Carl-Huter-Stiftung

Welt- und Menschenkenntnis nach Carl Huter

5D2. Biologische Zelle: Anmerkung zum Hauptwerk von Carl Huter

1. Übersicht

Carl Huter beschreibt die Zelle im I. Lehrbrief, verfasst im Herbst 1904, ausführlich, siehe fünfte, sechste und siebte Lektion. Im IV. Lehrbrief, zweite Lektion, verfasst im Frühjahr 1906, beschreibt er sie nochmals. Der Grund liegt darin, dass Carl Huter in der Zwischenzeit bemerkt, dass sein Fachwissen über die Zelle nicht mehr dem neuesten Stand der Forschung entsprach. 

Was sind die wichtigsten Änderungen zwischen dem I. Lehrbrief und dem IV. Lehrbrief

  • Das Keimbläschen liegt im Protoplasma, d.h. ausserhalb des Zellkerns. 
  • Es wird jetzt mit Centrosoma bezeichnet. Diese Bezeichnung stammt von Theodor Boveri. Biografische Angaben: siehe unten.
  • Das Centrosoma ist bei der Zellteilung organisierend und ordnend tätig. Bei jeder Zellteilung trennt sich zuerst das Centrosoma. Danach bilden die beiden Centrosoma deutlich sichtbare Fäden, die von ihrem Körper zu den Chromosomen des Zellkerns verlaufen. Diese Fäden als Hilfsmittel um die Chromosomen auf die beiden neuen Zellen aufzuteilen.

Huter sah seine Lehren über die Empfindungskraft, die Lebenskraft und die Helioda, die Heliodastrahlen, die er 1899 entdeckt hatte, bestätigt. 

Er hat sich gewundert, dass die Forscher aus dieser organisierenden Tätigkeit des Zentrosomas nicht die Vermutung aussprachen, dass es in der Zelle eine leitende, organisierende, schöpferische, geistige Kraft geben muss, siehe  5E. Biologische Zelle , Ziffer 1, Antwort auf Frage 21, und Ziffer 2, pdf-Datei.


2. Die biologische Zelle: Beschreibung im I. Lehrbrief

Dieser Lehrbrief enthält viele schematische Darstellungen der Zelle, die Carl Huter eigenhändig gezeichnet hat, z.B. Abb. 15 und Tafel 22. Das Keimbläschen liegt hier jeweils innerhalb des Zellkerns. 

In der textlichen Erläuterung der Zelle erklärt Huter mehrfach, dass das Keimbläschen seinen Sitz innerhalb des Zellkerns habe, z.B. in der siebten Lektion:

"Analog diesen drei Grundlebens-Organen der Zelle, Kopf (Kern), Leib und Gliedern, gibt es auch drei Grundlebenskräfte: 

1. Die magnetische Lebensenergie ; diese hat ihren Sitz vorzugsweise im Zellkern.
2. Die Strahl-Energie "Helioda "; diese hat ihren Sitz vorzugsweise in dem Keimbläschen des Zellkerns und in den plastischen und aktiven Peripherie-Organen.
3. Die Medioma oder das Lebensod ; dieses hat seinen Sitz vorzugsweise im Zellfleisch , in den inneren Weichteilen und in den hohlen, passiven Peripherieorganen." 

3. Die biologische Zelle: Beschreibung im IV. Lehrbrief

Hier behandelt Huter die Zelle nochmals und viel genauer als im I. Lehrbrief.

In der ersten Lektion des IV. Lehrbriefes weist Huter daraufhin, dass seine Beschreibung der Zelle im I. Lehrbrief eine andere war: 

Zitat Anfang:
Fettdruck und Gliederung durch die Carl-Huter-Stiftung

  • Die Professoren W. Flemming (1843- 1905), Th. Boveri (1862- 1915) und Ph. Stöhr (1849 bis 1912) sind anderer Ansicht, sie führen das, was ich als Zentralkörper im Zellkern schon im 1. Lehrbrief angeführt habe, ebenfalls als wesentlichen Bestandteil der Zelle unter der Bezeichnung "Centrosoma" an, das sie aber abweichend von meiner Darstellung im Zellkern, meistens im Zelleib in der Nähe des Kerns wiedergeben, wie es ja auch den von ihnen benutzten Untersuchungsobjekten von wirbellosen Tieren entspricht. 
  • Ich komme noch mit näheren Erklärungen hierauf zurück. Wichtig ist die Beobachtung von Szymonowicz, dass gewisse Änderungen in der Kernsubstanz der Zelle auch verändernd auf das Protoplasma des Zelleibes einwirken.

Zitate Ende

Huter weist in der zweiten Lektion des IV. Lehrbriefes ausdrücklich daraufhin, dass seine nachstehenden Ausführungen die neuesten Erkenntnisse von Oskar Hertwig (1849 - 1922), Theodor Boveri (1862 - 1915) und van Beneden (1808 - 1889) berücksichtigen. Er verweist auf den Artikel "Ergebnisse und Probleme der Zeugungs- und Vererbungslehre". Vortrag St. Louis, 1904. (Fischer, Jena 1905.) - Siehe auch  2B1. Forschungs-Instrumentarium , Abschnitt "Fachkenntnisse".

Hier, in der zweiten Lektion, werden die Zelle und die Zellteilung beschrieben, u.a. anhand von Tafel 4, siehe  5E. Biologische Zelle Der Titel dieser Tafel lautet: "Die Mitose oder indirekte Zellteilung, nach Carl Huter. Beweis für seine Lehre, dass in dem Centrosoma die Lebenslichtstrahlkraft Helioda als oberste Leit- und Richtkraft der Zelle wirkt." -  Das Keimbläschen befindet sich ausserhalb des Zellkerns. Es wird Centrosoma genannt.

Anmerkung

1. Theodor Boveri und Walter Sutton kamen 1904 zur Erkenntnis, dass die Chromosomen die Träger unseres Erbguts sind. Carl Huter hätte wohl dazu gesagt, dass die Empfindungsenergie, die Lebenskraft, die Bedingungen bei der Zeugung, etc. ebenfalls von grosser Bedeutung sind, siehe  8C. Zeugung , Ziffer 1.

2. Boveris Bruder Walter Boveri wanderte von Deutschland in die Schweiz aus und war Mitbegründer der Elektrotechnik Firma Brown Boveri AG in Baden (Kanton Aargau, Schweiz)


History

Diese Seite wurde am 27. November 2020 veröffentlicht. Sie wird regelmässig überprüft, letztmals am 28. und 29. November 2020 und am 18. Dezember 2020.

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