2B. Hutersche Lehren I:
- Die Schöpfungs-Entwicklungslehre
- Die Korrespondenz zwischen Aussen und Innen
1. Einleitung
Begriffe
- Huter bezeichnet mit "Schöpfungsentwicklungslehre" seine Entwicklungslehre über die unbelebte, anorganische und die belebte, organische Welt.
- Huters bezeichnet mit "geistige Weltanschauung" das Weltbild, das sich aufgrund seiner Entdeckungen und Erkenntnisse ergibt.
Naturwissenschaftliche Lehre über die Evolution und Hutersche Schöpfungsentwicklungslehre
- Die Naturwissenschaft kennt lediglich eine Entwicklungslehre über die belebte Welt. Man bezeichnet sie als Evolutionstheorie oder ähnlich, z.B. Evolutionslehre oder Entwicklungslehre nach Lamarck-Darwin-Häckel. - Und ihre Weltanschauung bezeichnet man als materialistische Weltanschauung. Der Naturwissenschaftler findet nirgends Hinweise auf das Vorhandensein einer Seele oder auf das, was man Geist, Bewusstsein und Gewissen nennt: nicht unter dem Mikroskop, nicht im Weltall, nicht beim Sezieren eines Menschen, eines Tieres oder einer Pflanze.
- Diese naturwissenschaftliche Entwicklungslehre kennt nur ein einziges Schöpfungsereignis, nämlich die Entstehung der ersten lebenden Zelle. Die ganze spätere Entfaltung des Lebens erklärt sie als Folge von kleinen Veränderungen bei den Nachkommen der Eltern-Generation. Soweit diese Veränderungen für das Überleben und die Erhaltung der Art vorteilhaft waren, haben sich die Individuen, die Träger dieser Veränderungen waren, im Laufe der Zeit gegenüber den bisherigen Individuen durchgesetzt und die anderen verdrängt, bis sie letztlich ausstarben.
- Huters Schöpfungsentwicklungslehre beruht nicht nur auf den damaligen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, also auch auf der obgenannten Erklärung über die Höherentwicklung, sondern, und zur Hauptsache, auf seinen zusätzlichen Entdeckungen und Erkenntnissen über die unbelebte, anorganische und die belebte, organische Welt.
- Huters Entwicklungslehre ist eine naturwissenschaftlich-orientierte Evolutionstheorie, und zwar nicht nur über die belebte, organische Welt, sondern auch über die unbelebte, anorganische Welt.
- Sie lehrt, dass es nebst der erstmaligen Schöpfung des Lebens zu späteren Zwischenschöpfungen gekommen ist. Zwischenschöpfungen erweisen sich dank den Huterschen Erkenntnissen über das Empfindungselement als plausibel.
- Die Entwicklungslehre über die belebte, organische Welt ist mit der Entwicklungslehre über die anorganische, unbelebte Welt in einer natürlichen Weise verbunden. In beiden Welten ist das Empfindungs-Element wirksam und treibt die Entwicklung an.
- Die Hutersche Entwicklungslehre ist ein zentrales Element der Huterschen Lehren.
- Huter hat seine Schöpfungsentwicklungslehre in seinem Hauptwerk dargestellt, aber nicht zusammenhängend. Das gilt sowohl für die Entwicklungslehre über die unbelebte als auch für die Entwicklungslehre über die belebte Welt. Beide Entwicklungslehren treten aus diesem und aus anderen Gründen dort zu wenig deutlich in Erscheinung.
- Erst später hat er resp. seine Mitarbeiterin Irma Fleischhacker eine kurze, zusammenhängende Darstellung niedergelegt, siehe Abschnitt 6, unten. Aber dieser Artikel behandelt nur die Entwicklungslehre über die belebte Welt. - Dieser Text ist vermutlich erst dann vollständig nachvollziehbar, nachdem man zuvor Huters Entwicklungslehre über die unbelebte Welt studiert hat. - Eine Einführung findet man im Abschnitt 2, unten, sowie eine umfassende Darstellung in Kapitel 5. - Eine Einführung in die Entwicklungslehre über die belebte Welt findet man in Abschnitt 3, unten, sowie eine umfassende Darstellung in Kapitel 6 und in Kapitel 8.
- In der Huterschen Weltanschauung gibt es keinen Sprung zwischen anorganischer, unbelebter und organischer, belebter Welt. Die materielle Welt und die geistige Welt sind durch das Empfindungselement, das beiden Systemen angehört, miteinander verbunden. - Unsere heutigen Lehren über Welt und Mensch gliedern sich in Naturwissenschaft, Geisteswissenschaft und Religion. Längst nicht alles, was in Geisteswissenschaft und Religion gelehrt wird, steht mit den Erkenntnissen der Naturwissenschaft in Übereinstimmung.
2. Die Hutersche Entwicklungslehre über die unbelebte, anorganische Welt
Der Weltäther und das Empfindungs-Element
Die anorganische Welt - in wenigen Worten
- Es gibt einen Weltäther.
- Der Raum ist dicht mit Äther-Teilchen ausgefüllt, auch die Zwischenräume in den Atomen und Molekülen.
- Der Weltäther besteht aus drei Grundelementen:
a. Ruh- oder Schwer-Element;
b. Bewegungs- oder vibrierendes Element;
c. Empfindungs- oder Leicht-Element. - Das Äther-Ilion besitzt ganz besondere Eigenschaften:
a. Es besitzt keine Masse. *)
b. Es besitzt kein Speichervermögen. Es vermag keinerlei Einwirkungen, etc. aufzunehmen oder zu verändern. Alle Einwirkungen werden unverändert weitergeleitet.
c. Diese besonderen Eigenschaften lassen sich nach Huter damit erklären, dass das Teilchen alle drei Grundelemente vereinigt, und zwar in einem ausgewogenen Verhältnis.
d. Diese besonderen Eigenschaften machen das Äther-Ilion zu einem Teilchen, das sich mit naturwissenschaftlichen nicht oder kaum nachweisen lässt.
*) Auch das Photon besitzt keine sogenannte Ruhe-Masse. - In den Ilionen entsteht ein Sehnen nach Veränderung. Das Ruh-Element will zu grösserer Ruhe gelangen, und zwar durch Vereinigung mit dem Ruh-Element anderer Ilionen.
- Es entsteht eine Differenzierung des Ilions durch Spaltungen. Das Ruh-Element und das Bewegungs-Element spalten sich ab, aber meist in unvollständiger Weise, sodass dem Ruh-Element ein kleiner Anteil des Bewegungs-Elements anhaftet und umgekehrt. Das Empfindungs-Element bleibt teils am Ruh-Element, teils am Bewegungs-Element haften. (1)
- Aus dem Ruh-Element geht die Materie hervor. Dieser Prozess geht über mehrere Stufen von Ansammlungen und Verdichtungen. Dabei verdichtet sich auch das Empfindungs-Element. Huter nimmt an, dass zwischen dem Äther-Ilion resp. dem Ruh-Äther-Ilion und den atomaren Bausteinen sich mehrere Zwischenstufen befinden. Das Empfindungs-Element befindet sich in einem schlummernden Zustand und seine Anwesenheit lässt sich mit naturwissenschaftlichen Mitteln kaum nachweisen, jedoch mit anderen, nicht-naturwissenschaftlichen Mitteln, z.B. mittels Hellfühlen.
- Aus dem Bewegungs-Element gehen Kraft und Energie hervor.
- In den Eiweiss-Molekülen, die wichtige Bestandteile der lebenden Zelle sind und aus denen die Zelle hervorgeht, kommt es zu Abspaltungen des Empfindungs-Elements von der materiellen Substanz. Das abgespaltene Empfindungs-Element bleibt mit der materiellen Substanz, den Eiweiss-Molekülen, eng verbunden. Das Empfindungs-Element liegt, aufgrund der vorangegangen Sammlungs- und Verdichtungsprozesse, in einer stark gesammelten und verdichteten Form vor.
(1) Das Hutersche Ilion ist kein absolutes Grundelement!
- Allein schon das ist ein wesentlicher Unterschied zu den Annahmen, die andere Philosophen und Denker in ihren eigenen Theorien über das Ur-Teilchen getroffen haben.
- Das Hutersche Ur-Teilchen besitzt eine innere Struktur!
- Und diese innere Struktur, die darin liegenden drei Grundelemente, gibt Huter die Erklärung, wie die Entwicklung, die Differenzierung und Spaltung in Gang kommt.
- Das Ilion ist auch durch äussere Einwirkungen spaltbar, z.B. mittels elektromagnetischer Wellen.
- Mit zunehmender Differenzierung erhalten die daraus hervorgehenden Teilchen Eigenschaften wie Masse, magnetische und elektrische Eigenschaften. Durch diese Eigenschaften wird ein Teilchen mit physikalischen Methoden nachweisbar.
Diese Entdeckungen und Erkenntnisse über das Empfindungsvermögen und den Äther führen am Ende zu neuen Erklärungen
- über die Gravitation; siehe Rubrik 5G. Gravitation.
- über die Ausbreitung des Lichts, d.h. von elektro-magnetischen Wellen, siehe Rubrik 5F. Licht / Äther, Teil I;
- Auch die Physik ist auf Teilchen gestossen, die sich mit naturwissenschaftlichen Methoden kaum in direkter Weise nachweisen lassen, z.B. das Neutrino.
Weitere Forschungsresultate von Carl Huter
- Auf der Stufe der atomaren Bestandteile gibt es ein neutrales Teilchen. Huter nennt es Idion. Die Physik kennt auch ein neutrales Teilchen, das Neutron. Huter schreibt nicht, dass es sich dabei um einen Baustein des Atoms handelts. Vielleicht ist Huters Idion eine Vorstufe des Neutrons resp. des Protons?
- Die Hutersche Beschreibung der Elektronenhülle des Atoms. Die Physik gelangte zu ähnlichen Resultaten.
- Die Erkenntnis, dass die diesseitige, materielle Welt am Ende in ein schwarzes Loch stürzen wird.
Weitere Einzelheiten sind ersichtlich im Kapitel 5. Anorganische Welt - Grundkörper und Grundelemente
3. Die Hutersche Entwicklungslehre über die belebte, organische Welt
Das Leben und die Helioda
Die organische Welt - in wenigen Worten
- In der lebenden Zelle übernimmt das Empfindungs-Element, das aufgrund der vorangegangenen Prozesse in stark gesammelter und stark verdichteter Form vorliegt, die Herrschaft.
- Es ist organisierend und schöpferisch tätig. Es baut sich ein eigenes Organ, das Zentrosoma. In diesem Organ besteht die grösste Ansammlung des Empfindungs-Elements. Weitere Sammelstellen bilden sich in den Eiweiss-Massen des Protoplasmas.
- Das, was man unter Leben versteht, beruht auf der Tätigkeit des Empfindungs-Elements. Es liegt in der lebenden Zelle in stark konzentrierter, destillierter Form vor. In dieser besonderen Form vermag es in der Zelle in organisierender und sogar in schöpferischer tätig zu werden! Es beherrscht die Zelle in souveräner Weise -soweit die Rahmenbedingungen und Gesetze dies zulassen.
Anmerkung: Um 1900 herum beobachtete man unter dem Mikroskop, dass das Zentrosoma bei der Zellteilung dafür sorgt, dass die Chromosomen richtig auf die beiden neuen Zellkerne aufgeteilt werden, also organisierend und steuernd tätig ist. Aus diesem und aus anderen Gründen nimmt Carl Huter an, dass das Zentrosoma organisierende und schöpferische Qualitäten besitzt. Die Wissenschaft hat es damals und bis heute unterlassen, nach den Gründen zu suchen, die das Zentrosoma zu diesen Leistungen befähigen. Die Aufteilung der Chromosomen auf die beiden neuen Zellkerne ist eine komplexe Angelegenheit und müsste eigentlich Staunen und Bewunderung hervorrufen. - Die Anpassung und die Höherentwicklung der Lebewesen erklären sich nicht nur durch die Erkenntnisse von Lamarck und Darwin sondern - und hauptsächlich durch die organisierende und schöpferische Tätigkeit des Empfindungs-Elements in der lebenden Zelle.
- Das Empfindungselement in der lebenden Zelle ist gleichbedeutend mit Empfindungsfähigkeit sowie Seele und Geist. Diese Eigenschaften sind bereits bei einfachen, einzelligen Lebewesen vorhanden, nicht erst dann, wenn ein Nervensystem besteht. Aber bei einzelligen und einfachen Lebewesen in viel schwächerer Weise als z.B. bei hoch entwickelten Lebewesen.
- Liegt das Empfindungselement in der lebenden Zelle in gesammelter, stark verdichteter Form, führt dies zur Entstehung von Bewusstsein, Gewissen.
- Das gesammelte und stark verdichtete Empfindungselement lässt sich biologisch als Lebenskraft und seelisch-geistig als Liebeskraft verstehen.
- Der Seelenkörper des Menschen, ist eine feinstoffliche Abspaltung des Empfindungs-Elements. Beim Tod bleibt er erhalten und löst sich nicht auf. Damit erklärt sich das Weiterleben der Individualität nach dem Tode.
- Das stark gesammelte und verdichtete Empfindungs-Element erzeugt eine feine gelbliche Strahlung. Sie sammelt sich im Nervensystem des Menschen und steigt zum Gehirn auf. Sie gelangt über Nervenbahnen in die Gesichtshaut und in die Fingerspitzen sowie an weitere Stellen des menschlichen Körpers.
- Diese Strahlung lässt sich mit naturwissenschaftlichen Mitteln kaum nachweisen. Carl Huter hat zehn Jahre lang geforscht, bis er alle wichtigen Eigenschaften dieser Strahlung richtig erkannt hat. Sie kann aber vom menschlichen Auge erkannt werden als feines Leuchten, besonders der Augen, der Partien um die Augen, des Mundes, der Partien um den Mund und im Gesicht.
- Diese Strahlung vermag die Peripherie des Menschen zu gestalten, besonders stark ist ihr Einfluss auf die Augen, den Mund und die zentralen Teile des Gesichts.
- Die starke Strahlung beruht
a. auf der Vererbung von seelischen und geistigen Kräften;
b. auf der Erhaltung und Stärkung der Gesundheit und der persönlichen Befindlichkeit, möglichst sowohl körperlich, seelisch und geistig.
4. Die Korrespondenz zwischen Peripherie und den Eigenschaften eines Lebewesens -
die Korrespondenz zwischen Aussen und Innen
- Die Hutersche Psycho-Physiognomik und die Kallisophie stützten sich auf die Huterschen Entdeckungen und Erkenntnisse über die unbelebte und die belebte Welt.
- Die Entdeckung der Helioda und die Erforschung ihrer Wirkungsweise ist fundamental um die Korrespondenz zwischen der Peripherie des Menschen und seinen Eigenschaften - körperlich, seelisch, geistig - zu erklären. Die Helioda-Strahlung formt und bildet die Periphere in erheblichem Umfang.
- Auch weitere Faktoren haben einen wesentlichen Einfluss auf die Peripherie und ebenfalls derart, dass die Art und Weise, wie die Peripherie gebildet und geformt wird, ein charakteristischer Ausdruck der inneren Disposition ist. Je nach der individuellen Entwicklung der Keimblätter sehen Körper und Kopf ganz anders aus. Der Körperbau resp. das Naturell prägen das Äussere in charakteristischer Weise und lassen auf einen, dem Äusseren entsprechenden Grundcharakter schliessen.
- Insgesamt ist es Huter gelungen, die Korrespondenz zwischen Peripherie und Eigenschaften des Menschen so vollständig als möglich zu erklären. Eine grosse, eine geniale Leistung.
Diese Korrespondenz besteht nicht einzig beim Menschen, sondern bei alle Lebewesen.
- Voraussetzung ist aber, dass die Peripherie sich auf natürliche Weise gebildet hat - also von innen heraus gebildet hat, evtl. in Kombination mit langsam wirkenden Einflüssen von Aussen. So ist das Äussere dann ein Spiegelbild der äusseren Einflüsse und der Reaktion des Körpers darauf.
- Die Peripherie des Lebewesens ist aber nicht beliebig formbar und gestaltbar. Festere Partien der Peripherie vermögen sich nur langsam zu ändern und vermögen die wirkenden Einflüsse weniger gut zu widerspiegeln, etc. - Auf nähere Einzelheiten soll an dieser Stelle verzichtet werden.
Fazit
- Die Korrespondenz zwischen Aussen und Innen ist erklärbar und gesetzmässig.
- Diese Korrespondenz ist mit naturwissenschaftlichen Mitteln überprüfbar, aber vermutlich nicht ohne weiteres. Es braucht besondere Anstrengungen, evtl. eine Erweiterung der Forschungsmethoden.
- Die von Huter entwickelte Hutersche Psycho-Physiognomik hat den Anspruch, ein verlässliches Instrument zu sein, um die grundlegenden Eigenschaften des Menschen zu ermitteln.
Nähere Erklärungen Huter über die Korrespondenz der Peripherie mit den Eigenschaften des Menschen?
- Rubrik 6A7. Helioda: Huters Berichte über Entdeckung und Erforschung , insbesondere Abschnitt 4;
- Rubrik 3F. Korrespondenz zwischen Peripherie und innerer Disposition und die Unter-Rubriken;
- Rubrik 3D. Naturell
- Die originalen Schriften von Carl Huter. - Man beachte die in den obgenannten Rubriken genannten Schriften mit genauer Angabe zur Textstelle. Oft findet man dort weitere Einzelheiten.
- Kurse bei Fachpersonen.
Man beachte:
- Huters Entdeckungen und Erkenntnisse beruhen lediglich auf seinen eigenen Beobachtungen und Untersuchungen. Kein zweiter namhafter Forscher hat diese Entdeckungen und Erkenntnisse bisher kritisch hinterfragt und nachgeprüft.
- Durch die erfolgreiche Anwendung der Huterschen Psycho-Physiognomik - durch Huter selbst und durch Dutzende von Dozenten und Beratern in über 100 Jahren - kann die Richtigkeit und erfolgreiche Anwendbarkeit der Huterschen Psycho-Physiognomik nur schwerlich in Frage gestellt werden.
- Carl Huter war ein privater Forscher und forschte ganz allein, ohne Mitarbeiter, ohne Assistenten, Doktoranden ohne finanzielle Mittel von Drittpersonen. Und er hat sich mit einem grossen Thema befasst, mit "Mensch und Welt", nicht allein z.B. nur mit der Korrespondenz zwischen Aussen und Innen. Deshalb findet man bei Huter nicht Dutzenden von Schriften und Belegen über seine entsprechenden Forschungen.
- Aus diesen beiden obigen Punkten darf man aber keineswegs den Schluss ziehen, dass Huter zu wenig gründlich geforscht habe. Im Gegenteil! Huter hat aber seine Forschungen gewissenhaft und kritisch betrieben.
- An der Erforschung der Helioda-Strahlung hat Huter 10 Jahre gearbeitet, von 1889 bis 1899.
- Die Erforschung der Körperbau-Typen begann 1866 / 1867. Huter schreibt nirgends, wann er die Erforschung im wesentlichen beendet und erkannt hatte, dass die Körperbau-Typen auf die unterschiedliche Entwicklung der Keimblätter zurückzuführen sind. Das muss wohl im Zeitraum 1882 bis 1890 gewesen sein. Die ganze Erforschung hätte demnach rund 20 Jahre gedauert. Seit dem Jahre 1872 will er seine Entdeckung als eine wissenschaftliche Entdeckung verstanden wissen.
- Am Iris-Kanon, den er 1906 im V. Lehrbrief, zwölfte Lektion des Hauptwerks veröffentlicht hat, hat Huter gemäss seiner Aussage 30 Jahre gearbeitet. Nähere Angaben macht Huter nicht. - Das müsste von ca. 1876 bis ca. 1906 gewesen sein.
- Es liegt an der Nachwelt, seine Forschungen kritisch zu überprüfen und auszubauen.
5. Anmerkung
5.1 Körper, Seele und Geist
Die Erkenntnisse Huters ermöglichen es, die Bereiche Körper, Seele und Geist besser zu umschreiben und voneinander abzugrenzen.
In Bezug auf den Menschen ergibt sich:
- Der körperliche Bereich ist jener Bereich, der sich auf Anatomie und Physiologie bezieht. Hier befasst man sich mit Knochen, Muskeln, Nerven, etc. als anatomische Gebilde und mit den physiologischen Vorgängen, also mit chemisch-physikalischen Prozessen.
- Der seelische Bereich bezieht sich auf Prozesse im lebenden Organismus, an denen das Empfindungsvermögen in wesentlicher Weise beteiligt ist, in steuernder, organisierender, begleitender Weise. Es sind Prozesse, die dem Menschen nicht oder nur teilweise bewusst sind und die er nicht oder nur teilweise zu beeinflussen vermag.
- Der geistige Bereich bezieht sich auf Prozesse beziehen, die das Bewusstsein, das Gewissen, die Wahrnehmungen, die Empfindungen, etc. tangieren.
Anmerkung: Nach Huter gibt es ein bewusstes und ein unbewusstes geistiges Leben. Siehe 6A. Helioda , Ziffer 4.1.
In der Huterschen Psycho-Physiognomik kommt das Körperliche im Untergesicht, das Seelische im Mittelgesicht und das Geistige im Stirnbereich zum Ausdruck. Die Augen zählen sowohl zum seelischen als auch zum geistigen Bereich.
Carl Huter hat sich an verschiedenen Textstellen mit körperlichen, seelischen und geistigen Aspekten des Lebens befasst, ohne aber diese drei Bereiche in sprachlicher Hinsicht näher zu umschreiben.
5.2 Gesundheit und Krankheit
Huter hat ein neues Heilsystem entwickelt und erfolgreich praktisch erprobt.
- Die Erprobung erfolgte als Leiter einer Kuranstalt, 1884 / 1885 und als Leiter seiner eigenen Kursbades, das er zusammen mit seiner Ehefrau und mit Mitarbeitern in den Sommerhalbjahren betrieb, von 1897 bis 1908.
- Die näheren Einzelheiten des Huterschen Heilsystems werden hier aus Platzgründen nicht behandelt und sie können den Huterschen Schriften entnommen werden.
6. Die Hutersche Entwicklungslehre - originaler Text von Fleischhacker - Huter
Irma Fleischhacker: Carl Huter und seine Wissenschaft, 1910. Teil I: Carl Huters Lebensphilosophie, Ziffer 7: Das Gottheits- und Glückseligkeitsprinzip.
Gliederung und Fettdruck durch die Carl-Huter-Stiftung.
Die obgenannte Broschüre ist in enger Zusammenarbeit mit Carl Huter geschrieben und von ihm veröffentlicht worden. Der Text entspricht somit ganz den Ansichten von Carl Huter.
Unter der Überschrift "Das Gottheits- und Glückseligkeitsprinzip",
schreibt Irma Fleischhacker resp. Carl Huter, Zitat Anfang:
- Nach Huter gibt es eine Allbeseelung der Welt. Er nennt diese die Empfindungsenergie, die aller Materie, der organischen und der anorganischen, anhaftet.
- Ausser dieser Allbeseeltheit nimmt er eine Eigenbeseeltheit jedes kleinsten Teilchens der Materie an.
- Deshalb trägt auch nach ihm jedes dieser kleinsten Teilchen eine Eigengesetzlichkeit in sich.
- Er nennt das letzte kleinste Teilchen des Urstoffes, also des Weltäthers, "Ilion".
- Aus dieser Eigenbeseeltheit, selbst der kleinsten materiellen Teile, erklärt sich, nach Huter, die Reaktionsfähigkeit auf alle geistigen Einflüsse und besonders auf alles Gute und auch auf die Liebe.
- Das innerste Wesen dieser Empfindungsenergie ist, nach ihm, eine lebendige schöpferische Kraft, und zwar die Liebe.
- Nichts aber ist ganz frei ohne Liebe. Sie ist die zentrale Energie in jedem Atom, Ilion*) und Molekül.
*) Unter Ilion versteht Huter das Kleinstteilchen des Urstoffes, also des Weltäthers. - Die in dem Lebewesen auftretende und von Huter nachgewiesene strahlende Lebenskraft, die er "Helioda" nennt, entstand aus konzentrierte und sehr lebendig tätige Empfindungsenergie der einzelnen Atome und Ätherilionen des lebenden Eiweisses.
Anmerkung der Carl-Huter-Stiftung: Der originale Text erweist sich nach "nennt" als mangelhaft. Es wurde das Wort "entstand" eingefügt und der vorhandene Text dann so angepasst, dass er sprachlich korrekt ist. - Er sieht in dem Zentrosoma der Zelle, was auch die neueren Anatomen und Physiologen beobachtet haben, mehr als ein organisches, zufälliges anatomisches Gebilde; er sieht vielmehr darin das Zellhirn und die Geschlechtszentrale der Zelle, worin das Zeugungs-, Schöpfungs- und Entwickelungsprinzip konzentriert liegt.
Anmerkung der Carl-Huter-Stiftung: Die leitende, organisierende Rolle des Zentromas bei der Zellteilung, die sich unter dem Mikroskop beobachten lässt, veranlasste Huter anzunehmen, dass das Zentrosoma
a. als Sammelgefäss der Empfindungsenergie zu betrachten ist;
b. offensichtlich in der Lage ist, organisierend, leitend und schöpferisch tätig zu sein, sowohl innerhalb der Zelle, wie auch, zusammen mit den Empfindungsenergien der übrigen Zentrosomen und Zellen, im gesamten Lebewesen. - Das Zentrosoma (1) ist die geistige Zentrale, von Liebeskraft geleitet, die alle Zellteile beseelt, die unsere Zelle organisch ausbaut und auch nach aussen hin Organe zu bilden strebt.
Anmerkung der Carl-Huter-Stiftung: Das Zentrosoma ist die geistige Zentrale. Die Helioda, entstanden aus der Empfindungsenergie, ist von Liebeskraft geleitet. Sie beseelt alle Zellteile. Die Helioda baut unsere Zelle organisch auf und ist nach aussen hin bestrebt, Organe zu bilden.
- Die Helioda (2) strahlt bis in die äussere Zellrinde und Zellorgane, von innen heraus alles geistige und materielle Leben aus.
- Die Helioda (2) offenbart daher in der äusseren Physiognomie aller Lebewesen, die aus der Zelle hervorgegangen sind, alle geistigen, stofflichen und physischen Qualitäten.
- Auf diese von Huter entdeckte Empfindungsenergie und Lebenskraft Helioda baute er seine neue Psychologie der Naturformen aus, die er Psycho-Physiognomik nennt.
- Zitat Ende. - Danach befasst sich Huter mit dem möglichen Fortleben nach dem Tod, z.B. beim Menschen.
(1) Im originalen Text steht hier lediglich "Es"
(2) Im originalen Text steht hier lediglich "Sie"
Weitere fundamentale Erkenntnisse von Huter über die Welt sind ersichtlich in der Rubrik 10B. Weltanschauung .
7. Schlussbemerkung
Die Hutersche Entwicklungslehre über die unbelebte und die belebte Welt wird näher behandelt in den Kapiteln
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Diese Seite wurde am 15. August 2020 erstellt und veröffentlicht. Sie wird regelmässig überprüft. Änderungen erfolgten letztmals vom 5. bis 20. Juni 2026.