Carl-Huter-Stiftung

Welt- und Menschenkenntnis nach Carl Huter

3E. Form, Proportion und Qualität sowie Zitate

1. Überblick

Die Hutersche Psycho-Physiognomik beruht auf der Beobachtung und Beschreibung der Aussenseite des Menschen in Bezug auf

  • die Form einer Körperpartie
  • die Proportion - das Verhältnis der einzelnen Körperpartie zu ausgewählten anderen Körperpartien, die miteinander in einer Korrespondenz stehen oder zu einem ganzen Körperteil
  • die Qualität der Aussenseite - die Spannung, die Fülle, die und weitere Eigenschaften der Körperoberfläche. Carl Huter unterscheidet 8 Stoffe und Kräfte sowie 2 Lebenskräfte. Das Fachgebiet, das sich mit den näheren Einzelheiten befasst, wurde von Carl Huter begründet und mit Kraftrichtungsordnung bezeichnet.

Es ist das grosse Verdienst von Carl Huter erkannt zu haben, worauf bei der Beobachtung und Beschreibung geachtet werden muss.


2. Nähere Fachinformationen

Einen ersten Eindruck, was unter der Qualität des Äusseren zu verstehen ist, erhält man

Wer nähere Informationen wünscht oder eine Schulung seines psycho-physiognomischen Sehens wünscht, dem stehen folgende Möglichkeiten offen:

  • Unterricht bei einer qualifizierten Fachperson
  • Studium der originalen Huterschen Werke
  • Verbindungsaufnahme mit der Carl-Huter-Stiftung.

3. Zitate von Carl Huter

3.1 Illustriertes Handbuch der Menschenkenntnis, 1911

  • "Im Empfinden wurzelt die Schöpferkraft aller Dinge, aus ihr ist auch das Leben hervorgegangen. Empfinden ist Leben. Was uns als Eiweiss, als organische beseelte Materie erscheint, ist nur eine höhere konzentrierte Tätigkeit vieler empfindender Ätherteile im Dienste einer Individualität, einer Einheit, eines bestimmt abgegrenzten organisierten Stoffteiles."
  • "Aus diesem Grunde organisiert und formt die Empfindungsenergie den Stoff (1), und in ihr wurzelt meinen vergleichenden Forschungen nach jede chemische Energie und jede höhere geistige Energie wie Gedächtnis, Bewusstsein, Wille usw."
  • "Daher lehre ich: Die Form eines Lebewesens ist der Lebens-, Willens- und Geistesausdruck des inneren Empfindungscharakters in Verbindung mit der Willfährigkeit zur Form (2) und in Verbindung mit der Anpassung dieser Form auch an äussere umgebende, geistige, chemische und physikalische Einflüsse (3). Je stärker die Empfindungskraft, desto stärker die Formkraft und die Lebenskraft."
    (1), (2), (3): siehe Ziffer 4.3

3.2 Grundlegende Thesen der Huterlehre, enthalten in "Aus eigener Kraft", herausgegeben von Freunden der Huterschen Wissenschaft, 1911

  • Ziffer 26: "Er lehrt ferner die natürliche Offenbarung des Lebens in den Formen und die natürliche geistige Offenbarung in der Physiognomie der Lebewesen."
  • Ziffer 27: "Im Körper, am Haupt, im Gesicht und in den Sinnesorganen, insbesondere in den Augen, kommt das geistige Leben des Menschen sichtbar und charakteristisch abschätzbar zum Ausdruck."
  • Ziffer 28: "Diese Lehre, die das untersucht und beweist, ist die Carl Hutersche PsychoPhysiognomik. Sie ist Welt-, Natur-, Lebens-, Formen-, Körper-, Gesichtsausdruckskunde und Geisteswissenschaft."
  • Ziffer 29: "Sie lehrt daher praktische Welt- und Menschenkenntnis und ideale Persönlichkeitskultur auf natürlicher Grundlage, nach den besten Vorbildern."

Anmerkungen zum obigen Zitat von Carl Huter

(1) Die Empfindungsenergie ist tatsächlich in der Lage, die Materie zu beherrschen und zu formen. Weitere Ausführungen findet man in den originalen Huter Werken und in der Rubrik  B. Zitate über Empfindungsvermögen und Helioda.  Es gilt die Aussage des Zitats: Je stärker die Empfindungskraft desto mehr vermag sie die Oberfläche zu beeinflussen und damit das innere Wesen an der Oberfläche zum Ausdruck zu bringen.

Wo stösst die Beobachtung und Beschreibung des Äusseren an Grenzen? 

(2) Die äussere Erscheinung, z.B. die Haut, das Haar, die Knochen, etc. vermag das Wesen des Menschen nur bedingt zu reflektieren.

(3) Nur die natürlich gewachsene Form bringt das innere Wesen zum Ausdruck. Der Fachmann kann durch eine entsprechende Schulung und Erfahrung, aber auch durch entsprechende Rückfragen an die betreffende Person bereits viel dazu beitragen, dass Fehlerquellen erkannt und ausgeschaltet werden. Dies gilt sicher dann, wenn Anzeichen für künstliche Veränderungen vorhanden sind oder aufgrund der Person (Beruf, Alter, etc.) zu vermuten sind.

Fallbeispiel 1: Der psycho-physiognomische Fachperson hat keine Kenntnis, dass die Person, die sie vor sich hat, Teile seines Gesichts verändert liess. Aber er bemerkt, dass eine Gesichtspartie schlecht zum Gesicht dieser weiblichen, ca. 50-jährigen Person passt. Deshalb fragt er, ob eine kosmetische oder chirurgische Veränderung vorliegt. 
Fallbeispiel 2: Die psycho-physiognomische Fachperson bemerkt nicht, dass die Person, die sie vor sich hat, ihr Gesicht geringfügig chirurgisch verändern liess. Sie unterlässt es, die Person auf eine solche Veränderung anzusprechen. Die Beschreibung fällt, in der Regel, in geringfügigem Umfang unrichtig aus. - Der chirurgische Eingriff vermag das Wesen der Person ein wenig zu verändern, da die Mitwelt anders auf diese Person reagiert und da die betreffende Person sich von ihrem neuen Aussehen ebenfalls beeinflussen lässt. Nähere Studien liegen dazu noch nicht vor.

Auch aus den Formen der Tiere und Pflanzen kann mit dem Instrument der Huterschen Psycho-Physiognomik auf das innere Wesen dieser Lebewesen geschlossen werden. Bei natürlich gewachsenen Kristallen ebenfalls.


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Diese Seite wurde am 13. Juli 2019 erstellt und veröffentlicht. Sie wird regelmässig überprüft, letztmals am 17. Juli 2019 und am 4. Oktober 2020.

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