Carl-Huter-Stiftung
 

4A1. Weitere Zitate über Geschlecht und Charakter*)

*) Der Inhalt dieser Sub-Rubrik ist dient dazu, Personen, die sich näher mit Huter, näher mit den den Huterschen Schriften oder näher mit dem Thema befassen, weitere Erläuterungen zu geben.

 


1. Das Geschlecht und seine Auswirkungen - Blick auf die beiden Texte aus dem Jahre 1910
Carl Huter: Führer durch das Carl-Huter-Museum, 1910. Erschienen Ende 1910.

Wiederholung des Zitats in der Rubrik  4A. Frau und Mann: Charakterisierung , Abschnitt 1:

Zitat Anfang, Version 1910-2:

  • Das Geschlecht steht mit dem Körper und der Seele im innigsten Zusammenhange
  • und bestehen daher zwischen Mann und Weib zahlreiche grundverschiedene körperliche und seelische Eigenschaften, die die Fähigkeiten und den Charakter stark beeinflussen.

Zitat Ende, Version 1910-2.

Die erste Version dieser Charakterisierung, die ebenfalls im Jahre 1910 erschienen ist, lautet:
Carl Huter: Geschlecht und Charakter in "Illustrierte Blätter für praktische Menschenkenntnis", 1. Jahrgang, 1909 / 1910, II. Vierteljahresausgabe. Erschienen Anfang 1910.

Zitat Anfang, Version 1910-1:

  • Beide, Mann und Frau, zeigen in mancher Hinsicht grundverschiedene Körperformen, was der Naturanlage der Geschlechter entspricht.
  • Ist diese Differenzierung der Menschen nach dem Geschlecht schon in der Form so stark zum Ausdruck gebracht, so muss notwendigerweise auch die gesamte innere Organisation, sowie das Seelische des weiblichen vom männlichen Geschlecht grundverschieden sein. (1)

Zitat Ende, Version 1910-1.

(1) Im originalen Text steht, anstelle von "grundverschieden sein": ein grundverschiedenes sein". Das ist sprachlich unrichtig? 

2. Kommentar I

2.1 Was fällt an den obigen Charakterisierungen auf?

  • Grundverschieden
    Das Wort "grundverschieden" erscheint in beiden Charakterisierungen. Huter ist als klar der Ansicht, dass in genannten Punkten Mann und Frau grundverschieden sind. 
  • Grundverschieden in Körper, Seele und innerer Organisation
    In beiden Zitaten lässt Huter den geistigen Bereich ausser Betracht. Der enge Zusammenhang mit dem Geschlecht sieht Huter in den Bereich Körper, Seele und innere Organisation. - Geist: Siehe Ziffer 2, unten! - Den Unterschied in der inneren Organisation spricht Huter nur im zweiten Zitat an. Huter begründet das mit den unterschiedlichen Formen bei Mann und Frau.
  • Die Fähigkeiten und der Charakter
    Sie werden nur im Zitat 1910-2 direkt angesprochen. Sie sind "grundverschiedenen" und Huter führt das darauf zurück, dass sie von den körperlichen und seelischen Eigenschaften "stark beeinflusst" sind., die "grundverschieden" sind. Diese Eigenschaften sind deshalb so grundverschieden, da Körper und Seele mit dem Geschlecht in einem innigen Zusammenhang steht. - Unter "Geschlecht" muss man hier offensichtlich die Geschlechtsorgane verstehen.
  • Körper
    In der Version 1910-1 schreibt Huter "grundverschiedene Körperformen" mit der Einschränkung "in mancherlei Hinsicht". Das ist zweifellos zutreffend, aber eine solche Feststellung ruft nach einer Präzisierung, man möchte es genauer wissen. Carl Huter hat das offensichtlich bemerkt, und dies führte dann zur Version 1910-2. Diese neue Fassung ist derart, dass sie frei ist von offensichtlichen Schwächen. 
    Sie ist kurz, klar, verständlich, nachvollziehbar. Sie enthält nichts, was unmittelbar nach einer Klärung oder Präzisierung rufen könnte.

2.2 Geistiger Bereich 

  • Der geistige Bereich wird in den obigen zwei Zitaten nicht erwähnt, in anderen Texten über die Besonderheiten von Mann und Frau aber schon, siehe Rubrik  4A. Frau und Mann: Charakterisierung , Abschnitt 2 und 3. Huter sieht den Unterschied vorallem in der Leistungsfähigkeit. Da der geistigen Bereich sowohl in der alten als auch in der neuen Version nicht angesprochen wird, ist das offensichtlich ganz bewusst erfolgt und kann nicht als ein Mangel, z.B. ein Versehen taxiert werden.
  • Betracht man Mann und Frau etwas genauer, so erkennt man, dass im geistigen Bereich zwischen Mann und Frau geschlechts-typische Unterschiede bestehen, zusätzlich zu jenen, die Huter in Abschnitt 2 und 3, oben, benennt - geistige Leistungsfähigkeit.
    a. Weibliche Personen sind im Durchschnitt im Bereich der Sprache begabter als männliche Personen. Siehe auch Abschnitt 7.1, unten.
    b. Männliche Personen sind im Durchschnitt im Bereich von Technik, Naturwissenschaft, Mathematik, Konstruktion begabter als weibliche Personen.
    Die Einschränkung "im Durchschnitt" bedeutet: Im Einzelfall gibt es männliche Personen, deren Sprachbegabung weit besser ist als jene von vielen weiblichen Personen. Ebenso ist es mit der technischen Begabung: Es gibt weibliche Personen mit einer sehr guten technischen Begabung.


3. Kommentar II

  • Wenn man in der Huterschen Psycho-Physiognomik über die Unterschiede zwischen Mann und Frau spricht, so sollte man dies anhand von entsprechenden Bildern verdeutlichen, denn die Unterschiede haben ihre Ursache in körperlichen Unterschieden. Siehe Rubrik  4A. Frau und Mann: Charakterisierung , Abschnitt 7.1.
  • Betrachtet man Mann und Frau mit dem Instrument der Huterschen Psycho-Physiognomik wird man die Einschätzung "grundverschieden" bestätigen können. Durch die Einnahme dieses Standpunktes wird es leichter, im Einzelfall eine Abschwächung, etc. zu erkennen. Durch statische Erhebungen und andere Instrumente wird man vielleicht nicht zu ähnlich eindeutigen und klaren Ergebnissen kommen. Es ist auffallend, dass man in Fachgebieten Medizin, Psychologie und Psychiatrie selten eine ähnlich klare Benennung der Unterschiede zwischen Mann und Frau findet. Siehe Rubrik  4A. Frau und Mann: Charakterisierung , Abschnitt 7.4.
  • In Carl Huter: Illustriertes Handbuch der Menschenkenntnis", das gleichzeitig entstanden ist wie die obigen Texte, im Jahre 1910, Erscheinungsjahr 1911, befasst sich Huter im X. Teil ebenfalls mit der Charakterisierung von Mann und Frau. Der Text  im Handbuch enthält weder das obige Zitat 1910-2 noch das obige Zitat 1910-1 noch etwas Analoges. Dies ist evtl. damit zu erklären, dass das Buch unter schwierigen Rahmenbedingungen entstanden ist. Nähere Einzelheiten auf Anfrage. Der Text im Handbuch weist im Vergleich zum Text im "Museumsführer" drei weitere Abweichungen, die aber als unbedeutend zu taxieren sind. Siehe Rubrik  4A. Frau und Mann: Charakterisierung, die Anmerkung in Abschnitt 2 und die Anmerkung in Abschnitt 3. 
  • Das Hauptwerk enthält keine Charakterisierung von Mann und Frau, keinerlei Beschreibung des Geschlechts-Typischen und auch keine entsprechenden Illustrationen! Carl Huter hat diesen Mangel bestimmt bemerkt. Jetzt, im Jahre 1910 hat er diesen Mangel gründlich behoben durch die Texte in: 
    a. Illustrierte Blätter für praktische Menschenkenntnis, 1909 / 1910, II. Vierteljahresausgabe. Der Artikel besteht lediglich aus dem oben wiedergegeben Text. Dann folgt die Mitteilung: "Wir werden in der nächsten Nummer dieses Blattes diese Materie eingehend behandeln."
    b. Illustrierte Blätter für praktische Menschenkenntnis, 1909 / 1910, III. Vierteljahresausgabe. Diese Ausgabe ist leider nicht greifbar. Es muss offen bleiben, ob sich diese Lücke jemals schliessen lässt.
    c. Carl Huter: Führer durch das Carl Huter-Museum, 1910.
    d. Carl Huter: Illustriertes Handbuch für praktische Menschenkenntnis, 1911.
    e. Hat Huter das Thema im Jahre 1910 und 1911 in weiteren Artikeln behandelt? Wenn ja, dann in jenen wenigen Ausgaben seiner Zeitschrift, die nicht mehr greifbar sind. 
  • Man beachte auch Huters Texte in "Die neue Ethik" und in "Liebe, Ehe, Familie". Sie enthalten Aussagen über Mann und Frau.
  • Carl Huter hat in keinem Bereich der praktischen Psychologie so viele Erkenntnisse und Empfehlungen gewonnen und veröffentlicht wie im Bereich Geschlecht, Ehe, Familie.  
  • Wie bei anderen Entdeckungen und Erkenntnissen braucht es unzählige Forscher, welche diese kritisch prüfen, sodann auch die Veröffentlichungen überprüfen und sie evtl. neu gliedern, ergänzen und den Umfang reduzieren, z.B. durch Weglassung von Aussagen, die ähnlich oder gar eine Wiederholung sind. 


4. Kommentar III

Da Mann und Frau teils grundverschieden sind, kann sich die Frage stellen: Können sie überhaupt ein Leben lang in gegenseitiger Liebe und gegenseitiger Harmonie zusammenleben und gut miteinander auskommen?

  • Zunächst: Diese Rubrik gibt lediglich Erkenntnisse von Carl Huter wieder, in Form von Zitaten.
  • Ja, das ist möglich. Näheres in den Lehrbüchern, in entsprechenden Vorträgen von Fachpersonen und in der Sprechstunde bei Fachpersonen.
  • Es ist unschwer erkennbar: Es besteht ein Konfliktpotential und die Praxis zeigt, dass das Zusammenleben nicht immer so verläuft wie man es sich zu Beginn vorgestellt hat.
  • Es gibt wohl kein anderes Diagnose-Instrument, das ähnliches zu leisten vermag wie die Hutersche Psycho-Physiognomik. - Es ist hier nicht der Ort, um die Möglichkeiten und Grenzen dieses Instrumentes hier darzulegen, z.B. in Fragen der Partnerwahl. 
  • Schlussbemerkungen, mit Bezug auf die Partnerschaft von Mann und Frau:
    a. Bildung, Beruf, etc. darf man nicht ausser Acht lassen.
    b. Daher, aber auch aus anderen Gründen, ist es unbedingt erforderlich, dass eine weibliche Person jeden Beruf ergreifen kann und jeder weiblichen Person alle Bildungsmöglichkeiten offen stehen.  
    c. Man wird den grossen Nutzen der Huterschen Psycho-Physiognomik früher oder später erkennen. Dann stehen der Anerkennung und Verbreitung dieses Instrumentes kaum noch etwas im Weg!



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