Carl-Huter-Stiftung

Welt- und Menschenkenntnis nach Carl Huter

Beschreibungs-Methode

Die Rolle der Fachperson


Eine Fachperson beobachtet die äussere Erscheinung des Menschen durch genaues und fühlendes Sehen. Daraus zieht die Fachperson Rückschlüsse auf das Wesen des Menschen.

Die Beobachtung der äusseren Erscheinung und der charakterologischen Beschreibung erfolgt in zweifacher Hinsicht:

a. Typologisch. Die Fachperson bestimmt

  • das Naturell (immer)
  • das Temperament (immer)
  • den Impuls (1), (seltener)
  • die Ausrichtung (2), (seltener)

Im Einzelfall (selten) wird auch Bezug genommen auf

  • auf das Geschlecht
  • die Rasse (3)

Daraus ergibt sich eine erste, allgemeine Beschreibung des Menschen.

 

b. Individuell-differenziert. Die Fachperson beobachtet (4)

  • den Kopf
    in all seinen Einzelteilen, u.a. Kinn und Unterkiefer, Mund, Nase, Augen, Stirn, Oberhaupt, Seitenhaupt, Hinterhaupt, Ohr (konstante Formen)
  • den Hals und den Nacken
  • die Mimik, die Gesten, die Stimme, die Kleidung (veränderliche Teile)

und zwar in erster Linie in Bezug auf Besonderheiten, d.h. in Bezug auf Elemente, die

  • für den betreffenden Typ (siehe oben) besonders bemerkenswert sind, womit eine typologische Eigenschaft verstärkt oder abgeschwächt wird;
  • ausdrucksstark oder ausdrucksschwach sind.

Die Fachperson vermag diese Besonderheiten unschwer zu erkennen!


Ergebnis

  • Mit vergleichsweise wenig Aufwand an Zeit und Ressourcen vermag die Fachperson den Menschen differenziert und zuverlässig zu beschreiben.
  • Die Beschreibung lässt sich gut vermitteln und nachvollziehen.


Anmerkungen

Die Beobachtung orientiert sich an Fakten.

Die Hutersche Menschenkenntnis ist naturwissenschaftlich gut abgestützt.

Die fachmännische Beobachtung und Beschreibung*) beruht

  • auf mehreren, aktuellen Bildern, in unterschiedlichen jedoch üblichen Situationen des Menschen sowie auf in der Regel auf biografischen Informationen*)
  • auf persönlicher Anwesenheit des Menschen - im Normalfall eine mindestens zweimalige Anwesenheit und verbunden mit einem persönlichen Gespräch*)

*) Soll im Einzelfall einzig die Leistungsfähigkeit der Huterschen Menschenkenntnis geprüft werden, bei vollständig unbekannten Personen, kann davon abgewichen werden. Das Bildmaterial soll jedoch aussagekräftig sein, d.h. die Person zu unterschiedlichen Zeitpunkten, bei üblichen Betätigungen und in guter Bildqualität zeigen.


Fussnoten

(1) Von Carl Huter entdeckt und beschrieben. Er unterscheidet den körperlichen und den geistigen Impuls.

(2) Von Carl Huter entdeckt. Er unterscheidet den Äusserlichkeitsmenschen vom Innerlichkeitsmenschen

(3) Die Rasse ist kein Merkmal, das mit angemessener Sicherheit auf bestimmte Charaktereigenschaften schliessen lässt. Menschliche Eigenschaften, ob positiv oder negativ, sind nicht auf einzelne Rassen beschränkt. Jeder psychologische Fachmann und jeder gute Menschenkenner wird dies bestätigen können. In der Huterschen Menschenkenntnis wird jeder Mensch individuell beschrieben und behandelt. - Es gibt Eigenschaften, die bei einer Rasse (oder auch bei einer Unterrasse resp. einer Volksgruppe) häufiger resp. seltener auftreten und daher als "typisch" resp. "untypisch" gelten. Dies wird in der Huterschen Menschenkenntnis jedoch stets individuell und keineswegs lediglich gestützt auf die Zugehörigkeit einer Rasse, einer Unterrasse, etc. festgestellt. - Weitere Information findet man in der Rubrik "Huter-Zitate" im Abschnitt  F.  Rasse

(4) Die Beobachtung dieser Elemente erfordert optimale Verhältnisse, z.B. gute, aktuelle Bilder (aufgenommen in verschiedenen Situationen) und / oder die mehrfache Begegnung mit dem Menschen.