Carl-Huter-Stiftung

Welt- und Menschenkenntnis nach Carl Huter

6 Grundwissen I

C. Helioda III und Zitate II
Die Nummerierung der vorhergehenden Seite wird hier fortgesetzt
 

4. Begriffe / Terminologie

Die auf der vorhergehenden und auf dieser Seite verwendeten Begriffe lassen sich wie folgt ordnen:

  • Empfindungsvermögen
    Die Fähigkeit zum Empfinden - dieses Vermögen ist bei Lebewesen, bei der Materie, beim Äther-Ilion anzutreffen, in je unterschiedlicher Art.
  • Empfindungsenergie
    a. eine konzentrierte Form von Empfindungsvermögen
    b. die Individual-Empfindungskraft, d.h. Empfindungsenergie, die ein Lebewesen gespeichert hat (1)
    c. die Energie, die den Stoff formt und organisiert (2), (3)
    d. die Energie, in der jede chemische Energie und jede höhere geistige Energie wie Gedächtnis, Bewusstsein, Wille, etc. wurzelt (4)

  • negative Lebenskraft (5)
    a. stark gesammelte Empfindungsenergie; sie emaniert von innen nach aussen.
    b. negative Helioda (6)
    Anmerkung:
    Das Wort "negativ" darf nicht verstanden werden, als etwas, was ungünstig ist, was es zu vermeiden gilt, als Defizit, etc.
    Unter "negativ" ist zu verstehen, dass die Kraft in jeder Hinsicht eine schwächere Aktivität entfaltet als die positive Helioda und sie keine heliodische Strahlung erzeugt.
  • negative Helioda
    a. stark gesammelte Empfindungsenergie
    b. emaniert von innen nach aussen

  • positive Helioda
    a. stark gesammelte und zugleich konzentrierte
    Empfindungsenergie (7), *), **)
    b. eine Lichterscheinung, d.h. eine Ausstrahlung am menschlichen Haupt und Körper,
    erkennbar z.B. am Auge, im Mittelgesicht, am Mund und an den Wange
    n
    von ausgewählten, gesunden Menschen
    *) Carl Huter hat die Formulierung "stark gesammelt und zugleich konzentriert" nicht erläutert. Jedenfalls ist "gesammelt" nicht dasselbe wie "konzentriert". Auf Anfrage kann der Unterschied erläutert werden. Aus Platzgründen unterbleibt es hier.
    **) gleichwertige Formulierung: "gesammelter und konzentrierter Empfindungsäther" in Verwendung der Ausdrucksweise in Ziffer 8 des obigen Dokuments "Grundlegende Thesen der Huterlehre"; Empfindungsäther kann als Synonym für Empfindungsenergie verstanden werden.


  • organisierende Helioda; Bewusstsein, Lebenskraft
    Die Helioda ist ...
    a. eine astrale Substanz, die in jeder lebendem Zelle vorhanden ist, bei Pflanze, Tier und Mensch, und dort
       (i) organisierend tätig ist, innerhalb der Zelle aber auch im ganzen Lebewesen, und
       (ii) das Bewusstsein entstehen lässt, das jedem Individualwesen als Gewissen und Heiligkeitsgefühl innewohnt und das auch mit dem Materiellen ausserhalb des Ichs korrespondieren kann, sozusagen mit dem Schicksal und dem Weltgewissen in Verbindung steht." (2)
    , (8), (9), (10)
    b. das Grundwesen des Lebens und der Formkraft (3)
        (i) die Wachstums- und Formkraft aller organischen
    Lebensgebilde (3)

        (ii) die Ursache für den Ausdruck des Geistigen in der
    Physiognomie (3)

       (iii) die Lebenskraft oder positive Lebenskraft
    *)
       (iv) die Liebeskraft*)
    *) Carl Huter drückte diese Erkenntnis u.a. so aus: "Die Helioda ist Lebens- und Liebeskraft."

(1) siehe oben, Ziffer 2.2 "Katechismus" (dort Ziffer 37)

(2) siehe unten, Ziffer 5.3, Abschnitt: "Aus diesem Grund organisiert und formt die Empfindungsenergie den Stoff"

(3) siehe unten Ziffer 5.5, Abschnitt "Es stand von da ab ...". Sowohl die negative als auch die positive Helioda wirkend organisierend.
Die positive Helioda ist als Steigerung der Empfindungsenergie zu verstehen, Huter spricht von gesammelter und auch konzentrierter Empfindungskraft. Sodann sind auch die Wirkungen entschieden stärker, z.B. die Form- und Organisationskraft. Und schliesslich führt diese Steigerung zur Entstehung von Helioda-Strahlen.

(4) siehe unten, Ziffer 5.4, Abschnitt "Aus diesem Grund organisiert ...  in ihr wurzelt meinen vergleichenden Forschungen nach jede chemische Energie und jede höhere geistige Energie wie Gedächtnis, Bewusstsein, Wille usw."

(5) seltener: die erwachende Lebenskraft, siehe Ziffer 5.6 "32 der wichtigsten Entdeckungen" (dort: Ziffer 12)

(6) Helioda ist ein ausstrahlendes Licht. Eine negative Helioda gibt es nicht. Dieser Begriff erweist sich als unnötig. Ebenso macht "positive Helioda" wenig Sinn; Helioda genügt. Damit wird eine wünschenswerte Vereinfachung erreicht. Carl Huter hätte, wenn er die Möglichkeit gehabt hätte, seine Werke neu herauszugeben und zu überprüfen, bestimmt eine Reduktion der Begriffe vorgenommen. 

(7) Aufgrund der obigen Umschreibung für die Empfindungsenergie, die negative Helioda und die Helioda sind die ersteren zwei als Vorstufe der Helioda anzusehen. Es lässt sich schliessen: Wo die Helioda stark vorhanden ist, sind auch die Empfindungsenergie und die negative Helioda stark vorhanden.

(8) siehe oben, Ziffer 2.1, Fachartikel "Überzeugungsgelübde"und die obige Charakterisierung der Empfindungsenergie samt Fussnote (4)

(9) Die Tätigkeit der Helioda darf wohl in folgender Weise umschrieben werden: Die Helioda ist die Kraft, die bewusste seelische Empfindungen ermöglicht; sie ist die Kraft, die das Denken ermöglicht und sie ist als die geistige Kraft zu verstehen.

(10) Bewusstsein, Gewissen, Heiligkeitsgefühl sind bem Menschen am stärksten: Der Mensch besitzt weitaus die stärkste Helioda und wohl das am stärksten entwickelte und differenzierter Gehirn.

5. Zitate von Carl Huter über die Empfindungsenergie und die Helioda, Teil II

  • Fettdruck durch die Carl-Huter-Stiftung
  • Texte, die den Zusammenhang zwischen "Innen" mit "Aussen" erläutern, sind am Beginn des Textes mit gelber Farbe gekennzeichnet. - Weitere Erläuterungen und Zitate zu diesem Thema findet man auf dieser Internetsite z.B. in den nachfolgenden Rubriken und im Kapital "Zitate", Rubrik  G. Zitate - Huter: Innen und Aussen

5.1 "Katechismus der Huterschen Wissenschaft"

Unter Ziffer 43  gibt Huter auf die Frage "Was ist die neue richtunggebende Idee in der Huter'schen Wissenschaft?" als Antwort:

  • "Die Erkenntnis von der Beseelung aller Dinge, und dass sich diese Beseelung im Äusseren der Dinge offenbart. Dadurch ist der Glaube an das Leben in die Menschheit zurückgekehrt; denn die alte Theologie lehrt, dass Leben nur von Gott ausgehe, also von einem zentralen Weltpunkt, von einer Person aus."
  • "Huter lehrt hingegen, dass das Leben von allen Dingen ausgeht, weil es in allen Dingen wohnt. Die Naturphilosophie lehrt, es gibt gar kein Leben von geistigem Werte, sie lehrt den groben Materialismus und den Glauben an Kraft und Stoff ohne Geist. Huter lehrt den Glauben an Kraft, Stoff und Geist in aller Materie, in allen Dingen."

5.2 "Welt- und Menschenkenntnis", V. Lehrbrief neunte Lektion

  • "Diese Kraft, die "Helioda", ist es nun, welche als Trägerin der Lebenskraft auftritt und welche die grosse Scheidewand bildet zwischen der anorganischen und der organischen Welt. Denn in ihr kommt der konzentrierte Empfindungsäther mit der Impulsenergie zur Herrschaft, zum Übergewicht über alle sonstigen Stoffe und Kräfte, und das eben bewirkt 'Leben'".

5.3 "Welt- und Menschenkenntnis", V. Lehrbrief zwölfte Lektion

  • Auf diesem Wege der verfeinerten Gefühlswahrnehmung machte ich die wichtigsten Entdeckungen über den Äther, die ätherischen Zwischensubstanzen und die Lebenskraft Helioda. Ich fand die Kraftrichtungsordnung , die Polaritäten im menschlichen Körper und die Distanzgrenzen der Fernwirkungen, strahlender Wärme, Elektrizität, Od, Magnetismus und Helioda.

5.4 "Illustriertes Handbuch der Menschenkenntnis", I. Teil: "Die philosophische Forschungsmethode über den Menschen"

  • "Das Empfinden ist primärer Natur, aus ihm ist alle Kraft, alle Stoffveränderung und jede Formbildung hervorgegangen. Im Empfinden wurzelt die Schöpferkraft aller Dinge, aus ihr ist auch das Leben hervorgegangen. Empfinden ist Leben. Was uns als Eiweiss, als organische beseelte Materie erscheint, ist nur eine höhere konzentrierte Tätigkeit vieler empfindender Ätherteile im Dienste einer Individualität, einer Einheit, eines bestimmt abgegrenzten organisierten Stoffteiles."
  • "Aus diesem Grunde organisiert und formt die Empfindungsenergie den Stoff, und in ihr wurzelt meinen vergleichenden Forschungen nach jede chemische Energie und jede höhere geistige Energie wie Gedächtnis, Bewusstsein, Wille usw."
  • "Daher lehre ich: Die Form eines Lebewesens ist der Lebens-, Willens- und Geistesausdruck des inneren Empfindungscharakters in Verbindung mit der Willfährigkeit zur Form und in Verbindung mit der Anpassung dieser Form auch an äussere umgebende, geistige, chemische und physikalische Einflüsse. Je stärker die Empfindungskraft, desto stärker die Formkraft und die Lebenskraft."

Kommentar: Einschränkungen in der Spiegelung des Inneren im Äusseren ergeben sich somit durch die (beschränkte) Willfährigkeit der Form und durch äussere Einflüsse.

5.5 "Grundlegende Entdeckungen für die wissenschaftliche Psycho-Physiognomik Carl Huters"

  • "Ich nannte diese Strahlen Heliodastrahlen, Lebensstrahlen oder auch Geisteslichtstrahlen. Als Lichtausstrahlungen habe ich sie auch oft im Dunkeln bei mir beobachten können. Liess ich diese Strahlen auf Pflanzen einwirken, so entwickelte sich bei ihnen ein schnelleres Wachstum. Pflanzen, Blumen und Blätter blieben durch die Einwirkungen mit diesen Strahlen länger lebensfrisch als andere, die zu gleicher Zeit abgeschnitten waren. Ich wies damit nach, dass sich diese Lebensstrahlen auf andere lebende Wesen übertragen lassen. Ich experimentierte dann damit bei schwachen und kranken Personen ohne deren Vorwissen und erzielte überraschende Resultate. Die Schwächezustände behoben sich, die Schmerzen verloren sich und vielfach trat eine überraschende Heiltendenz ein. Der liebende Gedanke verstärkte diese Strahlungsvorgänge, der liebelose schwächte sie. Damit war die Liebe als Wurzelkraft des Lebens nachgewiesen. Ich erzielte mit diesen Lebenskraftübertragungen ganz ausserordentliche Besserungen und Heilerfolge auch bei solchen Kranken, welche als unheilbar aufgegeben waren. Ich habe mich daher aus wissenschaftlichem Interesse zur weiteren Erforschung dieser Kraft viele Jahre mit Heilkunde als Leiter von Heilanstalten beschäftigt und ganz über Erwarten gute Erfolge erzielt." 
  • "Ich beobachtete aber zugleich auch, dass meine Gedanken und Empfindungen, die ich bei diesen Heliodisierungen und Strahlübertragungen hatte, d. h. der Charakter dieser Gedanken- und Gemütsstimmungen sich im Gesichtsausdruck der Heliodisierten spiegelte, besonders wenn der Patient nach einer Heliodisierung geschlafen hatte. - Dieses führte mich auf den Gedanken, dass die Lebensstrahlkraft in jedem Lebewesen die geistige Schöpferkraft ist, die die Formen baut und die Physiognomie beeinflusst."
  • "Als Ausstrahlungskraft muss sie notwendigerweise die Physiognomie der Formen, insbesondere der beweglichen, also die Mimik stark beeinflussen, aber auch die festen äusseren Formen werden durch sie, weil durchstrahlt, ebenfalls beeinflusst. Weitere Nachforschungen bestätigten meine Annahme."
  • "Es stand von da ab für mich fest, dass die Heliodastrahlkraft die eigentliche Wachstums- und Formkraft aller organischen Lebensgebilde ist und damit hatte ich das Grundwesen des Lebens und der Formkraft aufgefunden, die Tatsache, dass durch diese Lebensstrahlkraft das Geistige in der Physiognomie zum Ausdruck kommt."

5.6 "Zweiunddreissig der wichtigsten von mehr als zweihundert neuen Entdeckungen, die Carl Huter gemacht hat", enthalten in Huter: "Katechismus der Huterschen Wissenschaft"

Carl Huter schreibt unter Ziffer 12:

  • "Die neunte Kraft ist die erwachende Lebenskraft, das Gefühlsvermögen der negativen Helioda und die zehnte endlich ist die höchste, die insbesondere die Gedanken- und Formen- und Fein-Physiognomien oder die Psycho-Physiognomien bildende positive Helioda, die Lebensstrahlen. Wir sehen hieran, die verschiedenen Kräfte entwickelten sich, eine aus der andern heraus und sie ordnen sich und richten sich und bauen von innen heraus, aus sich selbst vermöge der in der Materie wohnenden Energien die lebende Form selbst heraus."
  • "Diese Kraftordnung und Entwickelung fand ebenfalls vor Carl Huter niemand und er fand sie auf Grund experimenteller und vergleichender Forschung. Nach ihr erhält die Wissenschaft der Psycho-Physiognomik nicht nur weitere wertvolle Grundlagen, nach ihr fand Carl Huter auch eine ganz neue Phrenologie und wies den Irrtum Galls und der Phrenologen nach, die die geistigen Grundkräfte allein an die Gehirnorgane gebunden glauben und die beiden Gehirnhälften beiderseits irrtümlich mit den gleichen Geisteshälften behaftet bezeichnen. In Wirklichkeit sind die Gehirnteile nur Organe der geistigen Kräfte, die ans den Lebensenergie-Zentralen der Zellen zum Gehirn emporsteigen. (...) Die negative und positive Helioda bewirken die Empfindung, sie sind seelische Kräfte."



History

Diese Seite wurde im Februar 2018 ausgearbeitet und am 1. März 2018 fertig gestellt. Sie wird regelmässig geprüft und angepasst, letztmals am 15. Januar 2019, am 23. April 2019, am 4. August, am 21. und 22. August 2019.

Alle Rechte vorbehalten!

 
E-Mail
Anruf