Carl-Huter-Stiftung

Welt- und Menschenkenntnis nach Carl Huter

2A. Biografische Daten eines einzigartigen Menschen,
der seiner Zeit weit voraus war.
Quelle: Die Angaben in seinen Schriften; besonders wichtige Erkenntnisse sind mit gelber Farbe hinterlegt.
Die Biografie beschränkt sich Huter und sein Lebenswerk. Andere Personen bleiben weitgehend unerwähnt: Seine Ehefrau, seine späteren Partnerinnen, seine Kinder, seine weiblichen und männlichen Mitarbeiter. Die Teilbereiche seiner Arbeit werden nicht näher betrachtet und beschrieben z.B. das Kurbad in Detmold oder seine Tätigkeit in Leipzig. Diese Elemente werden bei Gelegenheit in separaten Darstellungen veröffentlicht.


9. Oktober 1861 

Geburt von Carl Heinrich Conrad Huter in Heinde bei Hildesheim als Sohn von Johanna (geb. Laffert) und Heinrich Huter (Wasserbaumeister).

10. März 1868
Tod des Vaters.

1866 – 1868
Carl Huter bemerkt beim Spielen, dass bei den erwachsenen Menschen grosse, grundlegende Unterschiede bestehen hinsichtlich ihres Körperbaus.

1868 – 1877
Besuch der Schule in Oedelum mit besonderer Förderung durch den Lehrer. Carl Huter lebt als Pflegekind bei seinem Onkel (Landwirt) und dessen Ehefrau.    

1877 – 1881
Lehre als Portrait-, Dekorations- und Porzellanmaler.

1881 - 1884
Weitere Ausbildung zum Porträtmaler sowie Tätigkeit an der Oper und am Theater in Leipzig. Daneben naturwissenschaftliche, philosophische und psychologische Studien. Lebt in Berlin, Dresden und Leipzig.

1882
Erste Schriften über "Die Körper- und Lebenswissenschaft".

1884
Erste Vorträge als Naturforscher und psychologischer Redner

1885 – 1889
Freier Porträtmaler in Hildesheim. Als Folge der Erkrankung an Halskrebs gibt er sein Geschäft auf und lebt als
Freier Porträtmaler in Wolfenbüttel und Braunschweig.

1886
Huter erteilt Privatunterricht im Bereich Naturforschung und Psychologie.

1889
Carl Huter bemerkt, dass von seinem Kopf und seinen Händen ein Licht ausgeht: weisslich-gelblich; kaum sichtbar. Er hält dies als eine Nachentdeckung des Reichenbaches Od. Siehe unter "1899".

1889 – 1892
Die Suche nach Ärzten, die sein Leiden heilen, führt zum

1892
Umzug nach Bremen, welche Besserung aber nicht die vollständige Heilung bringen.

1893
Umzug nach Hannover. Erste Kontakte mit seiner späteren Ehefrau Henny Pieper. Förderung durch Prof. Dr. Virchow, Prof. Dr. Schuchardt und Dr. Brodbeck. Naturwissenschaftliche und naturphilosophische Studien. Vortragstätigkeit. Arbeit an den naturwissenschaftlichen Grundlagen der Psycho-Physiognomik und Kallisophie.

1894
Vortragsreisen in Norddeutschland. Huter beginnt sein Heilsystem praktisch anzuwenden als Direktor eines Kurbades in Hannover.

1895 / 96
Heirat in London. Vortragsreisen in Norddeutschland.

1896
Carl Huter schreibt "Individuum und Universum". Das Werk wird erst 1925 gedruckt und veröffentlicht, durch Amandus Kupfer.

1897
Umzug in ein eigenes Haus nach Detmold. Darin betreibt er eine kleine Kuranstalt.

1898
Das Werk "Die neue Heilwissenschaft" erscheint.
Der Gedichtband "Glocken aus dem Cheruskerland" erscheint

1899 (vermutlich Januar; spätestens Februar)
(a) Carl Huter erkennt, dass die Strahlung, die er 1889 an sich selbst beobachtet hat, keine Folge des Odes ist. Er nennt die Lichterscheinung "Lebenslichtstrahlung" und schafft dafür den Begriff "Helioda".
(b) Er vermag mittels der Helioda, die von seinen Fingern ausströmt, auf andere Menschen körperlich-seelisch-geistig wohltuend einzuwirken. Er vermag Heilwirkungen zu erzeugen. Er wendet diese "Helioda-Therapie" als Kurdirektor in Hannover (ab 1894) und als Direktor seines Kurbades in Detmold (ab 1897).
(c) Er vermag mittels Hellfühlen Charakter und Gesundheitszustand eines vor ihm befindlichen Menschen zu erfühlen.
Carl Huter hält darüber Vorträge und demonstriert die Wirkung der Helioda (1899 bis 1911). Zahlreiche Zeugnisse von anwesenden und betroffenen Personen belegen, dass Huter dazu tatsächlich in der Lage gewesen war.

1899 - 1908
Weitere Erforschung der Helioda
Er unterscheidet eine negative und eine positive Helioda.

(a) Die negative Helioda gibt dem Lebewesen die Fähigkeit zum Empfinden (1899)
(b) Die positive Helioda ist in der Zelle und im Lebewesen organisierend und schöpferisch tätig (1899). Sie erzeugt auf magische Weise das Bewusstsein (1908). Die positive Helioda ist untrennbar mit einer Leuchterscheinung verbunden, die man bei einzelnen Menschen als weisslich-gelbliches Licht in Erscheinung tritt (1899).
(c) Sie hat in der Zelle ein eigenes Organ, das Zentrosoma (um 1905).
Anmerkung:
Diese Lichterscheinung lässt sich am ehesten erkennen bei einem Menschen mit starker positiver Helioda und zwar (a) im Halbdunkeln; (b) wenn sich das Auge an die Dunkelheit gewöhnt hat; (c) wenn sich der Mensch vor einem dunklen Hintergrund befindet
..

1899 – 1902
Vortragsreisen, die durch ganz Deutschland führen. An einzelnen Orten hält Huter Lehrkurse ab, die 2 bis 4 Vorträgen innerhalb von wenigen Tagen bestehen. Es bilden sich Ortsgruppen, u.a. in Mülheim a.d.R., Hamburg, Pforzheim (1899 bis 1904), in loser Form oder als Verein.

1899, Oktober
Begründung der Zeitschrift "Hochwart" auf Veranlassung von Ortsgruppen, die sich eine Mitgliederzeitschrift wünschen. Bis 1903 hat die Zeitschrift einen Umfang von 300 - 400 Seiten pro Jahr und erscheint monatlich. Die Zeitschrift erscheint ab 1904 seltener und wird im Jahre 1911 eingestellt (vermutlich Mitte Jahr).

1902 Juni (Pfingsten)
Erster Bundeskongress in Detmold

1903
Gründung des Carl Huter-Verlags sowie des Arminius-Verlags.
Carl Huter schreibt: "Die innere Erschliessung einer höheren geistigen Welt". Das Werk wird erst 1929 gedruckt und veröffentlicht, durch Amandus Kupfer.

1904-1906
Carl Huter verfasst "Welt- und Menschenkenntnis". Dieses Werk besteht aus 5 Lehrbriefen mit einem Umfang von rund 700 Seiten. Es wird oft als "Hauptwerk" bezeichnet.

1907-1911
Huter veröffentlicht zahlreiche Schriften zu einzelnen Themen der "Huterschen Lehren", u.a.
- "Die neue Ethik" (1907)
- "Die goldenen Lebensregeln"
- "Katechismus der
- "Wie erwirbt man sich die Mitgliedschaft ..." (1908)
- "Das Empfindungsvermögen der Materie" (1909)
- "Illustriertes Handbuch der Menschenkenntnis" (1910)
Die "Freunde der Huterschen Wissenschaft" veröffentlichen das biografische Werk "Aus eigener Kraft".

1908 - 1910
Aufbau und schrittweise Inbetriebnahme der Huterschen Institute sowie schrittweiser Umzug nach Leipzig.
Die Familie verbleibt in Detmold. Er lebt getrennt von seiner Ehefrau.

  • 1908 Bezug von Geschäftsräumen in Leipzig; Bosestrasse 7, Hochparterre (eine 3-4 Zimmer Wohnung im Hochparterre in einem repräsentativen grossen Miethaus, im Zentrum von Leipzig, an ruhiger Lage);
  • Mai 1909 Betriebsaufnahme in Leipzig; Umzugsphase ist beendet;
  • Mai 1909 Eröffnung Freie Hochschule (erstmalig in Deutschland);
  • Mai 1909 Eröffnung Psychologisches Untersuchungsinstitut;
  • Juli 1909: Irmgard Fleischhacker aus Dresden (1891 - 1980), damals 18-jährig, wird Huters Mitarbeiterin.
    Carl Huter und Irmgard Fleischhacker werden später Eltern von zwei Kindern: Johannes (1910-1990) und Rotraud (1912-1982).
  • 18. September 1910: Eröffnung Carl-Huter-Museum (Museum für Welt- und Menschenkenntnis).

1909 - 1911
Direktor der Carl-Huter-Institute in Leipzig. Die junge Irma Fleischhacker (1891-1980) ist als Assistentin tätig. Unter ihrem Namen erscheinen mehrere Fachbücher über die Huter-Lehre und zahlreiche Fachartikel. Die Schriften sind vermutlich in enger Zusammenarbeit mit Carl Huter entstanden.

1911
Zwangs-Auflösung der Carl-Huter-Institute aus finanziellen Gründen.

1912
Tod am 4. Dezember 4. Dezember 1912 in Dresden, infolge Herzschwäche (Hauptursache) sowie Erschöpfung und Leberleiden.


Zitate 

Huter schreibt im Vorwort zu "Leitfaden zu meinem wissenschaftlichen System der Psycho-Physiognomik", Januar 1909 über seine Tätigkeit:

  • "Meine in den letzten zehn Jahren fast in allen grösseren Städten Deutschlands gehaltenen diesbezüglichen Vorträge sind von mehr als 300 der angesehensten Tagesblätter und Zeitschriften und von vielen hervorragenden Männern der Wissenschaft und des öffentlichen Lebens gut besprochen und empfohlen worden."
  • "In vielen Lehrkursen habe ich seit 1886 die verschiedenen Fächer der neuen Wissenschaft Herren und Damen aller Gesellschaftskreise gelehrt und seit 1882 vertrete ich auch in Schriften diese neue Körper- und Lebenswissenschaft."
  • "1904 anfangend konnte ich das grosse illustrierte Lebenswerk unter dem Titel "Menschenkenntnis': herausgeben, und dieses Werk führte zu einer festen Verbindung vieler Gleichgesinnten und Studierenden desselben. Ein Beweis, dass diese Lebensarbeit nicht umsonst gewesen ist und dass sie die Kraft in sich trägt, eine neue Kultur anzubahnen."

History
Diese Seite wurde im Jahre 2016 erstmals veröffentlicht. Sie wird regelmässig überprüft und geändert, letztmals am 21. Oktober 2019.










 
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