Carl-Huter-Stiftung

Welt- und Menschenkenntnis nach Carl Huter

A. Empfindungsvermögen und Helioda; Teil I

Wie ist es zu erklären, dass aus dem Äusseren des Menschen Rückschlüsse auf sein Wesen gezogen werden können? - Nach Carl Huter gibt es in unserer Welt 3 Grundelement: Stoff (chemische Materie), Kraft (physikalische Energie) und Empfinden - letzteres wurde bisher übersehen. Und genau das Empfinden bildet die Oberfläche jedes Lebewesens und zwar entsprechend dem inneren Wesen!

Nachstehend werden diese Huterschen Erkenntnisse näher dargelegt. Und auf der folgenden Seite werden Huters Erkenntisse anhang von originalen Zitaten, entnommen aus den Huterschen Schriften, dargelegt. Die nachstehenden Darlegungen sind als Einleitung für die Zitate (folgende Seite) zu betrachten. Sie sollen das Studium der folgenden Seite erleichtern.



Das Empfindungsvermögen als drittes "Element" in der Welt

Der Naturwissenschafter glaubt, dass

  • sich alle Erscheinungen auf zwei Elemente zurückführen lassen, auf chemische Stoffe und auf physikalische Kräfte.
  • jene Phänomene, die sich heute noch nicht vollständig erklären lassen, früher oder später ebenfalls als Erscheinung erklären lassen, die einzig auf der Wirkung von Kraft und Stoff beruht.

Carl Huter hat nachgewiesen, dass es ein drittes Element gibt, nämlich die Empfindungsenergie. Seine Erkenntnisse sind oben, im Abschnitt  A. Welt-Äther sowie untenstehend dargelegt.

Carl Huter hat das Empfindungsvermögen auf experimentellen Weg nachgewiesen und war überzeugt, dass das Empfindungsvermögen nicht als Erscheinung von Kraft und Stoff erklärt werden könne. Demnach müsse es sich dabei um ein Grundelement handeln.

  • Carl Huter vermochte aus «toten» Gegenständen, die ein Mensch getragen hatte, durch Hellfühlen die Eigenschaften dieser Person zu beschreiben und ebenso besondere Ereignisse zu erfühlen, welche diese Person erlebt hatte als sie diesen Gegenstand auf sich trug. Für dieses Registrierungsvermögen der Materie bleibt absolut keine andere Erklärungsmöglichkeit als jene, dass die Materie ein Empfindungsvermögen besitzt, d.h. die Registrierung erfolgt gänzlich ohne eine erkennbare Veränderung des chemischen (Stoff) und energetischen (Kraft) Zustandes der Materie. Die Materie kann die Eindrücke registrieren ohne dass zuerst eine Registrierungsvorrichtung geschaffen muss. Die Registrierungsfähigkeit ist eine Grundeigenschaft der Materie!
  • Carl Huter an vielen öffentlichen Vorträgen durch seine Experimente nachgewiesen, dass die Materie ganz offensichtlich ein Erinnerungsvermögen besitzt. Er liess davon Protokolle erstellen und die anwesenden Personen die Richtigkeit des Inhalts bezeugen. Damit ist die Existenz einer Empfindungsenergie erwiesen. Da sie nicht auf eine andere Grundform in unserer Welt – als weder auf den chemischen Stoff noch auf Energie (resp. Kräfte) noch auf eine Kombination der beiden zurückgeführt werden kann, muss das Empfindungsvermögen als zusätzliches, drittes Element in unserer Welt angenommen und vorausgesetzt werden. Bis an diese Stelle kann man von Fakten sprechen.
  • Nur die Materie (Stoff) ist direkt sichtbar. Die Kraft (Energie) und das Empfindungsvermögen sind einzig aufgrund von Wirkungen (Erscheinungen) erkenn- und nachweisbar.
  • Aus der Tatsache eines weiteren, dritten Grundelements (Empfindungsvermögens) als Grundbestandteil unserer Welt ergibt sich zwingend, dass unsere Vorstellung über die Welt und über die Vorgänge auf unserer Erde überarbeitet werden muss unter Einbezug des Empfindungsvermögens.

Anmerkung: Carl Huter hat für "Empfindungsvermögen" oft auch den Begriff "Empfindungsenergie" verwendet. Der erstgenannte Begriff ist allgemeiner und geeigneter.


Das Empfindungsvermögen als organisierendes Element in der Lebenswelt


Carl Huter hat diese Neuformulierung durchgeführt. Seine Ergebnisse findet man zerstreut in verschiedenen seiner Schriften. Daraus lässt sich folgendes entnehmen:

  • Dank dem Empfindungsvermögen kam es zum Entstehen von Leben. Die Mitwirkung des Empfindungsvermögens ist zentral. Das, was man unter «Leben» versteht, kann niemals befriedigend als ein stofflicher Vorgang oder als eine reine Wirkung von Kräften (Energie) noch als eine Wirkung einer Kombination davon erklärt werden.
  • In der Zelle liegt das Empfindungsvermögen in einer stark konzentrierten Form vor und zwar im Zentrosoma, auch Strahlkörperchen genannt.
  • Das Zentrosoma ist nicht nur das Empfindungsorgan sondern auch das Organ, welche die Zelle organisiert und sogar etwas Neues hervorbringt, also schöpferisch tätig ist.
  • Diese organisatorische Tätigkeit ist bei der Zellteilung gut ersichtlich. Zuerst teilt sich immer das Zentrosoma. Danach ist klar ersichtlich, wie Strahlen, die vom Zentrosoma ausgehen, den Zellkern teilen. Diese Strahlen (bestehend aus Zell-Materie, die sich zu einem Faden oder einer Schnur verbunden haben) ordnen offensichtlich die Chromosomen-Paare und ziehen sie auseinander sodass jede Tochterzelle genau von jedem Chromosomen-Paar eine Hälfte erhält.
  • In ähnlicher Weise ist die Empfindungsenergie organisierend und schöpferisch tätig, um die Zelle resp. das ganze Lebewesen optimal an jeweiligen Verhältnisse anzupassen – wobei die chemischen und physikalischen Gesetze sowie die bereits bestehenden internen Strukturen und Organe der Zelle resp. des Lebewesen Grenzen setzen. Grössere Anpassungen benötigen entsprechend lange Zeiträume, z.B. die Bildung von Sinnesorganen wie das Auge.

Anmerkung 1: Die Anpassung an die Umwelt war somit nicht einzig ein «mechanischer» Prozess (im Sinne von Darwin, Lamarck und der Lehrmeinung in den betreffenden naturwissenschaftlichen Fachgebieten), sondern die Empfindungsenergie hat massgeblich beigetragen, um die notwendigen Veränderungen hervorzubringen.

Anmerkung 2: Darwin hat die Entwicklung der Arten resp. die Höherentwicklung zudem mittels «Selektion» (Auslese bei der Wahl des Partners) erklärt. Auch diese Erklärung für die Entstehung der Arten und die Höherentwicklung von Arten wird anerkannt.



Was versteht Carl Huter unter "Helioda"?

Carl Huter beobachtete als junger Mann als er sich im Halbdunkeln aufhielt ein eigenartiges Leuchten und Strahlen, das er besonders in der Gesichtshaut, in den Augen und an den Fingerspitzen feststellte.

Er begann darüber zu forschen und kam zu folgenden Ergebnissen:

  • Diese Strahlung ist ein Produkt der Empfindungsenergie. Er nannte sie positive Helioda.
  • Die Wirkung der positiven Helioda besteht nicht nur in einer milden, schönen Strahlung. Sie bildet die Peripherie des Menschen und aller Lebewesen. Sie macht tut dies in Verbindung mit allen anderen Lebensstoffen und Lebenskräften (die hier nicht näher bezeichnet werden) und sie ist dabei das leitende, schöpferische, organisierende Element. Unter der Führung der positiven Helioda entstehen Formen, die der normale Mensch als "schön", "zart", "fein", "wundervoll", "gut proportioniert", etc. empfindet
  • Die Helioda kann auch in einer negativen Form in der Peripherie wirksam sein: dann fehlt zwar die Strahlung, aber die Formen sind, wie oben beschrieben, schön, fein, gut proportioniert.
  • Die positive und die negative Helioda sind besonders im Bereich der Augen, des Mundes und des Mittelgesichts wirksam.
  • Das konzentrierte Empfindungsvermögen (resp. die positive und die negative Helioda) bildet einen astralen Körper, also einen feinmateriellen Körper (quasi ein Parallelkörper). - Vermutlich ist dies jener Teil des Menschen, der uns das Weiterleben nach dem Tod unseres sichtbaren Körpers erlaubt.
  • Das konzentrierte Empfindungsvermögen (resp. die positive und die negative Helioda) erzeugt auf eine «magische Weise» das Bewusstsein und das Gewissen. - So hat sich Carl Huter im Jahre 1908 ausgedrückt. Eine nähere Erläuterung hat er nicht gegeben.


Fazit: In den Formen lebt der Geist!

Nach Carl Huter beruht die Korrespondenz von Innen und Aussen auf der Wirkung der Empfindungsenergie. Wer die Empfindungsenergie leugnet wird in letzter Konsequenz die Entsprechung von Innen und Aussen in Frage stellen.



Anmerkung

1) Weitere Eigenschaften der Helioda: Nach den Erkenntnissen von Carl Huter ist die Helioda nicht nur konzentrierte Empfindungskraft, sondern auch die Lebenskraft und die seelische Liebeskraft. Diese Eigenschaften sind im Gesicht ersichtlich: seitlich der Nase (plastische Mittelgesichtspartie) und seitlich der Naseflügel abwärts zu den Mundwinkeln (Nasen-Wangen-Zug). Man vergleiche mit den Bildern auf der nächsten Seite:
B. Empfindungsvermögen und Helioda; Zitate; Teil II

2) Sie hat auch die Natur einer Heilkraft, da sie übertragen werden kann. In der Regel erfolgen solche Übertragungen auf einen anderen Menschen, wodurch gesundheitliche Schwächen sofort deutlich gelindert werden. Sie ist nach Huter die höchste Heilkraft. Carl Huter hat mittels (seiner eigenen) Helioda-Kraft mehrfach Heilerfolge erzielt - durch Übertragung von Helioda, die aus den Fingerspitzen ausströmt. Die Übertragung erfolgt berührungsfrei also durch Annäherung der Fingerspitzen auf 5-20 cm an den Körper des anderen Lebewesens.

3) Sichtbarkeit resp. Greifbarkeit des Empfindungsvermögens: Man kann sich die Frage stellen: Wie kann es ein Empfindungsvermögen überhaupt geben? Man hat so etwas noch nie mit den Händen berühren, mit den Augen sehen, mit dem Ohr hören können, auch nicht mit dem Geschmackssinn und dem Geruchssinn wahrnehmen können. Von den 3 Grundelementen in unserer Natur lässt sich nur der Stoff (die Materie) wirklich wahrnehmen. Die "Energie" (im 19. Jahrhundert oft auch als "Kraft" bezeichnet, z.B. bei Ludwig Büchner: Kraft und Stoff, 1855) vermögen wir ebenfalls nicht wahrzunehmen, sieht man davon ab, dass gemäss den Erkenntnissen von Einstein Energie und Materie "äquivalent" sind. Als Beispiel: Erhält ein Körper eine höhere Geschwindigkeit, so erhöht sich seine Masse geringfügig, ebenso durch das blosse Hochheben eines Körpers, sei es vom Boden auf Schulterhöhe, sei es vom Boden auf 1'000 m über dem Erdboden, etc. *)

Fazit: Es spricht nicht gegen die Existenz des Empfindungsvermögens, wenn wir es nicht direkt feststellen können. Wir können aber die Existenz des Empfindungsvermögens indirekt feststellen: Indem wir durch Hellfühlen feststellen, dass gewisse Ereignisse in der Materie einen "Eindruck" hinterlassen haben. Das ist nur möglich, wenn die Materie ein Empfindungsvermögen besitzt. Durch (mechanische) Schwingungen wäre dies nicht zu erklären (was hier nicht näher erläutert werden soll. 

*) Im Bereich der physikalischen Kraft und der physikalischen Energie gibt es eine Reihe von Erscheinungen, die wir ebenfalls nur aufgrund der Wirkung kennen:
a. Das magnetische Feld, das elektrische Feld, das Gravitationsfeld resp.
b. Die magnetische Kraft, die elektrische Kraft und die Gravitationskraft resp.
c. Die damit verbundenen Energien: magnetische Energie, elektrische Energie und Gravitationsenergie. 

4) Neue Erklärungen im Bereich des Lebens: Es ist naheliegend, dass sich aus den Huterschen Lehren eine neue Erklärung über die Entstehung des Lebens, die Herkunft des Menschen und eine neue Weltanschauung ergibt. Huter nennt seine Weltanschauung die geistige Weltanschauung. Näheres in der Rubrik  8 Neue Evolution / neue Schöpfung

5) Neue Erklärung im Bereich der Physik: Es ist naheliegend, dass Empfindungsvermögen bei der Erklärung von (einigen fundamentalen) physikalischen Erscheinungen einbezogen werden muss. Die physikalischen Erscheinungen werden schwerlich gänzlich ohne Beteiligung des Empfindungsvermögens vor sich gehen. Namentlich die Schwerkraft, die quantenmechanischen Erscheinungen und die relativistischen Erscheinungen lassen sich wohl erst bei besserem Verständnis des Empfindungsvermögens in nachvollziehbarer und plausibler Weise erklären lassen. Näheres in der Rubrik  5 Neue Physik


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Diese Seite wurde im Februar 2018 ausgearbeitet und am 1. März 2018 fertig gestellt. Sie wurde am 29. März 2018 erweitert. Vom 19. Oktober bis 27. Oktober 2019 wurde sie leicht verändert.

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