4D. Frau und Mann - Zitate über Partnerschaft, Ehe
Fettdruck und Gliederung durch die Carl-Huter-Stiftung
1. Mann und Frau in der Partnerschaft, Teil I
Carl Huter: Grundlegende Entdeckungen für die wissenschaftliche Psycho-Physiognomik, 1910. 7. Geschlechtserkenntnis
Zitat Anfang:
- Durch die Sprache der Formen lernen wir die verschiedene Eigengesetzlichkeit und Bestimmung des Geschlechts erkennen, lernen wir ...
- (Fortsetzung von oben):
... lernen wir, dass der Mann das positive, das Weib das negative unter den Geschlechtern ist, was Tatkraft, Willen, Sinnlichkeit und sexuelle Abgegrenztheit*) anbetrifft.
*) Was versteht Huter darunter? - Vermutlich: Der Mann kann sich besser von den körperlichen-sexuellen Trieben trennen und damit objektiver, sachlicher fühlen und denken. Das Geschlechtliche greift bei der Frau stark in das körperliche und seelische Geschehen, nicht so beim Mann. Siehe auch Ziffer 7.3 unten. Die Geschlechtsorgane liegen beim Mann hauptsächlich aussen resp. bei der Frau grösstenteils innen. - In Bezug der Liebe selber aber und des Geistes der Liebe als Ganzes, als das alle Körperteile vom Sexuellen aus durchflutende Element, da lernen wir das Weib als das positiv liebesehnende, liebebedürftige und auch liebegebende Geschlecht erkennen.
- Die Differenzen der meisten unglücklichen Ehen beruhen in der völlig unzureichenden Erkenntnis der Geschlechter und des Geschlechtlichen und der Liebeerweckung durch kräftigen Liebesaustausch und Liebekultur.
- Das Weib ist vom Manne meist enttäuscht, weil er mehr Kraftnatur und nicht Liebesnatur ist, daher nur in der kurzen Zeitperiode, wo er geschlechtlich erregt ist, zeitlich liebend wird und sich liebend erschliesst, sonst aber meist hart, kalt und oft brutal auftritt. Es ist das in der Natur der männlichen Kraft begründet.
- Daher braucht der Mann das Weib als Lehrmeisterin der seelischen Liebe, damit er harmonischer wird und Kraft und Liebe in ihm zur Verschmelzung gelangen.*)
*) Man beachte: In Bezug auf die seelische Liebe. - Das Weib aber soll ohne Koketterie, ohne Raffinesse, ohne Selbstsucht und Eitelkeit lieben, es soll treu, selbstlos, hingebend, liebenswürdig, aufrichtig sein, aber sich jeden Tag, jede Stunde von neuem in schönen Reizen zeigen, und so den Mann gewinnen und beherrschen lernen.
- Der Mann bemühe sich, das Weib zu fesseln, beschäftige sich mit ihr, vernachlässige sie nicht, ziehe sie, wo es möglich ist, zur Mithilfe bei seiner Berufsarbeit heran.
- Dadurch wächst das Weib an Kraft, Lebenserfahrung und Festigkeit und wird auch bei ihr die Kraft mit der Liebe zur harmonischen Verschmelzung kommen. (1)
- Die richtige Erkenntnis und Behandlung der Geschlechter ist eine sehr wichtige Aufgabe, die Mann und Weib lernen, üben und zu erfüllen suchen müssen, denn beide Geschlechter hat die Natur füreinander zur Ergänzung geschaffen.
Zitat Ende.
(1) Hier spricht Huter die Entwicklung und Reifung in der Partnerschaft an. Auch der Mann soll und wird sich in einer guten Partnerschaft in Bezug auf Kraft und Liebe, Charakterstärke, etc. entwickeln. - Die Kraft ist besonders beim Mann ausgegprägt, die Liebe besonders bei der Frau.
2. Mann und Frau in der Partnerschaft, Teil II
Carl Huter: Grundlegende Entdeckungen für die wissenschaftliche Psycho-Physiognomik, 1910. 8. Charaktererkenntnis
Zitat Anfang:
- Wenn wir zur richtigen Erkenntnis der Geschlechter und ihrer Bestimmung gelangt sind, nämlich dass die Natur damit Harmonie, Liebe und Schönheit will, dann werden wir auch inne, dass die Natur darum die Menschen mit verschiedenen Charakteranlagen geschaffen hat, damit sie sich darin erkennen und ergänzen sollen.
- Es sollten daher niemals zwei Menschen in eine Ehe treten oder sich als Freunde verbinden oder im Beruf, im Amt, in der Erreichung grosser oder kleiner Lebensziele miteinander arbeiten, die sich nicht in ihrem inneren geistigen Wesen erkannt haben und gut miteinander harmonieren, sonst führt eine solche Ehe oder Verbindung zur Tragik, zur Disharmonie. Wir sollen aber auch ferner darum die Charaktereigenschaften anderer, uns ferner stehender Personen erkennen lernen, um uns vor unangenehmen zu schützen und um gute in unseren Kreis zu ziehen.
- Die Ehe kann aufgebaut sein wie eine Republik, das heisst, die Frau kann sich ihren Mann frei als ihren Herzenskönig wählen. Ist aber diese Wahl einmal getroffen, so soll sie auch das Zepter der Regierung dem Mann überlassen und sich ihm fügen und unterordnen und ihm treu dienen und ergeben sein; ohne dieses Verhältnis der Unterordnung unter die Herrschaft eines Einzigen kann auch keine Ehe bestehen.
- Zwei können niemals zu gleicher Zeit regieren und verschiedene Meinungen gegeneinander durchsetzen. Einer von ihnen muss sich immer fügen. Eine Frau kann aber ihren Gatten in Liebe für sich und ihre Ideen gewinnen. Sie kann also nicht mit der Kraft und dem Willen, sondern mit der Liebe vorherrschend wirken.
- ... - Hier beschreibt Huter die Wesensmerkmale die man bei der Partnerschaft beachten muss. Dieses Thema wird in der Rubrik 4C. Partnerwahl in Abschnitt 2 behandelt.
- Es ist also moralische Pflicht jedes Mannes, jeder Frau, eine glückliche, harmonische und achtbare Ehe zu gestalten suchen mit Hilfe der Charakterologie und praktischen Menschenkenntnis.
- Solche Glücksehe nenne ich auch die ethisch-schöne, die kallisophische oder göttliche Ehe. Die Kinder aus solchen Ehen sind meist begabte und glückliche, seelenreine Kinder.
Anmerkung
Huter sagte in einem Vortrag über "Liebe, Ehe und Gesellschaft der Zukunft" folgendes, gemäss Bericht in "Hamburger Nachrichten", Montag, 24. Februar 1908:
Zitat Anfang:
- Wie ein jeder das Recht hat, am materiellen und geistigen Leben teilzunehmen, so hat auch jeder das Recht, am Liebesleben teilzunehmen.
- Die Natur sucht Ergänzung überall. Wären nur die unnatürlichen Gesetze nicht vorhanden, die die freie Entwicklung hindern. Das Tier lebt ja viel glücklicher als der Mensch mit seinen Gesetzen, seinen Rang- und Klassenunterschieden!
- Und am meisten hat darunter das Weib mit seinem feinen Empfinden und seiner Sehnsucht nach Liebe zu leiden.
- Das wird nicht eher anders werden, rechte Menschenkenntnis in den Vordergrund stellt.
Zitat Ende.
Auch wenn sich die Verhältnisse seither stark verändert haben, zumeist in einer Weise, die den Huterschen Reform-Vorschlägen entspricht, die er z.B. in Carl Huter: Die neue Ethik veröffentlicht hat, werden sich die Verhältnisse aller Voraussicht bei Anerkennung und bei Anwendung der Huterschen Psycho-Physiognomik sehr stark verbessern, vermutlich stärker als man sich das vorzustellen vermag:
a. Die rechtlichen Bestimmungen rund um Partnerschaft, Ehe und Familie. Nähere Einzelheiten u.a. in Carl Huter: Die neue Ethik.
b. Eine viel bessere Kenntnis von sich selbst, bessere Kenntnis des Partners resp. der Partnerin, die zu viel mehr Harmonie und Glück in der Partnerschaft und in der Familie führen wird.
3. Mann und Frau in der Partnerschaft, Teil III
Carl Huter: Grundlegende Entdeckungen für die wissenschaftliche Psycho-Physiognomik, 1910. 11. Die Ideallehre
Zitat Anfang:
- Jede Ehe, jede Familie, jede Gemeinschaft sollte einem Ideal dienen.
- Jedes Haus sollte einen Idealkultus, einen Geistes- und Gottesdienst und einen ethischen Schönheitskultus haben.
- Wo man der alten Religion aus abweichenden Meinungen und Gewissensnot nicht mehr dienen kann, da soll man sich einer anderen Religionsgemeinschaft anschliessen oder eine neue Religion suchen, denn ohne Ideallehre, d. h. ohne ernste Fragen über den letzten Grund des Lebens und die höchsten Bestimmungen des Lebens, wird ein Stillstand eintreten. Fadheit, moralischer Verfall, Splitterrichterei und Unzufriedenheit sind dann die Folgen.
- Erfahrungsgemäss haben nur die Menschen, die Ehen, die Familien, die Völker die meiste Lebenskraft in sich, welche die stärkste Religion haben.
Zitat Ende.
4. Anmerkungen
Man beachte, was Huter an Männer bemängelt, Rubrik 4B. Frau, einzelne Lebensbereiche , Ziffer 4, die beiden letzten Punkte und die Anmerkung dazu.
5. Kommentar
5.1 Kommentar I
1. Beim einzelnen Menschen sind die typisch weiblichen resp. männlichen teils stärker, teils schwächer vorhanden. - Diese Tatsache erklärt, dass die nachstehenden Huterschen Charakterisierungen von Carl Huter relativierende Begriffe enthalten wie "meistens", "in der Regel", "kann ... sein".
2. Die Erläuterungen von Carl Huter über Mann und Frau werden noch besser nachvollziehbar, wenn man sie mit Bildern illustriert. Huter orientierte sich u.a. an folgenden Bildern:
- Hermes des Praxiteles, Skulptur des altgriechischen Bildhauers Praxiteles;
- Venus von Thorvaldsen, Skulptur des dänischen Bildhauers Thorvaldsen;
- Fotografische Aufnahme einer typisch weiblichen Person*);
- Fotografische Aufnahme einer typisch männlichen Person*);
- Fotografische Aufnahme eines Mannes und einer Frau mit starker gegenseitiger Zuneigung*).
*) Huter hat entsprechende Bilder von lebenden Personen hergestellt und sie in seinem Carl-Huter-Museum gezeigt. Die Personen sind unbekleidet, stehend und nehmen eine besondere Körperhaltung ein. Diese Körperhaltung steht für starke ausgeprägte Weiblichkeit und stark ausgeprägte Männlichkeit, und zwar nach den Erkenntnissen von Huter, also hinsichtlich Huters Erkenntnissen
a. über das Typische von Frau und Mann;
b. wie sich das Typische in der Körperhaltung zum Ausdruck bringen lässt.
Fazit: Es lässt sich ein weiblicher und ein männlicher Geschlechtstyp vorstellen, in Bezug auf die konstanten und in Bezug auf die veränderlichen Formen: Haare, Körperhaltung, Sprache, die Körperhaltung. Die Carl-Huter-Stiftung wird evtl. einmal entsprechende Bilder oder Zeichnungen erstellen und dann veröffentlichen. Man beachte die Abbildung in Rubrik 4D. Familie!
3. Der weibliche und der männliche Geschlechtstyp weisen die maximale mögliche Distanz zueinander auf - in Bezug auf ihre Wesensart. Typen, die eine extreme Position einnehmen, nennt man Extremtypen. Das Geschlecht führt daher zur Entstehung von (zwei) Extremtypen.
4. Würde man das Geschlechtstypische von Frau und Mann auf eine Eigenschaft reduzieren, dann führt dies
a. bei der Frau zum Begriff "Liebe"
b. beim Mann zum Begriff "Kraft".
Eine andere, weniger treffendere Reduktion wäre "Innerlichkeit" bei der Frau, und "Äusserlichkeit" beim Mann.
5. Frau und Mann verhalten sich, bedingt durch ihr unterschiedliches Geschlecht, in charakteristischer Weise anders - körperlich, seelisch und geistige. Die Körperbewegungen, die Mimik, das Sprechverhalten, das Angstverhalten, etc. sind anders und in der Regel unmittelbar geschlechtsbedingt.
6. Manche Unterschiede werden vom Partner als sympathisch, manchmal aber auch als hemmend, das Einvernehmen belastend wahrgenommen. Bei grosser gegenseitiger Sympathie vermag mit solchen Situationen besser zurechtzukommen.
7. Die Frau zeichnet sich nicht nur durch das schnellere und tiefere Empfinden aus (siehe oben; Fettdruck), sondern auch durch ihr Feingefühl. Dieser Unterschied zum Mann resp. Knaben tritt meist ab dem 2. oder 3. Lebensjahr in Erscheinung.
8. Gemäss Carl Huter wurzelt der Impuls im Empfinden. - Da die Frau in der Regel das tiefere Empfinden hat, erklärt sich damit der oftmals grössere körperliche und / oder geistige Impuls der Frau, ihre grössere Lebhaftigkeit, ihre grössere seelische Kraft, ihre grössere Herzlichkeit, ihr stärkeres Mitteilungsbedürfnis, ihre grössere Redegewandtheit, etc. Diese stärkeren Impulse und Gefühle können eine gewisse Unruhe erzeugen. Damit kann sie mit dem Rollenbild der Frau in Konflikt geraten: Ruhe, Gleichmässigkeit, Duldsamkeit, etc., siehe auch die obige Charakterisierung. Schwankungen sind bei der Frau auch hormonell bedingt. - Auch weitere geschlechtsbedingte Merkmale sind stark durch ihr hohes Feingefühl beeinflusst:
a. die Frau möchte stets würdevoll und mit Respekt behandelt werden; sie möchte attraktiv erscheinen.
b. Die Art und Weise, wie sie in Erscheinung tritt - Gesicht, Haar, Kleidung; Mienen, Gesten, Bewegungen, Sprache, etc.
9. Der Mann zeichnet sich im Weiteren aus durch Zielstrebigkeit, Durchsetzungsvermögen, Fleiss, Verlässlichkeit, Sinn für das Reale, z.B. genaue Beobachtung, genaue Erfassung, gutes Vorstellungsvermögen, und durch praktisches Denken.
10. Wo liegen die Schwächen des Mannes resp. der Frau? - Dies ist aus den obigen Zitaten von Carl Huter oft ausdrücklich ersichtlich. Grundsätzlich gilt: In jenen Eigenschaften, die beim anderen Geschlechtstyp stark sind.
11. Weitere Ausführungen Carl Huters über die obigen Themen in der Rubrik 4B. Frau, einzelne Lebensbereiche und in der Rubrik 4D. Familie sowie in seinen Broschüren und Artikeln, namentlich in:
- Carl Huter: Die neue Ethik, 1907. Broschüre.
- Carl Huter: Liebe, Ehe, Familie und Gesellschaft der Zukunft", 1908.
- Die neue Ethik der Liebe, Familie und Gesellschaft, 1908.
Dieser Text ist zusätzlich erschienen in Carl Huter - Carl Huter: Goldene Lebensregeln, 1908. Dieser Artikel ist erscheinen als Bestandteil der Broschüre Carl Huter: Die neue Weltanschauung. Der neue Glaube und die goldenen Lebensregeln des Kallisophen, 1908.
- Carl Huter: Meine Weltanschauung und die 16 Weltursachen, ca. 1910. Dieser Artikel ist in der Zeitschrift "Hochwart" erschienen, vermutlich im Jahr 1909, 1910 oder 1911.
- Carl Huter: Grundlegende Entdeckungen für die wissenschaftliche Psycho-Physiognomik und ethische Schönheitsreligion, 1910. Broschüre.
- Carl Huter: Über das Wesen des weiblichen Gemüts; 1903. Dieser Artikel ist erschienen in den Hochwart-Mitteilungen, Februar 1903.
12. Es ist zu wünschen, dass es bald Beratungspersonen gibt, welche die Huterschen Erkenntnisse und Empfehlungen in ihre Beratungstätigkeit einfliessen lassen. Es ist zu wünschen, dass dieses Wissen an Fachschulen gelehrt wird!
13. In Beethovens Chorfantasie, Op. 80, findet sich die Kombination der Begriffe "Liebe" und "Kraft". Die letzte Strophe des Liedtextes von Christoph Kuffner lautet:
Nehmt denn hin, ihr schönen Seelen,
froh die Gaben schöner Kunst.
Wenn sich Lieb und Kraft vermählen,
lohnt dem Menschen Göttergunst.
5.2 Kommentar II
Was ergibt sich aus den Huterschen Erkenntnissen in Bezug auf den Mann? Beim Mann ist die Berufs- und Erwerbsfrage zentral. Der Bereich "Partnerschaft, Ehe, Familie, Sexualität". Aber die sexuelle Frage dominiert die anderen Fragen. Hier ist in erster Linie eine passende Lösung erforderlich.
Bei der Frau gibt es nicht einzig eine sexuelle Frage sondern eine Lebensfrage über das Liebesleben, Huter verwendet dafür das Wort "Lebens-Liebes-Frage". Das wird der weiblichen Person teils bereits im frühen Kindesalter bewusst, spätestens als junge Frau.
Das unterschiedliche Selbstverständnis von Frau und Mann beruht
- auf der unterschiedlichen Anatomie, Physiologie u.a. aufgrund der unterschiedlichen Geschlechtsorgane und
- auf weiteren Besonderheiten, die direkt oder indirekt damit in Verbindung stehen, z.B. dem höheren Feingefühl der Frau und der höheren körperlichen Kraft des Mannes, beruhend auf festeren Muskeln und Knochen
Die Hutersche Psycho-Physiognomik erklärt diese Besonderheiten u.a. auf folgende Weise:
- Die Gewebe der Frau sind stark odisch und heliodisch. Das Od ist die Vermittlerin des Gefühls. Die Helioda führt zu einem guten Empfindungsvermögen. In Kombination führt dies zu Feingefühl.
- Die Knochen, Muskeln und sonstigen Gewebe des Mannes haben sogenannten magnetischen und mediomischen Charakter. Im Kombination führt das zu Robustheit, eine gewisse Derbheit, Kraftbewusstsein, etc.
- Beim Mann liegt die Geschlechtsorgane fast gänzlich ausserhalb des Rumpfes und nehmen vergleichsweise wenig Raum ein. Bei der Erzeugung eines neuen Menschen beschränkt sich ihr Funktionsbereich auf den Geschlechtsakt.
- Bei der Frau sind die Geschlechtsorgane im Innern des Körpers sowie direkt am Körper. Sie sind deutlich vielfältiger als jene des Mannes. Sie sind nicht nur beim Geschlechtsakt aktiv sondern auch während der Schwangerschaft und in der Stillzeit. Die Frau fühlt sich mit ihrem Körper und ihrer Seele das ganze Leben lang mit dem Kind verbunden, vorallen in den ersten Lebensjahre -jahrzehnten. Erlebt das Kind schwierige Zeiten, fühlt die Mutter viel stärker mit und fühlt sich seelisch und körperlich viel stärker davon betroffen.
5.3 Schlussbemerkungen I
- Die Eigenschaften des einzelnen Menschen sind das Ergebnis von zahlreichen Faktoren, die man in Kategorien gliedert:
a. Eigenschaften, die sich aufgrund der Anlage ergeben, die individuell verschieden ist: Naturell, Temperament, Geschlecht, genetische Veranlagung, etc.
b. Eigenschaften, die sich aufgrund von Umwelteinflüssen ergeben, die - ebenfalls - individuell verschieden sind: Elternhaus, Erziehung, Bildung, religiöse und weltanschauliche Ansichten, etc. - Für weitere Einzelheiten: Siehe die entsprechende umfangreiche Fachliteratur.
- Die geschlechtsbedingten Eigenschaften werden durch Anlage und Umwelt beeinflusst, d.h. abgeschwächt oder bestätigt. -
Beispiel für eine anlagebedingte Beeinflussung des Geschlechts: Eine Frau im Bewegungs-Naturell hat eine deutlich andere Grundveranlagung als eine Frau im Ernährungs-Empfindungs-Naturell. Bei ersterer führt das Naturell in manchen Eigenschaften zu einer maskulinen Tendenz, bei letzter zu einer eher mütterlichen Tendenz. Aber auch äussere Faktoren, z.B. Erziehung, Sitte, etc. haben Einfluss darauf, wie männlich resp. weiblich sich eine Person verhält.
5.4 Schlussbemerkungen II
- Viele Menschen befassen sich heute mit den Besonderheiten von Mann und Frau. Aber es gibt ganz unterschiedliche Ansichten darüber. Die Hutersche Psycho-Physiognomik wird es einmal leichter machen, ein Fachwissen zu entwickeln, das von einer Vielzahl von Menschen als richtig und wahr annehmen werden.
- Die vorzüglichen Eigenschaften der Frau lassen sich im täglichen Leben oft beobachten, z.B.
a. in der Rolle als Mutter
b. in beruflichen Tätigkeiten mit direktem Kontakt zu Menschen wie Lehrerin, Erzieherin, medizinische und pflegerische Berufe, assistierende Tätigkeiten, Tätigkeiten als Mitglied einer Gruppe, etc. - Eine umfassende Behandlung der Eigenschaften des Mannes, der Frau und eine umfassende Behandlung des Verhältnisses von Mann und Frau zueinander - Partnerschaft, Ehe, Wettstreit miteinander, etc. - aus psycho-physiognomischer Sicht kann an dieser Stelle nicht gegeben werden. Es werden sich später einmal viele männliche und weibliche Fachpersonen, jüngere und ältere, damit befassen und entsprechende Lehrbücher erstellen.
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