektrizität oder Magnetismus. Daher ist an das Od auch nicht die Lebenskraft und Seelenenergie gebunden. 

Zitat Ende.


Anmerkung

1. Man beachte besonders:

a. In der obigen Textstelle 
bezeichnet Huter die Helioda als ausstrahlende Lebens-, Seelen- und Geisteskraft.

a. Die Helioda tritt im lebenden Eiweiss besonders in Erscheinung

b. Die Helioda ist die Trägerin Lebenskraft.

2. In den Demonstrationsvorträgen und Schriften der Jahre 1897 bis 1906 erklärte er die Helioda in dieser und in ähnlicher Weise. 

3. Ab dem Jahr 1906 beschreibt Huter die Eigenschaften der Helioda von Jahr zu Jahr vollständiger und zugleich kürzer. In drei Erläuterungen schreibt er,  1908 und 1909, dass die Helioda in drei Erscheinungsformen auftritt, siehe unten. 


3. Helioda - dreifach, I

Carl Huter: Überzeugungsgelübde oder der neue Welt- und Lebensglaube, Juli 1908.
Dieser Fachartikel ist enthalten in: Carl Huter: Die neue Weltanschauung, 1908.

Unter Ziffer 17 schreibt Huter:

Zitat Anfang:

  • "Diese, aus dem seelischen Mutterstoff der Leichtmedioma, in welcher in höherem Masse die Empfindungsenergie gebunden ist, abgespaltete und gesammelte Empfindungsfeinmaterie und Energie im lebenden Eiweiss, nennt Carl Huter die selbständige Lebenskraft oder Helioda. (1)
  • Die Helioda ist dreifacher Natur,

    einmal rein empfindend, d. h. mit Empfinden aufnehmend, diese ist die negative Helioda, 

    sodann strahlend, das ist alle Körperteile durchstrahlend, dieses ist die positive Helioda;

    und drittens, der tätige noch wenig erforschte Zwischenteil, der innerlich und äusserlich die Materie organisiert. (2)
  • In dieser Art stellt sie das magische Bewusstsein dar. (3)

    Es ist das Bewusstsein, das jedem Individualwesen als Gewissen und Heiligkeitsgefühl (4) innewohnt und das auch mit dem Materiellen ausserhalb des Ichs korrespondieren kann, sozusagen mit dem Schicksal und dem Weltgewissen in Verbindung steht. 

Zitat Ende.

(1) Was ist unter "Leichtmedioma" zu verstehen? Das Wort kommt in der Huter-Literatur wohl kein zweites Mal vor und eine genaue Erklärung hat er an dieser Stelle nicht gegeben. Wer die Hutersche Ätherlehre kennt, wird den Begriff unschwer einordnen können.
a. Medioma ist ein Sammelbegriff für feinmaterielle, empfindende Substanzen. Ausnahmsweise unterscheidet er dabei nicht zwischen Medioma und Od, eine noch davon abgespaltete Substanz, mit noch mehr Empfindungsvermögen. 
b. Huter nennt das Empfindungselement verschiedentlich das Leichtelement, das Ruhelement verschiedentlich das Schwerelement und das Bewegungselement verschiedentlich das vibrierende Element.
c. Fazit: Unter Leichtäther versteht Huter das Od oder eine noch feinere, Od-ähnliche Substanz, die gleich stark oder stärker als das Od mit Empfindungsvermögen angereichert ist.

(2) Nur in drei Texten beschreibt Huter die Helioda als eine Erscheinung, die dreifacher Natur ist. Die beiden anderen Texte sind unten abgedruckt. Die drei Texte erschienen 1908 und 1909. Nur an dieser Stelle nennt er die dritte Erscheinungsform "Zwischenteil".

(3) Weitere Erklärungen Huters über die Grundlage von Bewusstsein, Gewissen und Heiligkeitsgefühl findet man in der Huter-Literatur nur an wenigen Stellen, vgl. mit dem Vortragsbericht von Dr. med. O. Büsing,  5A. Helioda , Ziffer 4, und mit der Rubrik  5B3. Bewusstsein, Gewissen, Heiligkeitsgefühl

Es
 ergibt sich, dass Huter sein Augenmerk mehr auf seine Entdeckungen gelegt hat, also die Hutersche Psycho-Physiognomik, die Helioda, etc.. Die für Psychologen und Philosophen enorm wichtige Frage, wie das Bewusstsein, das Gewissen, etc. zu erklären ist, hat er nur beiläufig beantwortet. Wenn die Antwort auch sehr kurz ist, er hat die Antwort gegeben, ausreichend.

(4) Man beachte das Wort "Heiligkeitsgefühl". Huter hat es bisher nur wenige Mal verwendet. Die Bedeutung dieses Gefühls ist aus den kurze Zeit später niedergelegten Texten über Schöpfung und Evolution sowie über Kallisophie ersichtlich. Siehe auch  8B. Höchste Triebkraft; Zitate


4. Helioda - dreifach, II
Verlagsanzeige für die Broschüre Dr. phil. Gottlieb Brandt: Carl Huters Helioda - die neuen Lebens-Strahlen, enthalten in Carl Huter: Die neue Weltanschauung, 1908, zugleich enthalten in Carl Huter: Leitfaden zu meinem System der wissenschaftlichen Psycho-Physiognomik, ..., 1909.

In der Verlagsanzeige für die Broschüre von Dr. phil. Gottlieb Brandt steht:

Zitat Anfang:

Protokollierte und. amtlich beglaubigte Tatsachen über Übertragbarkeit der Lebens- und Gedankenkraft.

Aus einem Experimental-Vortrag vom 17. Februar in Dresden 1906, mit einem erklärenden Anhang und zehn Illustrationstafeln. Von Dr. phil. G. Brandt, Chemiker und Psycho-Physiker. Mk. 1.25.

Diese Schrift weist nach, dass nicht die chemischen Energien, auch nicht Wärme, Elektrizität oder Magnetismus, Lebenskraft ist, sondern dass die Lebenskraft sich aus der dritten Weltenergie der Empfindungsenergie entwickelt hat und dass Carl Huter eine dreifache Form derselben entdeckt und experimentell nachgewiesen hat,

a. die negative oder empfindende,

b. die positive oder strahlende, die Gedanken, materielle Formen und die Physiognomie baut und gestaltet und auch als fernwirkende Energie entwickelt werden kann und schliesslich

c. das organisierende und erhaltende Prinzip der Lebenskraft.

Carl Huter hat damit die Rätsel des Hell- und Fernfühlens, des Hellsehens, der Gebetsheilung, der Suggestion, der fernwirkenden und übertragbaren heilbringenden Liebesgedanken und Willenskraft zum ersten Male naturwissenschaftlich nachgewiesen.

Zitat Ende.


5. Helioda - dreifach, III
Carl Huter: Leitfaden zu meinem System der wissenschaftlichen Psycho-Physiognomik, einer vergeistigen Naturwissenschaft, Welt- und Lebenslehre, in Verbindung mit der sich daraus ergebenden ethischen Schönheitslehre Kallisophie, 1909

Ziffer 13, Leitgedanken zum I. Lehrbrief, sechsten Lektion:

Zitat Anfang:

8. Die Lebenskraft, die somit dreiteilig auftritt, nenne ich Helioda oder

a) Lebenslicht-Erhaltungs-

b) Lebens- und Empfindungs-

c) Lebensformbildungs-Zeugungs- und Strahl-Kraft.

Sie, die Lebenskraft wird überall, wo sie aktiv wirkt, von chemischen und mechanischen Kräften begleitet; die Lebenskraft beherrscht und leitet die andern Kräfte, sie ist sozusagen souveräner und aristokratischer Natur, die chemischen und mechanischen Vorgänge sind dienender und demokratischer Natur.

9. Die Lebenskraft ist nicht geschaffen, sondern sie ist von Ewigkeit her gewesen. Sie lag als verborgenes Geheimnis in und hinter allen Dingen, sie ist die dritte Welt-Energie, die Empfindungs-Energie.

10. Ob die Lebenskraft innerlich gegliederte Abstufungen hat, d. h. ob sie in niederen und höheren und höchsten Qualitäten ewig war, oder sich dazu umgebildet hat, und dass diesen ihren Qualitätswerten, die jeweiligen Lebensform- und Gestaltungswerten parallel liegen, ist eine zunächst rein philosophische, aber auch eine berechtigte naturwissenschaftliche Frage, die zu beantworten ich mir durch besondere experimentelle und vergleichende Nachforschungen redlich Mühe gegeben habe. 

Auf diese Frage ist logisch die Antwort nicht unschwer zu geben, sie lautet: Wahrscheinlich wird es so sein, wir wissen es nicht bestimmt, aber alles spricht für qualitative Lebensformabstufungen und für die Unsterblichkeit. 

Durch dies psycho-physiologische und psycho-physiognomische Grundgesetz der Lebensformen, habe ich gänzlich original und unabhängig von den bisherigen naturwissenschaftlichen, naturphilosophischen und theologisch-philosophischen Richtungen meinen eigenen Weg in der wissenschaftlichen Forschung betreten.

Ich kann und muss daher sinngemäss von einer neuen Wissenschaft in diesem Sinne reden, wenn ich von der, von mir begründeten Psycho-Physiognomik schreibe. Dieser Forschungsweg kennzeichnet mein System. 

Es ist ein gleicher oder ähnlicher Weg nirgends betreten, weder in der Phrenologie und alten Physiognomik noch in der Psychologie, Biologie, Philosophie und Theologie. Auch in der Entwicklungslehre von Lamarck, Darwin, Häckel ist meines Wissens nirgends die Rede von solchen Beobachtungs- und Forschungs­resultaten. 

Vielmehr steht Häckel auf materialistischem Boden und alle theologischen Richtungen auf einem, von Häckel entgegengesetzten, auf streng dualistischen Weltauffassungen. Zwischen beiden steht in gleichem Abstand als mittlere Richtung meine Neulehre. 

Zitat Ende.


6. Kommentar: doppelt oder dreifach?

Huter hat im Hauptwerk und in vielen anderen Schriften, grösstenteils vor den obigen Texten entstanden und veröffentlicht, aber nicht nur, die Helioda als eine Erscheinung beschrieben, die eine zweifache Natur besitzt. 

Nur 3-mal beschreibt er die Helioda als eine Erscheinung, die dreifacher Natur ist. In Ziffer 1 nennt der den dritten Teil einen Zwischenteil, und dieser Zwischenteil sei wenig erforscht. 

Was ergibt sich daraus?

1. Die Verhältnisse, unter denen Huter seine Forschungen betrieben und seine Schriften verfasst und veröffentlicht hat, waren offensichtlich sehr schwierig. Wer sich mit Huters Leben näher befasst, wird diese Einschätzung wohl nicht ernsthaft widersprechen.

2. Die Helioda, ob zweifach oder ob dreifach, beruht auf dem Grundelement  Empfindungsvermögen, genauer auf Helionen, die aus dem Empfindungsäther hervorgegangen sind.

3. Der dritte Teil ist gemäss Huter ein Zwischenteil und wenig erforscht. - Damit macht Huter klar, dass Unsicherheiten bestehen: Ist der Zwischenteil als selbständiger, dritter Teil zu betrachten, oder doch nicht ganz, etc.

4. Es macht das Studium unerhört schwer, wenn sich eine studierende Personen mit mehreren Versionen befassen muss. Insgesamt weisen die drei obigen Fassungen aber keine grundsätzlichen Unterschiede auf, auch nicht die Fassungen Huters, in denen die Helioda als eine Erscheinung mit zweifacher Natur umschrieben wird.


7. Strahlung, Emanation, astrale Substanz und organisierende Kraft
Carl Huter: Grundlegende Thesen der Huterlehre, November 1910
Fachartikel, veröffentlicht in "Aus eigener Kraft", herausgegeben von Freunden der Huterschen Wissenschaft, 1911; Teil XX. Der Text ist abrufbar in der Rubrik  2B2. Wichtige Schriften .

Zitat Anfang:

10. Im lebenden Eiweiss ist die Empfindungsenergie in den Vordergrund getreten, sie konzentriert sich in der tierischen Zelle im Zellstrahlkörper oder Zentrosoma.

Anmerkung der Carl-Huter-Stiftung
1, Das gilt auch für die menschliche und die pflanzliche Zelle. Erst einige Jahre nach Huter galt es als erwiesen, dass das Zentrosoma ein Bestandteil jeder Zelle ist, bei Mensch, Tier und Pflanze und unabhängig davon, ob es sich um eine normale Zelle handelt oder z.B. um eine Nervenzelle.

Die organisierende Rolle, die dieses Organ bei der Zellteilung spielt, sind für Huter der Beweis für die Richtigkeit dieser Annahme. Von hier aus nimmt die Helioda Einfluss auf das Protoplasma, das Zellfleisch, das vorallem aus Eiweissen besteht. Die Helioda bildet aber auch im Eiweiss des Protoplasmas Zentren. 

11. Jede stark gesammelte Empfindungsenergie emaniert von innen nach aussen, jede stark gesammelte und auch stark konzentrierte Empfindungsenergie strahlt von innen nach aussen.

12. Carl Huter nennt diese, in allen organischen Lebewesen auftretende Empfindungsenergie die negative Lebenskraft, die strahlende Empfindungsenergie, die positive Lebenskraft oder Helioda.

13. Die Helioda ist als astrale, lebendige Substanz das Organisationselement jedes, aus innern Ursachen heraus gewachsenen Körpers.

14. Er lehrt daher: Alles, was lebt, empfindet, emaniert, organisiert sich, strahlt, liebt und sucht sich fortzuzeugen.

Zitat Ende.

8. Die chemische und astrale Materie als primäre geistige Wurzelkraft
Carl Huter: Meine Schöpfungsentwickelungslehre als Grundlage der neuen Welt und Lebensreligion, der Kallisophie. Das Heiligkeitsgefühl und das Ideale.
Dieser Text erschien als von Carl Huter verfasster Beitrag in der Broschüre Irma Fleischhacker: Carl Huter und seine Wissenschaft, 1910.  

"Das erste Prinzip ist die von mir experimentell nachgewiesene Empfindungsenergie der chemischen und der astralen Materie als primäre geistige Wurzelkraft, die nicht mit mechanischen Schwingungen und auch nicht mit chemischer Energie identisch ist."

Anmerkung

Was lässt sich aus diesem einzigen Satz entnehmen?
1. Die geistige Kraft entsteht aus der astralen Materie. Materie und Kraft sind engstens miteinander verbunden! Man fühlt sich an Einstein, der die Gleichwertigkeit von Masse und Energie entdeckt hat. - Siehe die ähnliche Anmerkungen oben, Abschnitt 4.
2. Es war Carl Huter bewusst, dass in der materialistischen Weltanschauung des Geistige geleugnet wird. Man ist der Ansicht, es werde einmal gelingen, alles Geistige auf mechanische, elektrische, chemische, etc. Weise zu erklären. Carl Huter tritt dieser Ansicht entgegen, siehe zweiter Teil des obigen Satzes!


9. Feinstoffliche, astrale Substanz: Entstehung

Carl Huter: Elementarstrahlung und strahlende Lebenskraft. Verfasst im Jahre 1904. Erstmals veröffentlicht im Jahre 1924.

Zitat Anfang:

In dem Lebensseelstoff Medioma bildet sich dann unter Mitwirkung des Lebensmagnetismus und der Elektrizität, durch Pressung und Spaltung ein Extraktivstoff der Medioma, der eigentliche Geiststoff mit Geistkraft des organischen Lebens in der Helioda. 

Dieser höchste Lebenskraftstoff bildet nun wiederum die Basis zu aller weiteren Entfaltung und Höherentwicklung. 

Diese aber geht wiederum nur vor sich durch polare oder entgegengesetzte Einwirkungen, also durch lebensfeindliche Einwirkungen.

Zitat Ende. 


Anmerkung

1. Der Naturwissenschaft sind feinstoffliche Gebilde wie sie Od, Medioma und Helioda immer noch völlig unbekannt. Cal Huter hat mit diesen Stoffen resp. Kräften oft experimentiert. Er hat keinerlei Zweifel an ihrer Existenz; er ist mit ihnen vertraut.

2. Carl Huter sagt, dass diese Feinmaterie chemisch nicht nachweisbar ist oder dann nur indirekt, siehe das Zitat unter Abschnitt 4 in 6C. Subatomare Welt  und  7. Kräfte, Stoffe, Formen

3. Die Geistkraft entsteht aus der der Materie, nämlich dem Lebensseelstoff Medioma. Kraft resp. Energie ist engstens mit der Materie verbunden! Man fühlt sich an Einstein, der die Gleichwertigkeit von Masse und Energie entdeckt hat.


10. Helioda: doppelte Natur und individuell unterschiedlich
Carl Huter: Katechismus der Huterschen Wissenschaft, 1910 

Unter Ziffer 37 schreibt Huter, dass die negative Helioda, er nennt sie an dieser Stelle "Individualempfindungskraft", doppelt auftritt, sich zentral sammelt, im Zentrosoma der lebenden Zelle, und äusserlich in den Weich- und Hohlformen sammelt. 

Dann schreibt Huter, dass die ausstrahlende Helioda

  • "ebenfalls doppelt wohnt,
    einmal zentral neben der negativen Empfindungsenergie und
    zweitens peripher auch neben den negativen Empfindungsorganen in den plastischen Körperausgliederungen, besonders da, wo die Lebens- und Seelenenergie ausgesendet wird, an den Greif- und Stossgliedern, an den Geschlechtsorganen und an den Sinnesorganen, insbesondere in den Augen, der Zunge und dem Haupt und Gesicht im allgemeinen." 

Anmerkung: Der Ausdruck "neben den negativen Empfindungsorganen in den plastischen Körperausgliederungen" ist erklärungsbedürftig. 
a. Die negative Helioda sammelt sich nur in den Weich- und Hohlformen.
b. In den Empfindungsorganen in den Körperausgliederungen ist sie aber ebenfalls stark vorhanden.



11. Fazit 

Ziffer 1

  • Huter legt dar, weshalb sich das Innenleben naturgesetzlich in der äusseren Physiognomie spiegelt.

Ziffer 2

  • Das Wunder des Lebens beruht einer geistigen Impulskraft, die ihren Sitz im Zentrosoma hat, aber auch im lebenden Eiweiss in Erscheinung tritt.
  • Die Helioda ist die Trägerin der Lebenskraft. 
  • In ihr kommt der konzentrierte Empfindungsäther mit der Impulsenergie zur Herrschaft. Das bewirkt "Leben".

Ziffer 3

  • Die selbständige Lebenskraft oder Helioda ist eine Empfindungsfeinmaterie und Energie, die sich im lebenden Eiweiss sammelt. Sie entstand durch Abspaltung aus od-ähnlicher Materie, in welcher die Empfindungsenergie in höherem Masse gebunden ist. 
  • Die Helioda ist dreifacher Natur:
    a. negative Helioda, mit Empfindend aufnehmend;
    b. positive Helioda, alle Körperteile durchstrahlend;
    c. die organisierende und schöpferisch tätige Helioda, die das Bewusstsein darstellt. 

Ziffer 4

  • Die Helioda ist dreifacher Natur:
    a. negativ oder empfindend;
    b. positiv oder strahlend; bauend und gestaltend in Bezug auf Gedanken und Formen; eine fernwirkende Kraft:
    c. organisierend und die Lebenskraft.
    Hell- und Fernfühlen, heilbringende Liebesgedanken und andere übersinnliche Phänomene beruhen auf ihrer Wirkung.

Ziffer 5 und 6 enthalten kaum resp. keine neuen Erläuterungen

Ziffer 7

  • Empfindungsenergie, die stark gesammelt ist, emaniert von innen nach aussen. 
  • Empfindungsenergie, die stark gesammelt und zugleich stark konzentriert ist, strahlt sie von innen nach aussen.
  • Die astrale Substanz ist organisierend tätig.
  • In allem, was lebt findet man daher: Emanation, Strahlung, Organisation, Fortzeugung.

Ziffer 8 und 9 enthalten kaum resp. keine neuen Erläuterungen


Ziffer 10

  • Die negative Helioda tritt doppelt auf: Innerlich sammelt sie sich in allen Zentrosomen der lebenden Zelle. Äusserlich sammelt sie sich in den Weich- und Hohlformen.
  • Die positiven Helioda tritt doppelt auf: Innerlich sammelt sie sich in allen Zentrosomen der lebenden Zelle. Peripher sammelt sie sich in den Empfindungsorganen und in den plastischen Körperausgliederungen: Greif- und Stossgliedern, Geschlechtsorgane, Sinnesorgane, Haupt, Gesicht.

 



 
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