3C. Hutersche Typen
1. Typisierung und Klassierung
Jeder Mensch ist einzigartig, jeder Mensch ist individuell unterschiedlich.
Wer sich näher mit Menschen befasst und dabei besonders aufmerksam und genau ist, wird vielleicht im Laufe der Zeit beobachten, dass sich die Menschen gruppieren lassen:
- Man kann in Bezug auf das Aussehen verschiedene Gruppen bilden. Mancher Mensch lässt sich aufgrund seines Aussehens eindeutig einer Gruppe zuordnen.
- Dasselbe gilt in Bezug auf bestimmte Charaktereigenschaften.
Diese Bildung von Gruppen kann man als Typisierung des Menschen bezeichnen.
Worin liegt der Sinn dieser Typisierung des Menschen?
- Möchte man das Aussehen oder das Verhalten eines Menschen beschreiben, so kann man schauen, ob er sich einer Gruppe zuordnen lässt. Wenn ja, dann kann man den Menschen zunächst einfach durch seine Gruppenzugehörigkeit beschreiben. Sein Aussehen resp. sein Verhalten entspricht, in erster, grober Annäherung, demjenigen dieses Gruppen-Typs.
- Es ist selbstverständlich, dass die Anzahl dieser Typen ist überschaubar blieben muss. Dies kann
- Wenn man einen Menschen in Bezug auf sein Aussehen oder sein Verhalten beschreiben will, so genügt es, ihn zu klassieren: Es wird untersucht, ob die "typischen" Merkmale, die Menschen dieser Gruppe besitzen, in einem wesentlichen Umfang vorhanden sind oder nicht.
- In der Huterschen Psycho-Physiognomik erfolgt die Einschätzung des Aussehens visuell, mittels Beobachtung. Dasselbe gilt für die Einschätzung des Verhaltens.
Bei jenen Menschen, die sich klassieren lassen, wird die Beschreibung bedeutend kürzer und sicherer.
2. Übersicht über die Typisierungs-Systeme
Die Hutersche Psycho-Physiognomik kennt u.a. folgende Typen-Systeme:
- das Geschlecht / der Geschlechts-Typ
von Carl Huter fachmännisch beschrieben, vgl. mit der Rubrik 4A. Frau und Mann: Charakterisierung . - der Körperbau / der Körperbau-Typ,
alternative Bezeichnung:
das Naturell / der Naturell-Typ
von Carl Huter entdeckt, in seinen Kindheitsjahren. - das Temperament / der Temperaments-Typ
von Carl Huter umfassender erkannt als bisher sowie fachmännischer beschrieben als bisher. - die Raumrichtung / der Raumrichtungs-Typ*)
von Carl Huter entdeckt und fachmännisch beschreiben. Huter unterscheidet den Innerlichkeits-Typ und den Äusserlichkeits-Typ. - Carl Huter hat dafür keinen Oberbegriff geschaffen.
*) Bezeichnung der Carl-Huter-Stiftung; siehe Abschnitt 5, unten. - der Impuls / der Impuls-Typ
a. Huter unterscheidet den impulsiven Typ und den indifferenten Typ.
b. Und Huter unterscheidet zwischen dem körperlichen Impuls und dem geistigen Impuls.
Für eine erste Vertiefung dieser Aspekte siehe Abschnitt 7, unten.
- die Rasse / der Rasse-Typ
3. Allgemeine Anmerkung
- Die Hutersche Psycho-Physiognomik ist weit mehr als lediglich ein phrenologisches System! Sie kennt zahlreiche Typensysteme. Es gibt wohl kein anderes psychologisches System, welches den Menschen in einer derart differenzierten Weise behandelt!
- Huter vermag das Auftreten der obigen Typen näher zu erklären resp. zu begründen.
a. Er führt sie anatomische, auf physiologische und psycho-physiologische Ursachen zurück, ausser den Rasse-Typ.
b. Den Rassetyp führt er primär auf Umwelteinflüsse und auf die Lebensweise zurück, denen ein ganzes Volk über Hunderte von Jahren ausgesetzt gewesen ist. - Sekundär ergeben sich daraus anatomische, physiologische und auch psycho-physiologische Unterschiede.
- Nähere Einzelheiten zu den obigen Typen findet man in den Schriften von Carl Huter, in den Lehrbüchern über die Hutersche Psycho-Physiognomik, in der nachstehenden Rubrik 3D. Naturell und in den Sub-Rubriken. Siehe auch 11D. Bibliothek & Downloads . - Dort findet man die bildliche Darstellung der Typen, die textliche Beschreibung dieser Bilder, praktische Beispiele, etc.
4. Anmerkung zum Temperament
- Streng genommen kann man hier lediglich das vorherrschende Temperament, also den vorherrschenden Temperaments-Typ bestimmen. Das Temperament ist teilweise veränderlich, d.h. je nach Situation, je nach Tageszeit, etc. hat das Temperament eine anderer Tönung oder gar eine andere Richtung.
5. Anmerkung zur Rasse
- Die Rasse-Merkmale sind durch äussere Einflüsse entstanden, denen ein ganzes Volk über hunderte und oft über tausende von Jahren ausgesetzt gewesen ist.
- Diese äusseren Einflüsse sind
a. das Klima, die Bodenbeschaffenheit und die Vegetation - das eine hängt oft mit dem anderen zusammen
b. die Lebensweise und die Kultur, z.B. Sitten, Gebräuche,, Lebenshaltungen, Lebensanschauungen, Religion, religiöse Praktiken, etc. - auch hier hängt das eine oft mit dem anderen zusammen.
Man beachte
- Geschlecht, Naturell, Temperament, Impuls, sowie die konkreten Anlage und Talente sind die wichtigsten Eigenschaften eines Menschen. Diese sind sind stets nur individuell, also im konkreten Einzelfall ermittelbar. Die Feststellung der Rasse ist ungeeignet, um darüber näheren Aufschluss zu erhalten. - S
a. In der Huterschen Psycho-Physiognomik hat die Klassierung des Menschen nach der Rasse keine grosse Bedeutung.
b. Bei der Einschätzung eines Menschen fliesst die Rassenzugehörigkeit in der Regel ein. Es muss beachtet werden, dass Mund, Nase, je nach Rasse ein unterschiedliches Aussehen haben. - Da jedes Volk den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt und da jedes Volk eine charakteristische Lebensweise hat, ist jeder einzelne Mensch davon geprägt. - Mit anderen Worten: Kein Mensch kann sich von seinen Rasse-Merkmalen befreien. Und sie sind ihm vererbt worden, er kann sich nicht für eine Rasse entscheiden. - Es wäre ungerecht, einzelne Menschen oder einzelne Völker aufgrund der Rasse unterschiedlich zu behandeln. Sie alle haben gleiche Lebensrechte hier auf Erden, unabhängig von der Rasse.
Ergänzung
- Von den vielen Menschenarten, die auf der Erde gelebt haben, hat einzig die jetzige Menschen-Art überlebt. Alle heute auf der Erde lebenden Menschen sind untereinander verwandt. Dies ist das Ergebnis von genetischen Untersuchungen.
- Es mag sein, dass ein Mensch der Rasse A den Eindruck hat, die Menschen der Rasse B seien einander ganz ähnlich und man könne sie nur schwer voneinander unterscheiden. Dieser Irrtum beruht darauf, dass der Mensch der Rasse A die Menschen der Rasse zu wenig kennt, ihnen zu wenig oft begegnet, physiognomisch zu wenig geschult ist, etc.
- Jeder Mensch ist ein Unikat in Bezug auf Körperbau, Temperament, geschlechtliche Disposition und Impuls und ein Unikat in Bezug auf alle seine körperlichen, seelischen und geistigen Eigenschaften. - Eine Klassierrrung in Bezug auf die genannten Eigenschaften dient dazu, die Ermittlung des Charakters zu vereinfachen.
- Weitere Informationen zu diesem Thema sind ersichtlich in den Rubriken 3G. Praxis und 9B. Rassismus .
6. Anmerkung zum Raum-Orientierungs-Typ
6.1 Hauptwerk, V. Lehrbrief, zehnte Lektion, 1906
Im Hauptwerk, V. Lehrbrief, zehnte Lektion behandelt Huter u.a. das sympathische und das motorische Nervensystem. Ersteres bezeichnet Huter als Gefühlsnervensystem.
Dies ist der Anlass, weshalb Huter hier Huter sich mit der Korrespondenz zwischen der individuellen Ausprägung des Nervensystems und dem Charakter befasst. Er tut dies jedoch nur in wenigen Sätzen.
Zitat Anfang:
- Wenn wir nun wissen, dass das Mittelhirn das Zentralorgan für die Empfindungsvorgänge ist und das Kleinhirn das für Bewegungskraft, so können wir schliessen. dass Menschen und Tiere mit grossem Kleinhirn grosse Bewegungsimpulse und Kräfte haben. Menschen mit grossem Mittelhirn ein lebhaftes und reiches Empfindungsleben.
- Wie lässt sich das nun äusserlich erkennen? Dass der Umfang des Kleinhirns äusserlich erkannt werden kann, hat schon Gall nachgewiesen.
- Man sehe sich beispielsweise bei einem Menschen die Entfernung vom Ohrloch bis zur Schädelbasis des Hinterhirns an, da, wo der Übergang vom Kopf zum Nacken ist und vergleiche diese Entfernung mit der, welche vom Ohrloch zur Nasenwurzel oder zur Grenze des Oberkiefers führt und man wird leicht das Mass finden, welches uns die Stärke und die Weite des Kleinhirns andeutet.
Zitat Ende.
In der 3. Auflage, 1957, hat der Herausgeber, Siegfried Kupfer, an dieser Stelle einen Kommentar eingefügt. Er orientiert sich dabei am Text im "Handbuch", siehe unten. In den späteren Auflagen des Hauptwerks findet man diesen Kommentar ebenfalls, soweit sich diese Auflage an der 3. Auflage 1957 orientiert.
Zitat Anfang:
- Auf Grund dieser besonderen Forschungen über den physiognomischen Ausdruck des Kleinhirns und des Mittelhirns in Körper und Gesicht stellte Huter zwei besondere Menschentypen auf, den Innerlichkeits- und Gefühlsmenschen und den Äusserlichkeitsmenschen, der Tat- , Repräsentations- und Willensmensch ist.
- Diese beiden Typen sind an bestimmten physiognomischen Merkmalen zu erkennen. (1).
- (1) Siehe Carl Huter, "Illustriertes Handbuch", Seite 119 ff., und Amandus Kupfer "Grundlagen der praktischen Menschenkenntnis", Studienband 2."
Zitat Ende.
6.2 Illustriertes Handbuch der Menschenkenntnis / Kupfersche Schriften
- In Carl Huter: Illustriertes Handbuch der Menschenkenntnis, 1911, hat Huter diese beiden Menschen-Typen textlich in ähnlicher Weise erläutert wie im Hauptwerk.
Zitat Anfang:
Daraus folgt, dass Menschen mit vorherrschend stärkerem Vorderhirn lnnerlichkeits- und Gefühlsmenschen - Menschen mit stärkerem Hinterhaupt Äusserlichkeitsmenschen und daher Repräsentations-, Tat- und Willensmenschen sind.
Es sind diese zwei Hauptgruppen von Menschen leicht daran zu erkennen, indem man vom Ohrloch bis zum unteren Stirnrand sich die eine, vom Ohrloch bis zum unteren Hinterhauptrand die andere Linie denkt; ist die Linie vom Ohrloch bis zur Stirn länger als die andere, so haben wir einen Geistesmenschen, ist die andere Linie länger, einen Willensmenschen vor uns.
Zitat Ende.
- Huter spricht hier nicht von "Typen" sondern von "zwei Hauptgruppen von Menschen". Man findet bei Huter keinen Oberbegriff für diese Klassierung der Menschen.
- Amandus Kupfer hat die Huterschen Darlegungen im Handbuch bei der Herausgabe der 4. Auflage 1930 geringfügig bearbeitet und dabei leicht erweitert.
Anmerkung:
1. Alle nachfolgenden Auflagen des "Handbuches", die in seinem Verlag, im Verlag seines Sohnes oder im Verlag Weisses Licht herausgekommen sind, entsprechen textlich genau dieser 4. Auflage, - 2. Leider sind diese kleinen Erweiterungen nicht kenntlich gemacht, in keiner der bisherigen Auflagen. - Dies gilt auch für andere Anpassungen durch Amandus Kupfer. Es handelt sich stets um geringfügige Anpassungen, die wohl im Interesse in einer besseren Verständlichkeit gemacht worden sind. -
3. Auch die Kapitelüberschrift wurde in dieser 4. Auflage verändert.
a. 1. Auflage: Der phrenologische Kopf.
b. Ab 4. Auflage: XIII. Teil: Die Anatomie und Physiologie als Grundlage der neuen Phrenologie. - Zwei psycho-physiologische Typen: der lnnerlichkeits- und der Äusserlichkeitsmensch.
Obige Ziffer 1 gilt auch für diese Kapitelüberschrift. - Man beachte: Amandus Kupfer spricht hier erstmals von "Typen".
- Amandus Kupfer hat diese beiden Typen erstmals in seinem Werk "Grundlagen der Menschenkenntnis, Band II, 1. Auflage, 1921, näher behandelt. Das Thema wird mit einer Strichzeichnung eines weiblichen Kopfes illustriert. Die Frau liegt im fast reinen Empfindungs-Naturells Man findet diese Strichzeichnung in allen späteren Auflagen der "Grundlage", bis zur neuesten Auflage. Siehe 28. Auflage, 2002, Abb. 28.
- Lange Zeit wird dieses Thema in den "Grundlagen", Band II, in dieser knappen Form behandelt.
- Eine photographische Abbildung von entsprechenden Menschen findet man erst ab der 16. Auflage 1969: Je ein Äusserlichkeitstyp männlich resp. weiblich sowie je ein Innerlichkeitstyp männlich resp. weiblich. Dieser Text und diese Abbildung sind vorgängig in der Zeitschrift "Der gute Menschenkenner", 1966, Heft 2, erschienen. - In der Zeitschrift "Der gute Menschenkenner", 1932 - 1941, wird das Thema mehrfach gestreift, aber nie näher behandelt.
7. Anmerkung zum Impuls
7.1 Allgemeines
- Erst 1910 hat sich Huter in einem psycho-physiognomischen Artikel näher mit dem Impuls befasst - in rund 10 Sätzen und ergänzt mit einer Zeichnung, die zwei männliche Köpfe zeigt, den impulsiven Typ und den indifferenten Typ. (1)
a. Der Artikel trägt den Titel "Gibt es eine Methode, die Talente und Anlagen bei Kindern und Erwachsenen zu erkennen? Ein Beitrag zu der Frage: Die Grenzen von Drill, Schule, Talent und Genie“.
b. Der Artikel ist erschienen in "Illustrierte Blätter für praktische Menschenkenntnis", Januar 1910, II. Vierteljahresausgabe 1909 / 10. - Derselbe Text samt Abbildung ist im fast gleichzeitig entstandenen Buch "Carl Huter: Illustrierte Handbuch der Menschenkenntnis", 1911, abgedruckt. Seit der 4. Auflage 1930 findet man diesen Text im X. Teil des Handbuches, betitelt mit "Die neue Menschenbeurteilungskunst nach Carl Huters Psycho-Physiognomik. Die Unterschiede von Geschlecht, Impuls; Temperament und Naturell". Das Handbuch ist auf dieser Internetsite abrufbar: 11D. Bibliothek & Downloads , Abschnitt 1.1.
(1) Diese späte und lediglich kurze Behandlung des geistigen und körperlichen Impulses im Bereich der Menschenkenntnis hat wohl dazu geführt, dass das Thema in den Lehrbüchern bisher nicht die nötige Beachtung gefunden hat.
7.2 Wurzeln des Impulses
- Huters Aussagen über den Impuls sind wiedergegeben in der Rubrik 5C. Weltäther: Empfindungselement und Impulskräfte, alle Abschnitte.
- Huter hat damit den Ursache für den Impuls in der anorganischen und organischen Welt gefunden.
- Nähere Einzelheiten, die einen Bezug zur Einschätzung des Menschen aufgrund der Huterschen Psycho-Physiognomik haben, vermittelt Huter fast keine. Siehe Abschnitt 3, oben.
7.3 Geistiger und körperlicher Impuls - Erläuterungen und Beispiele
- Der geistige Impuls kommt vorallem an der Nasenwurzel und der Unterstirn zum Ausdruck.
- Der körperliche Impuls kommt vorallem am Kinn und am Unterkieferbogen sowie an der Nasenwurzel zum Ausdruck.
- Der Mensch mit einem starken körperlichen Impuls ist sehr bewegungsfreudig, sportlich.
- Der Mensch mit dem starken geistigen Impuls ist geistig sehr aktiv und meist seelisch stark anteilnehmend.
- Es gibt Menschen, bei denen beide Impulse stark sind. Dann ist aber der körperliche Impuls deutlich feiner als beim Menschen, bei welchem nur der körperlicher Impuls stark ist.
Beispiele: Man betrachte die Bilder in der Rubrik 3A. Gesichtsareal :
- starker körperlicher Impuls bei den 4 Personen in Abschnitt 3 und 4;
- starker geistiger Impuls bei der Person in Abschnitt 1.
Noch bessere Beispiele von Menschen mit starken und schwachen Impulsen und eine genaue Erklärung, worauf man bei der Einschätzung achten muss, wird man später einmal in guten Lehrbüchern der Huterschen Psycho-Physiognomik finden.
Eine der wenigen Textstellen, in denen Huter ausdrücklich von geistigem Impuls spricht, befindet sich in Carl Huter: Katechismus der Huterschen Wissenschaft, 1909. Ziffer 41.
Zitat Anfang:
- Der geistige Impuls, der aus den empfindenden Energien als innerster Keim des Lebens hervortrat, ist das verborgen wirkende Element, das alle Einzelteile beseelt und durchdringt.
- Diese Durchdringung geschieht auf dem Strahlenwege und wirkt bis in die Peripherie hinein und hindurch.
- In der äussersten Ferne, in der Kontur, in der Peripherie derselben findet dieser geistige Impuls seinen konstanten Grenzausdruck.
- Daher ist hier auch die gesamte Summe aller inneren geistigen und lebendigen Kräfte zum Ausdruck gebracht.
- Dadurch kann das Geistige auch nur auf diesen einzig richtigen Wegen, wie es Carl Huter entdeckt hat und die Hutersche Wissenschaft lehrt, erkannt werden.
- Sie allein ist die erste neue geistige Offenbarung der organischen Welt, sie allein ist wahre Lebens- und Seelenlehre der Natur.
Zitat Ende.
Das Obige ist zugleich eine Erklärung darüber, wie es zu erklären ist, dass es eine Korrespondenz zwischen der Peripherie des Menschen und seinen Eigenschaften gibt, zwischen dem "Empfindungs-Charakter" und der Peripherie.
Diese Erklärung ist nur für diejenigen Personen nachvollziehbar, welche
a. die Existenz des Empfindungs-Elements anerkennen;
b. in der Lage sind, aus der Peripherie mit angemessener Verlässlichkeit auf die Eigenschaft des Menschen zu schliessen.
7.4 Hinweise für die Praxis
- Da der geistige Impuls im Empfinden wurzelt, tritt er regelmässig bei solchen Menschen stark auf, die ein feines, tiefes Empfinden besitzen.
- Also vielfach bei Empfindungs-Naturellen, bei weiblichen Personen, bei Menschen mit besonderen geistigen und schöpferischen Qualitäten, etc. - Das sind meist Menschen mit aussergewöhnlichen Eigenschaften. Sie selbst und ihre Umgebung bemerken das meist. Das Leben verläuft lebhaft.
- Der geistige Impuls ist in der Tendenz bei sekundären Naturellen stärker als bei primären Naturellen. Bei harmonischen mittelstark und bei disharmonischen Naturellen oftmals sehr stark. Entsprechend sind die Lebensäusserungen dieser Menschen.
- Der Impuls wird gestärkt und gesteigert durch geistige, künstlerische, körperliche Aktivitäten sowie durch die Pflege des Guten, Schönen, Idealen. Meist hängte das alles miteinander zusammen: Künstlerische Bestätigung ist Pflege des Schönen, Streben nach Vervollkommnung, etc.
- In der heutigen Zeit gibt es immer mehr Menschen mit einem starken körperlichen und / oder geistigen Impuls. Dementsprechend gibt es heute immer mehr sportliche und geistige Aktivitäten. Das zeigt sich daran, dass das Leben viel lebhafter und intensiver verläuft - im Beruf und privat. Viel mehr sportliche und kulturelle Aktivitäten. In kurzer Folge entstehen neue Strömungen, etc. - Und dies alles steigert den Impuls noch mehr, siehe obiger Punkt.
History
Diese Rubrik wurde im Jahre 2016 ausgearbeitet und 2018 erweitert. Sie wird regelmässig überprüft, letztmals vom 3. bis 6. März 2026, am 16. März 2026, am 16. Juni 2026 und vom 16. bis 19. Juli 2026.
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