Carl-Huter-Stiftung

Welt- und Menschenkenntnis nach Carl Huter


Herzlich willkommen!

 Die Carl-Huter-Stiftung informiert sie über

  • Carl Huter;
  • die Hutersche Psycho-Physiognomik;
  • die Huterschen Lehren;
  • die Carl-Huter-Literatur;
  • die Carl-Huter-Stiftung.


Kommen Sie mit auf einen Rundgang!


1. Biografische Informationen

Carl Huter wurde 1861 in Heinde bei Hildesheim in Hannover geboren und starb 1912 in Dresden in Sachsen. 

Sein Vater war Wasserbaumeister und selbständig erwerbend. Im März 1868 rettete er einen Wasserbau-Inspektor, der in den Fluss gestürzt war. Der Vater zog sich eine Unterkühlung zu und starb.

Schon im Alter von fünf und sechs Jahren zeigten sich beim Knaben Eigenschaften, die auf eine hervorragende geistige Veranlagung schliessen liessen, u.a.
- ein hervorragendes Gedächtnis;
- die Fähigkeit, Menschen genau zu beobachten und treffend zu charakterisieren;
- ein starker Sinn für Gerechtigkeit und Wahrheit; 
- die Neigung, sich mit ernsten Themen zu befassen.

Im Herbst 1868 kam Carl Huter als Pflegekind zu einem kinderlosen Ehepaar nach Ödelum. Das kleine Dorf liegt 20 km von Heinde entfernt und die Reise dorthin dauert zu Fuss 4 Stunden. Der Pflegevater war sein Taufpate und ein entfernter Verwandter. Er sollte später einmal den kleinen Bauernhof der Pflegeeltern erben und bewirtschaften. Täglich musste er im Betrieb mitarbeiten, ganz besonders während den Schulferien. 

Carl Huters Gedächtnisgabe rief damals das Erstaunen seines Lehrers und weitester Kreise hervor. Er lernte beispielsweise eine einmal gehörte Unterrichtsrede seines Lehrers oder die Sonntagspredigt des Pastors nach einmaligem Anhören fehlerfrei auswendig, so dass er alles Gehörte noch wenige Tage darnach wörtlich wiedergeben konnte. Desgleichen lernte er ganze Seiten aus Bibel, Gesang-, Lese- oder Geschichtsbüchern nach ein- bis zweimaligem Überlesen auswendig. Dieses phänomenale Gedächtnis war mit einem klaren Verständnis des Erfassten vereint. Alle Befragungen des Lehrers verstand Carl Huter treffsicher zu beantworten.

Der Lehrer erkannte die hohe Begabung und erteilte Carl Huter viele Jahre unentgeltlichen Privatunterricht. Dank seinem hingebenden Interesse hat Carl Huter eine ausgezeichnete Allgemeinbildung als Vorbereitung zu einem späteren künstlerischen, schriftstellerischen und gelehrten Berufe erreicht. Als Nachbar der Pflegeeltern stand er mit ihm auch in der freien Zeit in naher Verbindung und regem Gedankenaustausch. Weder die Pflegeeltern noch seine Mutter unterstützten den Wunsch von Carl Huter und seines Lehrers nach dem Besuch einer höheren Schule. 

Ab Herbst 1876 machte er in Hildesheim eine dreieinhalbjährige Lehre zum Porträtmaler, Dekorateur und Porzellanmaler. Er lebte im Haushalt des Lehrmeisters. Dieser hatte einen etwas jüngeren Sohn, der sich auf der Kunstakademie in Hildesheim zum Kunstmaler ausbilden liess.

Nach Abschluss der Lehre im Februar 1880 war Carl Huter kurze Zeit als Portraitmaler tätig. In Berlin, Leipzig und Dresden bildete er sich auf den Gebieten der Medizin, Naturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Philosophie und Spiritualismus weiter, durch Selbststudium und durch privaten Unterricht bei Dozenten. Dank Fleiss und seiner hervorragenden geistigen Veranlagung erreichte er rasch hervorragende Kenntnisse in diesen Wissenschaften.

Zwischen 1884 und 1893 war er in Hannover und in der Provinz Hannover teil Portraitmaler und teils für seine Lehre tätig. Er gab Vorträge und Kurse, beriet Menschen, oft auch kranke Menschen und befasste sich mit Naturforschung und Philosophie.

Aus einem Halsleiden, das ihn zwischen 1889 und 1892 beruflich einschränkte, entstand am Ende ein eigenes Heilsystem. 1898 veröffentlichte er das 424-seitige Werk "Die neue Heilwissenschaft". Sie beruht auf einer naturwissenschaftlichen Grundlage, ist nachvollziehbar und lernbar.

Um das Jahre 1889 beobachtete Carl Huter im Halbdunkeln ein schwaches weisslich-gelbes Licht, das von seinem Körper ausging, namentlich von seinem Kopf und den Händen. Er begann diese Erscheinung intensiv zu erforschen. Er brauchte zehn Jahre bis er den Ursprung und die Eigenschaften dieser Strahlung vollständig erforscht hatte. Er nannte sie Helioda-Strahlung, kurz: Helioda. Sie ist der Wissenschaft auch heute noch völlig unbekannt. 

Im Jahre 1893 gab Carl Huter den Beruf des Portraitmalers auf und arbeitete nur noch für seine Lehre: dozierend, gutachterlich und forschend. Kranke Menschen, deren Leiden auf schulmedizinischem Weg kaum noch zu bessern war, wandten sich an ihn. Oft vermochte er mit seinen Anweisungen und seinen Behandlungen die Krankheit in kurzer Zeit zu beseitigen oder erheblich zu bessern. 

Mitte 1894 wurde er Leiter eines Kurbades in Hannover. In Zusammenarbeit mit den Ärzten konnte er sein Heilsystem anwenden und praktische Erfahrungen sammeln. Mitte 1895 gab er diese Tätigkeit nach nur einem Jahr auf. 

Seine Lebensaufgabe sah er nun darin, eine neue Lehre über Welt und Mensch zu schaffen und zu verbreiten. Im Januar 1896 heiratete er Henriette Pieper (genannt Henny), im September kam das erste Kind zur Welt und im Jahre 1897 erfolgte der Umzug nach Detmold. 

Hier betrieb Carl Huter in den Sommermonaten ein Kurbad. Im Frühling, Herbst und Winter war er oft auf Vortragsreisen. In der übrigen Zeit war er schriftstellerisch tätig, bildete in seinem Haus männliche und weibliche Schüler in Monatskursen und durch Einzelunterricht zu Fachpersonen im Bereich der Huterschen Lehre aus resp. zu Masseuren resp. zu Helioda-Therapeuten, führte Kongresse für Huter-Freunde durch, korrespondierte mit seinen Anhängern, baute Vereine und eine Bundesverwaltung auf und kümmerte sich um seine Familie. In mehreren Auszeiten schrieb er sein Hauptwerk «Welt- und Menschenkenntnis».

Carl Huter war ein unglaublich feinfühlender und sensibler Mensch. Negative Einflüsse, z.B. aus seiner näheren Umgebung oder kommende Ereignissen, z.B. bevorstehende Kriege, hat er oft spontan mittels Hellfühlen wahrgenommen. Seine Seele litt darunter. 

Ab dem Jahre 1907 musste Carl Huter seine Arbeit fast jährlich durch einen mehrwöchigen Kuraufenthalt unterbrechen. Personen aus seinem familiären und beruflichen Bereich haben sich immer wieder böswillig und zum Teil sogar schädigend verhalten. Dank seiner starken Lebenskraft, dank seiner Duldsamkeit und seiner Leidensfähigkeit konnte er dies lange Zeit ohne bleibende Beeinträchtigung ertragen.

In den Jahren 1907 bis Ende 1910 war Carl Huter beruflich ganz mit seinen Lehren beschäftigt und sehr produktiv. Er verfasste und veröffentlichte Jahr für Jahr mehrere Schriften, hielt regelmässig öffentliche Vorträge, bildete rund zwei Dutzend Schüler aus, teils in Monatskursen und teils durch Privatunterricht, und gab Vertiefungskurse im Anschluss an Vorträge. 

Im Mai 1909 trennte er sich einvernehmlich von seiner Familie und zog nach Leipzig um. Um seine berufliche Tätigkeit zu betreiben, gründete er die Firma Carl Huter.

Leider kam es bereits Mitte 1911 zu einer Betriebseinstellung infolge eines Insolvenzverfahrens. Auch hier in Leipzig blieb er nicht von bösartigen Angriffen auf seine Person und sein Werk verschont, die aus seinem familiären und dem seinem beruflichen Umfeld stammten. Es trat eine erhebliche gesundheitliche Verschlechterung ein, u.a. in Form eines Herz- und Leberleidens. Seine Schaffens- und Lebenskraft war gebrochen. Carl Huter starb am 4. Dezember 1912 in Dresden. 


2. Die Huterschen Lehren - der äussere Rahmen

Carl Huter

  • hielt von 1882 bis 1911, während fast 30 Jahren, mehrere Hundert Vorträge in vielen Städten und Ortschaften des damaligen deutschen Reiches, von Freiburg und Konstanz im Süden bis nach Kiel im Norden und von Strassburg im Elsass bis nach Breslau und Tilsit. Tausende von Männern und Frauen haben interessiert zugehört, Hunderte von Zeitungen haben anerkennende Berichte veröffentlicht. Sehr oft hat er die Richtigkeit seiner Lehren durch anschliessende Experimente nachgewiesen. Sie haben Anerkennung, Staunen und Bewunderung hervorgerufen.
  • schrieb in den 18 Jahren von 1894 bis 1912 rund 30 Bücher und Broschüren, rund zwei Drittel davon ab 1904. Viele von ihnen hat er oder später Amandus Kupfer veröffentlicht. Einige Manuskripte gelten im Moment als verschollen.
  • war Herausgeber der Zeitschrift "Hochwart", die vom Oktober 1899 bis Mitte 1911 erschien, und für die er viele Artikel schrieb. Die Zeitschrift hatte mehrere ständige Mitarbeiter und einen Schriftleiter. Im Jahre 1909 kamen drei weitere Zeitschriften hinzu, die nur wenige Male erschienen und deren Seitenumfang gering war. 
  • gründete am 10. / 11. August 1901 den Huterischen Bund. Er war die Nachfolge-Organisation von zahlreichen örtlichen Freundesgruppen, die schrittweise ab 1898 entstanden sind.  Um 1906 herum besass der Bund rund 700 Mitgliedern in rund 30 Vereinen und Ortsgruppen. Der Bund bestand bis zum Tode Huters im Jahre 1912.
  • betrieb in Leipzig von Mai 1909 bis Mitte 1911 die Firma "Carl Huter", bestehend aus vier Einrichtungen:
    a. die 
    Freie deutsche Hochschule für psychologische Forschung und vergleichende Natur- und Religionswissenschaften,
    b. das psychologisches Untersuchungsinstitut für biologische, psychologische, psycho-physiognomische, phrenologische, graphologische und psychometrische Feststellungen und Gutachten,
    c. das psychologisches Museum mit kunstwissenschaftlicher, naturgeschichtlicher und psychologischer Abteilung,
    d. den Carl-Huter-Verlag.
    Er wurde unterstützt von der jungen Irma Fleischhacker, seiner Schülerin.

Die Gesamtauflage seiner eigenen Werke betrug mehrere Zehntausend. Hinzu kommen viele Bücher, Broschüren und Fachartikel, die in seinem Verlag in Tausenden von Exemplaren erschienen sind, in denen u.a. Ärzte und Naturwissenschaftler die Huterschen Lehren dargelegt haben.

Carl Huter hat viele Entdeckungen gemacht, die teils eine grosse Bedeutung haben. Viele davon hat er lediglich in wenigen Sätzen beschrieben. Es war ihm bewusst, dass die Nachwelt seine Forschungen überprüfen und vertiefen muss. Aus verschiedenen Gründen war es ihm nicht möglich, dies selbst zu machen. Er arbeitete ohne jede staatliche Förderung und war selbständig erwerbend.

Carl Huter beschäftigte in seinem Kurbad und in seinen Instituten mehrere Mitarbeiter als Arzt, Masseur, psychologische Assistentin und Sekretärin. Seine Mitarbeiter haben bei ihm eine Ausbildung durchlaufen und in kurzer Zeit viel gelernt. 

Carl Huter hat rund 20 Personen im Bereich der Huterschen Psycho-Physiognomik, des Hellfühlens und der Therapie mit Helioda ausgebildet. Rund 5 Personen haben die Prüfungen erfolgreich bestanden.

Zu dieser Gruppe von geprüften und danach beruflich tätigen Personen zählen Amandus Kupfer (1879-1952), Schriftsteller, Verleger; psychologischer Berater und Dozent.

Mehrere Personen haben die Ausbildung vorzeitig beendet, z.B. Max Schacke (1872-1959) und Carl Welkisch (1888-1984). Bei beiden war diese Ausbildung Grundlage für ihre spätere berufliche Tätigkeit, u.a. Helioda-Therapeut. 

Irma Fleischhacker (1891-1980) wurde von Huter monatelang geschult. Sie arbeitete von Mitte 1909 bis zu Huters Tod als I. Assistentin. Kurze Zeit später wanderte sie nach Australien aus. Die Huterschen Lehren waren nicht mehr Teil ihres beruflichen Lebens.


3. Die Hutersche Lehren - Inhalte

Die wichtigsten Huterschen Entdeckungen und Erkenntnisse werden hier lediglich aufgeführt. Nähere Erläuterungen findet man 


3.1 Das Empfindungs-Element und der Weltäther

Carl Huter nimmt an, dass alles, was in unserem Universum vorhanden ist, sich auf drei Grundelemente zurückführen lässt: 

  • Das Empfindungs-Element. - Aus diesem Element gehen Leben, Gefühl, Empfinden, Bewusstsein, Gewissen und Gedächtnis hervor.
  • Das Ruh-Element - Aus diesem Element geht die Materie hervor.
  • Das Bewegungs-Element - Aus diesem Element gehen Kraft und Energie hervor.

Carl Huter nimmt an, dass der Raum mit Weltäther erfüllt ist. 

Die Eigenschaften des Weltäthers:

  • Der Weltäther besteht aus einzelnen Teilchen.
  • Die wichtigsten Eigenschaften der neutralen Weltäther-Teilchen sind:
    a. Die drei Grundelemente befinden sich in einem vollständigen Gleichgewicht.
    b. Deshalb erscheint der neutrale Weltäther als absolut neutral, z.B. ohne Masse, ohne Gewicht.
    c. Der neutrale Weltäther vermag alle äusseren Einwirkungen zu empfangen und leitet sie vollständig und unverfälscht weiter.
    d. Er ist nicht in der Lage, die Einwirkungen zu speichern. Damit würde er die Neutralität verlieren.
    e. Im neutralen Weltäther liegt ein Sehnen nach Veränderung. Dies führt zu einer Äther-Differenzierung, d.h. zur Bildung von Ruh-Äther-Teilchen, zur Bildung von Fliehäther-Teilchen und zur Bildung von Empfindungs-Äther-Teilchen. Siehe  6. Neue Physik

Anmerkungen

Der Weltäther ist bei Beginn des Universums entstanden, dann, als der Raum entstanden ist. Huter nimmt an, dass der Raum auf der Wirkung von zwei polaren Raumkräften beruht und diese den Weltäther erzeugt haben.

Der Äther ist nur schwer nachweisbar. Carl Huter sagte, er habe dank seinem Empfindungsvermögen den Äther wahrnehmen können.

In der Natur-Wissenschaft glaubt man, dass alle Erscheinungen auf physikalische und chemische Erscheinungen zurückzuführen sind. Diese Ansicht wurde ganz besonders vom deutschen Naturforscher Ludwig Büchner, 1824-1899 vertreten, in seinem  berühmten Werk "Kraft und Stoff", 1855. Er gilt als einer der Begründer des Materialismus. Demnach sollte sich alles Geistige und Seelische rein materialistisch erklären lassen. Bis heute ist man davon weit entfernt. 

Carl Huter ist aufgrund von experimentellen Nachweisen, die er und andere erbracht haben, und durch die Ergebnisse seines Denkens überzeugt, dass die Materie ein Gedächtnisvermögen besitzt und sich das Gedächtnisvermögen niemals auf Kraft oder Stoff zurückführen lässt. Es muss als ein selbständiges Vermögen, eine selbständige Energie betrachtet werden! 


3.2 Produkte des Empfindungs-Elements

Carl Huter nimmt an, dass im Empfindungs-Element die Wurzeln liegen für die Entstehung

  • der lebenden Zelle und der darin wirkenden organisierenden und schöpferischen Kräfte.
  • der Lebenskraft, die zugleich Liebeskraft ist.
  • des Bewusstseins, das eng mit dem Gewissen verbunden ist.
  • von Seele und Geist.
  • der Empfindungskraft der Lebewesen.
  • der Helioda-Strahlung. - Sie geht aus konzentrierter Empfindungsenergie hervor. Sie ist beim Menschen besonders stark und hier tritt sie im Gesicht und am Auge am stärksten auf.

Carl Huter nimmt an, dass die aus dem Empfindungs-Element  - in magischer Weise - hervorgehende Helioda-Strahlung

  • schöpferisch und organisierend tätig ist; besonders in der lebenden Zelle, da es sich in einer lebenden Zelle am freiesten zu betätigen vermag.
  • eine gestaltbildende Kraft besitzt: Es formt die Peripherie eines Lebewesens und zwar aufgrund der inneren Verhältnisse des Lebewesen. Damit erklärt es sich, dass aus der Peripherie auf den Charakter des Lebewesen geschlossen werden kann.
  • die Anpassung der Lebewesen an die Verhältnisse und die Höherentwicklung des Lebens bewirkt, zusätzlich zu anderen Faktoren wie Umwelt-Einflüsse und die Partnerwahl (Auslese, Selektion).

Carl Huter hat seine Erkenntnisse über das Empfindungsvermögen oft auch mittels Experimenten ergänzt, um damit

  • die Zuhörer über die Richtigkeit seiner Erkenntnisse zu überzeugen
  • zu zeigen, dass das Empfindungsvermögen ebenso real ist, wie Kraft und Stoff!

In den über 100 Jahren seit Huters Tod Huter waren nur wenige Menschen in der Lage, seine oder ähnliche Experimente durchzuführen. Der Mensch benötigt eine gute Veranlagung und eine Schulung und Verfeinerung des eigenen Empfindens. Genau gleich war es auch bei Huter. 


Weitere Erkenntnisse Huters über das Empfindungs-Element und die Helioda-Strahlung

1. Das Empfindungs-Element haftet auch der sogenannten "toten" Materie an, also den Atomen und Molekülen und deren Bestandteilen: in Form von Feinmaterie, die aber, nach Huter, chemisch nicht oder dann lediglich indirekt nachweisbar ist. Diese Feinmaterie hat zugleich eine energetische Seite: Empfindungs-Energie, Empfindungsvermögen, Strahlung.

2. Das Empfindungs-Element befindet sich in der Materie - also in den einzelnen Atomen und Molekülen sowie in den anorganischen Substanzen - in einer gebundenen Form und schlummernden Form. Es tritt nur äusserst selten in Erscheinung.

3. Im Empfindungs-Element liegt das Sehnen nach dem Erwachen aus diesem Schlummer-Zustand. In der biologischen Zelle ist dies dank ihrer Innenorganisation möglich. 

4. Im Eiweiss-Molekül vermag sich das Empfindungs-Element stark zu sammeln und ist hier loser gebunden. Huter spricht von lebendigen Eiweiss. Bei starkem Empfindungs-Element kommt es, bei besonders günstigen Umständen, zur Bildung der lebenden Zelle bestehend aus Zellkern, Protoplasma (Eiweiss) und Zentrosoma. Das Zentrosoma ist das Sammelbecken des Empfindungs-Elements, das Organ des Empfindungs-Elements und das Zellgehirn der Zelle.

5. Ist in der lebenden Zelle die Empfindungs-Energie genügend konzentriert, kommt es auf magische Weise zur Erzeugung des Bewusstseins und auf magische Weise zur Erzeugung des Helioda-Strahlung. Die Strahlung geht insbesondere vom Zentrosoma und es ist zugleich der Sitz des Bewusstseins. Mit dem Wort "magisch" möchte Huter vermutlich mitteilen, dass es ausserordentlich schwierig ist, diese Vorgänge näher zu erforschen. Weitere Erklärungen findet man in den Huterschen Schriften nicht. Huter ist fest überzeugt, dass sich Seele, Geist und Bewusstsein niemals als eine physikalische oder chemische Erscheinung erklären lassen, z.B. als eine Schwingung. 

6. Die Heliodastrahlung sammelt sich besonders im Zentrosoma, im Eiweiss des Protoplasmas, in den Nervenbahnen in den Nervenzentren - dazu gehört auch das Gehirn - in den Sinnesorganen, in Fingern und Zehen sowie in den Geschlechtsorganen. 

7. Die Reizempfindlichkeit der Zelle erklärt sich durch das Empfindungselement. 

8. Die Helioda-Strahlung ist in der lebenden Zelle organisierend und schöpferisch tätig. Sie ist als eigentliche Lebenskraft anzusehen. Die häufig zu beobachtende feine Ausstrahlung des menschlichen Körpers, besonders der Augen, der Gesichtshaut und der Fingerspitzen erklärt sich durch die vom Empfindungsvermögen erzeugte Heliodastrahlung. Die Übertragung von Gedanken und Gefühlen erklärt sich durch die Helioda-Strahlung.

9. Die Helioda-Strahlung ist individuell unterschiedlich. Bei Carl Huter war sie stark. Dies hat ihm die Entdeckung und die Erforschung der Helioda-Strahlung erleichtert. Diese Strahlung konnte Huter auf andere Menschen richten. Sie wirkte dann direkt auf deren Zellen ein, in einer die Zelle aktivierenden Weise. Auf diese Weise lässt sich die Übertragung von Gedanken, Gefühlen und die Übertragung von Lebenskraft erklären! - Carl Huter hat diese Wirkungen erfolgreich nachgewiesen, sowohl in seinem Kurbad als auch an öffentlichen Vorträgen. Dies geht aus Bildern und Berichten der betreffenden Personen zweifelsfrei hervor.

10. Carl Huter stützt seine Erkenntnisse über die Empfindungsenergie und das Leben auf seine scharfen Beobachtungen, auf sein Hellfühlvermögen, das sich durch Übung sehr gesteigert hat, das Studium von Fachliteratur über die Zelle und über solche Erscheinungen, auf Logik und Intuition, etc. sowie auf viele experimentelle Überprüfungen. 


3.3 Wichtige Erkenntnisse in den Bereichen Physik, Biologie, Medizin und Psychologie

Carl Huter ist überzeugt, dass die Erklärungen über einzelne physikalische, biologische und psychologische Erscheinungen mangelhaft sind und der Grund darin liegt, dass sie das Empfindungsvermögen nicht berücksichtigen. 

Carl Huter fand neue Erklärungen über

a. die Gravitation;

b. die Ausbreitung des Lichts, d.h. von elektro-magnetischen Wellen;

c. über die Entstehung des Lebens, die Höherentwicklung des Lebens; die Prozesse im Innern der lebenden Zelle;

d. den Menschen: Wie lassen sich die individuellen Eigenschaften des Menschen aus seinem Äusseren erkennen? Huter entwickelte daraus ein neues Instrument, um den Menschen zu beschreiben und nennt es Hutersche Psycho-Physiognomik.

e. Als Folge davon gewann er neue Erkenntnisse über Sympathie und Antipathie zwischen zwei oder mehreren Menschen, über die Eignung der Menschen für bestimmte Berufe, über die Eigenschaften, die eine Führungspersonen besitzen sollte, über die Gestaltung von Staat und Gesellschaft, etc.

f. Er gewann neue Erkenntnisse über die Stärkung der Gesundheit und über die Therapie von Erkrankungen. Daraus entwickelte er eine gänzlich neue Heilmethode, die Helioda-Therapie. Diese Fortschritte in der Gesundheitsvorsorge und Heilkunde beruhen auf der Huterschen Psycho-Physiognomik, auf neuen Einsichten über die Zelle und auf der Entdeckung der Helioda.


3.4 Erkenntnisse und Empfehlungen für das praktische Leben und eine neue Weltanschauung

Dank dem Instrument der Huterschen Psycho-Physiognomik gewann Carl Huter einen viel besseren Einblick in das Wesen Mensch als es bisher möglich war. 

Auf diese Weise gelangte Carl Huter zu neuen Erkenntnissen und Empfehlungen 

a. zu zahlreichen sozialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und ähnlichen Themen, welche die Menschen beschäftigen und bewegen.

b. zu den Empfehlungen an den einzelnen Menschen und die menschliche Gesellschaft. Er nennt sie Neue Ethik. 

c. zu einer neuen Weltanschauung. Carl Huter nennt seine Erkenntnisse vergeistige Weltanschauung;

d. zu neuen Grundsätzen über die Religion und über deren Ausübung. Er nennt seine Erkenntnisse Kallisophische Weltreligion, eine Religion auf naturwissenschaftlichen Grundlagen.


3.5 Hutersche Psycho-Physiognomik

Carl Huter gelang es, aus der äusseren Erscheinung des Menschen den Charakter dieser Person zu beschreiben. Er stützte sich dabei

  • auf seine neuen Erkenntnisse, siehe oben;
  • die Entdeckungen und Beobachtungen der Wissenschaftler im Bereich der Biologie, Physiologie, Anatomie und Medizin;
  • einzelne Erkenntnisse früherer Physiognomen.

Die Hutersche Psycho-Physiognomik ist eine praktische Menschenkenntnis. Es gibt wohl bis heute kein anderes System in diesem Bereich, das ebenso leistungsfähig ist, ebenso verlässlich ist und auf naturwissenschaftlichen Grundlagen beruht. 


3.6 Fazit

Carl Huter sieht sich im Bereich der Naturwissenschaft als Entdecker neuer Erkenntnisse

  • über die Grundelemente unserer Welt. Durch die Entdeckung des Empfindens als drittes Grundelement ergibt sich eine neue Weltanschauung, die vergeistige Weltanschauung. 
  • in der Physik;
  • in der Biologie, also die Lehre über das Leben. Er ist der Entdecker der Lebenskraft, der Liebeskraft, der Helioda-Empfindungskraft und der Helioda-Strahlkraft.
  • in der Abstammungslehre. Die Höherentwicklung erklärt sich nach Carl Huter nicht allein durch Anpassung (Lamarck) und Selektion (Darwin). Viel bedeutender sind die Wirkungen, die von der Empfindungsenergie ausgehen!
  • in der Heilkunde;
  • über das Erkennen des Charakters eines Menschen aufgrund der äusseren Erscheinung, durch ein ganz neues und verlässliches System.

Carl Huter sieht sich im Bereich der Philosoph und Ethik als Schöpfer neuer Erkenntnisse und neuer Empfehlungen

  • die in zahlreichen Situationen als Entscheidungshilfe dienen: im Bereich der Erziehung und Bildung, der Partnerschaft und Ehe, der Familie, der Erwerbsarbeit, der Gestaltung der staatlichen Verhältnisse, etc.
  • die den Menschen in religiösen Fragen hilfreich sein können.

Carl Huter sieht sich als Begründer 

  • einer neuen Weltanschauung - der vergeistigen Weltanschauung;
  • der Huterschen Psycho-Physiognomik;
  • eines neuen Zweigs der Gesundheitslehre und der Medizin;
  • einer neuen Ethik;
  • der Kallisophischen Weltreligion.



History

Diese Seite wurde am 15. August 2020 erstellt und veröffentlicht, in deutscher, französischer und englischer Fassung. Sie wird regelmässig überprüft, letztmals vom 16. August 2020 bis 1. September 2020, vom 1. bis 12. Dezember 2020, am 23. August 2021 und am 29. August 2021.


 
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