Carl-Huter-Stiftung

Welt- und Menschenkenntnis nach Carl Huter

 

5A1. Helioda - Anmerkungen


1. Wort "Helioda"

1. Carl Huter sagte, er habe die Helioda im Jahre 1899 definitiv entdeckt. Zehn Jahre vorher, im Jahre 1889, habe er erstmals eine Strahlung bemerkt, die von seinem Kopf ausging. Da die Strahlung sehr schwach war, bemerkte er sie anfänglich nur im Halbdunkeln.

2. Carl Huter hat nicht mitgeteilt, in welchem Jahr er das Wort "Helioda" geschaffen hat und wann er es erstmals öffentlich verwendet hat. Das Wort lässt sich erstmals in der Schrift "Individuum und Universum", die er im Jahre 1896 schrieb nachweisen. Es tritt hier 5-mal in Kapitel 17 und 1-mal in Kapitel 18 auf. Die erste Textstelle mit "Helioda" lautet:

  • 17. Beweise für die Offenbarung des Innenlebens an der Peripherie beseelter Körper
    ... "2. Beweis: Da jedem organischen Leben die ausstrahlende Lebens-, Seelen- und Geisteskraft, die ich "Helioda" nenne, innewohnt, und da Helioda die schöpferische Gestaltungskraft der Lebensformen ist, so trägt dieselbe nicht nur Empfindung und Bewusstsein der Seele mit sich in die Peripherieorgane, sondern sie leitet auch die materiellen Stoffe und Kräfte dahin; folglich spiegelt sich in der Peripherie der lebenden Körper auf Grund der Lebensstrahlkraft Helioda die geistige und materielle Innenwelt."
  • "3. Beweis: Da die Helioda die Spaltung der Zelle verursacht, um eine Tochterzelle zu bilden, damit einen Teil ihrer Lebenskraft der Tochterzelle mitgibt, so nimmt die Helioda alle geistigen Substrate von der Mutterzelle zur Tochterzelle hinüber, so dass, wenn ein organisches Lebensgebilde aus Tausenden und Millionen von Zellen zusammengebaut ist, doch durch alle eine einheitliche Lebensgrundkraft, ein einheitlicher Stoffwechsel hindurchgeht. Da auch die Peripherieorgane mit zur Individualität gehören, so ist in denselben ebenfalls dieselbe Lebensenergie oder Schwäche und Krankheit, derselbe Geist und derselbe Wille tätig wie in den inneren Zentralorganen. Aus diesem Grunde spiegelt sich naturgesetzlich in der äusseren Physiognomie das Innenleben." 

3. Was ergibt sich daraus?
a. Jedem organischen Leben wohnt die ausstrahlende Lebens-, Seelen- und Geisteskraft Helioda innen.
b. Die Helioda ist die schöpferische Gestaltungskraft der Lebensformen.
Was ergibt sich daraus? - Huter liefert weder eine Begründung noch eine Plausibilisierung für diese beiden Aussagen resp. diese beiden Behauptungen.

2. 1897 bis 1908: Die Beschreibung der Helioda verändert sich. Helioda ist mehr als Licht, Strahlung, Hellfühlen.

1. In der obigen Textstelle bezeichnet Huter die Helioda lediglich als ausstrahlende Lebens-, Seelen- und Geisteskraft.

2. In den Demonstrationsvorträgen und Schriften der Jahre 1897 bis 1906 erklärte er die Helioda in dieser und in ähnlicher Weise. 

2. Erst im Jahre 1906 findet man in den Schriften Huters eine Erklärung über die Wurzeln der Helioda. Aus Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis", V. Lehrbrief, 9. Lektion, 1906:

  • "Diese geistige Impulskraft tritt nun ganz auffallend im lebenden Eiweiss, in der Zelle in Erscheinung, und zwar in der Kraft, die das Wunder des Lebens hervorruft und die, wie ich nachgewiesen habe, in den Centrosomen der Zellen ihren Sitz hat und deren wunderbare Wirkungen erkannt zu haben eine meiner schönsten Entdeckungen bildet. Diese Kraft, die "Helioda", ist es nun, welche als Trägerin der Lebenskraft auftritt und welche die große Scheidewand bildet zwischen der anorganischen und der organischen Welt. Denn in ihr kommt der konzentrierte Empfindungsäther mit der Impulsenergie zur Herrschaft, zum Übergewicht über alle sonstigen Stoffe und Kräfte, und das eben bewirkt 'Leben'" . 
  • "In der anorganischen Substanz ist auch Empfindungsäther, aber nicht rein, sondern vermischt, auch nicht konzentriert, sondern verteilt, verflüchtigend, nur als gleiches Glied unter anderen gleichen Gliedern von Kräften, eingeschaltet in die Summe aller mechanischen Kräfte. Auch das Reichenbachsehe Od ist eine ätherische Zwischensubstanz, die weder rein noch konzentriert ist. Es stellt also weder reinen, noch konzentrierten Empfindungsäther dar. Es ist, wie Reichenbach selbst zugibt, weder eine Lebens- noch eine Seelenkraft, sondern, wie er sagt, ein neues Dynamit, ähnlich wie Elektrizität oder Magnetismus. Daher ist an das Od auch nicht die Lebenskraft und Seelenenergie gebunden." 

Was ergibt sich daraus?
a. Die Helioda tritt im lebenden Eiweiss besonders in Erscheinung
b. Die Helioda ist die Trägerin Lebenskraft. Nicht nur das Hellfühlen, die Lichtstrahlung und die Ausstrahlung sind Wirkungen und Eigenschaften der Helioda.
Im Vergleich zu den späteren Erklärungen erweist sich das obige als richtig, aber noch immer als unvollständig.

3. In den Jahren 1907 und 1908 erläutert Huter die Helioda noch umfassender. Mitte 1908 erreicht er die vollständige Beschreibung und ab November 1908 wird eine hohe Verständlichkeit erreicht. Die Beschreibungen ab 1909 zeichnen sich durch Kürze, Konzentration auf das Wichtigste und Vollständigkeit aus. Aber:
a. Die studierende Person wird nicht darüber informiert, dass mit der neuen Schrift die früheren Erläuterungen über die Helioda erweitert werden, z.B. jene im Hauptwerk. Wenn mehrere unterschiedliche Texte vorliegen, wäre es hilfreich, wenn die studierende Person wüsste, in welchem Verhältnis diese zueinander stehen.
b. 
Bei genauem Studium seiner Texte stellt man fest, dass die einzelnen Sätze nicht ohne weiteres verständlich und nachvollziehbar sind. 

4. Die Erläuterungen Huters im Hauptwerk im V. Lehrbrief, neunte bis zwölfte Lektion, sind richtig, aber unvollständig sind. Es ist ein kleiner Mangel, dass Huter in den später entstandenen Darlegungen über die Helioda und das Empfindungsvermögen nicht mitgeteilt hat, dass damit die bisherigen Erläuterungen ergänzt werden. Er plante wohl, das Hauptwerk in einer überarbeiteten Fassung neu herauszugeben und zwar schon bald. Leider konnte er diesen Plan nicht mehr wird verwirklichen!

5. Das Wort "Helioda" hat verschiedene Bedeutungen, vergleichbar mit der chemischen Formel für Wasser, H2O: Wasser, Eis, Schnee, etc. - Siehe die Anmerkung zum Stichwort "Empfindungsäther" in  5. Empfindungs-Element; Helioda; Korrespondenzgesetze


3. Die Entdeckung der Lichterscheinung und der Helioda-Strahlung

Carl Huter hat in der Schrift "Elementarstrahlung und strahlende Lebenskraft" in wenigen Sätzen beschrieben, wie Entdeckung verlaufen ist. Carl Huter hat diese Schrift im Jahre 1904 geschrieben und als Manuskript hinterlassen. Zwanzig Jahre später wurde sie von Amandus Kupfer erstmals veröffentlicht.

Hier ein kurzer Einblick in die Entdeckungs-Geschichte; Gliederung in Abschnitte durch die Carl-Huter-Stiftung:

a. Wiederholt hatte ich bei mir beobachtet, dass, wenn ich im Dunkeln allein in meinem Zimmer reich in Gedanken vertieft war, oder wenn die Phantasie sehr rege wurde, dass es heller um mich her ward, und oft wurde es in meiner Gegenwart so hell, dass ich die kleinsten Gegenstände wahrnehmen konnte.

b. Schon in meiner Jugend hatte ich oft bemerkt, dass, wenn ich abends spät im Dunkeln von einem Ort zum andern ging, mich ein heller Lichtschein begleitete; erzählte ich davon, so glaubte man vielfach, ich habe mir das eingebildet; nur liebe fromme Menschen sagten mir, ich würde von einem guten Engel begleitet. I

c. Ich selber konnte mir zunächst keine Klarheit verschaffen, bis ich 1889 zu der sicheren Überzeugung kam, dass diese spontanen Lichterscheinungen eine ganz besondere Kraft seien, die in meinem Körper entwickelt wurde und weder mit Elektrizität noch mit Geistern etwas zu schaffen habe.

d. Bevor ich nun nicht ganz sicher war, mochte ich nicht mit der Behauptung hervortreten, dass ich eine neue Kraft entdeckt habe, doch gab ich vorsichtshalber, mit der Möglichkeit rechnend, dass es so sei, meinen von mir beobachteten neuen Lichtstrahlen den Namen "Heliodastrahlen". 

e. In diesem Glauben schrieb ich 1898 ein Buch, worin ich versuchte, die Physiologie, die Heilkunde und auch die Diagnose auf ganz neue Grundlagen zu stellen. Ein halbes Jahr später, als schon dieses Werk "Die neue Heilwissenschaft", erschienen war, kam ich durch sogenannte fernwirkende Experimente zu der endgültig sicheren Überzeugung, dass das Reichenbachsehe Od nicht dasselbe sein konnte als das, was ich bei meinen Strahlenexperimenten beobachtete, weil Reichenbach das Od als Dämmerschein, als Atmosphäre in der Nähe der Körper wahrgenommen hatte, nie aber als eine fernwirkende oder hell leuchtende Erscheinung; ich wurde um so mehr in dieser Überzeugung gestärkt, als ich selbst diese sogenannten odischen grauen Lohen bei zahlreichen Personen im Dunkeln wahrnahm. 


4. Mein Kampf um die Lebensstrahlkraft Helioda
Carl Huter: Grundlegende Entdeckungen für die wissenschaftliche Psycho-Physiognomik", 1910 
Gliederung in Abschnitte und Fettdruck durch die Carl-Huter-Stiftung.

Zitat Anfang:

Durch methodische Übungen brachte ich bei mir den Grundsinn des Gefühls, den Hellsinn, zu einer ausserordentlich hohen Entwicklung und wies nach, dass man durch Herabsetzung aller äusseren Sinnestätigkeit bei gleichzeitiger Steigerung des inneren Empfindungssinnes hellfühlend wird, und dass sich aus dem Hellgefühl das Hellsehen, Fernsehen, Zukunftsschauen, Vergangenheitswahrnehmen, Hellhören, Hellriechen, Hellschmecken, Helldenken und Hellschaffen und -gestalten entwickeln lässt. Der Mensch trägt in sich also eine zweite, noch wenig erschlossene, verborgene, geistige Natur, eine Art höhere, geistige Veranlagung. Man kann sie die heilige oder göttliche Natur nennen. Ich bildete diese Kräfte in mir aus und habe sie durch viele Experimente und Tatsachen bewiesen. 

Ich nannte diesen Ursinn, da er mir der Träger aller übrigen Sinne zu sein scheint, den Hellsinn oder Tiefensinn oder die negative Lebenskraft Helioda. Ich wählte den Namen "Helioda", weil bei der besonderen Tätigkeit dieser Kraft das Geistesleben stärker erhellt wurde als es im normalen Zustande ist. Ich fasse diesen Hellsinn als Geisteslichtkraft auf, denn es durchstrahlte mich etwas wie eine innere geistige Sonne, wenn ich in diesen besondern Hellsinnzustand kam. Ich unterschied nun die aufnehmende Seite dieser Kraft als die leidende oder negative von der tätigen, der positiven, welche ich als wirkende Ausstrahlungs- und Gestaltungskraft empfand.

Da diese Strahlen der positiven Lebenskraft, die von mir in solchen Zuständen ausgingen, auch von andern Personen, die in meiner Nähe sich befanden, empfunden wurden, so übte ich mich in der Stärkung dieser Kraft planmässig und bewusst auch im normalen Zustande, um sie zur starken Entwicklung zu bringen und kam zur überraschenden Resultaten. Ich nannte diese Strahlen Heliodastrahlen, Lebensstrahlen oder auch Geisteslichtstrahlen. Als Lichtausstrahlungen habe ich sie auch oft im Dunkeln bei mir beobachten können. Liess ich diese Strahlen auf Pflanzen einwirken, so entwickelte sich bei ihnen ein schnelleres Wachstum. Pflanzen, Blumen und Blätter blieben durch die Einwirkungen mit diesen Strahlen länger lebensfrisch als andere, die zu gleicher Zeit abgeschnitten waren. 

Ich wies damit nach, dass sich diese Lebensstrahlen auf andere lebende Wesen übertragen lassen. Ich experimentierte dann damit bei schwachen und kranken Personen ohne deren Vorwissen und erzielte überraschende Resultate. Die Schwächezustände behoben sich, die Schmerzen verloren sich und vielfach trat eine überraschende Heiltendenz ein. Der liebende Gedanke verstärkte diese Strahlungsvorgänge, der liebelose schwächte sie. Damit war die Liebe als Wurzelkraft des Lebens nachgewiesen. Ich erzielte mit diesen Lebenskraftübertragungen ganz ausserordentliche Besserungen und Heilerfolge auch bei solchen Kranken, welche als unheilbar aufgegeben waren. Ich habe mich daher aus wissenschaftlichem Interesse zur weiteren Erforschung dieser Kraft viele Jahre mit Heilkunde als Leiter von Heilanstalten beschäftigt und ganz über Erwarten gute Erfolge erzielt. 

Ich beobachtete aber zugleich auch, dass meine Gedanken und Empfindungen, die ich bei diesen Heliodisierungen und Strahlübertragungen hatte, d. h. der Charakter ·dieser Gedanken- und Gemütsstimmungen sich im Gesichtsausdruck der Heliodisierten spiegelte, besonders wenn der Patient nach einer Heliodisierung geschlafen hatte. 

Dieses führte mich auf den Gedanken, dass die Lebensstrahlkraft in jedem Lebewesen die geistige Schöpferkraft ist, die die Formen baut und die Physiognomie beeinflusst.

Als Ausstrahlungskraft muss sie notwendigerweise die Physiognomie der Formen, insbesondere der beweglichen, also die Mimik stark beeinflussen, aber auch die festen äusseren Formen werden durch sie, weil durchstrahlt, ebenfalls beeinflusst. 

Weitere Nachforschungen bestätigten meine Annahme. Es stand von da ab für mich fest, dass die Heliodastrahlkraft die eigentliche Wachstums- und Formkraft aller organischen Lebensgebilde ist und damit hatte ich das Grundwesen des Lebens und der Formkraft aufgefunden, die Tatsache, dass durch diese Lebensstrahlkraft das Geistige in der Physiognomie zum Ausdruck kommt. 

Durch diese weitere Entdeckung war der Zusammenhang von Geist, Leben und äusserer Form und der Zusammenhang von Physiognomie und Charakter zum ersten Male wissenschaftlich nachgewiesen und die Grundlagen für eine wissenschaftliche Psycho-Physiognomik und Charakterologie, aber auch die der Krankenphysiognomik und Augeniris-Diagnose, sowie der Verbrecher-Psychologie gewonnen.

Auf diesen Grundlagen baute ich meine neue Lebenslehre, Weltanschauung und vergeistigte Naturwissenschaft, eine natürliche Offenbarungslehre des geistigen Lebens in den Formen, auf und begründete nun meine neue Psychologie Aus der Körperformen- und Gesichtsausdruckskunde als praktische Natur- und Menschenkenntnislehre.

In meinem Hauptwerke, das ich selber illustriert habe, "Menschenkenntnis", herausgegeben in den Jahren 1904 - 1906, ist diese Lehre ausführlich in ihren Grundzügen niedergelegt. Sie stellt gewissermassen meine gesamte, grundlegende Lebensarbeit dar. 

Bei den Vergleichungen meiner Forschungsresultate mit denen anderer Naturforscher fand ich viele wichtige Anhaltspunkte als wertvolle Stützpunkte für meine Welt- und Lebensauffassung. 

  • So spricht Darwin in seinen Werken wiederholt von Nervenstrahlungen. 
  • Über die von mir nachgewiesene Leitkraft und Grundkraft des Lebens, die ich auch in der lebenden Zelle als sicher vorhanden angenommen und nachgewiesen habe, äussert sich der berühmte Breslauer Physiologe Heidenhain. Er will eine Strahlkraft mittels Vergrösserungsgläsern beobachtet haben, die zeitweilig sichtbar bei der tierischen Zelle auftrete und über den Zellrand hinausdringe. 
  • Aber auch der hervorragende Physiologe und Biologe Boveri in Würzburg und der bedeutende Anatom und Histologe Stöhr, daselbst, haben den Zellstrahlen, denen sie anfänglich keine Bedeutung beilegten, die grösste Aufmerksamkeit geschenkt und ihnen schliesslich die Hauptrolle bei der Lebenskraftentfaltung, die man bisher ausschliesslich vom Zellkern abhängig glaubte, zugesprochen. 

Die grosse Bedeutung der Zellstrahlen bei der Befruchtung und Zellteilung, also bei den Schöpfungs- und Wachstumsvorgängen der Zellen, ist somit auch von anderer Seite wissenschaftlich nachgewiesen. Der Unterschied zwischen den Ergebnissen jener Forscher und den meinigen besteht lediglich in meinen zahlreichen Entdeckungen über die ausschlaggebende Bedeutung dieser Strahlkraft für das gesamte körperliche und geistige Leben eines Individuums und - wenn man den Ausdruck "Geist" auch auf die Einzelzelle anwenden darf, - auch der einzelnen Zelle.

Ich möchte diesen Ausdruck angewendet sehen, denn die Zelle als solche lebt ein bewusstes Leben. Sie ernährt sich, pflanzt sich fort, bewegt sich und empfindet gegenüber Gutem Zuneigung, gegen Schädliches Abneigung und äussert das auch; das alles aber lässt auf bewusstes Seelenleben schliessen. 

Ich habe nachgewiesen, dass diese geistige Kraft die Lebensgrund- und Leitkraft ist, dass also das Leben nicht ausschliesslich von chemischen und mechanischen Kräften abhängt. 

Wille, Gefühl, Gedanke und Form entstehen nicht aus den von der materialistischen Lebensauffassung angenommenen Kräften, sondern aus der von mir nachgewiesenen geistigen Naturkraft "Helioda". 

Damit ist die materialistische Welt- und Lebensauffassung, die alles Geistige leugnet, gebrochen und die Auffassung der alten Theologie, die da lehrt, alles Geistige sei immateriell und unerforschbar, ist ebenfalls als eine irrige Idee abgetan. Denn vieles erkennbare Geistige offenbart sich in den Formen der uns umgebenden Natur.

Zitat Ende.

....

Zitat Anfang:

Ich habe nachgewiesen, dass das Wesen der Lebens-, Empfindungs- und Strahlkraft die Liebe ist und dass diese als Schöpferin aller Dinge betrachtet werden muss; denn bei meinen Strahlexperimenten verstärkten sich die Heliodastrahlübertragungen mit liebenden Gedanken; sie verkürzten sich bei Schwächung der Liebe und des Wohlwollens und verschwanden bei Indifferenz und Lieblosigkeit. 

Es scheint also, als zögen die Lebensstrahlen von einer verborgenen, grossen Allkraft ihre Nahrung, und zwar durch die Liebe - und als könne oder wolle diese Allkraft ohne Liebe keine Kraft abgeben. 

Es ist bei mir Überzeugung geworden, dass diese verborgene Urkraft selbst die unerschöpfliche Liebe und Güte ist und dass sie, die Trägerin aller Dinge, alles Lebens und alles Seins, im letzten Grunde auch von Ewigkeit her war. 

Ich habe festgestellt, dass die Liebe das Schöne, das Harmonische, das Glückliche bildet und dass die Liebelosigkeit Lebensstillstand und Vergänglichkeit bewirkt, dass aber Hass, Wut, Neid und böse Leidenschaften lebenszerstörend wirken. 

Ein Mensch, der sich mit Liebelosigkeit und bösen Gedanken erfüllt, handelt nicht klug, er vernichtet damit seine eigene Lebenskraft, sein edleres Empfinden, seine Liebe, woraus alles Wohlwollen und alle gute, schöpferische Tat entspringt. Er zerstört damit bei sich selber seine Lebenskraft, seine Innenharmonie und seine Gesundheit und äussere Schönheit bildende Lebensstrahlkraft "Helioda". 

Auch der, welcher in sich den Glauben an ein höchstes gutes, glückliches, geistiges Wesen vernichtet hat, der gottlose Mensch, rief damit bei sich eine entgeistigende Degeneration künstlich hervor. 

Der ethisch noch hochstehende, aber gottlose Mensch ist kein Vollmensch, weil er sich die wachsende Kraft, die in die Höhe treibt, genommen hat. Der böse handelnde Mensch treibt sich aber selbst in die Vernichtung. Ich stellte fest, dass alle bösen Gedanken und Taten von der elektrischen Energie und Strahlkraft begleitet sind, dass bei dem Übelwollenden also nicht mehr die Lebensstrahlen "Helioda", sondern die elektrischen Strahlen im Vordergrunde der Tätigkeit stehen. 

Ich glaube an den Gott der Liebe aus wissenschaftlicher Erfahrung heraus und bete ihn an als das alldurchflutende, grosse Welt- und Lebensgeheimnis. Ich glaube aber in vielem anders, als wie die Kirche zu glauben lehrt.

Zitat Ende.


5. Was sind Elementarstrahlen, magische Strahlen, Lebensstrahlen?
Carl Huter: Das Empfindungsvermögen der Materie, 1909.

Zitat Anfang:

Wie entdeckte ich die Lebenskraft durch das Experiment?

Ich fühlte, dass lebende Personen, selbst Tiere und Pflanzen, letztere besonders aus ihren Blumen, ganz besondere Strahlen aussenden, ich fühlte etwas Lebendiges, Lebensverwandtes, Lebenanregendes darin, zum Unterschiede von den Elementarstrahlen, von denen ich mehr harte Reize empfand.

Die Lebensstrahlen sind feiner als die chemischen Materiestrahlen.

Das aber, was ich an seelischen Ausstrahlungen aus toten Gegenständen fühlte, die sich dort einst eingeprägt hatten, sind nicht Elementar-, sind nicht Lebensstrahlen, es sind magische Einwirkungen. Es sind unmittelbar ins Bewusstsein gehende Eindrücke, die sich übertragen. Es sind mehr magische Strahlen.

Die Elementarstrahlen durchstrahlen die lebenden Gewebe. Die Lebensstrahlen werden hingegen vom lebenden Gewebe absorbiert, also angezogen oder abgelenkt. Die magischen Strahlen verteilen sich gleichmässig. Daher fühlte ich mit verbundenen Augen, ob eine Person oder mehrere Personen, ob eine weibliche oder männliche im Zimmer waren. Ich fühlte durch Holz-, Eisen- und Mauerwände hindurch ob jenseits der Wand eine Person sass oder stand, ich vermochte diesseits, die Kontur, die Umrisse der Person anzugeben und aufzuzeichnen. Wie war mir das möglich? Ich fühlte von dem lebenden Gewebe der Person sowohl Strahlen als auch odische Emanationen ausgehen, welche die feste materielle Steinmauer durchdrangen und sich ganz anders fühlten, als die Spannungsenergie und die Elementarstrahlen der Materie, der Eisen-, Holz- oder Mauerwand. Dadurch entdeckte ich die scharfen Unterschiede zwischen den Spannungsenergien und Strahlen, die von der anorganischen Substanz ausgehen, von denen, die vom lebenden Gewebe ausgehen. 

Zitat Ende.

Anmerkung: Man beachte das Wort "magisch". - Carl Huter schrieb, das Bewusstsein entstehe in der Helioda-Feinmaterie auf magische Weise.



 
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