Carl-Huter-Stiftung

Welt- und Menschenkenntnis nach Carl Huter

5. Empfindungs-Element; Helioda; Korrespondenzgesetze

Alle wichtigen Erläuterungen von Carl Huter über die Korrespondenz, d.h. den Zusammenhang, zwischen Innen und Aussen werden in diesem Kapitel 5 dargestellt.

Ein Leitspruch von Carl Huter lautet: "In den Formen lebt der Geist!"


Einleitung

Carl Huter besass die Fähigkeit des Hellfühlens. Er vermochte aus Gegenständen, die ein Mensch am Körper trug oder in seiner nächsten Umgebung hatte, individuelle Merkmale dieser Person und besondere Erlebnisse, die sie erlebt hatte, zu erfühlen.

Carl Huter kam zur Überzeugung, dass die Welt nicht einzig auf den Grundelementen Kraft und Stoff beruht.

Er postulierte ein drittes Grundelement, das er Empfindungs-Element nennt.

Carl Huter kam durch experimentelle und theoretische Forschung zu einer neuen Vorstellung über die Materie und über das Leben:

  • Unsere Welt entstand aus dem Weltäther. Dieser besteht aus den drei Grundelementen Ruhe, Bewegung und Empfindung. - Siehe  6. Neue Physik
  • Die Materie ist mit Empfindungs-Energie ausgestattet. Diese ist ein Produkt des Empfindungs-Elements. Die Empfindungs-Energie befindet sich dabei in einem schlummernden und gebundenen Zustand. 
  • In jedem unorganischen Stoffe schlummert ein ewiges Sehnen, aus dem Bann der zwingenden Weltgesetze herauszukommen zur Freiheit seiner Selbst. Carl Huter glaubt, dass mehrere Stoffe, in diesem Drang vereinigt, sich sympathisch berühren müssen, um unter gewisser Wärme und anderen günstigen Bedingungen zu organischem Leben zu erwachen. - Genauere Darlegungen in 
    a. 5D1. Lebens-Entstehung , Ziffer 2;
    b. 5A. Helioda: Empfindung, Strahlung, Organisation, Feinmaterie 
    : Texte über die Helioda als organisierende, schöpferische, astrale Substanz, über Extraktivstoffe, etc.
  • In der lebenden Zelle gelangt die Empfindungs-Energie zur Herrschaft, hier hat sie sich aus dem schlummernden Zustand befreit und ist quasi erwacht. Sie sammelt sich besonders im Protoplasma und im Zentrosoma. Dies gelingt der Empfindungs-Energie aus zwei Gründen:
    a. Im Eiweiss-Molekül vermag sich die Empfindungs-Energie besonders gut zu sammeln.
    b. Zugleich ist sie im Eiweiss-Molekül am wenigsten stark gebunden.
    Die lebende Zelle besteht bekanntlich zu einem grossen Teil aus Eiweiss-Molekülen. Das stellt sicher, dass die Empfindungs-Energie in genügender Stärke vorhanden ist und die Herrschaft über die Materie ausüben kann.
  • Die typischen Erscheinungen des Lebens sind Produkte des Empfindungs-Elements: Bewusstsein, Gedächtnis, Reizwahrnehmungs-Vermögen. 
  • Carl Huter entdeckte im Jahre 1899 eine Strahlkraft, die er Helioda nannte. Auch sie ist ein Produkt des Empfindungs-Elements.
  • Die Empfindungs-Energie ist in der lebenden Zelle organisierend und schöpferisch tätig. 
  • Die Empfindungs-Energie gestaltet die Peripherie des Menschen in charakteristischer Weise, sodass in der Peripherie die Individualität des Menschen erkennbar ist.
  • Die Empfindungsenergie erzeugt eine Strahlung, die beim Menschen leicht beobachtet werden kann, z.B.
    a. als eine Strahlung, die vom Auge ausgeht;
    b. als eine Strahlung, die von der Gesichtshaut ausgeht.


Erläuterung von Begriffen


Empfindungs-Element 

Die Naturwissenschaft lehrt: Ein stoffliches Gebilde gilt als lebendes Gebilde, wenn es mindestens 7 Kennzeichen aufweist. Eines davon heisst: Das Gebilde muss eine Reizbarkeit zeigen. 

Carl Huter nimmt an und ist überzeugt davon, dass diese Reizbarkeit sich niemals als Ergebnis von physikalischen, chemischen oder anderen Prozessen erklären lässt. 

Er erklärt diese Reizbarkeit als Ergebnis eines Grundelements in unserer Welt, das bisher übersehen worden ist. Er bezeichnet dieses Grundelement als Empfindungs-Element.

Anmerkungen:

1. Die Naturwissenschaft nimmt an, seit ca. 1850, dass alle Erscheinungen unserer Welt auf lediglich zwei Grundelemente zurückzuführen sind

a. auf das Element Kraft. Darunter fällt alles, was naturwissenschaftlich mit dem Begriff Kraft oder mit Begriff Energie bezeichnet wird.

b. auf das Element Stoff, d.h.  - Darunter fällt alles, was in der Naturwissenschaft mit dem Begriff Materie bezeichnet wird. 

2. Carl Huter nimmt an und ist davon überzeugt, dass es ein drittes Grundelement gibt: Das Empfindungsvermögen. - Dieses Element wird auf dieser Seite und auf den Rubriken 5A, 5B und 5C dargestellt. 

3. Wie begründet Huter diese Erweiterung um eine dritte Grundkraft? 

a. Nach Huter sind folgende Erscheinungen niemals als Folge von Kraft und Stoff befriedigend zu erklären:

- die Lebenskraft, die Lebenskraft, die Helioda-Empfindungskraft und die Helioda-Strahlkraft.
- Bewusstsein, Gedächtnis, Gewissen und weitere ähnliche Eigenschaften.

b. Nimmt man dagegen an, dass es in unserer Welt ein drittes Grundelement gibt, das Empfindungselement, und diese Erscheinungen auf dieses Grundelement zurückzuführen sind, lassen sie sich befriedigend erklären. 

c. Carl Huter schreibt der dritten Grundkraft, dem Empfindungsvermögen, folgende Wirkungen und Eigenschaften zu:
- Die Empfindungsenergie formt und organisiert den Stoff.
- Jede chemische Energie wurzelt im Empfindungsvermögen.
- Jede höhere geistige Energie wie Gedächtnis, Bewusstsein, Wille, etc. wurzelt im Empfindungsvermögen.
Siehe das Zitat in der Rubrik  5B. Helioda: Entdeckung; Peripherie-Gestaltungskraft; Leben , Ziffer 3.

Kommentar:
- Das Empfindungsvermögen vermag die anderen beiden Grundelement zu beeinflussen, zu beherrschen!
- Da das Empfindungsvermögen den Stoff formt, ist die äussere Form eines Lebewesens nicht zufällig und nicht ohne jede Bedeutung. Im Gegenteil: die äussere Form ist ein Spiegel der in seinem inneren vorhandenen Empfindungs-Energien! 
- Diese Erkenntnisse Huters gehören zu den bedeutendsten Erkenntnissen Huters über unsere Welt, über das Leben und den Menschen! Sie erklären, weshalb aus der äusseren Form des Menschen auf Seele, Geist, Empfinden geschlossen werden kann! Das Äussere ist nicht lediglich eine Laune der Natur, nicht etwas Zufälliges, nicht eine alleinige Folge einer Anpassung an die Verhältnisse und nicht lediglich genetisch bestimmt! Die Nachwelt ist aufgerufen, diese Erkenntnisse zu überprüfen, noch genauer zu erforschen und zu verbreiten, damit sie am Ende für jeden Menschen selbstverständlich sind!

4. Die sieben Kennzeichen des Lebens sind: 

  1. Organisation;
    Anmerkung: Lebewesen sind hoch organisiert, was bedeutet, dass sie spezialisierte, aufeinander abgestimmte Teile enthalten. 
  2. Stoffwechsel;
  3. Homöostase, d.h. Selbstregulation;
  4. Wachstum;
  5. Reproduktion, d.h. Fortpflanzung;
  6. Reizbarkeit;
  7. Evolution.


Empfindungsvermögen der Materie

Darunter versteht Huter die Fähigkeit der Materie Eindrücke, Einwirkungen, etc., die von Menschen ausgehen, aufzufangen und zu speichern. 

Beispiel: Aus einem Gegenstand, den eine Person jahrelang getragen hat, z.B. ein Ring, eine Uhr, vermag eine hellfühlende Person das Wesen dieser Person und besondere Ereignisse, die mit ihr verbunden waren, fühlend wahrzunehmen.

Empfindungsenergie

Mit dem Empfinden resp. dem Empfindungsvermögen ist ganz offensichtlich eine Art von Energie verbunden, denn ohne Energie kann das Empfinden resp. das Empfindungsvermögen nicht in Erscheinung treten. Die Empfindungsenergie ist die Existenzgrundlage des Empfindens resp. des Empfindungsvermögens. 

Empfindungsvermögen des neutralen Weltäthers

Darunter versteht Huter die Fähigkeit des Weltäthers Einwirkungen, Eindrücke, etc. aufzufangen. Der neutrale Weltäther leitet solche Reize stets weiter an benachbarte Weltäther-Teilchen. - Erläuterungen über den Weltäther: siehe Kapitel 5.

Der neutrale Weltäther besitzt kein Vermögen, solche Eindrücke zu speichern. Es ist seine Natur, die Eindrücke getreulich weiterzugeben, an die unmittelbar benachbarten Ätherilionen. (1)
Beispiel: Der Weltäther reagiert auf elektromagnetische Wellen und leitet die Eindrücke unverfälscht weiter.

(1) Carl Huter schrieb, dass der Weltäther auf ihn dankbar zurückgestrahlt hat. Daraus lässt sich schliessen, dass der Weltäther dennoch eine Form von Gedächtnis, von Speichervermögen besitzt. - Die genaue Textstelle wird so rasch als möglich hier mitgeteilt werden.

Empfindungsäther

Ein Ätherilion, das nur noch geringe Anteil an Ruh-Äther-Energie und Bewegungs-Äther-Energie aufweist und daher fast nur noch aus Empfindungs-Äther-Energie besteht. Siehe  6C. Subatomare Welt , Ziffer 7.

Aus gesammeltem Empfindungsäther entsteht die negative Helioda.

Aus gesammeltem und konzentrierten Empfindungsäther entsteht die positive Helioda.

Anmerkung: Chemische Substanzen haben ebenfalls mehrere Bezeichnungen, z.B. eine allgemeine Bezeichnung sowie eine oder mehrere Bezeichnungen für spezielle Situationen:
a. Ein Molekül, das aus zwei Teilen Wasserstoff und einem Teil Sauerstoff besteht, heisst H2O oder H2O-Molekül.
b. Tritt das H2O in grosser Zahl und in flüssiger Form auf, spricht man von Wasser. Weitere Bezeichnungen sind: Eis, Schnee, Wasserdampf, etc.


Helioda

Eine vertiefte Behandlung der Helioda-Begriffe erfolgt in erster Linie in Rubrik 5A und daran anschliessend in Rubrik 5B und 5C.

Carl Huter versteht darunter
a. die Lebensempfindungs- und Strahlkraft "Helioda", die er in den Lebewesen entdeckt hat. 
b. die konzentrierte Empfindungsenergie in der Materie, namentlich die Empfindungs-Feinmaterie und Empfindungs-Energie im lebenden Eiweiss.

Carl Huter lehrt:
a. Das lebende Eiweiss ist der natürliche Träger für die Empfindungs-Feinmaterie.
b. Aber auch jede andere Materie ist Träger der Empfindungs-Feinmaterie. Sie lässt sich chemisch nicht nachweisen oder dann nur indirekt.

Quelle: 
1. Carl Huter: Überzeugungsgelübde oder der neue Welt- und Lebensglaube, Juli 1908. Dieser Fachartikel erschient erstmals in Carl Huter: Die neue Weltanschauung, 1908.
2. Vortrag vom Donnerstag, 26. November 1908 in Köln.
3. Carl Huter: Elementarstrahlung und strahlende Lebenskraft.
Aus den Erläuterungen, die man in diesen Schriften findet, lässt die obige Umschreibung gewinnen, teils auf direktem Weg teils auf indirektem Weg, z.B. durch Interpretation.

Negative Helioda, Empfindungskraft

Negative Helioda ist gleichwertig mit Empfindungskraft Helioda resp. mit  Lebens-Empfindungskraft Helioda. 

Die negative Helioda entsteht aus gesammeltem Empfindungsäther.

Unter der negativen Helioda ist jene Kraft resp. jene Energie zu verstehen, die das Lebewesen benötigt, um Reize wahrnehmen zu können. - Unter den irdischen Lebewesen besitzt der Mensch die stärkste Empfindungskraft. Einzelne Tiere und Pflanzen besitzen ebenfalls sehr starke Empfindungskräfte.
Das Wort "negativ" ist im Sinne von "aufnehmend", "nach innen gerichtet" zu verstehen.

Die negative Helioda hat Huter als negative Lebenskraft erkannt. 

Begriffe mit identischer Bedeutung sind: Lebens-Empfindungskraft Helioda sowie Kurzformen davon.

Positive Helioda

Positive Helioda ist gleichwertig mit Strahlkraft Helioda resp. mit Lebens-Strahlkraft Helioda.

Die positive Helioda entsteht aus gesammeltem und konzentriertem Empfindungsäther.

Unter der positiven Helioda ist eine feine, gelblich-weisse Ausstrahlung zu verstehen, die von Lebewesen ausgeht. - Unter den irdischen Lebewesen ist diese Ausstrahlung beim Menschen weitaus am stärksten. Bei Menschen mit besonders starker positiver Helioda kann sie bei geeigneten Verhältnissen beobachtet werden. Ihre Wurzeln liegen im Empfindungs-Element des Weltäthers. 

Die positive Helioda hat Huter als positive Lebenskraft erkannt. 

Begriffe mit identischer Bedeutung sind: Lebens-Strahlkraft Helioda sowie Kurzformen davon.


Empfindungs-Feinmaterie Helioda

Mit diesem Begriff wird der materielle Aspekt des Empfindungs-Elements angesprochen. 

Das Empfindungs-Element erzeugt eine feinmaterielle Substanz, auch astrale Substanz genannt. Dieses Wort resp. Kurzformen davon bezeichnen diese Substanz.

Diese Substanz haftet jeder Materie an, ist aber chemisch nicht nachweisbar. In der nicht-lebenden Materie befindet sie sich in einem schlummernden, passiven Zustand. Im Eiweiss-Molekül vermag sie sich am besten zu sammeln und ist zugleich loser gebunden. 

In der lebenden Zelle befindet sich diese Substanz in einem erwachten, aktiven Zustand. Es entspricht ihrem Wesen
a. das Innenleben der Zelle in dieser Weise zu steuern, d.h. organisierend und schöpferisch tätig zu sein. Ihren Hauptsitz befindet sich im Zentrosoma. Im Protoplasma der Zelle, das stark eiweisshaltig ist, befindet sich weitere, untergeordnete Zentren.
b. Bewusstsein, Gewissen und Heiligkeitsgefühl zu erzeugen. Diese Eigenschaften sind erst beim Menschen deutlich feststellbar.

Empfindungs-Energie Helioda

Mit diesem Begriff wird der energetische Aspekt des Empfindungs-Elements angesprochen. 

Das Empfindungs-Element erzeugt eine feine, geistig-seelische Energie, man könnte sie astrale Energie nennen. Der obige Begriff resp. Kurzformen davon bezeichnen diese astrale Energie.

Die Empfindungs-Energie ist untrennbar ist der Empfindungs-Feinmaterie verbunden: überall, wo Feinmaterie ist, ist auch Empfindungs-Energie.

Hinweis: Eine vertiefte Behandlung der Helioda-Begriffe erfolgt in erster Linie in Rubrik 5A und daran anschliessend in Rubrik 5B und 5C.


 

History 

Diese Seite wurde im Februar 2018 ausgearbeitet und am 1. März 2018 fertig gestellt. Sie wird regelmässig geprüft und angepasst, letztmals am 24., am 30. November 2020, vom 3. bis 14. Dezember 2020.

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