2A8. Ergänzungen
1. Huter, Einstein und Platon
Wenn man diese Köpfe psycho-physiognomisch einschätzt: Was ergibt sich?
1.3 Platon, auch im Vergleich zu Huter
1. Platons Formen zeigen:
a. geistig: starke und zugleich feine Energien; grosse geistige Fassungsgabe, grosse geistige Schaffenskraft
b. körperlich und geistig: urwüchsige Kräfte, die aber von seinem starken Willen und von seinem Geist unter Kontrolle gehalten werden, was zu ruhiger, stetiger, harmonischer, angenehmer Kraftentfaltung führt.
c. Platon arbeitet systematisch, strukturiert, logisch. Er ist enorm fleissig, ausdauernd, zäh, tüchtig, strebsam, produktiv, verlässlich, charakterstark, etc.
1.1 Huter, auch im Vergleich zu Einstein
1. Die Formen sind unerhört gut aufeinander abstimmt, gut proportioniert, harmonisch. Anhand von Augen, Gesichtshaut, Stirn, etc. erkennt man eine unerhört feines, tiefes Empfinden. Er vermag ruhig, objektiv, unvoreingenommen zu empfinden. - Zusammen mit der harmonischen Bildung des Kopfes - also nichts Unregelmässiges, nichts Störendes, sondern in schönster, edelster Proportion und Ausprägung - macht ihn das geeignet, Aussergewöhnliches und Geniales zu leisten, zeigt sich darin die Liebe zum Schönen, Guten und Idealen.
2. Die Formen bei Huter sind vollkommener als bei Einstein: noch besser aufeinander abgestimmt, die Haut ist noch reiner, feiner, es spricht mehr Feinempfinden, mehr tiefes Empfinden daraus. Bei Huter besteht hohe Vollendung, hohe Qualität in einem solchen Umfang, dass man kaum Ähnliches findet.
3. Huter: ideales harmonisches Empfindungs-Naturell.
1.2 Einstein, auch im Vergleich zu Huter und Platon
1. Einstein ist in der wissenschaftlichen, systematischen Beobachtung und Wahrnehmung der äusseren Welt besonders aufmerksam, tüchtig, differenziert. Man erkennt, dass die Sinne für Berechnung und Zahlen, Mathematik und Konstruktion hervorragend entwickelt und sehr geübt sind.
2. Generell starke geistige Energien und Impulse - aber fokussiert auf die oben beschriebene Richtung, das technisch-naturwissenschaftliche Gebiet. - Fazit: Diese Veranlagung erlaubt es ihm, auf diesen Gebieten Aussergewöhnliches und Geniales zu leisten.
2. Empfindungs-Naturell mit harmonischer Richtung.
3. Im Vergleich zu Platon: Platons Formen weisen noch mehr körperliche und geistige Energie auf, mehr Reife, Charakterstärke, etc. - Sein Geist ist umfassender, nicht nur technisch-naturwissenschaftlich orientiert, nicht nur auf die äussere Welt orientiert. Platon befasst sich mit Grundfragen im Bereich von Welt und Mensch: Woher und Wohin? Ethik, Philiosophie, Religion.
2. Platon (Fortsetzung von 1. unter Ziffer 1.3) ist im Denken scharf, gründlich, durchdringend, kritisch, analysierend, kontrolliert. Er orientiert sich an den Fakten, schweift nicht ab, etc.
3. Platon: harmonisches Empfindungsnaturell mit Kraft und Ruhe.
4. Beide, Platon und Huter, lehren den Wert der Tugend, des Guten, des Schönen und des Idealen. Das findet seinen sichtbaren Ausdruck in der guten Abstimmung der Formen und in ihrer hohen Qualität.
5. Man erkennt unschwer, dass die Bildung des Kopfes bei Huter noch weit besser und vollkommener ist als bei Platon.
Anmerkungen
- Portrait-Bild von Platon: Ein Bild, das dem tatsächlichen Aussehen von Platon vermutlich ganz nahe kommt. Schabkunstblatt aus dem 18. Jahrhundert nach einer antiken Büste. Das Bild entdeckte Prof. Gustinus Ambrosi (1893 - 1975), Bildhauer in Wien, in der Vatikan-Bibliothek.
- Platon (427 - 347 v. Chr.), griechischer Philosoph. Er ist der bedeutendste Philosoph der Antike. Er lehrt den Wert der Tugend / Tüchtigkeit, des Guten, des Edlen, des Schönen und des Idealen. Damit hat er in der griechischen Welt und in ihrere Einflusssphäre den Boden für die Lehren von Jesus vorbereitet.
- Zwischen Platon und Huter resp. zwischen Jesus und Huter liegen rund 2'000 Jahre. In diesem Zeitraum, besonders aber im 19. Jahrhundert, dem Jahrhundert von Huter, haben die Menschen zahlreiche Erkenntnisse gewonnen im naturwissenschaftlichen Bereich - Physik, Chemie, Biologie, Astronomie, etc. - Huter hatte eine ganz andere, viel bessere Grundlage und Ausgangslage um seine Erkenntnisse über Welt und Mensch zu gewinnen.
- Auch die Entwicklung der Lebewesen ist in diesen 2'000 Jahren vorangeschritten. Huter ist ein Kind des 19. Jahrhunderts, der damaligen Wissenschaft, Bildung, Kunst und Kultur.
- Man beachte auch den Vergleich zwischen Ernst Häckel und Carl Huter, siehe Rubrik 3G3. Grosses Gutachten durch Carl Huter
2. Selbstgutachten
Carl Huter beschreibt sich in folgender Weise (1)
Zitat Anfang:
- Herr Carl Huter liegt im idealen harmonischen Empfindungs-Naturell (2) und hat auch alle übrigen Naturellanlagen in sich vereinigt.
- Er hat sanguinisch-cholerisches-melancholisches Temperament und sehr starke Impulse. (3)
- Sehr starke Impulse, starke und reiche Empfindungsenergie. (4), (5)
- Starke Denkkräfte, Idealismus, ausgesprochene philosophische Veranlagung.
- Veranlagung und Liebe zu Kunst, Ethik und Schönheit. (6)
- Sinn für Mystik, Religion und auch Heilkunde, kurz für Allreform, auch im Rechtsleben.
- Talent als Lehrer, Redner und Schriftsteller.
- Er hat einen unermüdlichen Forschungstrieb; Lauterkeits- Gerechtigkeitssinn und Gewissenhaftigkeit ausserordentlich stark. (7), (8)
Zitat Ende.
(1) Notiz von Irma Fleischhacker über einen geselligen Abend am 5. November 1911 in kleiner, geselliger Runde im Restaurant Pschorr-Bräu, in Berlin, Französische Strasse. - Siehe auch Anmerkung, Ziffer 1, unten. Für Einzelheiten zu den hier auftretenden Begriffen, z.B. Naturell, Temperament, Impulse, etc. findet man in der psycho-physiognomischen Fachliteratur. In Kapitel 3. Hutersche Psycho-Physiognomik vermittelt einen ersten Einblick.
(2) Ein Naturell-Typ, den Huter in seinen Schriften nicht erwähnt und nicht näher beschrieben hat. Es gibt auch das ideale harmonische Bewegungs-Naturell und vermutlich auch das ideale harmonischen Ernährungs-Naturell.
(3) Aufgrund der Bilder, aufgrund von Huters Schilderungen über sein Leben, etc. muss vermutet werden, dass das sanguinische Element nur selten in Erscheinung trat. Huters innere Befindlichkeit und Stimmung war wohl meist in der Mitte zwischen cholerisch und melancholisch. Sodann war er vermutlich eher cholerisch oder eher melancholisch gestimmt und seltener eher sanguinisch. - Auf allen Bildern erschient Huter in ernster oder gar tiefernster Stimmung. Huter war ein strebsamer Mensch. Er hatte sich eine grosse Lebensaufgabe gegeben. Er schuf alles "Aus eigener Kraft", war als ein Einzelkämpfer unterwegs und die Menschen waren für seine Lehren oftmals zu wenig vorbereitet, um sie unmittelbar annehmen zu können. Auch die Menschen seiner engsten Umgebung haben ihm oft das Leben schwer gemacht.
(4) Diese Feststellung machte Carl Huter anlässlich einer zweiten Selbstbegutachtung am 15. November 1911, Busstag, als er zusammen mit Irma Fleischhacker bei Frau Margarete Brandt, Berlin, zum Nachmittagskaffee eingeladen war. Ihr Ehemann ist Dr. phil. Gottlieb Brandt, Chemiker, um 1906 in Dresden und jetzt in Berlin lebend und arbeitend. Irma Fleischhacker hat nachher darüber eine Notiz erstellt. Diese zweite Selbstbegutachtung stimmt textlich fast vollständig mit der ersten Selbstbegutachtung überein. Die beiden wichtigsten inhaltlichen Abweichungen sind hier kenntlich gemacht. - Gottlieb Brandt ist Autor der Broschüre "Carl Huters Helioda, die neuen Lebensstrahlen", 1907. - In analoger Weise gilt Anmerkung, Ziffer 1, unten.
(5) Das, was unter "Impuls" zu verstehen, wurde von Huter in seinen Schriften zu wenig ausführlich behandelt und ebenso ist es in der psycho-physiognomischen Fachliteratur. Es gibt einen körperlichen und einen geistigen Impuls. - Bei Huter bestehen starke Impulse im seelisch-geistigen Bereich. Im körperlichen Bereich bestehen starke, aber feine Impulse.
(6) In der Selbstbegutachtung vom 15.11.1911 steht hier zusätzlich "Veranlagung und".
(7) Der Gerechtigkeitssinn zeigt sich immer wieder in Huters Texten, z.B. in Artikeln, die in seiner Zeitschrift "Hochwart" erschienen sind. Es sind Ereignisse, wo der einzelne Mensch ungerecht behandelt wird, z.B. von den Behörden, oder wo Ärzte nicht zum Wohl des Menschen tätig sind. Die rechtlichen Bestimmungen haben sich laufend im Sinne Huters geändert. Auch deshalb treten viele der von Huter geschilderten Vorfälle nicht mehr auf, wenigstens in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern.
(8) Diese Veranlagung erkennt man an der feinen und reinen Haut, an den schön und fein gebildeten Einzelteilen wie Mund, Nase, Mittelgesicht, Augen und Stirn. Es kann an dieser Stelle nicht in vollem Umfang erläutert werden.
Anmerkung
1. Zur Notiz von Irma Fleischhacker: Sie befindet sich in Form einer maschinen-geschriebenen Abschrift im Carl-Huter-Archiv, Archiv-Nummer 3.3.17. Sie wurde um 1942 erstellt. Das handschriftliche Original befindet sich vermutlich ebenfalls im Carl-Huter-Archiv. Die Niederschrift ist mit "Protokoll" bezeichnet und vermutlich undatiert. Aus dem Text lässt sich schliessen, dass die Niederschrift erst nach dem Ende des Zusammentreffens erfolgt ist. Es ist nicht auszuschliessen, dass vor der Niederschrift eine Rücksprache mit Carl Huter stattgefunden hat. Wenn ja, dann beruht die vorliegende Selbstbeschreibung vielleicht nicht einzig auf jenen Worten, die Huter an diesem Abend gesagt hat.
2. Man kann davon ausgehen, dass Huter keine weiteren Selbstbeschreibungen erstellt hat. Es sind keine psycho-physiognomisches Gutachten über Carl Huter bekannt, die von Drittpersonen erstellt worden sind.
3. Es sind bisher nur wenige Texte über Carl Huter veröffentlicht worden. Dieses beziehen sich auf
a. Teil-Charakterisierungen von Huter, z.B. bei der psycho-physiognomischen Erläuterung der Auge, der Stirn, des Ohres;
b. Erinnerungen an Carl Huter: Berichte über einzelne Begebenheiten und Eindrücke, die man bei Begegnung mit Huter gewonnen hat.
4. Was gibt es zu den photographischen Aufnahmen zu bemerken, die Carl Huter von sich erstellen liess?
a. Alle Aufnahmen zeigen Huter in ruhender Haltung, in einer Haltung, die er eigens für den Photographen eingenommen hat. Gesicht und Haltung wirken stets natürlich.
b. Die meisten Aufnahmen zeigen lediglich den Kopf, evtl. den Hals und evtl. den Oberkörper. Es gibt nur wenige Aufnahmen, auf denen man den ganzen Körper sieht.
c. Auf einigen wenigen Aufnahmen sind auch eine oder mehrere Menschen abgebildet.
d. Das Bildmaterial erstreckt sich über die Zeit von 1876 bis 1910. Hinzu kommt die Aufnahme des toten Carl Huter, am 5. oder 6. Dezember 1912.
3. Die Cherusker
Im Jahre 1900 trifft Huter in Heidelberg einen Historiker aus Helsinki. Im Januar 1912 erstellt Huter darüber eine Notiz (1):
Zitat Anfang:
- Dort in Heinde sagte er, sei der ehemalige Sitz der Cherusker Dynastie gewesen, der Huter von Hilgenhaine. (2)
- Das Cheruskervolk habe die Gegend von Hameln, Lippe-Bielefeld, westlich bis Eichfeld, Nordhausen, Göttingen, Duderstadt, südlich Halberstadt, östlich Peine, Braunschweig, Hannover, Celle, nördlich vom Herzgebirge, das mächtigste Gebirge Norddeutschlands, bewohnt.
- Die Germanen hätten bei ihrer Einwanderung die eingesessenen Kelten verdrängt, und zwar nach Westen, wo sie nach Nordfrankreich, England, Irland, Schottland hinübergewandert seien.
- In der Grafschaft Wales, einer Provinz in England, wo die Sprache stark keltische Anklänge und viele keltische Wurzelwörter habe, sage man heute noch nicht König, sondern Huter zum Landesfürsten.
- Der Herr regte mich an, doch im eigenen und genealogischen und allgemeinen geschichtlichen Interesse eingehende Nachforschungen anzustellen.
Zitat Ende.
Ein anderer Historiker (3) den Huter um 1900 in Detmold traf, sagte, dass die Familie der Huter die Nachkömmlinge der Huter von Haine, der alten Könige der Cherusker seien. (4), (5)
(1) Diese Notiz befindet sich im Carl-Huter-Archiv, 3.1.11. - Huter ist der Name dieser Person entfallen.
(2) Bedeutet: heiliger Hainere Stellungen in Frage, wenn er die nötige Eignung aufweist. Die Abstammung allein genügt nicht, um diese Eignung zu besitzen. Solche Eignungen müssen regelmässig überprüft werden. Das bedeutet auch, dass die Ausübung einer höheren Stellung an eine Amtszeit gebunden ist, von wenigen Jahren, nicht mehr als etwa drei bis vier Jahre. Aufgrund der Unterschiedlichkeit der Menschen ist aber in gewisser Weise als natürlich anzusehen, dass es Menschen gibt, die für höhere Stellungen geeignet sind und andere, die weniger dafür geeignet sind.
(3) Der Name ist ebenfalls nicht erhalten geblieben.
(4) Die Huter waren demnach die Hüter des heiligen Haines.
(5) Hat der Vorname Heinrich einen Bezug zu "Hain"?
Anmerkung zum Erbadel
- Bei den Cherusker haben sich solche Sonderstellungen offensichtlich vererbt. Huter ist gegen Vorrechte aufgrund der Abstammung. Jeder Mensch ist individuell unterschiedlich. Der einzelne Mensch muss individuell betrachtet werden und er kommt nur für höhere Stellungen in Frage, wenn er die nötige Eignung aufweist. Die Abstammung allein genügt nicht, um diese Eignung zu besitzen.
- Solche Eignungen müssen regelmässig überprüft werden. Das bedeutet auch, dass die Ausübung einer höheren Stellung an eine Amtszeit gebunden ist, von wenigen Jahren, nicht mehr als etwa drei bis vier Jahre. Aufgrund der Unterschiedlichkeit der Menschen ist aber in gewisser Weise als natürlich anzusehen, dass es Menschen gibt, die für höhere Stellungen geeignet sind und andere, die weniger dafür geeignet sind.
4. Die Richtigstellung einer unrichtigen Mitteilung über Carl Huters fürstliche Herkunft
Freunde der Huterschen Wissenschaft (Hrsg): Aus eigener Kraft, 1911. Teil XX.
Fettdruck durch die Carl-Huter-Stiftung.
Zitat Anfang:
- Eine sozialdemokratische Zeitung (1) hat einmal die unrichtige Notiz verbreitet, Carl Huter stamme von dem Heerführer Hermann dem Cherusker ab. Diese Mitteilung war unrichtig, denn wie ihm von zwei namhaften Gelehrten bestätigt ist, stammt das Geschlecht der Huter von dem alteingesessenen Königsgeschlecht der Cherusker, der Landshuter von Hilgen Haine ab. Er hat diese Tatsachen, die er von ersten Autoren erfahren hat, und soweit er sich selbst durch mehrere Jahre Nachforschungen weiter davon überzeugen konnte, in einer Broschüre niedergelegt. (2)
- Er hat diese Broschüre zur Pariser Weltausstellung 1900 veröffentlicht und wurde hierbei von den Gedanken geleitet, da das Cheruskervolk ein keltischer Volksstamm war, der die Harzgaue bewohnte und
a. sich von den Germanen nicht hat verdrängen lassen, sondern 9 n. Chr. von der römischen Herrschaft mit befreien half,
b. dass Wales-Engländer und Nordfranzosen, die auch keltischen Ursprungs — uns Deutschen also teilweise stammverwandt sind — vereint mit uns den dauernden Weltfrieden anbahnen möchten. - Andere als diese, dem öffentlichen Wohle dienenden Motive, etwa Stolz auf seine Herkunft oder dergl., haben Carl Huter bei der Veröffentlichung dieser Studie nicht geleitet, denn er hat sie unter Verschwiegenheit seines Namens herausgegeben. Seine Autorschaft ist nur durch Indiskretion des damaligen Verlegers bekannt geworden.
- Zur Vermeidung von Irrtümern sei noch erwähnt, dass Hermann der Cheruskerfürst mit Thusnelda nur einen Sohn gezeugt hat, der später in römischer Verbannung verschollen ist. Alle entgegengesetzten Nachrichten sind unrichtig.
- Jegliche Versuche, Carl Huters königliche Herkunft, sei es durch Verbreitung irriger Darstellungen, oder etwa durch absichtliche Entstellungen abzuschwächen, ändern an den feststehenden Tatsachen nichts, dass die alte Cheruskerdynastie in Heinde, dem Geburtsort Carl Huters, vor mehr als zweitausend Jahren residiert hat.
- Es ist das eine rein historische, wissenschaftliche Frage. Dagegen ereifern können sich also nur solche Personen, welche die Wahrheit verdunkeln möchten.
Zitat Ende.
(1) Ist informativ, nicht wertend zu verstehen. Die Sozialdemokratie steht ein für Gleichheit, Brüderlichkeit. Alle Menschen werden als gleich betrachtet: als gleich-berechtigt, als gleich-wertig. Man beachte Ziffer 1, Anmerkung zum Erbadel. Huter wollte deutlich machen: Aus dieser Ecke kommt bei einem solchen Thema mit Leichtigkeit Widerspruch, fast automatisch, ohne dass man sich die Sache gründlich angeschaut hat.
(2) Carl Huter: Die Landes-Huter von Hilgen-Haine, 1898.
Ergänzung I: Das obgenannte Buch "Aus eigener Kraft" enthält im I. Teil weitere Informationen über die Cherusker und über Heinde, die wohl den wenigsten Menschen bekannt sind.
Zitat Anfang:
- In dem wunderschön gelegenen Tale des alten heiligen Harzflusses, der Innerste, erhebt sich ungefähr eine Meile von Hildesheim in der Richtung nach Goslar zu ein kleines Hügelgebirge, welches das Kirchdorf Heinde mit der Ortschaft Listringen verbindet.
- Der Firn dieses Hügels ist mit einer prachtvollen, langen Lindenallee geschmückt und auf dem vorderen Plateau desselben erhebt sich die weit ins Land hinausschauende Kirche von Heinde mit dem Schul- und Pfarrhause, wo Carl Huter seinen ersten Unterricht genossen hat.
- Einst soll auf diesem Plateau das alte Königsschloss der Herren Huter von Heinde gestanden haben, ein Geschlecht, welches einst das mächtige Harzvolk der alten Cherusker beherrscht hat, das aber auch dem grausamen Vergewaltiger der uralt eingesessenen Herrscher- und Adelsgeschlechter der alten Germanen, Sachsen und Cherusker, Carl dem Grossen, zum Opfer gefallen ist.
- Man nimmt an, dass die heute noch lebenden Familien der Huter Abkömmlinge jenes Königsgeschlechtes sind, doch lässt sich ein sicherer historischer Nachweis nicht führen, da Carl der Grosse aus Staatsraison ein Interesse daran hatte, dass alle Urkunden über Grundbesitz, Rechte und Privilegien der von ihm entrechteten Adels- und Herrschergeschlechter vernichtet wurden, um in die Sitze dieser alten Herrengeschlechter fränkische Grafen als Regierungspräsidenten und Einführer der christlichen Religion einzusetzen. Den entrechteten Familien wurde alles enteignet und sie wurden als Hörige in die Dienste der fränkischen Grafen gestellt.
- Urkundlich nachweislich ist, dass von dem Steinmaterial der alten Königsburg in Heinde die zwei christlichen Kirchen in Hildesheim gebaut sind, in welcher einen sich heute das Römermuseum und in der anderen die Gesellschaft Union befindet.
- In dieser alten sagenumwobenen Königspfalz Heinde hat auch die Wiege von Carl Heinrich Conrad Huter gestanden. Er wurde am 9. Oktober des Jahres 1861 in Heinde geboren, als ältester Sohn des Werkführers Heinrich Huter, der als Wasserbaumeister in der damaligen zum Weltrufe (1) gelangten Firma seines Vaters Conrad Huter tätig war.
Zitat Ende.
(1) Die Firma des Grossvaters, in welcher Huters Vater mitarbeitete, führte an der holländischen Nordseeküste grösser Deichbauten aus. Entsprechende Zeitungsberichte sind erhalten geblieben.
Ergänzung II: Die Kelten in Deutschland
- Als die Germanen von Osten her einwanderten, um 400 bis 600 n. Chr., vermochten sich einige keltische Volksgruppen zu behaupten. Sie liessen sich nicht verdrängen. Bestimmt kam es aber im Laufe der Zeit zu einer Vermischung, also ähnlich wie mit den Cheruskern rund um Heinde. Der Forschung sind diese "Inseln" heue bekannt. Sie liegen aber deutlich südlich von Heinde, in Hessen, in Baden-Württemberg. Die heutigen Bewohner von Heinde wissen davon nichts oder nur ganz wenig.
- Karl der Grosse setzte dann aber die Christianisierung durch, um 800 n. Chr., und zerstörte die bisherigen staatlichen Strukturen der Cherusker, die z.B. eine eigene Gerichtsbarkeit hatten. Damit ging die cheruskische Kultur weitgehend verloren. An die Stelle der keltischen Sonnenwendfeier, um den 20. Dezember herum, tritt das Weihnachtsfest. Aus dem Frühlingsfest wird Ostern. Man spricht deutsch, nicht mehr keltisch.
5. Huter im wilhelminischen Deutschland
5.1 Zu wenig Ansehen und Anerkennung infolge fehlender Attribute
- Huter besitzt keinen Offiziersgrad, keinen akademischen Titel, keine Orden und Auszeichnungen.
- Huter hat nie eine höhere Schule besucht, z.B. ein Gymnasium oder eine Universität.
- Huter kann keine berufliche Karriere vorweisen;
- Huter kann keine Entdeckungen und Erfindungen im technisch-industriellen Bereich vorweisen.
- Er ist auch kein bekannter Künstler oder Schriftsteller.
- Huter ist lediglich "Privatgelehrter" und allein schon diese Bezeichnung lässt ihn als eine etwas eigenartige Person erscheinen, die etwas abseits steht.
- Huter hat zwar viele Entdeckungen gemacht und viele Erkenntnisse gewonnen, aber man sie nicht ohne weiteres vorzeigen - mit den Händen anfassen, anschauen, etc. - Sie benötigen Erklärungen, man muss sich in die Sache vertiefen, etc.
- Die Wissenschaftler resp. die Fachgelehrten interessieren sich kaum für seine Entdeckungen und Erkenntnisse. Diese werden nie durch Fachpersonen näher untersucht. Nur wenige Personen schreiben einen Artikel oder eine Broschüren darüber. In den Fachzeitschriften findet man kaum etwas.
5.2 Das preussische Element und die Kirchen
- Das preussische Element stösst ihn ab: das Schroffe, das Militärische, das Schematische etc. Huter fühlt sich sowohl als Cherusker als auch als Hannoveraner, keinesfalls als Preusse.
- Einige preussische Herrscher, Fürsten, Staatsmänner, Forscher, Gelehrte, etc. achtet Huter sehr, aufgrund ihrer menschlichen und fachlichen Qualitäten, vorallem Kaiser Wilhelm I, General Roon, Fürst Blücher.
- Huters Einschätzung zu Bismarck lässt sich nicht in wenigen Worten wiedergeben, ebenso jene über Wilhelm II. Einige Ansichten und Handlungen dieser Männer kann er gutheissen, viele andere Ansichten und Handlungen aber nicht. - Huter hat sich in mehreren Schriften näher geäussert. Siehe auch Rubrik 9G1. Wilhelm II. - Näheres auf Anfrage.
- Ähnliches gilt für das evangelische Deutschland und ebenso für das katholische Deutschland.
5.3 Zitate Huters über die Verhältnisse im damaligen Deutschen Reich
Siehe Rubrik 9G. Länder und Völker. Man beachte
- in Ziffer 1 "Im Inneren blutet es aber aus tausend kleinen Wunden: Kanalvorlage, Lipper Thronfolge, Ministerintrigen, Polizeiübergriffe, Massregelung wahrheitsliebender Theologen, Schutzlosigkeit der freien Heilgewerbe, Zerreibung des Handwerkerstandes, disharmonische Rechtsauslegungen, Überhebung des Akademikertums und der Reserveoffizier-Übermenschenmanie, Unterdrückung der bescheidenen Talente, Verachtung der ehrbaren Handarbeit und gegenseitige Anneidung, Verklatschung, Bestreitung, Verfressenheit und Versoffenheit."
- in Ziffer 2 "Es gibt sehr viele harmonisch veranlagte Menschen in Deutschland, die gute Führer sind, aber dem gegenüber gibt es zu viel disharmonische Naturen, die zu Nörgelei, aktivem Widerstand und unberechtigter Kritik oder Querköpfigkeit neigen."
Anmerkung
1. Ein Volk mit derartigen Eigenschaften ist ein unreifes Volk. Die Ereignisse im zweiten Viertel des 20. Jahrhunderts werden sich dereinst nur mittels des Instrumentes der Huterschen Psycho-Physiognomik wirklich verstehen lassen! Siehe die Schriften von Amandus Kupfer, u.a. Amandus Kupfer: Menschenkenntnis. Das Buch von 1941. Erschienen 1948.
2. Huter sagte einmal gegenüber seinen Schülern: Die die drei National-Untugenden der Deutschen sind Neid, das Fressen und Saufen und das Verleumden. (1)
3. Huter hatte einen ganz besonderen Lebensweg. Dies mag erklären, dass viele andere Menschen mit den damaligen Verhältnissen viel besser zurechtkamen.
4. Heute, 2025, findet man in Deutschland diese Mängel kaum noch.
5. Huter schreibt, im Jahre 1911 oder 1912: "England und Nordamerika zeigt die meiste politische Reife, auch Norwegen und die Schweiz."
(1) Huter erlebt immer wieder Verleumdungen, Verklatschungen, Böswilligkeit, Neid, etc. Diese Lebensphase beginnt in Detmold, 1897, und dauert bis einen Monat vor seinem Tod, 1912. Sie stören seine Arbeit, sein Lebensglück und beeinträchtigen oft seine Gesundheit, letzteres besonders ab 1907.
Ein Beispiel: Huter betrieb von 1897 bis 1908 in Detmold ein Kurbad. Der Stadtarzt - Stadtphysikus genannt und andere Personen - versuchen ihn daran zu hindern. Sie erheben Anzeige wegen angeblichen Verstössen, reden schlecht über ihn, etc.
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Diese Seite wurde am 5. August 2019 erstellt. Sie wird regelmässig geprüft. Änderungen erfolgten am 7. und 13. August 2019, am 6. Mai 2022, vom 21. bis 23. November 2025 und vom 10. bis 16. Dezember 2025.
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