Carl-Huter-Stiftung

Welt- und Menschenkenntnis nach Carl Huter

5. Helioda

Psycho-Physiognomische Menschenkenntnis: Wie ist es zu erklären, dass aus dem Äusseren des Menschen Rückschlüsse auf sein Wesen gezogen werden können?

Tabellarische Darstellung der Eigenschaften und Wirkungen der Helioda



Die nebenstehenden 5 Abbildungen vermitteln einen ersten Eindruck davon, wie die negative Helioda, die positive Helioda und die organisierend-schöpferische Helioda (zugleich Lebens- und seelische Liebeskraft) äusserlich erkennbar sind.


Wie beschreibt und charakterisiert Huter die  "Helioda"?

Huter schreibt im V. Lehrbrief, 9. Lektion über die Helioda: "Diese Kraft, die "Helioda", ist es nun, welche als Trägerin der Lebenskraft auftritt und welche die grosse Scheidewand bildet zwischen der anorganischen und der organischen Welt. Denn in ihr kommt der konzentrierte Empfindungsäther mit der Impulsenergie zur Herrschaft, zum Übergewicht über alle sonstigen Stoffe und Kräfte, und das eben bewirkt 'Leben'".

Wie lässt sich die Helioda im weiteren beschreiben (Quellenangaben folgen, Stand Juli 2018):

  • Sie ist die eigentliche Lebenskraft. Sie trägt den Charakter der Liebe in sich. Sie ist deckungsgleich mit "Liebeskraft".
  • Je stärker die Empfindungskraft einer Zelle resp. eines Lebewesens ist, desto stärker seine Lebens- und Liebeskraft, desto besser vermag sich die Zelle resp. das Lebewesen zu organisieren und sich den Verhältnissen anzupassen. Man bezeichnet dies als Selbstorganisation und Selbstregulierung des Lebens.

Wie lässt sich die Helioda (oder die Empfindungskraft) stärken? - Durch das Streben nach innerer und äusserer Harmonie und nach eigener Selbstvervollkommnung:

  • Durch stetige Verbesserung seiner Berufsarbeit– geduldiges, liebevolles Arbeiten
  • Durch veredelndes Einwirken auf seine Umgebung
  • Durch den Glauben an das höchste Gute, an das Schöne und die Liebe als unüberwindbare starke Kraft.


Anmerkungen

1) Das Äussere des Menschen lässt sich von der Helioda nur innerhalb gewisser Grenzen formen. Im Prinzipt gilt:
a) S
oweit die Materie flexibel, biegsam, etc. genug ist;

b) Bei festen Bestandteilen, z.B. Knochen und Knorpel, sind Veränderungen nur im Laufe der Zeit möglich; bei weichen Bestandteilen, z.B. Haut, Auge, Munde, innerhalb von Sekunden bis Wochen.

2) Huter schreibt in „Überzeugungsgelübde oder der neue Welt- und Lebensglaube“, Juli 1908, unter Ziffer 17:
""Diese (*) nennt Carl Huter die selbständige Lebenskraft oder Helioda. Die Helioda ist dreifacher Natur, einmal rein empfindend, d. h. mit Empfinden aufnehmend, diese ist die negative Helioda, sodann strahlend, das ist alle Körperteile durchstrahlend, dieses ist die positive Helioda; und drittens, der tätige noch wenig erforschte Zwischenteil, der innerlich und äusserlich die Materie organisiert. In dieser Art stellt sie das magische Bewusstsein dar. Es ist das Bewusstsein, das jedem Individualwesen als Gewissen und Heiligkeitsgefühl innewohnt und das auch mit dem Materiellen ausserhalb des Ichs korrespondieren kann, sozusagen mit dem Schicksal und dem Weltgewissen in Verbindung steht."

(*) Der Einschub lautet: "Diese, aus dem seelischen Mutterstoff der Leichtmedioma, in welcher in höherem Masse die Empfindungsenergie gebunden ist, abgespaltete und gesammelte Empfindungsfeinmaterie und Energie im lebenden Eiweiss, nennt ... "

3) Physiognomisch kommt dies in je eigener Weise zum Ausdruck:

a.  das aufnehmende, eigentliche Empfindungsvermögen in zarten, feinen, schönen Formen.
b. das gestaltende, rückmeldende Empfindungsvermögen: in der heliodischen Strahlung, reine, helle, feine, gut durchstrahlte Haut

c. die organisierende, schöpferische Empfindungskraft sowie die Lebens- und Liebeskraft sowohl in den Merkmalen nach Ziffer 1 und 2. Für die starke, robuste, widerstandsfähige Lebens- und Liebeskraft sind charakteristisch:

  • schöne Proportionen  und Gesichtszüge: sie sind sehr gut modelliert und ausdrucksstark; die Haut ist gut gespannt und der Ausdruck wirkt lebendig
  • ein plastischer, lebendiger Nasen-Wangen-Zug.

4) Huter schreibt in "Illustriertes Handbuch der Menschenkenntnis", I. Teil (Fettdruck durch CHS):

  • "Aus diesem Grunde organisiert und formt die Empfindungsenergie den Stoff, und in ihr wurzelt meinen vergleichenden Forschungen nach jede chemische Energie und jede höhere geistige Energie wie Gedächtnis, Bewusstsein, Wille usw. Daher lehre ich: Die Form eines Lebewesens ist der Lebens-, Willens- und Geistesausdruck des inneren Empfindungscharakters in Verbindung mit der Willfährigkeit zur Form und in Verbindung mit der Anpassung dieser Form auch an äussere umgebende, geistige, chemische und physikalische Einflüsse. Je stärker die Empfindungskraft, desto stärker die Formkraft und die Lebenskraft."

Kommentar: Einschränkungen in der Spiegelung des Inneren im Äusseren ergeben sich somit durch die (beschränkte) Willfährigkeit der Form und durch äussere Einflüsse."


Abb. 1: Negative Helioda bei einer jungen Familienfrau (aus der französischen Schweiz) bei normalstarker Lebens- und seelischer Liebeskraft.
Abb. 2: Positive Helioda bei einer Familienfrau (aus Zürich) bei starke Lebens- und seelische Liebeskraft.
Abb. 3: Sehr starke Lebens- und seelische Liebeskraft bei ebenfalls sehr starker Helioda-Strahlung. Schweizer Unterhaltungskünstler mit italienischen Wurzeln Abb. 4 (folgt; schwache Strahlung)
Abb. 5: Starke Lebens- und seelische Liebeskraft (bei guter Helioda-Strahlung) bei einem über 80-jährigen Mann, der einen grossen Wirkungs- und Bekanntenkreis hat mit vielen öffentlichen Auftritten. Ein bekannter Schweizer Hersteller von Komplementär-Medizinischen Produkten

5) Huter schreibt in "Grundlegende Entdeckungen für die wissenschaftliche Psycho-Physiognomik und ..." (zitiert aus der 2. Auflage, 1940, S. 17):

  • "Ich nannte diese Strahlen Heliodastrahlen, Lebensstrahlen oder auch Geisteslichtstrahlen. Als Lichtausstrahlungen habe ich sie auch oft im Dunkeln bei mir beobachten können. Ließ ich diese Strahlen auf Pflanzen einwirken, so entwickelte sich bei ihnen ein schnelleres Wachstum. Pflanzen, Blumen und Blätter blieben durch die Einwirkungen mit diesen Strahlen länger lebensfrisch als andere, die zu gleicher Zeit abgeschnitten waren. Ich wies damit nach, daß sich diese Lebensstrahlen auf andere lebende Wesen übertragen lassen. Ich experimentierte dann damit bei schwachen und kranken Personen ohne deren Vorwissen und erzielte überraschende Resultate. Die Schwächezustände behoben sich, die Schmerzen verloren sich und vielfach trat eine überraschende Heiltendenz ein. Der liebende Gedanke verstärkte diese Strahlungsvorgänge, der liebelose schwächte sie. Damit war die Liebe als Wurzelkraft des Lebens nachgewiesen. Ich erzielte mit diesen Lebenskraftübertragungen ganz ausserordentliche Besserungen und Heilerfolge auch bei solchen Kranken, welche als unheilbar aufgegeben waren. Ich habe mich daher aus wissenschaftlichem Interesse zur weiteren Erforschung dieser Kraft viele Jahre mit Heilkunde als Leiter von Heilanstalten beschäftigt und ganz über Erwarten gute Erfolge erzielt." 
  • "Ich beobachtete aber zugleich auch, dass meine Gedanken und Empfindungen, die ich bei diesen Heliodisierungen und Strahlübertragungen hatte, d. h. der Charakter dieser Gedanken- und Gemütsstimmungen sich im Gesichtsausdruck der Heliodisierten spiegelte, besonders wenn der Patient nach einer Heliodisierung geschlafen hatte. - Dieses führte mich auf den Gedanken, dass die Lebensstrahlkraft in jedem Lebewesen die geistige Schöpferkraft ist, die die Formen baut und die Physiognomie beeinflusst."
  • "Als Ausstrahlungskraft muss sie notwendigerweise die Physiognomie der Formen, insbesondere der beweglichen, also die Mimik stark beeinflussen, aber auch die festen äusseren Formen werden durch sie, weil durchstrahlt, ebenfalls beeinflusst. Weitere Nachforschungen bestätigten meine Annahme."
  • "Es stand von da ab für mich fest, dass die Heliodastrahlkraft die eigentliche Wachstums- und Formkraft aller organischen Lebensgebilde ist und damit hatte ich das Grundwesen des Lebens und der Formkraft aufgefunden, die Tatsache, dass durch diese Lebensstrahlkraft das Geistige in der Physiognomie zum Ausdruck kommt."

6) In der Broschüre Carl Huter: "Katechismus der Huterschen Wissenschaft" schreibt Huter unter Ziffer 37, dass die negative Helioda (hier Individualempfindungskraft genannt) doppelt auftritt, sich zentral sammelt (CHS: im Zentrosoma) und äusserlich in den Weich- und Hohlformen. Dann schreibt Huter, dass die ausstrahlende Helioda

  • "ebenfalls doppelt wohnt, einmal zentral neben der negativen Empfindungsenergie und zweitens peripher auch neben den negativen Empfindungsorganen in den plastischen Körperausgliederungen, besonders da, wo die Lebens- und Seelenenergie ausgesendet wird, an den Greif- und Stossgliedern, an den Geschlechtsorganen und an den Sinnesorganen, insbesondere in den Augen, der Zunge und dem Haupt und Gesicht im allgemeinen. Durch diesen Nachweis der Kraftrichtung lernen wir die innere Entstehung der Formen begreifen und lernen wir die Örtlichkeiten und Räume und Flächen der Gestalten unterscheiden, nach ihren innerlich einst gewirkten oder noch wirkenden Kräften. Dadurch sind uns ganz neue Natur-Kraftbau- und Formengesetze erschlossen worden, die in dieser Gesetzmässigkeit Entwickelungs- und Wirkungsordnung früher noch nicht bekannt gewesen sind."

Damit bat Carl Huter weitere unanfechtbare wissenschaftliche Grundlagen für seine psycho-physiognomische Wissenschaft gebracht."

7) Im Artikel "Zweiunddreissig der wichtigsten von mehr als zweihundert neuen Entdeckungen, die Carl Huter gemacht hat", enthalten in Huter: "Katechismus der Huterschen Wissenschaft" schreibt Carl Huter unter Ziffer 12:

  • "Die neunte Kraft ist die erwachende Lebenskraft, das Gefühlsvermögen der negativen Helioda und die zehnte endlich ist die höchste, die insbesondere die Gedanken- und Formen- und Fein-Physiognomien oder die Psycho-Physiognomien bildende positive Helioda, die Lebensstrahlen. Wir sehen hieran, die verschiedenen Kräfte entwickelten sich, eine aus der andern heraus und sie ordnen sich und richten sich und bauen von innen heraus, aus sich selbst vermöge der in der Materie wohnenden Energien die lebende Form selbst heraus.
  • Diese Kraftordnung und Entwickelung fand ebenfalls vor Carl Huter niemand und er fand sie auf Grund experimenteller und vergleichender Forschung. Nach ihr erhält die Wissenschaft der Psycho-Physiognomik nicht nur weitere wertvolle Grundlagen, nach ihr fand Carl Huter auch eine ganz neue Phrenologie und wies den Irrtum Galls und der Phrenologen nach, die die geistigen Grundkräfte allein an die Gehirnorgane gebunden glauben und die beiden Gehirnhälften beiderseits irrtümlich mit den gleichen Geisteshälften behaftet bezeichnen. In Wirklichkeit sind die Gehirnteile nur Organe der geistigen Kräfte, die ans den Lebensenergie-Zentralen der Zellen zum Gehirn emporsteigen. (...) Die negative und positive Helioda bewirken die Empfindung, sie sind seelische Kräfte."



Schlussbemerkungen

Weitere Ausführungen über die Helioda findet man in Carl Huter "Katechismus der Huterschen Wissenschaft", 1908, und zwar im Kapitel "Zweiunddreissig der wichtigsten von mehr als zweihundert neuen Entdeckungen, die Carl Huter gemacht hat.", Ziffer 5 bis 10.



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Diese Seite wurde im Februar 2018 ausgearbeitet und am 1. März 2018 fertig gestellt. Sie wurde am 29. März 2018 erweitert.

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