2B. Hutersche Lehren I:
1. Fundamentale Erkenntnisse über Welt und Mensch -
die geistige Weltanschauung
Irma Fleischhacker: Carl Huter und seine Wissenschaft, 1910. Teil I: Carl Huters Lebensphilosophie, Ziffer 7: Das Gottheits- und Glückseligkeitsprinzip.
Gliederung und Fettdruck durch die Carl-Huter-Stiftung.
Die obgenannte Broschüre ist in enger Zusammenarbeit mit Carl Huter geschrieben und von ihm veröffentlicht worden. Der Text entspricht somit ganz den Ansichten von Carl Huter.
Unter der Überschrift
"Das Gottheits- und Glückseligkeitsprinzip",
schreibt Irma Fleischhacker resp. Carl Huter, Zitat Anfang:
- Nach Huter gibt es eine Allbeseelung der Welt. Er nennt diese die Empfindungsenergie, die aller Materie, der organischen und der anorganischen anhaftet.
- Ausser dieser Allbeseeltheit nimmt er eine Eigenbeseeltheit jedes kleinsten Teilchens der Materie an.
- Deshalb trägt auch nach ihm jedes dieser kleinsten Teilchen eine Eigengesetzlichkeit in sich.
- Er nennt das letzte kleinste Teilchen des Urstoffes, also des Weltäthers "Ilion".
- Aus dieser Eigenbeseeltheit, selbst der kleinsten materiellen Teile, erklärt sich, nach Huter, die Reaktionsfähigkeit auf alle geistigen Einflüsse und besonders auf alles Gute und auch auf die Liebe.
- Das innerste Wesen dieser Empfindungsenergie ist, nach ihm, eine lebendige schöpferische Kraft, und zwar die Liebe. Nichts aber ist ganz frei ohne Liebe. Sie ist die zentrale Energie in jedem Atom, Ilion*) und Molekül.
*) Unter Ilion versteht Huter das Kleinstteilchen des Urstoffes, also des Weltäthers. - Die in dem Lebewesen auftretende und von Huter nachgewiesene strahlende Lebenskraft, die er "Helioda" nennt, ist als konzentrierte und sehr lebendig tätige Empfindungsenergie der einzelnen Atome und Ätherilionen des lebenden Eiweisses zu verstehen.
Anmerkung der Carl-Huter-Stiftung: Im originalen Text endet der Satz mit dem Wort "Eiweisses". Er wird hier mit "zu verstehen" vervollständigt. - Er sieht in dem Zentrosoma der Zelle, was auch die neueren Anatomen und Physiologen beobachtet haben, mehr als ein organisches, zufälliges anatomisches Gebilde; er sieht vielmehr darin das Zellhirn und die Geschlechtszentrale der Zelle, worin das Zeugungs-, Schöpfungs- und Entwickelungsprinzip konzentriert liegt.
Anmerkung der Carl-Huter-Stiftung: Die leitende, organisierende Rolle des Zentromas bei der Zellteilung, die sich unter dem Mikroskop beobachten lässt, veranlasste Huter anzunehmen, dass (a) das Zentrosoma als Sammelgefäss der Empfindungsenergie zu betrachten ist und (b) offensichtlich in der Lage ist, organisierend, leitend und schöpferisch tätig zu sein, sowohl innerhalb der Zelle, wie auch, zusammen mit den Empfindungsenergien der übrigen Zentrosomen und Zellen, im gesamten Lebewesen. - Das Zentrosoma (1) ist die geistige Zentrale, von Liebeskraft geleitet, die alle Zellteile beseelt, die unsere Zelle organisch ausbaut und auch nach aussen hin Organe zu bilden strebt.
Anmerkung der Carl-Huter-Stiftung: Das Zentrosoma ist die geistige Zentrale. Die Helioda, entstanden aus der Empfindungsenergie, ist von Liebeskraft geleitet. Sie beseelt alle Zellteile. Die Helioda baut unsere Zelle organisch auf und ist nach aussen hin bestrebt, Organe zu bilden.
- Die Helioda (2) strahlt bis in die äussere Zellrinde und Zellorgane, von innen heraus alles geistige und materielle Leben aus.
- Die Helioda (2) offenbart daher in der äusseren Physiognomie aller Lebewesen, die aus der Zelle hervorgegangen sind, alle geistigen, stofflichen und physischen Qualitäten.
- Auf diese von Huter entdeckte Empfindungsenergie und Lebenskraft Helioda baute er seine neue Psychologie der Naturformen aus, die er Psycho-Physiognomik nennt.
Zitat Ende.
(1) Im originalen Text steht hier lediglich "Es"
(2) Im originalen Text steht hier lediglich "Sie"
Das obige sind die Grundzüge der Huterschen Weltanschauung. Huter nennt sie die geistige Weltanschauung.
Weitere fundamentale Erkenntnisse von Huter über die Welt sind ersichtlich in der Rubrik 10B. Weltanschauung .
Weitere Weltanschauungen sind z.B.
a. die materialistische Weltanschauung: Es gibt nichts Geistiges, es gibt nur Atome, Moleküle, Energien und Kräfte. Welt und Mensch lassen sich durch die chemische und physikalische Prozesse beschreiben.
b. jüdisch-christliche Weltanschauung. Ein Gott lenkt die Welt. Gott hat alles geschaffen, das Universum und alle Lebewesen, auch den Menschen. Gott hat den Menschen zum Leben erweckt. Durch dieses Erwecken ist der Mensch lebendig geworden und dadurch ist er zu einem Lebewesen mit Bewusstsein, Gewissen, Impuls, Gefühl, Empfinden, etc. geworden. - Tiere und Pflanzen sind von Gott nicht in derselben persönlichen Weise zum Leben erweckt worden.
2. Überblick durch die Carl-Huter-Stiftung
Die Schöpfungsentwicklungslehre über die unbelebte und die belebte Welt
als Grundlage für neue Erklärungen über
- das Leben und die Helioda
- die Hutersche Psycho-Physiognomik
- Die Hutersche Schöpfungsentwicklungslehre über die anorganische und die organische Welt bezieht sich auf die unbelebte und die belebte Welt.
- Diese neue, Hutersche Entwicklungslehre ist damit umfassender als die naturwissenschaftliche Evolutionstheorie. Diese bezieht sich bekanntlich nur auf lebende Organismen. Die Hutersche Entwicklungslehre schliesst die naturwissenschaftliche Entwicklungslehre nach Darwin et. al. ein - in vollem Umfang. - Die Hutersche Entwicklungslehre ist mit den gesicherten Erkenntnissen der Naturwissenschaft verträglich, also kompatibel, ist. Sie führt nicht zu Widersprüchen, verlangt keine Korrekturen, etc. Aber sie geht darüber hinaus.
- Die Hutersche Entwicklungslehre ist ein ist ein zentrales Element der Huterschen Lehren. Es gibt keinen Sprung*) zwischen anorganischer und organsicher Welt, keinen Sprung zwischen materieller und geistiger Welt. - *) In anderen Worten: keine Diskontinuität, keinen Graben, keinen Gegensatz. Der Übergang ist natürlich, logisch, nachvollziehbar man kann sogar zwangsläufig.
- Huter geht davon aus, dass es im Verlauf der Evolution zu Schöpfungen kam und er vermag dies mittels seiner Erkenntnisse über das Empfindungsvermögen in einer plausiblen Weise darzulegen.
- Die Hutersche Schöpfungs-Entwicklungslehre wird in Kapitel 5 in Bezug auf die unbelebte Welt und in Kapitel 6 bis 8 in Bezug auf die belebte Welt, dargestellt. Mit diesem Einblick soll das Verständnis von Kapitel 5 bis 8 erleichtert werden, die für den heutigen Menschen sehr viel Neues, Ungewohntes enthalten.
2.1 Der Weltäther und das Empfindungs-Element
Die anorganische Welt - in wenigen Worten
- Es gibt einen Weltäther.
- Der Raum ist dicht mit Äther-Teilchen ausgefüllt, auch die Zwischenräume in den Atomen und Molekülen.
- Der Weltäther besteht aus drei Grundelementen:
a. Ruh- oder Schwer-Element;
b. Bewegungs- oder vibrierendes Element;
c. Empfindungs- oder Leicht-Element. - Das Äther-Ilion besitzt ganz besondere Eigenschaften:
a. Es besitzt keine Masse.*)
b. Es besitzt kein Speichervermögen. Es vermag keinerlei Einwirkungen, etc. aufzunehmen oder zu verändern. Alle Einwirkungen werden unverändert weitergeleitet.
c. Diese besonderen Eigenschaften lassen sich nach Huter damit erklären, dass das Teilchen alle drei Grundelemente vereinigt, und zwar in einem ausgewogenen Verhältnis.
d. Diese besonderen Eigenschaften machen das Äther-Ilion zu einem Teilchen, das sich mit naturwissenschaftlichen nicht oder kaum nachweisen lässt.
*) Auch das Photon besitzt keine sogenannte Ruhe-Masse. - In den Ilionen entsteht ein Sehnen nach Veränderung. Das Ruh-Element will zu grösserer Ruhe gelangen, und zwar durch Vereinigung mit dem Ruh-Element anderer Ilionen.
- Es entsteht eine Differenzierung des Ilions durch Spaltungen. Das Ruh-Element und das Bewegungs-Element spalten sich ab, aber meist in unvollständiger Weise, sodass dem Ruh-Element ein kleiner Anteil des Bewegungs-Elements anhaftet und umgekehrt. Das Empfindungs-Element bleibt teils am Ruh-Element, teils am Bewegungs-Element haften. (1)
- Aus dem Ruh-Element geht die Materie hervor. Dieser Prozess geht über mehrere Stufen von Ansammlungen und Verdichtungen. Dabei verdichtet sich auch das Empfindungs-Element. Huter nimmt an, dass zwischen dem Äther-Ilion resp. dem Ruh-Äther-Ilion und den atomaren Bausteinen sich mehrere Zwischenstufen befinden. Das Empfindungs-Element befindet sich in einem schlummernden Zustand und seine Anwesenheit lässt sich mit naturwissenschaftlichen Mitteln kaum nachweisen, jedoch mit anderen, nicht-naturwissenschaftlichen Mitteln, z.B. mittels Hellfühlen.
- Aus dem Bewegungs-Element gehen Kraft und Energie hervor.
- In den Eiweiss-Molekülen, die wichtige Bestandteile der lebenden Zelle sind und aus denen die Zelle hervorgeht, kommt es zu Abspaltungen des Empfindungs-Element von der materiellen Substanz. Das abgespaltene Empfindungs-Element bleibt mit der materiellen Substanz, den Eiweiss-Molekülen, eng verbunden. Das Empfindungs-Element liegt, aufgrund der vorangegangen Sammlungs- und Verdichtungsprozesse, in einer stark gesammelten und verdichteten Form vor.
(1) Das Hutersche Ilion ist kein absolutes Grundelement!
- Allein schon das ist ein wesentlicher Unterschied zu den Annahmen, die andere Philosophen und Denker in ihren eigenen Theorien über das Ur-Teilchen getroffen haben.
- Das Hutersche Ur-Teilchen besitzt eine innere Struktur!
- Und diese innere Struktur, die darin liegenden drei Grundelemente, gibt Huter die Erklärung, wie die Entwicklung, die Differenzierung und Spaltung in Gang kommt.
- Das Ilion ist auch durch äussere Einwirkungen spaltbar, z.B. mittels elektromagnetischen Wellen.
- Mit zunehmender Differenzierung erhalten die daraus hervorgehenden Teilchen Eigenschaften wie Masse, magnetische und elektrische Eigenschaften. Durch diese Eigenschaften wird ein Teilchen mit physikalischen Methoden nachweisbar.
Diese Entdeckungen und Erkenntnisse über das Empfindungsvermögen und den Äther führen am Ende zu neuen Erklärungen
- über die Gravitation, siehe Rubrik 5G. Gravitation
- über die Ausbreitung des Lichts, d.h. von elektro-magnetischen Wellen, siehe Rubrik 5F. Licht / Äther, Teil I
- Auch die Physik ist auf Teilchen gestossen, die sich mit naturwissenschaftlichen Methoden kaum in direkter Weise nachweisen lassen, z.B. das Neutrino.
Weitere Forschungsresultate von Carl Huter
- Auf der Stufe der atomaren Bestandteile gibt es ein neutrales Teilchen. Huter nennt es Idion. Die Physik kennt auch ein neutrales Teilchen, das Neutron. Huter schreibt nicht, dass es sich dabei um einen Baustein des Atoms handelts. Vielleicht ist Huters Idion eine Vorstufe des Neutrons resp. des Protons?
- Die Hutersche Beschreibung der Elektronenhülle des Atoms. Die Physik gelangte zu ähnlichen Resultaten.
- Die Erkenntnis, dass die diesseitige, materielle Welt am Ende in ein schwarzes Loch stürzen wird.
Weitere Einzelheiten sind ersichtlich im Kapitel 5. Stoff, Kraft, Empfinden; Äther
2.2 Das Leben und die Helioda
Die organische Welt - in wenigen Worten
- In der lebenden Zelle übernimmt das Empfindungs-Element, das aufgrund der vorangegangenen Prozesse in stark gesammelter und stark verdichteter Form vorliegt, die Herrschaft.
- Es ist organisierend und schöpferisch tätig. Es baut sich ein eigenes Organ, das Zentrosoma. In diesem Organ besteht die grösste Ansammlung des Empfindungs-Elements. Weitere Sammelstellen bilden sich in den Eiweiss-Massen des Protoplasmas.
- Das, was man unter Leben versteht, beruht der Tätigkeit der Empfindungs-Elements. Es liegt in der lebenden Zelle in stark konzentrierter, destillierter Form vor. In dieser besonderen Form vermag es in der Zelle in organisierender und sogar in schöpferischer tätig zu werden! Es beherrscht die Zelle in souveräner Weise - soweit die Rahmenbedingungen und Gesetze dies zulassen.
Anmerkung: Um 1900 herum beobachtete man unter dem Mikroskop, dass das Zentrosoma bei der Zellteilung dafür sorgt, dass die Chromosomen richtig auf die beiden neuen Zellkerne aufgeteilt werden, also organisierend und steuernd tätig ist. Aus diesem und aus anderen Gründen nimmt Carl Huter an, dass das Zentrosoma organisierende und schöpferische Qualitäten besitzt. Die Wissenschaft hat es damals und bis heute unterlassen, nach den Gründen zu suchen, die das Zentrosoma zu diesen Leistungen befähigen. Die Aufteilung der Chromosomen auf die beiden neuen Zellkerne ist eine komplexe Angelegenheit und müsste eigentlich grosse Bewunderung und grosses Staunen hervorrufen. - Die Anpassung und die Höherentwicklung der Lebewesen erklären sich nicht nur durch die Erkenntnisse von Lamarck und Darwin sondern - und hauptsächlich durch die organisierende und schöpferische Tätigkeit des Empfindungs-Elements in der lebenden Zelle.
- Das Empfindungselement in der lebenden Zelle ist gleichbedeutend mit Empfindungsfähigkeit sowie Seele und Geist. Diese Eigenschaften sind bereits bei einfachen, einzelligen Lebewesen vorhanden, nicht erst dann, wenn ein Nervensystem besteht. Aber bei einzelligen und einfachen Lebewesen in viel schwächerer Weise als z.B. bei hoch entwickelten Lebewesen.
- Liegt das Empfindungselement in der lebenden Zelle in gesammelter, stark verdichteter Form, führt dies zur Entstehung von Bewusstsein, Gewissen.
- Das gesammelte und stark verdichtete Empfindungselement lässt sich biologisch als Lebenskraft und seelisch-geistig als Liebeskraft verstehen.
- Der Seelenkörper des Menschen, ist eine feinstoffliche Abspaltung des Empfindungs-Elements. Beim Tod bleibt er erhalten und löst sich nicht auf. Damit erklärt sich das Weiterleben der Individualität nach dem Tode.
- Das stark gesammelte und verdichtete Empfindungs-Element erzeugt eine feine gelbliche Strahlung. Sie sammelt sich im Nervensystem des Menschen und steigt zum Gehirn auf. Sie gelangt über Nervenbahnen in die Gesichtshaut und in die Fingerspitzen sowie an weitere Stellen des menschlichen Köpers.
- Diese Strahlung lässt sich mit naturwissenschaftlichen Mitteln kaum nachweisen. Carl Huter hat zehn Jahre lang geforscht, bis er alle wichtigen Eigenschaften dieser Strahlung richtig erkannt hat. Sie kann aber vom menschlichen Auge erkannt werden als feines Leuchten, besonders der Augen, der Partien um die Augen, des Mundes, der Partien um den Mund und im Gesicht.
- Diese Strahlung vermag die Peripherie des Menschen zu gestalten, besonders stark ist ihr Einfluss auf die Augen, den Mund und die zentralen Teile des Gesichts.
- Die starke Strahlung beruht
a. auf der Vererbung von seelischen und geistigen Kräften;
b. auf der Erhaltung und Stärkung der Gesundheit und der persönlichen Befindlichkeit, möglichst sowohl körperlich, seelisch und geistig.
2.3 Die Korrespondenz zwischen Peripherie und den Eigenschaften eines Lebewesens -
die Korrespondenz zwischen "Innen" und "Aussen"
Wie lässt sich diese Korrespondenz erklären, beim Menschen?
- Durch die obigen Eigenschaften der Helioda, siehe die letzten zwei Punkte, ist erklärbar, dass zwischen "Innen" und "Aussen" im Grundsatz eine Korrespondenz besteht.
- Durch umfangreiche Forschungen hat Carl Huter ein System entwickelt, um aus dem Äusseren verlässliche Rückschlüsse auf die Eigenschaften des Menschen zu ziehen. Es ist möglich, sich durch Kurse einen Einblick zu erhalten. Um Fachperson zu werden, ist eine eigentliche höhere Fachausbildung erforderlich. Der Umfang an Fachwissen, an Fachkompetenzen und die Dauer sind vergleichbar mit andere höheren Fachausbildungen.
- Carl Huter und viele andere Kenner der Psycho-Physiognomik haben den Nachweis erbracht, dass sie ein verlässliches Instrument ist, um die Eigenschaften des Menschen zu erkennen. - Die Anwendung muss fachgerecht erfolgen, insbesondere durch eine Fachperson.
- Der Umfang der Korrespondenz zwischen "Innen" und "Aussen" ist "im Grundsatz" vorhanden. Nähere Einzelheiten können nicht in wenigen Sätzen dargelegt werden. Jedenfalls besteht die Korrespondenz dann nicht, wenn die Korrespondenz durch äussere Eingriffe, z.B. operative Eingriffe, durch innere Einflüsse, z.B. Verdrängen, etc. unterbunden wird. Es bestehen somit Grenzen in Bezug auf die Korrespondenz.
3. Anmerkung
3.1 Körper, Seele und Geist
Die Erkenntnisse Huters ermöglichen es, die Bereiche Körper, Seele und Geist besser zu umschreiben und voneinander abzugrenzen.
In Bezug auf den Menschen ergibt sich:
- Der körperliche Bereich ist jener Bereich, der sich auf Anatomie und Physiologie bezieht. Hier befasst man sich mit Knochen, Muskeln, Nerven, etc. als anatomische Gebilde und mit den physiologischen Vorgängen, also mit chemisch-physikalischen Prozessen.
- Der seelische Bereich bezieht sich auf Prozesse im lebenden Organismus, an denen das Empfindungsvermögen in wesentlicher Weise beteiligt ist, in steuernder, organisierender, begleitender Weise. Es sind Prozesse, die dem Menschen nicht oder nur teilweise bewusst sind und die er nicht oder nur teilweise zu beeinflussen vermag.
- Der geistige Bereich bezieht sich auf Prozesse beziehen, die das Bewusstsein, das Gewissen, die Wahrnehmungen, die Empfindungen, etc. tangieren.
Anmerkung: Nach Huter gibt es ein bewusstes und ein unbewusstes geistiges Leben. Siehe 6A. Helioda , Ziffer 4.1.
In der Huterschen Psycho-Physiognomik kommt das Körperliche im Untergesicht, das Seelische im Mittelgesicht und das Geistige im Stirnbereich zum Ausdruck. Die Augen zählen sowohl zum seelischen als auch zum geistigen Bereich.
Carl Huter hat sich an verschiedenen Textstellen mit körperlichen, seelischen und geistigen Aspekten des Lebens befasst, ohne aber diese drei Bereiche in sprachlicher Hinsicht näher zu umschreiben.
3.2 Gesundheit und Krankheit
Huter hat ein neues Heilsystem entwickelt und erfolgreich praktisch erprobt.
- Die Erprobung erfolgte als Leiter einer Kuranstalt, 1884 / 1885 und als Leiter seiner eigenen Kursbades, das er zusammen mit seiner Ehefrau und mit Mitarbeitern in den Sommerhalbjahren betrieb, von 1897 bis 1908.
- Die näheren Einzelheiten des Huterschen Heilsystems werden hier aus Platzgründen nicht behandelt und sie können den Huterschen Schriften entnommen werden.
History
Diese Seite wurde am 15. August 2020 erstellt und veröffentlicht, in deutscher, französischer und englischer Fassung. Sie wird regelmässig überprüft. Änderungen erfolgen vom 16. August 2020 bis 1. September 2020, vom 1. bis 12. Dezember 2020, am 23. August 2021, am 29. August 2021, am 15. und 16. Dezember 2021, am 19. Januar 2022, am 15. Februar 2022, vom 8. bis 20. Juni 2022, vom 16. bis 30. April 2023, vom 8. bis 10. Oktober 2023, am 30. November 2023, vom 19. bis 21. Juni 2024, am 24. Oktober 2025 und am 24. Februar 2026.