Carl-Huter-Stiftung
 

4. Der Mensch - Erkenntnisse und Orientierungspunkte


4.1 Einleitung

Jeder Mensch ist ein Individuum, also individuell unterschiedlich. Die Menschen sind unterschiedlich
a. nach Körperbau / Naturell, Temperament, Geschlecht 
b. nach Kultur, Sprache, Herkunft, etc.

Huters Erkenntnisse über die Eigenschaften des Menschen und über die optimale Gestaltung der Lebensverhältnisse beruhen auf 

  • seinem besonders feinen Wahrnehmungs- und Denkvermögen; 

in Kombination mit

  • seinem feinen, reinen, natürlichen Empfinden;
  • seinem starken Sinn für Gerechtigkeit und Wahrheit;
  • seinem starken Interesse am Menschen und an den menschlichen Verhältnissen;
  • den durchlebten persönlichen Verhältnissen. - Carl Huter stiess in seinem Leben immer wieder auf Lebensschwierigkeiten. Vielfach wurden sie durch Menschen aus einer nächsten Umgebung verursacht. Das hat ihn stark beschäftigt und zu tiefem Nachdenken angeregt. So wurde er zu einem noch besseren Menschenkenner und besonders auch der Eigenschaften von Frau und Mann. 

Nähere Einzelheiten über sein Leben findet man in seinen biografischen Texten und in unveröffentlichten Notizen, die erhalten geblieben sind.

Die Einschätzungen von Huter zeichnen sich durch Kürze und Klarheit aus. Die Hutersche Psycho-Physiognomik hilft, die Eigenschaften deutlicher und genauer zu erkennen.

Huters Empfehlungen: der Zeit weit voraus!

Huters Empfehlungen stammen aus der Zeit von 1903 bis 1910. Das ist die Zeit vor dem I. Weltkrieg, noch ganz in der alten Zeit. Erst nachher setzten erste grössere gesellschaftliche Veränderungen ein, z.B. in Bezug auf die Rechte der Frauen. Erst nach dem II. Weltkrieg kamen weitere gesellschaftliche Veränderungen hinzu, z.B. in Bezug auf die Partnerschaft zwischen Mann und Frau.

Man kann heute sagen: In vielen Ländern der Welt haben sich die Verhältnisse derart entwickelt, dass sie 
a. entweder den Empfehlungen von Huter grösstenteils entsprechen;
b. oder sich den Empfehlungen von Huter deutlich angenähert haben.

Man findet vermutlich kaum eine Empfehlung, die kaum je Beachtung finden wird.

Zu Huters Zeit gab es wohl einige andere Denker, Philosophen und Organisationen, die ähnliche Standpunkte vertraten. In Bezug auf das Thema "Frau" gab es damals vorallem Bestrebungen zur Gleichberechtigung der Frau in den staatlichen Verhältnissen. Sie fanden aber bei den massgebenden Kreisen kein Gehör. 

In Bezug auf das Thema "Bildung", "Beruf" gab es ebenfalls Bestrebungen, die auf eine Gleichberechtigung abzielten. 

Einzigartig ist aber der Bereich eheliche Partnerschaft.

Man findet die Behandlung dieser Themen aber nur bei Huter in diesem ganzen Umfang und in dieser Kürze, Deutlichkeit und Bestimmheit. 


4.2 Quellen 

Huter hat
a. seine Erkenntnisse über den Menschen und
b. seine Empfehlungen für uns Menschen
in zahlreichen Texten veröffentlicht. 

  • In einzelnen Werken steht das obgenannte ganz im Vordergrund:
    1. Carl Huter: Die neue Ethik, 1907;
    2. Carl Huter: Liebe, Ehe, Familie und Gesellschaft der Zukunft, 1908;
    3. Der Gebildete auf der Höhe, 1908; Nachdruck der "Hochwart", Heft 1903 / III bis VI;
    4. Irma Fleischhacker: Liebes-Ehe und Sitten-Reformen, 1910.
  • In anderen Werken erscheint das obgenannte an einzelnen Stellen:
    1. "Hochwart", Zeitschrift, erschienen von 1899 bis 1911;
    2. Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis, 1904 / 06;
    3. Die neue Weltanschauung und die goldenen Lebensregeln, 1908;
    4. Wie erwirbt man die Freundschaft und die Mitglied im Huterschen Weltbund? 1908;
    5. Grundlegende Entdeckungen für die wissenschaftliche Psycho-Physiognomik, 1910;
    6. Freunde der Huterschen Wissenschaft (Hrsg): Aus eigener Kraft, 1911;
    7. Carl Huter: Illustriertes Handbuch der Menschenkenntnis, 1911.

Man erkennt: Das Thema "Erkenntnisse und Orientierungspunkte für den Menschen" hat Huter stark beschäftigt, über viele Jahre hinweg!

Auch in seinen Monatskursen und Vorträgen hat Huter gelegentlich Erkenntnisse und Empfehlungen gegeben. Amandus Kupfer und Max Schacke haben darüber Notizen hinterlassen.

Huter hat in den Jahren 1908 bis 1910 mehrere Texte veröffentlicht, die man dem Bereich "Religion und Kirche" zuordnen kann. Aus einzelnen Aussagen lassen sich Erkenntnisse und Empfehlungen für uns Menschen ableiten. - Diese Texte sind entweder in der "Hochwart" oder in "Aus eigener Kraft" erschienen.  Man findet sie in keinem Verlagsprogramm und in keiner öffentlichen Bibliothek. 

Es liegt an der Nachwelt

  • die Huterschen Erkenntnisse und Empfehlungen systematisch zu ordnen - so werden sie besser überblickbar und leichter greifbar;
  • diese Erkenntnisse und Empfehlungen zu erweitern. - Der praktische Psycho-Physiognom hat für seine Arbeit einen grossen Bedarf an Empfehlungen, Leitlinien, Anregungen, etc. - Sodann auch viele Erzieher, Eltern, Führungspersonen ebenso wie alle, die sich eine bessere Menschenkenntnis erwerben wollen.


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Diese Seite wurde im Juni 2019 ausgearbeitet. Sie wird regelmässig geprüft und geändert, letztmals vom 10. bis 13. Januar 2026 sowie vom 27. bis 30. März 2026.


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